Entscheidung über Bitcoin-ETFs noch in diesem Monat?

In den USA gibt es erneut Diskussionen über die baldige Einführung eines ETFs auf die Kryptowährung Bitcoin. Zu Wochenbeginn wurde berichtet, dass eine Entscheidung hierzu möglicherweise bereits am 26. Oktober fallen könnte. Hier geht es konkret um die neun, vor einigen Monaten abgelehnten ETF-Anträge von drei Anbietern. SEC hatte angekündigt, die Ablehnungen nochmals überprüfen zu wollen. Die Überprüfungsfrist soll wohl am 26. Oktober enden.

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Ende der Überprüfung

Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission gab damit den weiteren zeitlichen Ablauf für die ETF-Anträge der Anbieter GraniteShares, Direxion und ProShares bekannt. Bislang hatte die Aufsichtsbehörde alle eingereichten ETF-Anträge abgelehnt und keine Revision der Ablehnungen durchgeführt. Da allerdings die Diskussion rund um einen Bitcoin-ETF weitergeht und sich auch SEC-Kommissarin Hester Pierce positiv zu Kryptowährungen und ETFs auf diese geäußert hatte, hat die SEC in diesem Fall eine weitere Überprüfung der eigentlich bereits im August abgelehnten Anträge angekündigt.

Die SEC veröffentlichte Anfang des Monats Dokumente, aus denen ersichtlich wird, dass die geplanten ETFs an der NYSE Arca und der CBOE gelistet werden könnten. Zudem hat die SEC die Anträge der beiden US-Börsen verändert. Die Fonds sollen nun Informationen enthalten, die im Anschluss von den Börsenbetreibern an die Börsenaufsicht weitergegeben werden sollen.

Darüber hinaus forderte die Behörde neben den beteiligten Parteien auch andere Personen dazu auf, schriftliche Erklärungen einzureichen. Darin kann man bis zum Ablauf der Frist am 26. Oktober begründen, weshalb man den vorgeschlagenen ETF befürwortet oder nicht. Bis dahin bleibt die Ablehnung der ETFs weiter in Kraft.

Die Ablehnung der neun Anträge wurde im August damit begründet, dass die eingereichten ETFs die Anforderung des Exchange Act Section 6 (b) (5) nicht erfüllen würden. Die ETFs entsprechen damit laut der SEC nicht den amerikanischen Wertpapiergesetzen. Die SEC verwies insbesondere darauf, dass die ETFs keine Betrugsfälle sowie Manipulationen verhindern würden. Einen Tag nach der Ablehnung der Anträge wurde allerdings die erneute Überprüfung bekannt. Die Antragssteller erhielten die Möglichkeit, weitere Änderungen einzureichen.

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VanEck / SolidX-ETF nicht betroffen

Nicht von der Überprüfung betroffen ist der ETF-Antrag von VanEck und SolidX. Daher gilt für diesen die nun angekündigte Überprüfungsfrist bis Ende Oktober nicht. Dieser Antrag ist noch immer offen. Diesem ETF werden weiterhin die größten Chancen auf eine Zulassung eingeräumt.

Mit Blick auf diesen ETF sind einige Experten der Ansicht, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis die amerikanische Börsenaufsicht einen Bitcoin-ETF genehmigt. Investoren diskutieren derzeit, welcher ETF am Ende eine Zulassung erhält. Auch unter Investoren befürworten viele den ETF von VanEck und SolidX. Da dieser direkt auf Bitcoins basiert, könnte hiermit auch die Nachfrage nach Bitcoins selbst steigen, was für Investoren womöglich einen weiteren Pluspunkt darstellt. Immer wieder wird die Einführung eines Bitcoin-ETFs als wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Kryptoindustrie genannt.

Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass die SEC auch die nun auf den 26. Oktober festgelegte Überprüfungsfrist nochmals verlängert. In der jüngeren Vergangenheit hatte die SEC immer wieder Fristen verlängert. Auch zum ETF-Vorschlag von VanEck und SolidX können sich derzeit Interessierte bei der SEC äußern. Die Behörde möchte auf diesem Weg womöglich wissen, wie die Kryptoszene und Investoren in der Frage eines Bitcoin-ETFs denken. Sie hatte hierzu einen konkreten Fragenkatalog veröffentlicht und dort Themen genannt, bei denen sie sich insbesondere ein Feedback erhofft.

Antrag von VanEck und SolidX weiter mit guten Chancen

Der Antrag von VanEck und SolidX wird zudem von der CBOE unterstützt. Die Chicago Board Options Exchange ist eine der größten Börsen der Welt für Optionen und Futures. Das Handelsvolumen liegt bei mehr als einer Milliarde Kontrakten im Jahr. Unter anderem werden hier 140 ETFs gehandelt.

VanEck sowie die CBOE sind jeweils Unternehmen mit großer Erfahrung am Finanzmarkt. Auch bei Themen wie Compliance und Sicherheit wird beiden große Kompetenz zugesprochen. Außerdem genießen sie das Vertrauen des traditionellen Finanzmarktes. Auch aus dieser Sicht könnten daher die Chancen für diesen ETF weiterhin groß sein. Eine Entscheidung Anfang 2019 scheint weiter durchaus realistisch.

Die Infrastruktur könnte nochmals auf solidere Füße gestellt werden durch eine Plattform der Intercontinental Exchange (ICE) mit dem Namen Bakkt. Auf dieser skalierbaren Plattform für die Beteiligung von Institutionen, Händlern und Privatpersonen an digitalen Assets könnten die Effizienz, die Sicherheit und der Nutzen des Handels mit Kryptowährungen gefördert werden. Die ICE arbeitet hierfür mit bekannten Unternehmen wie Starbucks oder Microsoft, aber auch mit Fonds zusammen.

Für diesen Antrag läuft die Frist noch mindestens bis Dezember. Der größte Unterschied zu den anderen neun ETF-Anträgen ist, dass dieser über physische Bitcoins sowie eine zusätzliche Versicherung abgesichert sein soll. Die übrigen ETF-Anträge basieren auf den an der CBOE gehandelten Bitcoin-Futures.

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Gründe für Verschiebungen

Die SEC könnte ihre Fristen immer wieder verschieben, um damit mehr Zeit zu gewinnen. Womöglich hofft die Behörde auch auf Kommentare, die sie in ihrer Entscheidung unterstützen können. Darüber hinaus wird derzeit noch immer sehr intensiv über Bitcoin-ETFs diskutiert, was auch zeigt, dass die Nachfrage noch immer groß ist. Die SEC könnte daher anstreben, dass letztlich alle Pro- und Contra-Argumente abgewogen werden und sie ihre Entscheidung auf einer soliden Grundlage treffen kann.

Die Einführung eines Bitcoin-ETFs könnte der gesamten Kryptoszene einen großen Schub geben. Über ETFs, die sich für viele Privatanleger immer mehr zu einem besonders beliebten Anlageprodukt entwickeln, könnten dann auch weitere Investoren Zugang zu Bitcoins erhalten. Auch wenn sich der vorgeschlagene ETF von VanEck und SolidX aufgrund seines hohen Einstiegspreises wohl eher an professionelle Anleger und wohlhabende Privatpersonen richtet, könnte mit der Einführung eines Bitcoin-ETFs ein regulierter Zugang zum Kryptomarkt über ein etabliertes Finanzinstrument geschaffen werden. In der Folge könnte frisches Kapital auf den Kryptomarkt gelangen und auch die Kurse von Kryptowährungen wieder steigen.

Die SEC kündigte an, nach Ablauf der Überprüfungsfrist sämtliche Unterlagen nochmals zu prüfen. Erst danach soll eine endgültige Entscheidung fallen. Daher gehen einige Beobachter davon aus, dass es möglicherweise erst im ersten Quartal 2019 zu einer Genehmigung eines Bitcoin-ETFs durch die amerikanische Börsenaufsicht kommen wird. Möglicherweise könnte die SEC jedoch auch in den nächsten Wochen einen der nun zur Überprüfung eingereichten ETF-Anträge genehmigen.

