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Star-Investor Warren Buffett mit Verlusten

Sogar ein erfahrener Investor wie Warren Buffett muss von Zeit zu Zeit Verluste hinnehmen. Nun verlor er gleich vier Milliarden Dollar mit seinen Apple-Aktien. Erst im August wurde bekannt, dass er weitere Aktien des Unternehmens gekauft hatte und zeigte sich von dem iPhone-Hersteller begeistert. Insgesamt konnte sein Unternehmen Berkshire Hathaway aber sehr gute Quartalszahlen vorlegen. Die Aktie des Unternehmens gehört noch immer zu den teuersten der Welt.

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Anleger trennten sich von Apple-Aktien

Ende der vergangenen Woche trennten sich viele Anleger von Apple-Aktien. Sie zeigten sich enttäuscht über die schlechteren Aussichten für das Unternehmen im Weihnachtsquartal. Am Ende des Handelstages hatte die Apple-Aktie, die im Dow Jones und im Nasdaq 100 gelistet ist, 6,6 Prozent an Wert verloren und ging mit einem Wert von 207,48 Dollar aus dem Handel. Am Vortag war die Apple-Aktie noch auf über 220 Dollar nach oben geklettert.
Diese hohen Verluste hatten vor allem für den Großanleger Warren Buffett deutliche Folgen. Da er rund 252 Millionen Apple-Aktien besitzt, wirkte sich der Kursverlust mit Verlusten von 3,7 Milliarden Dollar auf sein Depot aus. Möglicherweise war der Verlust sogar noch höher, denn Buffett könnte zwischenzeitlich sogar noch mehr Apple-Aktien erworben haben.

Ende August sagte Buffett in einem CNBC-Interview, dass er im Sommer weitere Apple-Aktien gekauft habe, nannte jedoch die genaue Zahl nicht. Er sprach von nur wenigen neuen Wertpapieren. Daher berechneten Experten den jüngsten Verlust von Warren Buffett bzw. seinem Unternehmen Berkshire Hathaway auf knapp vier Milliarden Dollar. Das Unternehmen hielt zuletzt rund fünf Prozent an Apple und ist damit einer der größten Einzelaktionäre. Noch vor wenigen Wochen, als Apple als erstes US-Unternehmen einen Börsenwert von einer Milliarde Dollar erreichen konnte, war Berkshire Hathaway sicher in seinem Vertrauen in Apple bestätigt. Nun liegt Apple jedoch wieder klar unter dieser Marke.

Quartalszahlen weniger wichtig für Buffet

Dennoch werden die Kursschwankungen Warren Buffett nicht von seinem Weg abbringen. Wie er ebenfalls Ende August bei CNBC sagte, orientiere er sich bei Apple nicht an Quartalszahlen oder Jahresausblicken. Er sieht es als wichtiger an, dass viele Hundert Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit iPhones oder iPads arbeiten und diese Teil des täglichen Lebens für viele Menschen auf der Welt sind. Dies folgt der Philosophie von Buffet, der unter anderem die Prozesse hinter Unternehmen und Produkten verstehen will.

Buffett sieht zudem die Preise für iPhones als zu niedrig an. Aus seiner Sicht ist das iPhone X viel mehr wert als 1.0000 Dollar. Da die Absatzzahlen sinken – der iPhone-Markt gilt als übersättigt –, versucht Apple in der Tat die niedrigeren Verkaufszahlen durch höherer Preise auszugleichen. Dieses Vorgehen könnte erfolgreich sein. Die Menschen rund um den Globus sind wohl durchaus bereit, hohe Summen für ein iPhone auszugeben. Im letzten Quartal kostete ein iPhone im Schnitt 793 Dollar. Damit stieg der durchschnittliche Verkaufspreis um mehr als 40 Prozent.

Bisher kommen 60 Prozent der Einnahmen von Apple aus dem Verkauf von iPhones. In Zukunft will das Unternehmen jedoch keine genauen Verkaufszahlen mehr veröffentlichen. Dies ist wohl auch ein Fingerzeig gegenüber Kritikern. Von anderen Produkten wie der Apple Watch wurden bislang keine detaillierten Verkaufszahlen bekanntgegeben.

iPhones mit Kultstatus

Nicht nur Warren Buffet, auch andere Experten und Anleger trauen der Apple-Aktie in Zukunft noch viel zu. Derzeit läuft für das Unternehmen das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2019. Möglicherweise könnten an dessen Ende bereits wieder höhere Verkaufszahlen und Umsätze stehen.

