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sascha

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Everything posted by sascha

  1. sascha

    Tesla Aktie kaufen?

    Ich möchte zu Tesla noch einige Gedanken loswerden. Tesla wächst ja wirklich hervorragend. Auch wenn noch keine Gewinne produziert werden, so sehe noch die Umsatzzahlen sehr gut aus. Und das Potenzial mag ebenfalls durchaus vorhanden sein, insbesondere im Markt für Elektroautos. Allerdings sehe ich bei Tesla auch ein Problem. Und zwar die Höhe der Schulden. Tesla hat rund 12 bis 15 Milliarden Dollar langfristige Schulden. Für diese Schulden muss Tesla natürlich auch Zinsen bezahlen. Aktuell sind die Zinsen sehr niedrig. Von dem her macht es absolut Sinn, Verbindlichkeiten oder Kredite aufzunehmen und diese sinnvoll zu investieren. Sollte jedoch der Zinssatz steigen, so könnte jeder Zehntel Prozentsatz dem Unternehmen viel Geld kosten. Das mag nach nicht viel klingen, wenn sich der Zinssatz um 0,1 erhöht, aber in absoluten Zahlen gesehen und vor allem in dieser Relation ist das richtig viel Geld. Jetzt stellen wir uns aber mal vor, der Zinssatz geht nicht nur um 0,1 % nach oben, sondern steigt um vielleicht ein oder zwei oder sogar 3 %. Dann muss Tesla plötzlich mehrere 100 Millionen Dollar mehr pro Jahr an Zinsen zahlen. Wohlgemerkt, nur Zinsen. Mal angenommen, Tesla nimmt jetzt in nächster Zeit noch mehr Verbindlichkeiten auf. Dann würde sich das ganze natürlich noch mehr dramatisieren. Wie gesagt, solange der Zinssatz auf einem sehr niedrigen Niveau bleibt, sollte das wahrscheinlich keine allzu große Herausforderung darstellen. Da aber Tesla bis jetzt noch keine Gewinne erwirtschaftet, und dann noch in Verbindung damit, dass der Zinssatz steigt, dass also Tesla noch mehr an Verbindlichkeiten zahlen muss, das ist eine toxische Mischung meiner Meinung nach. Aus diesem Blickwinkel heraus bin ich der Meinung, dass Tesla nicht nachhaltig genug wirtschaftet.
  2. Hi Dominik, man kann nicht pauschal sagen, dass man mit einem bestimmten Währungspaar höhere Renditen erzielt als mit einem anderen. Es gibt hier jedoch eine Strategie, bei der du mit Währungen Zinseinnahmen generieren kannst. Bei dieser Art von Strategie, geht es nicht darum, Kursgewinne zu erzielen, sondern möglichst hohe Erträge aus den Zinsen einer bestimmten Währung zu generieren. Hier ist es natürlich sehr wichtig, welche Währungen hier zugrunde liegen. Denn hierbei solltest du in erster Linie Währungen nehmen, bei den ein relativ hoher Zinsunterschied besteht. Allerdings darfst du natürlich nicht einfach nur den Zinsunterschied berücksichtigen, sondern du musst auch die entsprechenden Währungsräume dahinter genauer betrachten. Der Gedanke der bei dieser Strategie zum Tragen kommt, sind sogenannte Carry Trades. Hierbei verschuldet man sich mit Geld in einer Währung und legt gleichzeitig dieses Geld in einer anderen Währung an, bei der es höhere Zinsen gibt. Nehmen wir mal ein Beispiel: Ein solcher Carry Trade war über viele Jahre der USD/JPY. Bei diesem Währungspaar würde man japanische Yen verkaufen, man leiht sich sozusagen das Geld in Yenn, und kaufte gleichzeitig mit diesem Geld US-Dollar. Für den Verkauf von japanischen Yen müsste man Zinsen bezahlen. Die Zinsen im japanischen Währungsraum waren und sind jedoch bei um die 0 %. Es fallen also so gut wie keine Zinsen an. Gleichzeitig konnte man dieses Geld im US-Dollar Währungsraum für 2 bis 3 % anlegen. Man hat also ungefähr eine Zinsspanne zwischen 2 und 3 %. Diese Zinsspanne ist ein risikofreier Gewinn. Das Risiko besteht natürlich im im Wechselkurs. Ein anderer Carry Trade wäre in der heutigen Zeit zum Beispiel EUR/ZAR, also Euro gegen südafrikanischen Rand. In dem Fall würde man sich in Euro verschulden und dieses Geld in südafrikanischen Rand anlegen. Denn der Zinssatz in südafrikanischen Rand ist deutlich höher als im Euroraum. Dann gibt es natürlich auch Währungen, bei denen Anleger sehr hohe Zinsen bekommen. Ein solches Beispiel wäre der die türkische Lira. Zwar erhalten Anleger sehr hohe Zinsen, allerdings eben in türkischen Lira. Und hierbei besteht die Gefahr, dass die Kursverluste zwischen beispielsweise Euro und türkischen Lira größer sind als die Zinseinnahmen. Bei dieser Art von Strategie ist es natürlich sehr wichtig, welches Währungspaar du zugrunde legst. Wenn du “normal” Forex handelst, dann ist das nicht ganz so entscheidend. Selbstverständlich musst du da auch die fundamentalen Daten mit berücksichtigen, wie beispielsweise die Zinsentwicklung, allerdings spielen diese beim Forex Daytrading kaum eine Rolle.
