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Aktienanalyse Uber

Der Börsengang von Uber könnte sich zu einem schweren Debakel entwickeln. Gleich am ersten Handelstag startete die mit Spannung erwartete Aktie mit hohen Verlusten. Viele Investoren hatten nicht mit einem derart schwachen Börsendebüt gerechnet. Der Börsengang des wichtigsten Konkurrenten Lyft Ende März verlief zwar zunächst erfolgreicher, doch gleich am zweiten Handelstag gab es auch hier hohe Verluste.

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Schwaches Börsendebüt

Die Uber-Aktie starte mit einem ersten Kurs von nur 42 Dollar. Dies war sieben Prozent weniger als der Ausgabepreis von 45 Dollar. Schon dieser niedrige Ausgabepreis wurde von einigen Beobachtern als schlechtes Vorzeichen gewertet und zeigte, dass das Interesse an der Uber-Aktie wohl nicht so groß war wie gedacht. Zuvor war eine Preisspanne von 44 bis 50 Dollar angedacht. Darüber hinaus wurde das Gerücht gestreut, die Uber-Aktie sei mehrfach überzeichnet. So sollte die Nachfrage nochmals angefacht werden.

Den ersten Handelstag beendete die Uber-Aktie dann mit einem Verlust von fast acht Prozent. Auch die etwa 8,1 Milliarden Dollar, die Uber durch den Börsengang einnahm, waren deutlich niedriger als zuvor erwartet worden war. Insgesamt werden viele Beobachter der Uber-Börsengang als große Enttäuschung.

Dennoch wurde Uber an der New Yorker Börse zunächst überschwänglich empfangen. Unter anderem war ein übergroßes Firmenbanner zu sehen und der Besucherandrang an der Wall Street war groß. Zuvor wurde der Börsengang von Uber als der Börsengang des Jahres angepriesen. Vorstandschef Dara Khosrowshahi und das Uber-Management hatten zudem die Ehre, am ersten Handelstag die Börsenglocke der New York Stock Exchange zu läuten.

Uber wird insgesamt mit einem Wert von rund 82 Milliarden Dollar bewertet. Damit handelte es sich um den größten Börsengang seit Alibaba 2014. Allerdings wurde zuvor ein Volumen von 100 Milliarden Dollar anvisiert. Zum Teil wurde sogar von 120 Milliarden Euro gesprochen. Nach den herben Kursrückgängen ist das Unternehmen nun jedoch nur noch 60 Milliarden Dollar wert.

Uber Aktienanalyse

Großes Interesse im Vorfeld

Das Interesse an der Uber-Aktie war wohl auch deshalb groß, da das Unternehmen grundsätzlich ein starkes Wachstum vorweisen kann. 2018 nahmen die Erlöse um 42 Prozent zu und betrugen 11,3 Milliarden Dollar. Allerdings stockte das Wachstum im Fahrdienst-Geschäft in den letzten Quartalen. Darüber hinaus kommt Uber nicht aus den roten Zahlen heraus.

Im letzten Jahr musste das Unternehmen einen Verlust von knapp 1,9 Milliarden Euro vermelden – Sondererlöse durch den Verkauf von Geschäftsteilen nicht eingerechnet. Das Unternehmen verliert pro Quartal etwa eine Milliarde Dollar und muss mit stagnierende Umsätzen zurechtkommen. In den letzten drei Quartalen stagnierten die Umsätze. Anleger fragen sich daher wohl zurecht, wann Uber schwarze Zahlen vorweisen kann. Aus diesem Grund sagte Vorstandschef Khosrowshahi schon vor einigen Monaten, dass die Uber-Aktie nicht für Investoren zu empfehlen sei, die in ein „vorhersehbar profitables Unternehmen“ investieren wollen. Darüber hinaus fallen bei Uber hohe Kosten für die Entwicklung einer Technologie für selbstfahrende Autos an.

