US-Staatsanleihen kaufen: So investieren Sie richtig in US-Anleihen

Staatsanleihen sind besonders sichere Anlagemöglichkeiten. Viele Anleger entscheiden sich für Anleihen, um die Risiken zu minimieren. Generell gehört der Anleihenmarkt zu den liquidesten Märkten, die es gibt. Zahlreiche institutionelle Anleger, wie zum Beispiel Banken, Versicherungen und Pensionsfonds, erwerben regelmäßig Staatsanleihen. Auch für private Anleger kann es unter Beachtung der Rendite- und Sicherheitsmerkmale sinnvoll sein, in Staatsanleihen zu investieren. Die Hauptgründe liegen in der hohen Sicherheit und der gut zu berechnenden, möglichen Renditen. In diesem Ratgeber geht es darum zu klären, wie Sie US-Staatsanleihen kaufen können und wie sie funktionieren.

  • US-Staatsanleihen mit hoher Bonität gelten als sehr sichere Wertpapiere.
  • Der Staat tritt bei Staatsanleihen als Schuldner auf.
  • Die Investoren erhalten für die Überlassung von Kapital Zinsen.
  • Für den Kauf von Anleihen benötigen Anleger ein Depot bei einer Geschäftsbank.
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Staatsanleihen aus volkswirtschaftlicher Sicht

Staatsanleihen sind von öffentlicher Hand aufgenommene Kredite, die sowohl an der Börse als auch außerbörslich handelbar sind. Die Emissionserlöse werden von den Emittenten genutzt, um zum einen öffentliche Ausgaben finanzieren zu können, sofern diese durch die Steuereinnahmen nicht gedeckt werden. Zum anderen werden die Finanzmittel dazu verwendet, um ältere, beendete Anleihen zurückzuzahlen. Wird ausschließlich die Zurückzahlung der Staatsanleihen vorgenommen, diese aber gleichzeitig nicht durch neue Anleihen ersetzt, so kommt es zu einer Reduzierung des Nominalwertes der Staatsschuld. Allerdings kommt es in der Praxis in der Regel nicht dazu, dass die Staatsschuld durch die Tilgung zurückgezahlt wird. Es ist möglich, dass Staatsanleihen in der jeweiligen Landeswährung oder auch in einer Fremdwährung (Fremdwährungsanleihe) begeben werden.

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Wie funktionieren Staatsanleihen?

Die grundlegenden Elemente einer Staatsanleihe sind der Kupon und die Laufzeit. Die Laufzeiten können je nach Staatsanleihe zwischen einigen Wochen und mehreren Jahrzehnten liegen. Die Höhe der nominalen Verzinsung einer Staatsanleihe wird durch den Kupon angegeben. Jedoch entspricht dieser nur in dem Fall der Rendite des Anleihe-Gläubigers, wenn dieser die Staatsanleihe zum Nominalwert bei der Neuemission kauft und sie bis zur Tilgung am Laufzeitende hält.

Welche Vorteile bieten Anleihen?

Anleihen bieten sowohl Investoren als auch Emittenten verschiedene Vorteile. So erhält der Herausgeber einer Anleihe neues Kapital, ohne hierfür einen Kredit bei einer Bank aufnehmen zu müssen. Investoren profitieren wiederum von regelmäßigen Zinszahlungen, die von Anfang an feststehen. Die Verzinsung fällt überdies meist höher aus als bei einer Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto oder einem Sparbuch.

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Strategien mit Staatsanleihen: Zwei Möglichkeiten kurz erklärt.

Bei Investoren erfreuen sich Staatsanleihen auch deshalb so großer Beliebtheit, weil es möglich ist, mit ihnen mindestens auf zwei verschiedenen Arten Gewinne zu erwirtschaften.

1. Buy und Hold

Bei dieser Variante erwirbt ein Investor eine Staatsanleihe über die Börse und verwahrt diese bis zum Ende der Laufzeit im eigenen Depot. Dabei partizipiert er jährlich an der Zinszahlung, die durch den Zinscoupon definiert wird. Zum Ende der Laufzeit wird dem Investor der Nominalwert der Staatsanleihe zurückgezahlt. Bei dieser Möglichkeit handelt es sich um eine sehr sichere und gut kalkulierbare Investition.

