Aktienanalyse Commerzbank

Trotz des Abstiegs vom DAX in den MDax und dem Gerücht, dass die Deutsche Bank das Unternehmen übernehmen will, ist die Aktie derzeit bei Anlegern sehr beliebt. In der letzten Septemberwoche konnte die Aktie um fast fünf Prozent zulegen und auch der Eindruck aus charttechnischer Sicht ist weiterhin positiv. Hier besteht sogar die Möglichkeit einer Bodenbildung. Allerdings verlor die Commerzbank-Aktie zum Ende der Woche nochmals deutlich.

Übernahme durch Deutsche Bank wahrscheinlich

Einige Beobachter gehen derzeitig davon aus, dass eine Übernahme durch die Deutsche Bank durchaus wahrscheinlich ist. Diese Gerüchte ließen den Kurs nochmals ansteigen. Der positive Trend der vorherigen Tage ging damit weiter. Allerdings gibt es von offizieller Seite keine konkreten Aussagen hierzu.

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Christian Sewing, der Chef der Deutschen Bank, sagte laut der Nachrichtenagentur Reuters dazu, dass man zunächst in den nächsten 19 Monaten die eigene Profitabilität wieder steigern müsse. Danach könnten man sich über andere Dinge unterhalb. Sewing sprach jedoch nicht konkret über eine Übernahme der Commerzbank. Daher könnten die Spekulationen weiter anhalten. Diese halten sich an den Finanzmärkten nun bereits sei einiger Zeit. Eine Fusion würde eine sehr starke Bank in Deutschland zur Folge haben. Möglicherweise könnte es hierfür auch Unterstützung aus der Politik geben. Kürzlich hatte Finanzminister Olaf Scholz beklagt, dass im Verleih zu den bekannten amerikanischen Großbanken hierzulande eine international wettbewerbsfähige Bank fehlen würde. In der Vergangenheit blickte man in Berlin eher skeptisch auf eine solche Fusion.

Derzeit ist die Situation für die Aktie der Commerzbank allerdings schwierig, nicht nur aufgrund des Abstiegs aus dem DAX. Die Aktie der Commerzbank war hinsichtlich der Kursentwicklung viele Jahre lang einer der schwächsten im DAX. Schon 2014 halbierte sich der Wert der Aktie auf weniger als sieben Euro.

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Übergeordneter Trend vor Abstieg in MDax

Vor dem Abstieg in den MDax wurde das Chartbild mit Blick auf den übergeordneten Trend immer optimistischer. Der Kurs versucht sich an einer Bodenbildung bei etwa 7,82 Euro. Dies lässt sich bis in den Juli zurückverfolgen. Nun entwickelt sich diese Linie zu einer Unterstützungslinie. Candles im Wochenchart zeigen ebenfalls, dass die Notierungen der Aktie steigen.

Nun wäre ein Ausbruch über das Augusthoch von 9,29 Euro optimal. Dies würde einen weiteren Trend nach oben bedeuten. Diese Hürde scheint für die Commerzbank-Aktie derzeit jedoch schwer zu erreichen. Darüber hinaus befinden sich die aktuellen Notierungen in einer überkauften Marktsituation. Langfristig überzeugt jedoch klar die Long-Seite.

Kommt es zu kurzfristigen Korrekturen, könnte dies interessante Einstiegsmomente für Anleger bieten. Erfolgt ein Ausbruch über die Linie von 9,29 Euro, könnten Analysten sogar ihr Kursziel für die Commerzbank-Aktie auf zehn Euro erhöhen. Seit sich der positive Trend fort, ist sogar ein Kurs von etwa 11,70 Euro im Bereich des Möglichen.