Keine Genehmigung in diesem Monat zu erwarten

Auch wenn erste Meldungen zum Ende der Überprüfung der abgelehnten ETFs nahegelegt hatten, dass bereits Ende dieses Monats eine Entscheidung über die Zulassung eines Bitcoin-ETFs fallen könnte, erscheint dies eher unwahrscheinlich. Man geht davon aus, dass in den nächsten zwei Monaten wohl kein Bitcoin-ETF an einer amerikanischen Börse starten wird.

Der Entscheidungsprozess könnte sogar mehr Zeit in Anspruch nehmen, als Investoren derzeit erwarten. Nach dem Eingang sämtliche Aussagen und Statements Ende Oktober oder Anfang November wird die Behörde diese sowie alle Unterlagen überprüfen. Wie lange diese dauern wird, ist derzeit nicht zu sagen. Allerdings kann man je nach Umfang der eingereichten Kommentare durchaus davon ausgehen, dass die Behörde dafür einige Zeit benötigen wird.

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Zudem kann jeder SEC-Kommissar die Behörde dazu auffordern, die Anträge nochmals neu zu bewerten. Aus diesem Grund ist es sehr gut möglich, dass beispielsweise die SEC-Kommissarin Hester Pierce, die sich in den letzten Monaten immer wieder für Kryptowährungen und Bitcoin-ETFs ausgesprochen hat, nochmals eine Überprüfung anordnet.

Möglicherweise wird die SEC im November auch zu dem Schluss gelangen, ihre ursprüngliche Einschätzung beizubehalten, und mit Verweis darauf, dass der SEC-Markt noch nicht weit genug ist, die ETFs endgültig ablehnen. In ihrer ersten Ablehnung sagte die SEC, dass sie den Futures-Markt als nicht ausreichend groß einstufe. Diese könnte bislang nicht die Nachfrage von Investoren auf dem traditionellen Finanzmarkt bedienen. Veränderungen gab es hier in den letzten Monaten nicht.

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Fazit:

Fazit: Entscheidung über ersten Bitcoin-ETF verzögert sich

Die Frist zur Überprüfung der neun im August abgelehnten ETF-Anträge soll am 26. Oktober enden. Diese bedeutet allerdings nicht, dass es dann auch direkt zu einer Entscheidung kommen wird. Bis zu diesem Termin können Interessierte ihre Argumente für oder gegen einen solchen ETF bei der Behörde einreichen. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC will danach alle Unterlagen nochmals überprüfen, was wohl einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Konkret geht es hier um die neun Anträge der Anbieter GraniteShares, Direxion und ProShares. Der mit größeren Erfolgschancen betrachtet Antrag von VanEck und SolidX ist nicht Teil dieser Überprüfung. Die Frist läuft hier noch bis Anfang Dezember; eine Entscheidung Anfang 2019 könnte daher realistisch sein.

Die SEC reagiert mit ihren aktuellen Verschiebungen wohl auf die noch immer intensiv geführte Debatte rund um einen Bitcoin-ETF. Die Behörde möchte wohl keine vorschnelle Entscheidung treffen, nachdem sie in der Vergangenheit alle Anträge auf einen Bitcoin-ETF abgelehnt hatte. Die SEC will wohl gründlich sämtliche Pro- und Contra-Argumente abwägen und danach eine Entscheidung treffen. Auch bezüglich des VanEck / SolidX-ETFs hatte sie bereits die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten und eine Liste mit Fragen veröffentlicht, zu denen sie sich insbesondere Feedback wünscht. Auch innerhalb der SEC scheint eine einstimmige Haltung nicht mehr der Fall zu sein, da sich vor allem die SEC-Kommissarin Hester Pierce in den letzten Wochen immer wieder für einen Bitcoin-ETF ausgesprochen hatte.

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