Aktienanalyse Facebook

Die Aktie von Facebook steckt in der Krise. Nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das zweite Quartal bekanntgab, geht der Aktienkurs weiter zurück. Nach einem Gap nach unten ging es zwar zwischenzeitlich wieder leicht nach oben, allerdings drehte sich der Kurs wie erwartet bei der ersten Berührung des fallenden 20-Tages-Durchschnitt wieder nach unten. Auf einem Niveau von 170 Euro wurde versucht, einen Boden zu bilden, aber auch diese Marke konnte der Kurs nicht halten. Im Chart wurde ein weiteres Verkaufssignal deutlich und ein weiterer Abwärtstrend entstand.

Facebook-Aktie könnte weiter fallen

Möglicherweise könnte die Facebook-Aktie weiter fallen. Die nächste Unterstützungslinie ist das Pivot-Tief aus dem März, dass bei etwa 149 Dollar liegt. Wird der 20-Tage-Durchschnitt nicht nach oben durchbrochen, ist die wahrscheinlich für einen weiteren Rückgang auf diese Marke groß. Am 24. Oktober veröffentlicht Facebook die nächsten Bilanzergebnisse. Fallen diese gut aus, könnten es für den Kurs wieder nach oben gehen.

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Die Ergebnisse des letzten Quartals waren nicht überzeugend. Der Umsatz konnte zwar um fast 42 Prozent gesteigert werden, dies war jedoch zum ersten Mal seit drei Jahren etwas weniger als erwartet. Die Wachstumsrate war die niedrigste seit drei Jahren und auch bei den Nutzerkennzahlen verfehlte Facebook die Erwartungen. Das Gesamtergebnis fiel dagegen etwa wie erwartet aus.

Dennoch fiel die Facebook-Aktie in der Folge um fast 20 Prozent. Dies hatte wohl auch mit Aussagen des Finanzchefs David Wehner zu tun, der von einem geringeren Erlöswachstum und überdurchschnittlich steigenden Kosten sprach. Damit werde das Margenniveau weiter sinken.

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Facebook punktete bislang vor allem mit einem überdurchschnittlichen Wachstum. Diese Zeiten könnten nur womöglich vorbei sein. Auch andere Bewertungskennzahlen liegen nun unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Auch die Nutzerzahlen überzeugen nicht. Eine Umfrage des Pew Research Center kam zu dem Ergebnis, dass in den USA 42 Prozent der Nutzer im letzten Jahr zumindest eine mehrwöchige Pause von Facebook gemacht haben. Mehr als 50 Prozent der Befragten habe zudem die Datenschutzeinstellungen verändert. 26 Prozent hatten zudem die Facebook-App von ihrem Handy gelöscht.

Jüngste Kurverluste aufgrund von Negativ-Schlagzeilen

Die jüngsten Verluste der Aktie von etwa zwei Prozent haben wohl den Hintergrund, dass bekannt wurde, dass die Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger nach sechs Jahren das Unternehmen verlassen werden. Damit verliert Facebook zwei wichtige und kreative Führungskräfte. Vor einigen Monaten hatte bereits der Whatsapp-Gründer Jan Koum dem Unternehmen den Rücken gekehrt.

Dies sind weitere Negativmeldungen, die sich einer ganzen Serie von Negativ-Schlagzeilen anschließen. Diese verunsicherten die Anleger wohl zunehmend. Facebook ist unter anderem wegen Kritik am Datenschutz, seinem Vorgehen gegen Hasskommentare und seiner Rolle im US-Wahlkampf 2016 weiterhin unter Druck. Außerdem halten sich die Gerüchte, dass auch Unternehmenschef Mark Zuckerberg bei den Abgängen eine Rolle spielt. Jahrelang hatte er sich aus dem alltäglichen Geschäft von Instagram herausgehalten, nun will er womöglich wieder mehr Einfluss darauf ausnehmen.