Ein gutes Zeichen, der auf einen mittelfristigen Kursanstieg hindeuten könnte, ist dagegen, dass die Aktie im Jahresverlauf mehrfach die Acht-Euro-Marke erfolgen verteidigen konnte und sich der Kurs nach oben entwickelte. Damit es jedoch dauerhaft nach oben geht, sollte der Kurs die 200-Tage-Linie deutlich übertreffen. Der gleitende Durchschnitt liegt bei etwa 9,76 Euro. Bei 9,80 Euro und bei 10,05 Euro sind im Chart horizontale Widerstandlinien zu erkennen. Möglicherweise bracht die Aktie mehrere Versuche, um diese Widerstände zu durchbrechen. Nach unten liegt eine Unterstützungslinie bei 9,30 Euro auf dem Wert des Hochs von Ende Juli / Anfang August.

Schwieriges Jahr für die Aktie der Commerzbank

Nachdem sich im August bei der Aktie der Commerzbank eine Doppelbodenstruktur gebildet hatte, stieg der Kurs wieder leicht an. Im März und April schnitt die 38-Tagelinie die beiden Durchschnitte bei 100 und 200. Es entstanden also Verkaufssignale. Angang Juni fiel die Aktie unter die 100-Tagelinie und den gleitenden Durchschnitt. Ein weiteres Verkaufssignal kam hinzu. Im März, Anfang April, im Mai und im Juni gab es Kaufsignale.

Die Commerzbank-Aktie erreichte direkt im Januar mit 13,82 Euro ein Jahreshoch, danach ging es jedoch deutlich bergab. Die Aktie befindet sich klar im Abwärtstrend. Nach einem ersten Verlaufstief im Februar fiel die Aktei dann Anfang April auf ein noch deutlicheres Tief von 10,04 Euro.

Im April und Mai versuchte Käufer eine Stabilisierung zu erreichen. Der letzte Versuch hatte zur Folge, dass die Aktie kurz unter der 50-Tage-Linie scheiterte. Nach diesem Tief ging es nochmals auf 7,91 Euro hinunter. Anfang September begann sich der Kurs jedoch wieder zu stabilisieren. Nun könnte die 10-Euro-Marke wieder in Sicht sein. Auf dem Weg dahin ist jedoch eine weitere Korrektur möglich. Spätestens um wieder zweistellig zu notieren, muss die Commerzbank-Aktie noch einen Widerstand überwinden. Das Überwinden der 10-Euro-Marke könnte daher mehrere Anläufe brauchen. Ein Rückfall unter neun Euro sollte die Aktie nach Möglichkeit vermeiden. Hier gibt es allerdings noch eine Unterstützungslinie bei 8,74 Euro.

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Rückschlag zum Ende der Handelswoche

Trotz des angekündigten Abstiegs aus dem DAX ging es in den letzten Wochen für die Commerzbank-Aktie nach oben. Der Kurs verließ auch das Bollinger Band. Seit Anfang September konnte die Aktie immerhin 20 Prozent hinzugewinnen. Um jedoch zumindest wieder in die Nähe des Jahreshochs von etwa 14 Euro zu kommen, muss der Kurs eine starke Widerstandszone überwinden. Die jüngste Erholung könnte daher nur eine vorübergehende Phase gewesen sein.

Zum Ende der Handelswoche musste die Commerzbank-Aktie einen weiteren Rückschlag verkraften. Der Kurs fiel um mehr als sechs Prozent. Damit entwickelte sich die Aktie auch deutlich schlechter als der gesamte MDax, in dem sie nun vertreten ist. Dieser verlor um 0,7 Prozent. Keine andere Aktie im MDax verlor mehr.

In den letzten zehn Jahren verlor die Aktie der Commerzbank im Schnitt mehr als 15 Prozent. Hätte man vor zehn Jahren 10.000 Euro in die Commerzbank-Aktie angelegt, wären davon nur noch 1.926 Euro übrig. Die Verlust-Ratio liegt damit bei 5,00 und erhöht somit das Anlage-Risiko deutlich.

Die aktuelle Kursentwicklung könnte auch ein Fingerzeig für die kommende Entwicklung sein. Seit ihrem Sechs-Monats-Hoch verlor die Aktie nochmals mehr als 15 Prozent. Das Allzeit-Hoch von 264,30 Euro aus dem Jahr 2000 ist heute in weite Ferne gerückt. Derzeit liegt die Aktie der Commerzbank auf Jahressicht 35,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch aus dem Januar, das damals 13,82 Euro betrug. Das 52-Wochen-Tief im Juni betrug 7,92 Euro.