Uber hat seinem Hauptkonkurrenten Lyft im Übrigen einige Jahre Erfahrung voraus. Das Unternehmen wurde schon 2009 gegründet, während Lyft erst seit 2012 am Markt ist. Bei Uber können Fahrgäste über UberX und UberBlack private Fahrer mit Mietwagen finden. Bei UberPop sind private Fahrer mit eigenem Auto unterwegs und bei UberTaxi werden normale Taxis vermittelt. Das Unternehmen erhält dabei über 25 Prozent des Fahrpreises als Provision. Lyft ist in 640 US-Städten sowie neun kanadischen Städten aktiv und hält 30 Prozent des Marktanteils in den USA.

Lyft Börsengang

Börsengang von Lyft zunächst erfolgreicher

Kürzlich war auch der größte Konkurrent Lyft an der Börse gestartet, konnte die Anleger bislang jedoch ebenfalls nicht überzeugen. Der Börsenstart von Lyft Ende März verlief dennoch zunächst erfolgreicher, da der erste Kurs 20 Prozent über dem Ausgabepreis von 72 Dollar lag. Am zweiten Handelstag fiel die Aktie jedoch unter ihren Ausgabepreis. Seit dem Börsenstart könnte die Lyft-Aktie ihren Ausgangspreis von 72 Dollar nicht mehr erreichen. Insgesamt verlor die Aktie in den letzten Wochen um rund 27 Prozent.

Der Börsenwert von Lyft fiel in der Folge auf 14 Milliarden Dollar. Schwache Quartalszahlen trugen Anfang Mai ihren Teil zu weiteren Kursverlusten bei. Lyft gab im Rahmen der Präsentation seiner Quartalszahlen auch bekannt, dass man in der nächsten Zeit mit weiteren Verlusten rechnet. 2019 soll das verlustreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte werden. Dies wird unter anderem mit Investitionen in Service-Stationen und elektrischen Fahrräder begründet. Schon im ersten Quartal schlugen auch die Kosten für den Börsengang in Höhe von 859 Millionen Dollar zu Buche.

Im ersten Quartal sank der bereinigte Verluste jedoch von rund 228 auf 211 Millionen Dollar. Analysten waren sogar von einem Minus von mehr als 270 Millionen Dollar ausgegangen. Dennoch wächst Lyft weiter rasant und derzeit sogar schneller als Uber. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen Umsätze von rund 775 Millionen Dollar erzielen und damit fast doppelt soviel wie im Vorjahresquartal. Viele Analysten gingen lediglich niedrigeren Zahlen aus.

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Uber und Lyft große Konkurrenten

Lyft ist wesentlich kleiner als Uber und ausschließlich in den USA und Kanada tätig, dennoch sind beide Unternehmen führend in der Branche. Uber bietet seine Dienstleistung bereits in über 60 Ländern an. Das Wachstum ist bei Lyft derzeit jedoch schneller als bei Uber. Im aktuellen Quartal geht Lyft von einem Umsatzzuwachs von 60 Prozent auf 800 Millionen Dollar oder mehr aus.

Dennoch wachsen die Zweifel, wie viel Geld überhaupt noch mit der Vermittlung von Fahrdienstleistungen zu verdienen ist. Beide Unternehmen müssen hohe Verluste verzeichnen. Ein Grund dafür sind wahre Rabattschlachten im Kampf um Kunden. Auf der anderen Seite wird beiden Unternehmen zugetraut, mit ihren innovativen Plattformen die gesamte Transportbranche zu revolutionieren. Aus diesem Grund konnte Uber zum Börsenstart eine Gesamtbewertung von 90 Milliarden Dollar erhalten.

Beide Unternehmen verdienen ihr Geld damit, dass Kunden über eine App Fahrten mit privaten Fahrern bestellen können. Fahrer und Fahrgast werden damit über die Plattform der Anbieter vermittelt. Einnahmequelle ist für beide Unternehmen eine Vermittlungsgebühr, sobald eine Fahrt zustande kommt. Dieses neue Geschäftsmodell, dass mit einem sehr großen Markt verbunden ist, ist die Grundlage für die hohen Bewertungen und die mit Spannung erwarteten Börsendebüts beider Unternehmen. Allerdings trägt der harte Wettbewerb in der Branche bei beiden Unternehmen zu sinkenden Umsätzen bei.