2. Auf Kursgewinne spekulieren

Bei dieser Variante erwirbt ein Investor eine Staatsanleihe ebenfalls über die Börse und verwahrt sie in seinem Depot. Allerdings wird die Anleihe bei einem Kursgewinn wiederum über die Börse verkauft und der Investor erhält den Differenzbetrag aus dem Kaufkurs. Vergleichbar ist diese Möglichkeit mit einem Aktien-Investment. In Bezug darauf bietet eine Anleihe jedoch den Vorteil, dass der Investor bei einer schlechteren Kursentwicklung noch auf die zuerst genannte Strategie umschwenken kann.

Tipp: Um die Mechanismen einer Anleihe besser zu verstehen, empfiehlt es sich, den Kurs einer existieren Staatsanleihe über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Musterdepot, in das eine Anleihe zur Beobachtung der Kursentwicklung gelegt werden kann, unter Berücksichtigung der Bewegungen an den Märkten und den aktuellen Wirtschaftsnachrichten.

Börsenkurs einer Staatsanleihe: Einflussfaktoren

In der Regel wird der Börsenkurs einer Staatsanleihe nicht wie bei einer Aktie als Preis in Euro oder US-Dollar angegeben, sondern in Prozent des Nominalwerts der Staatsanleihe. Einflussfaktoren, die sich auf die Kursentwicklung einer Staatsanleihe auswirken, sind unter anderem:

  • der Kupon bzw. Nominalzins
  • die Entwicklung der Marktzinsen
  • die Laufzeit
  • die Bonität des Emittenten

Im Falle von Fremdwährungsanleihen wirkt sich außerdem der Wechselkurs der jeweiligen Währung auf die Entwicklung des Kurses einer Staatsanleihe aus.

Der wichtigste Einflussfaktor: Die Entwicklung der Marktzinsen

Die Entwicklung der Marktzinsen gilt als wichtigster Einflussfaktor. Kommt es zu einer Steigerung der Zinsen am Kapitalmarkt, so sinken im Normalfall alle Kurse der Anleihen, die sich bereits im Umlauf befinden. Der Grund: Aufgrund der höher verzinsten Neuemissionen verlieren die Anleihen für Investoren an Attraktivität. Andersherum sorgen sinkende Zinsen am Kapitalmarkt dafür, dass die „alten“, höher verzinsten Staatsanleihen wiederum interessanter sind und zu entsprechend höheren Kursen gehandelt werden. Der Börsenkurs nähert sich mit der sinkenden Restlaufzeit einer Anleihe immer mehr dem Nominalwert (Rückzahlungssumme) an. Für den Fall, dass sich die Kreditwürdigkeit eines Landes ändert, so kann dies ebenso zu Gewinnen oder Kursverlusten bei den jeweiligen Staatsanleihen führen. Allerdings kommt dies häufiger bei Unternehmensanleihen vor als bei Staatsanleihen von Industriestaaten.

Merke: Je länger die Restlaufzeit einer Staatsanleihe ist, desto intensiver reagiert diese auf Änderungen der Kapitalmarktzinsen. Bei langlaufenden Staatsanleihen ist die Volatilität also höher, als bei Anleihen mit kurzen Laufzeiten. In Fachkreisen wird dies als „Duration“ bezeichnet.

Welche Arten von Staatsanleihen werden unterschieden?

Je nach Bonität, Laufzeit, Währung und Verzinsung des emittierenden Staates kann zwischen verschiedenen Staatsanleihen unterschieden werden. Über sogenannte Ratings erhalten Investoren Hinweise darauf, wie die Bonität eines Emittenten und somit auch das individuelle Ausfallrisiko zu beurteilen sind. Allgemein beginnen die Ratings bei „AAA“ und enden bei „D“, der schlechtesten Stufe. Dazwischen liegen verschiedene Abstufungen. Anleihen mit einem Rating von mindestens „BBB“ werden als „Investment Grade“ beschrieben. Zur Auswahl stehen Anleihen mit Laufzeiten zwischen zehn und 30 Jahren. Aber auch andere Laufzeiten sind möglich.

US-amerikanische Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten

Für europäische Anleger kommen auch Staatsanleihen von Emittenten außerhalb des europäischen Raumes in Betracht. Vor allem US-amerikanische Staatsanleihen sind bei privaten wie institutionellen Investoren unter Berücksichtigung der Bonität sehr gefragt. Unterschieden wird hier zwischen den sogenannten „T-Bills“ mit kurzen Laufzeiten zwischen vier und 52 Wochen, den „T-Notes“, die Laufzeiten bis zu zehn Jahren haben, sowie den „T-Bonds“ mit Laufzeiten zwischen 10 und 30 Jahren.