Apple hat sich nicht nur in den USA und Europa, sondern auch in Asien zu einem Unternehmen mit Kultstatus entwickelt. Im Übrigen verkaufte Apple vor einem Jahr, also im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018, ebenfalls weniger iPhones, als damals erwartet wurde. Dennoch stieg die Aktie im weiteren Jahresverlauf und konnte sogar den Börsenrekord von einer Billion Dollar erreichen. Darüber hinaus denken viele Anleger ähnlich wie Warren Buffet: Die Verkaufszahlen spiegeln nicht den wahren Wert des Unternehmens wider. Einige Experten kritisieren auch, dass der Aktienkurs zu stark von den Erwartungen von Analysten abhänge.

Apple gehört weiterhin zu den größten Unternehmen der Welt. Seit Ende September 2011 betrachtet die Financial Times Global 500-Liste Apple mit kurzen Unterbrechungen als das wertvollste Unternehmen der Welt hinsichtlich der Marktkapitalisierung. Dennoch schüttete Apple seit 1995 keine Dividenden aus, was 2010 zu viel Kritik führte. Erst 2012 kündigte das Unternehmen an, dass man wieder Dividenden ausschütten will. Apple ist bereits seit 1980 an der Börse vertreten und kann auf eine über 40-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken.

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Gute Aussichten für Berkshire Hathaway

Trotz der Verluste mit Apple läuft es für Berkshire Hathaway derzeit sehr gut. Die Investmentholding konnte ein sehr gutes Quartalsergebnis vorlegen. Das Unternehmen konnte im dritten Quartal 2018 das operative Quartalsergebnis im Vergleich zum Vorjahr auf 6,88 Milliarden verdoppeln. Der Gewinn betrug 6,11 Milliarden Dollar und damit weit mehr, als von Analysten erwartet worden war. Der Gewinn lag damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Quartal zuvor. Die Gesamterlöse erhöhten sich um sieben Prozent auf 63,45 Milliarden Dollar.

Wichtig war für Berkshire Hathaway in den letzten Monaten das gut laufende Versicherungsgeschäft. Dort konnte man 441 Millionen Dollar Gewinn machen. Im letzten Jahr musste man in dieser Sparte noch einen Verlust von 1,4 Milliarden Dollar hinnehmen. Damals waren die Kosten für Schadenzahlungen nach drei Hurrikanen und einem Erdbeben in Mexiko sehr hoch. Darüber hinaus hat Berkshire Hathaway in den letzten Monaten eigene Aktien im Wert von 928 Millionen Dollar zurückgekauft.

Warren Buffett befürwortet solche Aktienrückkäufe eigentlich nicht. Er investiert zusätzliches Geld eher in neue Firmen für die Beteiligungsgesellschaft. Derzeit sind über 90 Unternehmen und zahlreiche Aktienpakete im Besitz von Warren Buffett und seinem Unternehmen. Derzeit verfügt er über 100 Milliarden Dollar liquider Mittel. Daher fragen sich Beobachter derzeit, in welches Unternehmen er wohl als Nächstes investieren wird. Buffett verfolgt dabei weiterhin die Strategie, nicht überhastet in Unternehmen zu investieren. Wichtig ist ihm dabei, nur in Unternehmen und Branchen zu investieren, die er selbst versteht.

Anleger orientieren sich an Buffet

Die Aktie von Berkshire Hathaway ist weiterhin einer der teuersten der Welt. Die A-Aktie des Unternehmens ist mehr als 300.000 Dollar wert. A-Aktien können nicht gesplittet werden. Im Oktober stieg die Aktie sogar auf ein Rekordhoch von mehr als 335.000 Dollar. Die B-Aktie ist immerhin noch rund 200 Dollar wert.

Immer wieder orientieren sich Anleger an Warren Buffet. Daher werden regelmäßig Informationen zu seinem Portfolio veröffentlicht. Die Apple-Aktien machen immerhin 24 Prozent des Portfolios aus. Die ersten Apple-Aktien kaufte Buffett 2016 für 93 bis 110 Dollar je Aktie. Die im Sommer gekauften Apple-Aktien waren im Schnitt 181 Dollar wert.

