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Aktienanalyse: Gewinneinbruch bei BMW im 3. Quartal 2018

Die Aktie von BMW hat in dieser Woche deutlich verloren. Der Grund hierfür waren die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen. Daraus geht hervor, dass der große Autobauer im dritten Quartal zwar höhere Umsätze erzielen konnte, diese jedoch mit einem klaren Gewinneinbruch verbunden waren. Die Marge im Kerngeschäft, dem Verkauf von Autos der Oberklasse, ging noch weiter nach unten, als Analysten zuvor erwartet hatten. Die Aktie fiel am Mittwoch nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen um 3,46 Prozent auf 74,26 Euro.

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Schlechte Quartalszahlen veröffentlicht

BMW selbst nannte als Grund für die vergleichsweise schlechten Quartalszahlen den starken Wettbewerb, Rückstellungen und Belastungen durch die internationalen Handelskonflikte. Bereits im September senkte das Unternehmen seine Prognose für das gesamte laufende Jahr und behält diese Angaben auch weiter bei. Man geht davon aus, dass der Vorsteuergewinn in diesem Jahr um fünf bis zehn Prozent zurückgehen wird. BMW konnte seinen Umsatz in den letzten drei Monaten um 4,7 Prozent auf 24,74 Milliarden Euro erhöhen. Der operative Gewinn fiel dagegen um 27 Prozent auf 1,745 Milliarden Euro. Im Kerngeschäft, dem Verkauf von Autos, bracht der Gewinn vor Zinsen und Steuern um 930 Millionen Euro und damit fast um 50 Prozent ein. Die operative Marge, also die Differenz zwischen Selbstkosten und dem Verkaufspreis, fiel von 8,6 Prozent im Vorjahr auf nun nur noch 4,4 Prozent. BMW hat damit erstmals seit 2009 sein Margin-Ziel von acht bis zehn Prozent verfehlt.

Letztendlich bleibt für BMW ein Gewinn von 1,38 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,82 Milliarden Euro. Hinsichtlich der Marge von nur noch 4,4 Prozent liegt BMW nun weit hinter Konkurrenten wie Daimler. Bei Wagen der Oberklasse liegt die Marge in der Regel beim acht bis zehn Prozent. Von dieser Zahl ist BMW derzeit weit entfernt. Der freie Cashflow für das Automobilgeschäft ist mit derzeit 98 Millionen Euro nur noch leicht positiv. Die Nettoliquidität ist allerdings mit 17,69 Milliarden Euro weiterhin hoch.

Umsatz höher als erwartet

Hinsichtlich des Umsatzes waren die nun vorgelegten Zahlen besser als zuvor erwartet worden war. Analysten gingen jedoch von einem höheren Gewinn aus. Für das ganze Jahr 2018 rechnet der Autobauer aus München mit einem Gewinn vor Steuern, der ein wenig unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen wird. Auch im Autogeschäft soll der Gewinn leicht unter den Zahlen aus dem Jahr 2017 liegen. Bei der EBIT-Marge geht man von mindestens sieben Prozent aus. In den ersten drei Quartalen 2018 betrug diese 7,6 Prozent. Die EBIT-Marge ist das Verhältnis des operativen Gewinns im Vergleich zum Umsatz.

Viele Jahre lang war BMW durchaus erfolgsverwöhnt. Nun leidet auch der bekannte Münchener Autobauer immer mehr unter den Schwierigkeiten, mit denen die Autobranche zurzeit zu kämpfen hat. Die Themen, die die Branche derzeit beschäftigen, sind vielfältig und reichen vom Diesel-Skandal, Strafzöllen, Kosten für Rückrufaktionen bis hin zum bevorstehenden Brexit. All diese Sorgen belasten das Geschäft aller großen Autobauer. Auch aufgrund dieser Faktoren senkte BMW bereits seine Jahresziele.

Analysten gingen nicht davon aus, dass die Zahlen von BMW derart negativ ausfallen würden. Allerdings war das vergangene Quartal auch für viele Konkurrenten nicht einfach. Beispielsweise musste Daimler in diesem Jahr bereits mehrfach seine Prognose für 2018 nach unten korrigieren und auch Autozulieferer wie Continental mussten ihre Jahresziele senken.

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Baldige Besserung nicht in Sicht

BMW-Chef Harald Krüger geht nicht von einer baldigen Besserung der Situation aus. Daher wollte er auch noch keinen Ausblick für das kommende Jahr geben. BMW wird nun wohl versuchen, Kosten zu senken. Außerdem hofft man darauf, mit neuen Modellen, darunter renditestarke, große Geländewagen, wieder auf den Erfolgspfad zurückzukehren. Finanzchef Nicolas Peter geht davon aus, dass das Unternehmen im nächsten Jahr weiter wachsen kann.

Beim Thema Nachrüstung von älteren Dieselfahrzeugen ändert BMW seine Meinung nicht. In dieser Woche waren Autobauer zu einem weiteren Gipfel bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin eingeladen. Dort wollte BMW keine Zugeständnisse hinsichtlich der weiterhin umstrittenen Hardware-Nachrüstung machen. BMW bleibt damit in dieser Frage bei seiner Haltung.

Zuvor lief es für BMW lange Zeit sehr gut. Vor allem der Margenrückgang im Autogeschäft war nun jedoch ein Rückschlag. Über 30 Quartal lang blieb man im anvisierten Rendite-Korridor und konnte oft sogar bessere Zahlen vorweisen als die Konkurrenz. Daimler erreichte zuletzt eine Marge von 6,3 Prozent. Audi hatte mit einer Geldstrafe von 800 Millionen Euro aufgrund des Diesel-Skandals zu kämpften und verzeichnete daher nur noch eine Marge von 0,8 Prozent. VW musste zwar ebenfalls einen Gewinneinbruch verkraften, verdiente aber immer noch mehr als erwartet. Daher musste der Autobauer aus Wolfsburg seine Jahresprognose nicht senken.