Hochverzinsliche Staatsanleihen

Von sogenannten Hochzinsanleihen (High Yield) oder „Junk Bonds“ wird gesprochen, wenn Anleihen ein Rating unter der Stufe „BB“ aufweisen. Die Rendite fällt in diesem Fall höher aus als bei Staatsanleihen aus dem „Investment Grade“. Allerdings ist auch das Ausfallrisiko des Emittenten entsprechend höher. Darüber hinaus kommt es zu stärkeren Schwankungen der Kurse während der Laufzeit. Deshalb werden Hochzinsanleihen auch als sehr spekulativ eingeordnet.

Die Besonderheiten und Risiken von US-Staatsanleihen

US-Staatsanleihen gelten seit vielen Jahrzehnten als eine der sichersten Geldanlagen weltweit. Insbesondere in Zeiten von Börsenkrisen und geopolitischen Problemen investieren Anleger gern Kapital in die Schuldpapiere der USA. Die Intention dahinter ist relativ leicht zu verstehen: Nach wie vor ist der amerikanische Staat militärisch und politisch führend. Darüber hinaus verfügen die Vereinigten Staaten über die weltweit größte Wirtschaftskraft.

Volatilität: Kurse sind immer in Bewegung

Trotzdem sei es europäischen Anlegern nicht empfohlen, unüberlegt in US-Staatsanleihen zu investieren. Denn auch die Kurse von scheinbar sehr sicheren Anleihen können stark schwanken. Obwohl die USA ein sehr solider Schuldner ist, kam es in den zurückliegenden Jahren zu teils starken Schwankungen bei der Rendite der Staatsanleihen. Bei einem sehr kräftigen Anstieg kommt es bei Anleihen regelmäßig zu rückläufigen Kursen. Anleger, die in einer solchen Phase verkaufen müssen, können starke Verluste erleiden, die die Zinsgewinne aus mehreren Jahren ausmachen können. Erst im Januar 2018 zeigte sich erneut, wie groß die Volatilität am Markt sein kann. In den Nachrichten wurde gemeldet, dass der chinesische Staat seinen Bestand an US-Staatsanleihen (in Milliarden-Höhe) abbauen will. Dies zwang die Kurse der Staatsanleihen unmittelbar in die Knie. Die daraus resultierende Verkaufswelle konnte erst gestoppt werden, als die Devisenaufsicht Chinas das Ganze dementierte.

Wechselkurs-Schwankungen: Einfluss auf den Ertrag von Staatsanleihen

Europäische Anleger, die amerikanische Staatsanleihen besitzen, werden bei Wechselkursschwankungen doppelt bestraft. Denn zu den etwaigen Kursverlusten kommen dann zusätzlich Währungsverluste hinzu.

US-Staatsanleihen kaufen: Verschiedene Möglichkeiten für private Anleger

Staatsanleihen von Emittenten mit guter Bonität sind sehr liquide. Das bedeutet, dass sie zu beinahe jeder Zeit gekauft oder verkauft werden können. Private Anleger können in der Regel an der Börse US-Staatsanleihen kaufen, genauer gesagt über einen Online-Broker, eine Sparkasse oder die jeweilige Hausbank. Die Kosten für den Kauf oder Verkauf einer Staatsanleihen ähneln zumeist der einer Aktien-Order. Der erstmalige Verkauf von Staatsanleihen bei Emission wird hingegen in einem Auktionsverfahren vorgenommen, an welchem sich in der Regel nur institutionelle Investoren beteiligen.

Anteilige Zinsen beim Handel mit Staatsanleihen

Veräußert ein Investor Anleihen über die Börse an einen anderen Investor, so bekommt der Verkäufer vom Käufer den entsprechenden Anteil am Kupon. Bei diesen anteiligen Zinsen ist auch von „Stückzinsen“ die Rede. Alle Zinseinnahmen, die mit Staatsanleihen erzielt wurden, unterliegen steuerlich (einschließlich der Stückzinsen) der Abgeltungssteuer, wenn sie über den Sparerfreibetrag eines Anlegers hinausgehen.

Anleihe-ETFs als Alternativen

Anleger, die nicht in einzelne Staatsanleihen investieren wollen, können auch auf die sogenannten Anleihe-ETFs zurückgreifen. Hierüber ist es möglich, in diverse Baskets von Unternehmens- und Staatsanleihen sowie zu unterschiedlichen Laufzeiten zu investieren.