Weiter gesunken ist hingegen die Beteiligung an der Bank Wells Fargo, die in der Vergangenheit immer wieder im Mittelpunkt von Skandalen stand. Hier trennte sich Buffett zuletzt von neun Millionen Aktien zu einem Preis von durchschnittlich 53 Dollar. Nun hält Berkshire Hathaway nur noch weniger als zehn Prozent an der Bank aus San Francisco.

Seit Jahren investiert Buffett auch in Coca-Cola. Das Getränkeunternehmen nimmt eine der Spitzenpositionen im Portfolio ein. Berkshire Hathaway hält fast neun Prozent an dem Unternehmen, was etwa 400 Millionen Aktien entspricht. Mit Blick auf Coca-Cola kam Buffett in den letzten Monaten der deutliche Kursanstieg der Aktie zugute.

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Beteiligungen erhöhen oder reduzieren

Auch die Bank of America scheint für Buffett wichtig zu sein. Während der Finanzkrise unterstützte Buffett das Unternehmen mit fünf Milliarden Dollar und erhielt im Gegenzug 700 Millionen Vorzugsaktien, die damals lediglich etwa sieben Dollar wert waren. Bis heute konnte die Aktie wieder auf 28 Dollar zulegen. Allerdings brach auch die Aktie der Bank of America in den letzten Wochen wie viele andere Unternehmen an der Wall Street deutlich ein.

Die Anteile an der Bank US Bancorp aus Minneapolis hat Buffett in den letzten Jahren moderat, aber kontinuierlich ausgebaut. Heute gehören ihm 100 Millionen Aktien der Bank im Wert von über fünf Milliarden Dollar. Übrigens gehört Buffett auch ein Teil an der Ratingagentur Moody‘s. Allerdings reduziert er auch hier nach und nach seine Anteile. Kurverluste führten dazu, dass Buffets Anteile weiter gesunken sind.

Am Herzen liegt Buffett die Fluggesellschaft Delta. Hier hat der Investor seine Anteile nach und nach auf 9,5 Prozent ausgebaut. Auch die Anteile an der Bank of New York Mellon baut er stetig aus. Die Bank ist eine der größten Wertpapierverwahrer der Welt und bringt Berkshire Hathaway stabile Einnahmen.

Vollständig getrennt hat sich Buffett übrigens von Monsanto. Buffett hatte erst im vierten Quartal 2017 in den Saatguthersteller investiert und zu Jahresbeginn seinen Anteil nochmals erhöht. Aus einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC ging im August dieses Jahres jedoch hervor, dass sich Berkshire Hathaway vollständig von Monsanto getrennt hat.

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Fazit:

Warren Buffett verliert mit Apple-Aktie deutlich

Der Kursrückgang der Apple-Aktie Ende letzter Woche führte zu einem Verlust von fast vier Milliarden Dollar für den Star-Investor Warren Buffet. Erst im Sommer hatte er weitere Apple-Aktien gekauft. Nachdem sich Anleger enttäuscht von den Aussichten für das letzte Quartal des Jahres gezeigt hatten, trennten sich viele von ihren Apple-Aktien. Die Aktie verlor um 6,6 Prozent und war am letzten Freitag bei Handelsschluss nur noch 207,48 Dollar wert. Buffett hält derzeit etwa 252 Aktien von Apple und war mit einem Anteil von etwa fünf Prozent einer der größten Einzelaktionäre.

Dennoch wird sich Buffett von den jüngsten Kursschwankungen nicht von seinem Weg abbringen lassen. Er orientiert sich bei Apple weniger an Quartalszahlen oder Jahresberichten, sondern honoriert die Verbreitung der iPhones in der Welt, die zu einem wichtigen Bestandteil im Leben vieler Menschen geworden sind. Zudem ist er der Ansicht, dass die Preise des Unternehmens zu niedrig seien. Das iPhone X ist seiner Meinung nach mehr wert als 1.000 Dollar.

Von den Verlusten mit Apple abgesehen scheint es für sein Unternehmen Berkshire Hathaway allerdings derzeit sehr gut zu laufen. Das Unternehmen konnte im dritten Quartal 2018 das operative Quartalsergebnis im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Der Gewinn lag auf dem gleichen Niveau wie im Quartal zuvor. Vor allem das Versicherungsgeschäft, das im letzten Jahr noch Verluste hinnehmen musste, läuft derzeit sehr gut.

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