Die Instagram-Gründer hatte auch nach der Übernahme durch Facebook 2012 weitestgehend freie Hand. Die Foto-App hat über eine Milliarde Nutzer in aller Welt und erwirtschaftet laut Schätzungen über acht Milliarden Dollar Umsatz im Jahr. Bei Jugendlichen ist das Netzwerk sogar beliebter als Facebook mit seinen 2,2 Milliarden Mitgliedern in aller Welt. Facebook übernahm den 2010 gegründeten Konkurrenten vor sechs Jahren. Zwei Jahren später wurde auch der Messenger-Dienst WhatsApp für 19 Milliarden Dollar übernommen.

Aufwärtstrend der Facebook-Aktie gefährdet

Die aktuelle Situation könnte den Aufwärtstrend der Facebook-Aktie gefährden. In den letzten Jahren war die Entwicklung der Aktie immer sehr positiv. Zunächst kam es im April 2017 zu einem engen Trendkanal, der nach oben verlassen wurde. Die Aktie stieg auf ein Hoch von 195,32 Dollar. Damals entstand jedoch eine Übertreibungsphase, die bei diesem Hoch endete.

Die Aktie pendelte sich danach bei 149 Dollar ein. Bis zum Juli 2018 konnte sie dann wieder auf ein Hoch von 218,62 Dollar ketten. Hier endete das Hoch dann mit einer deutlichen Abwärtslücke. Die Aktie fiel auf die Unterstützungslinie von 167,15 Dollar zurück. Auch danach gab es wieder eine Erholung, die bei 188,30 Dollar endete. Ende August fiel die Aktie jedoch nochmals auf 167,15 Dollar. Zwar scheint noch immer ein langfristiger Aufwärtstrendstrend vorhanden, die Aktie kann sich jedoch nicht weiter steigern.

Möglicherweise geht es aufgrund des noch immer dominierenden Aufwärtstrends mit der Facebook-Aktie bald wieder nach oben. Die Aktie könnte die Ralley wieder aufnehmen. Mittelfristig könnte jedoch auch die Korrekturphase weitergehen. Steigt die Aktie wieder auf über 167,15 Dollar sind auch die darüberlegenden Marken von 172 Dollar und 197,72 Dollar wieder in erreichbarer Nähe. Eine weitere wichtige Hürde liegt dann bei 188,30 Dollar. Wird auch diese überwunden, könnte die Facebook-Aktie wieder in Richtung des alten Trendkanals bewegen und es ergibt sich die Möglichkeit, dass sich die Aktie wieder an das Rekordhochs von 218,62 Dollar annähert.

Weitere Verluste möglich

Falls es jedoch zu Verkäufen kommt, könnte die Aktie wieder unter die Marke von 158,50 Dollar fallen. Auch ein Rückfall in Richtung der Unterstützungslinie von 149,02 Dollar scheint dann nicht ausgeschlossen. Tritt dieser Fall ein, so würde die Facebook-Aktie den Aufwärtstrend dauerhaft verlassen. Ein größerer Abwärtstrend könnten diesen Platz einnehmen. Der Fall könnte dann bei 133,50 Dollar gestoppt werden.

Anfang des Jahres sah es für die Facebook-Aktie noch sehr gut aus. Danach folgte allerdings eine Abwärtsphase. Im März fiel die Aktie auf ein Jahrestief von 150 Dollar, worauf allerdings im Juni ein Jahreshoch von 220 Dollar folgte. Die enttäuschenden Quartalszahlen haben dann jedoch zu einem Kurseinbruch geführt.

Anfang September schnitt die 38-Tagelinie die 100- und die 200-Tagelinie von oben. Dies zeigt ein Verkaufssignal an. In Folge des Kursrutsches, der danach begann, dehnte sich das Bollinger Band etwas auf. Derzeit bewegt sich der Kurs an der unteren Linie des Bollinger Band. Sobald der Kurs aus dem Bollinger Band austritt, könnte eine Gegenreaktion beginnen.

Schon zu Monatsbeginn zeigte die Technische Analye einen Abwärtstrend. Alle Trendsignale deuten auf einen Kurseinbruch hin. Diese Verkaufssignale könnten auch in den nächsten Monaten andauern. Für die nächsten Tage und Wochen ist mit Blick auf die Facebook-Aktie allerdings auch die eine oder andere Überraschung nicht ausgeschlossen.