Was ist ein Basket?

Als „Basket“ wird die Zusammenfassung von Wertpapieren in einem Korb bezeichnet. Ein solcher Korb wird von den Emittenten selbst zusammengesetzt. Meist berücksichtigt ein Basket nur Produkte einer bestimmten Branche oder Region. Kann die Zusammensetzung des Korbes nicht verändert werden, spricht man von einem „passiven Basket“. Bei einer veränderbaren Zusammensetzung des Korbes ist von einem „aktiven Basket“ die Rede.

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Worauf sollten Anleger beim Kauf von US-Staatsanleihen achten?

Wenn Sie sich als Anleger für US-Anleihen interessieren, sollten Sie sich möglichst auch mit dem Wechselkurs beschäftigen. Wer davon überzeugt ist, dass sich die USA auch weiterhin wirtschaftlich besser entwickeln wird als der europäische Raum, für den könnten US-Staatsanleihen die richtige Wahl sein.

Die Restlaufzeit einer Staatsanleihe beachten

Investoren sollten dabei auch stets auf die Restlaufzeit einer Anleihe achten. Wenn die Vorhersagen zutreffen und es zu einer Steigerung der Zinsen kommt, dann würde dies auch weiterhin fallende Anleihen-Kurse bedeuten. Anleger, die sich über den Wechselkurs jedoch unsicher sind, können mit länger laufenden Staatsanleihen für eine gewisse Absicherung sorgen. Denn sollte die US-Notenbank (Fed) die Zinsen doch wieder senken, würde zwar der Dollar an Wert verlieren. Der Wert der Anleihen dürfte dafür aber wieder steigen.

Alternativ inländische Staatsanleihen in Betracht ziehen

Die eigene Position kann darüber hinaus auch über Futures oder Optionen abgesichert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass ein Gewinn-Plus nicht unbedingt erzielt werden kann. Darüber hinaus müssen es nicht zwingend US-Staatsanleihen sein. Höher verzinste Alternativen gibt es auch im Euro-Raum. Investoren sollten sich außerdem über die höheren Risiken bewusst sein. So ist es bei einem Zahlungsausfall im Falle von US-Staatsanleihen deutlich schwieriger an sein Geld zu kommen, als es zum Beispiel bei inländischen Staatsanleihen der Fall wäre.

Tipp: US-Staatsanleihen werden zum Teil auch an deutschen Börsen gehandelt. Somit lassen diese sich über die meisten Broker ordern.
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Fazit:

US-Staatsanleihen kaufen: Sichere Anlagemethode für Investoren

Bei US-Staatsanleihen handelt es sich um Schuldverschreibungen, die von den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) herausgegeben werden. Die Laufzeiten variieren zwischen 10 und 30 Jahren. Das Land leiht sich damit praktisch Geld von privaten Anlegern über einen längeren Zeitraum. Die US-Notenbank Federal Reserve, das US-Finanzministerium oder der Staat selbst sind Herausgeber einer solchen US-amerikanischen Staatsanleihe. Die Risiken dieser Anleihen bestimmt sich durch die Bewertung sogenannter Rating-Agenturen. Dahingegen hängt der Wert einer US-Staatsanleihe von der Bonität des Landes ab. Je nach Rating und Bonität des Staates muss dieser einen gewissen Risikoaufschlag für die Anleihen zahlen. US-Staatsanleihen werden an der Börse (wie Aktien) gehandelt. Sie werden nur in der Währung US-Dollar ausgegeben. Damit sichert der Staat seine Schuldenlast vor möglichen Auswirkungen bei Änderungen des Wechselkurses sowie des ausländischen Zins-Niveaus ab. Für Anleger ist das US-Staatsanleihen kaufen besonders attraktiv, weil sie höhere Renditen bringen. Jedoch sollten Sie nur dann in diese Anleihen investieren, wenn Sie auch von einem steigenden US-Dollar ausgehen. Der Kauf kann im Rahmen einer Diversifizierungsstrategie sinnvoll sein. Jedoch ist er als Großinvestment eher riskant. Sammeln Sie ohne Risiko erste Erfahrungen: Über ein Musterdepot lassen sich Staatsanleihen zum Beispiel über einen gewissen Zeitraum beobachten.

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