Lyft vs Uber

Harter Wettbewerb in der Branche

Der Wettbewerb beider Unternehmen untereinander befeuert sicher das große Interesse an der Branche. Lyft ist womöglich international noch unbekannter als Uber, wird jedoch nicht mit Skandalen und einem eher aggressiven Stil bei der Durchsetzung ihres Geschäftsmodells in Verbindung gebracht. So gab es beispielsweise unmittelbar vor dem Uber-Börsengang einen Streik von Uber-Fahrern, die auf schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam machen wollten.

In Deutschland konnten sich beide Unternehmen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben hierzulande noch nicht durchsetzen. Im Rahmen des Personenbeförderungsgesetzes benötigen Taxifahrer eine Lizenz. Zudem müssen Fahrgäste versichert sein. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer plant jedoch, dass Fahrdienste wie Uber und Lyft bis 2021 zugelassen werden können.

Übrigens teilen sich Uber und Lyft ein gemeinsames Schicksal mit anderen bekannten Unternehmen, deren Börsengang nicht optimal verlief. Einige Unternehmen, vor allem aus der Technikbranche, konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Ein besonders prominentes Beispiel ist sicher Facebook. Die Aktie ging 2012 an die Börse und konnte nur Stützungskäufen von Banken, die am Börsengang beteiligt waren, dafür sorgen, dass die Aktie den ersten Handelstag oberhalb des Ausgabepreises beendete. Am zweiten Handelstag verlor die Aktie dann 13 Prozent und büßte 13 Milliarden Dollar ihres Börsenwerts ein.

Im Übrigen erwischte Uber einen denkbar ungünstigen Tag für seinen Börsengang. Nach Tweets des amerikanischen Präsidenten zum Handelsstreit mit China herrschte Unruhe an der Börse und der S&P 500 erlebte die schlechteste Woche seit Jahresbeginn. Andere Unternehmen aus der US-Techbranche wie das Startup Slack lassen sich von den Ereignissen wohl nicht abschrecken und arbeiten weiter selbst an einem Börsengang.

Fazit:

Uber und Lyft mit schwachen Börsengängen

Der Börsengang von Uber verlief nur mäßig erfolgreich. Zuvor galt der Börsengang des Fahrdienstleisters als der Börsengang des Jahres. Allerdings fiel schon der Ausgabepreis mit nur 45 Euro niedriger aus, als erwartet, was auf eine vergleichsweise geringe Nachfrage hindeutet. Der erste Kurs lag dann nur noch bei 42 Dollar. Bis zum Ende des Handelstages summierten sich die Verluste auf knapp acht Prozent. Das Interesse an der Branche sowie das lange rasante Wachstum führten dazu, dass Uber mit einem Wert von 82 Milliarden Dollar bewertet wurde. Damit handelte es sich um den größten Börsengang seit Alibaba im Jahr 2014.

Ende März startete der Konkurrent Lyft etwas erfolgreicher an der New Yorker Börse. Der erste Kurs lag 20 Prozent über dem Augabepreis von 72 Dollar. Den Ausgabepreis konnte Lyft seitdem jedoch nicht wieder erreichen. Schon am zweiten Handelstag fiel die Aktie unter den Ausgabepreis und verlor in den letzten Wochen rund 27 Prozent. Die Aktie wurde Anfang Mai durch schwache Quartalszahlen weiter geschwächt. Lyft rechnet für den weiteren Verlauf des Jahres mit Verlusten, auch wenn zuletzt die Umsätze stiegen.

Beide Unternehmen beherrschen den Markt in Nordamerika, doch nicht erst seit den schwachen Börsenstarts wachsen die Zweifel, wie viel Geld Unternehmen mit der Vermittlung von Fahrdiensten überhaupt verdienen können. Der Konkurrenzkampf ist groß und beide Unternehmen unterbieten sich gegenseitig mit Rabatten. Weitere Verluste entstehen durch Investitionen, beispielsweise in eine Technologie für selbstfahrende Autos bei Uber. Dennoch gelten die Plattformen sowie die Geschäftsmodelle beider Unternehmen weiter als besonders innovativ.