Gründe für Verluste im letzten Quartal

Einen großen Beitrag zu den Verlusten von BMW hatten im letzten Quartal Rabatte. Allerdings hatte BMW schon frühzeitig zugestimmt, einen strengeren Abgasprüfzyklus zu nutzen. Diese Umstellung habe laut Finanzchef Peters den europäischen Markt allerdings aus dem Gleichgewicht gebracht und wird sich wohl noch bis ins erste Halbjahr 2019 auswirken. Ob die frühe Umstellung ein Vorteil für BMW war, ist bislang noch nicht festzustellen. Einige Konkurrenten kämpfen derzeit bei bestimmten Modellen mit Lieferschwierigkeiten. Dies trifft auf BMW nicht zu.

Negative Auswirkungen hatten auch Rückstellungen in Höhe von 679 Millionen Euro. Diese betrafen vor allem eine große Rückrufaktion. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Abgasrückführung mussten weltweit 1,6 Millionen Dieselfahrzeuge in die Werkstätten kommen. Anfang Juli wurden zudem Strafzölle eingeführt. Des Weiteren sind auch bei BMW die Kosten für neue Technologien, beispielsweise Elektromobilität und autonomes Fahren, noch immer sehr hoch. Dazu kommen Belastungen aus Wechselkurseffekten und hohe Rohstoffpreise.

Die Commerzbank senkte ihr Kursziel für BMW von 89 auf 87 Euro, bleibt aber bei der Bewertung „Halten“. JP Morgen legt das Kursziel für die BMW-Aktie bei 80 Euro fest. Die BMW-Aktie, die schon lange im DAX vertreten ist, gehörte mit einem Minus von 3,64 Prozent in dieser Woche zu den schlechteren Werten im Leitindex und entwickelte sich schlechter als der gesamte Index.

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Jahreshoch im Januar

Auf Jahressicht liegt die BMW-Aktie 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom 23. Januar 2018. Dieses Hoch betrug 97,50 Euro. Das 52-Wochen-Tief von Ende Oktober beträgt 71,79 Euro. Derzeit kann die BMW-Aktie an der Frankfurter Börse einen Gesamtumsatz von etwa 218 Millionen Euro verzeichnen. Das Allzeit-Hoch der BMW-Aktie liegt übrigens schon einige Zeit zurück: Im März 2015 war die Aktie 123,75 Euro wert. Bis zum Allzeit-Tief muss man jedoch zehn Jahre zurückgehen. Ende Oktober 2008 war die BMW-Aktie nur 16 Euro wert. Von diesem Tiefstand ist die Aktie derzeit weit entfernt.

Die BMW Group gehört zu den größten Unternehmen Deutschlands und ist international sehr bekannt. BMW ist einer der 15 größten Autohersteller der Welt. Mit Marken wie MINI oder BMW Motorrad gehört das Unternehmen zu den führenden Herstellern von Autos und Motorrädern der Welt. Außerdem bietet die BMW Group Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen an. Die Produktion erfolgt in 30 Produktionsstätten in 14 Ländern. Dazu gehört ein weltweites Vertriebsnetzwerk und Niederlassungen in mehr als 140 Ländern.

2017 erreichte die BMW Group einen weltweiten Absatz über 2.450.000 Autos und mehr als 160.000 Motorrädern. Im Jahr zuvor wurden mehr als 2,3 Millionen Fahrzeuge gebaut. Im letzten Jahr lag das Ergebnis vor Steuern bei 10,655 Milliarden Euro. Der Umsatz betrug über 98 Milliarden Euro. Ende 2017 waren in aller Welt fast 130.000 Mitarbeiter für BMW tätig. Mitte des Jahres betrug der Börsenwert des Unternehmens mehr als 72 Milliarden Dollar.

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Fazit:

BMW-Aktie fällt nach schwachem Quartalsergebnis

Die Aktie von BMW fiel in dieser Woche um 3,45 Prozent auf 74,26 Euro. Der Grund ist die Veröffentlichung von schwachen Quartalszahlen. Der Autobauer musste demnach in den letzten drei Monaten einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Zum ersten Mal seit 2009 konnte BMW auch seine angestrebte Marge von mindestens acht Prozent nicht erreichen. Lediglich die Umsätze viele besser aus als erwartet. Schon im September korrigiere BMW seine Jahresziele nach unten.

Auch einige Konkurrenten und Zulieferer aus der Autobranche haben mussten ihr Jahresziel nach unten korrigieren und wiesen schwache Quartalszahlen vor. Die Gründe für die schwachen Quartalszahlen sind vielfältig. Unter anderem belasten die Branche die Auswirkungen des Diesel-Skandals, der nahende Brexit und die internationalen Handelskonflikte. BMW-Chef Harald Krüger geht nicht davon aus, dass sich die Lage bald verbessern wird und wagte keine Prognose für 2019. Das Unternehmen hofft, mit Kostensenkungen und neuen Modellen wieder auf den Erfolgsweg zurückzufinden. Analysten hatten vor allem hinsichtlich des Gewinns nicht mit derart schwachen Zahlen gerechnet. Auch der Rückgang der Marge auf nur noch 4,4 Prozent ist ein Rückschlag für den weltbekannten Autobauer.

Im letzten Jahr lag das Ergebnis vor Steuern bei 10,655 Milliarden Euro und der Umsatz bei über 98 Milliarden Euro. Noch im Januar erreichte die Aktie des Autobauers einen Wert von 97,50 Euro und Mitte des Jahres konnte man einen Börsenwert von über 72 Milliarden Dollar vorweisen.

 

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