Aktie könnte sich wieder stabilisieren

Einige Analysten gehen auf der Grundlage der Chartanalyse von einer etwas stabileren Situation als noch vor einigen Wochen aus. Daher kann es durchaus sein, dass sich die Aktie schon bald wieder erfolgreich entwickeln wird. Noch immer ist ein Abwärtstrend sichtbar, allerdings hat die Aktie seit dem massiven Kurseinbruch Ende Juli nur noch wenig verloren. Zwischenzeitlich erholte sich die Aktie sogar etwas. Daher könnten die Zeichen auch auf Ruhe und Stabilität hindeuten. Gelingt es der Facebook-Aktie also, ihren Abwärtstrend zu stoppen, kann es rasch auch wieder nach oben gehen, aber auch ein weiteres Fallen der Aktie ist derzeit nicht ausgeschlossen.

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Im letzten Jahr konnte Facebook einen Umsatz von mehr als 40 Milliarden Dollar erzielen. Der Gewinn lag bei fast 16 Milliarden Dollar. Im Mai erreichte Facebook einen Börsenwert von 512 Milliarden Dollar. Am 1. Februar 2012 beantragte das Unternehmen die Börsenzulassung. Der Börsengang selbst erfolgte dann am 18. Mai 2012. Seitdem ist das Unternehmen an der Nasdaq notiert. Damals wurden Aktien zu einem Preis von 38 Dollar ausgegeben. Das Unternehmen nahm so 16 Milliarden Dollar ein. Damals war diese der größte Börsengang eines Internetunternehmens.

Die Erwartungen an die Aktie waren groß, wurden aber zunächst nicht erfüllt. Die Facebook-Aktie verlor damals innerhalb nur weniger Wochen um fast ein Drittel und war schon im August 2012 nur noch 19 Dollar wert. In der Folge gingen auch die Aktienkurse anderer Internetunternehmen zurück. In den Folgejahren war die Facebook-Aktie dann durchaus eine Erfolgsgeschichte, deren Fortbestand derzeit aber unklar scheint.

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Fazit:

Fazit: Aufwärtstrend der Facebook-Aktie vorüber?

Die Aktie von Facebook scheint in der Krise. Derzeit ist es unklar, wie es für das Papier weitergeht. Der Rückgang des Aktienkurses begann nach der Bekanntgabe schwacher Quartalszahlen, die viele Anleger enttäuschenden. Nach einem ersten Rückgang konnte sich die Aktei wieder stabilisieren. Der Versuch, bei 170 Euro einen Boden zu bilden, scheiterte aber. Charts zeigen derzeit einen Abwärtstrend sowie Verkaufssignale.

Die Aktie von Facebook ist derzeit knapp 150 Euro wert. Weitere Verluste scheinen jedoch möglich. Eine Wende könnten die nächsten Quartalszahlen, die am 24. Oktober veröffentlicht werden, bringen. Ein Grund für die Krise sind wohl die andauernden schlechten Nachrichten. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger das Unternehmen verlassen werden. Der Gründer von WhatsApp, Jan Koum, nahm bereits vor einigen Monate seinen Hut. Zudem belasten die Kritik am Datenschutz, dem Vorgehen gegen Hasskommentare und der Skandal um Cambridge Analytica das Unternehmen.

Der Aufwärtstrend der Aktie ist damit gefährdet. Derzeit scheint einer Erholung ebenso denkbar wie weitere Verluste. Werden einige Widerstandslinien erfolgreich gemeistert, könnte der Aktienkurse mittelfristig auch wieder das Hoch von 218,62 Dollar anpeilen. Verluste bis auf 133 Dollar scheinen jedoch ebenfalls im Bereich des Möglichen. Im März fiel die Aktie bereits auf ein Jahrestief von 150 Dollar. Bei der Facebook-Aktie scheint jedoch auch eine Überraschung nicht ausgeschlossen.

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