Internationale Bank mit langer Geschichte

Die Commerzbank ist eine internationale Geschäftsbank, die an mehr als 50 Orten in aller Welt aktiv ist und ihre Dienstleistungen dort Privat- und Geschäftskunden anbietet. Die Geschichte des Unternehmens geht bereits bis ins Jahr 1870 zurück, als Kauf- und Bankleute in Hamburg die Commerz- und Disconto-Bank gründeten. Nach mehreren Fusionen entstand 1940 die Commerzbank unter dem heutigen Namen.

Nach dem zweiten Weltkrieg entstanden drei Regionalinstitute, die 1958 wieder zusammengeführt wurden. In den Folgejahren entstand ein großes Filialnetz und auch das internationale Geschäft wurde ausgebaut. Die Finanzkrise 2007 betraf auch die Commerzbank. Damals musste man staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Mit der Übernahme der Dresdner Bank wurde die Commerzbank zur zweitgrößten Privatbank Deutschlands nach der Deutschen Bank.

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Heute befindet sich der Unternehmenssitz in Frankfurt am Main. Insgesamt arbeiten etwa 50.000 Mitarbeiter für die Bank. Die Marktkapitalisierung sank in der letzten Zeit auf nur noch etwa zehn Milliarden Dollar, was auch ein Grund für den Abstieg in den MDax war. Das Ergebnis pro Aktei beträgt etwa 0,12 Euro. 2017 konnte die Commerzbank einen Umsatz von 14,36 Milliarden Euro erzielen. Infolge der Finanzkrise konnte die Commerzbank sieben Jahre lang keine Dividende auszahlen. Erst 2016 war dies wieder möglich. Die Commerzbank betreute im letzten Jahr über 13 Millionen Kunden in Deutschland und fünf Millionen Kunden im Ausland. Mitte 2018 lag der Börsenwert der Bank bei etwa 16 Milliarden Dollar.

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Fazit:

Fazit: Schwierige Phase für die Commerzbank

Die Aktie der Commerzbank erreichte ihr Jahreshoch bereits Ende Januar. Danach ging es für die Aktie immer weiter nach unten. Doch nachdem der Abstieg in den MDax bekannt wurde, erfreute sich die Aktie bei Anlegern großer Beliebtheit und für den Kurs ging es wieder nach oben. In dieser Wochen musste die Aktie nach weiteren Gewinnen zum Ende der Woche jedoch deutliche Verluste hinnehmen.

Zuvor war der Eindruck aus charttechnischer Sicht durchaus positiv. Die anhaltenden Spekulationen um eine Übernahme durch die Deutsche Bank gaben dem Aktienkurs weiteren Auftrieb. Schon seit Jahren gehörte die Commerzbank-Aktie zu den schwächsten im DAX und auch das Jahr 2018 war bislang durchaus schwierig. Bereits im Januar erreichte die Aktie ihr Jahreshoch, danach ging es deutlich nach unten.

Derzeit scheint eine Bodenbildung bei 7,82 Euro möglich. Dieser Wert könnte sich zu einer Unterstützungslinie entwickeln. Falls die Aktie die Trendwende schafft und ein Ausbruch auf 9,29 Euro, dem Hoch aus dem August, möglich ist, könnte sich die Aktie wieder auf zehn Euro oder mehr erholen. Bis dahin wird die Commerzbank-Aktie jedoch noch einige Widerstandlinien überwinden müssen, was womöglich nicht im ersten Anlauf gelingt. Derzeit könnten auch Korrekturen für Anleger als Einstiegszeitpunkt interessant sein.

Seit Anfang September konnte die Aktie immerhin 20 Prozent dazu gewinnen. Am Ende dieser Handelswoche erlitt die Aktie allerdings nochmals einen Verlust von über sechs Prozent.

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