  3. Hallo Ivan, herzlich willkommen. Gute Entscheidung, mit dem Forex Handel zu starten 😉 Denn das ermöglicht dir, ein Einkommen unabhängig von Chefs und / oder Kollegen zu generieren. Im Prinzip liegt es nämlich nur an dir, wie erfolgreich du bist. Also du hast es auch schon mal gut erkannt, nämlich, dass man die Verluste im Forex Handel so weit wie es möglich ist, eliminieren sollte. Also ganz “vermeiden”, wie du sagtest, wird es wohl nicht möglich sein. Damit meine ich, dass du immer - bezogen auf den einzelnen Trade - Verluste machen wirst. Es wird kein Jahr vergehen, indem du keinen einzigen Trade im Verlust beenden wirst. Es sei denn, du handelst nur sehr wenig 😉 Aber ich gehe mal davon aus, dass du eher vom Trading sprichst und nicht vom Investieren in Währungen. Das ist also der erste Punkt: Akzeptiere, dass du einzelne Trades mit Verlust schließen wirst. Das wird sich einfach nicht vermeiden lassen. Selbst die besten Trader der Welt machen nicht nur Gewinn-Trades. Aber: Du kannst versuchen die Anzahl der Verlust-Trades reduzieren und, was du auf jeden Fall tun kannst, ist, die Höhe des Verlustes zu begrenzen. Die Anzahl der Trades, die im Verlust enden, zu begrenzen kannst du dadurch, indem du deine bisherigen Trades genau analysierst. Du musst schauen, was du falsch gemacht hast und was du besser machen kannst. Für einen Einsteiger ist das sehr schwer. Denn du musst erstmal die Grundlagen kennenlernen. Sonst weißt du ja nicht, was verkehrt war. Manche führen daher auch ein Trading Tagebuch. Dort tragen sie nicht nur jeden einzelnen Trade ein, sondern auch, warum sie den eingegangen sind. Im Nachhinein kann man schauen, ob die Idee an sich richtig war, und die Spekulation halt nur nicht aufging. Oder ob man bereits bei der Beurteilung des Marktes oder des Charts einen Fehler gemacht hat. Letzten Endes geht es ja nur um Wahrscheinlichkeiten. Und das bedeutet, dass, obwohl du alles richtig analysierst, auch mal Trades anders laufen, als von dir prognostiziert. Eben, weil es Mathematik ist. Damit musst du dich grundsätzlich erstmal abfinden.
  4. Meiner Meinung nach sind die besten Forex Broker die, die sich auch auf den Handel mit Währungen spezialisiert haben. Zum Beispiel gibt es ja auch Anbieter, bei denen kannst du alles Mögliche handeln und dann eben unter anderem auch Forex, damit meine ich vor allem CFDs auf Forex. Aber das sind in meinen Augen nicht zwangsläufig die besten Broker. Denn bei diesen Anbietern liegt der Fokus oft nicht auf dem Währungshandel. Daher sind die Gebühren oder Kommissionen meist recht hoch im Vergleich zur Konkurrenz. Hinzukommt, dass manchmal dann auch das Angebot an Währungspaaren nur rudimentär, also grundlegend, ist. Die Spreads sind dann ebenfalls im Vergleich zu anderen Brokern hoch. Also für mich kommt daher nur ein Broker infrage, der sein Hauptaugenmerk auf den Forex Handel legt. Klar, er kann auch CFDs auf andere Basiswerte anbieten, wie beliebte Indizes oder Rohstoffe oder von mir aus auch auf ein paar Aktien. Aber wenn das Angebot zu groß ist, also vom Krypto Handel über den Handel mit echten Aktien über Forex Trading bis hin zum Optionshandel, dann muss auch irgendwas irgendwo auf der Strecke bleiben. Um vielleicht mal an dieser Stelle auch ein paar konkrete Namen von Anbietern zu nennen: IC Markets, Plus500 oder auch Admiral Markets sind für mich gute Forex Broker. Das soll nicht heißen, dass andere Broker, die ebenfalls den Forexhandel anbieten, nicht gut sind! Es gibt noch mehr gute Broker. Wichtig ist außerdem, dass der Anbieter enge Spreads, eine schnelle Ausführung und wenn möglich den Währungshandel ohne Kommissionen anbietet. Im Optimalfall ist es kein Market Maker, sondern er leitet die Order an einen großen Liquiditätspool weiter. In dem Fall wirst du dann aber über Ordergebühren nicht herumkommen. Für den Einsteiger sind Market Maker in jedem Fall in Ordnung. Da hast du ja auch den Vorteil, dass deine Order de facto immer ausgeführt wird.
  5. Es gibt auch noch ein weiteres Risiko, welches man bei einem ETF Investment beachten sollte. Und zwar das sogenannte Emittentenrisiko. Denn ein ETF wird ja immer von einem Emittenten, meistens einer Bank bzw. einer Tochtergesellschaft einer großen Bank, herausgegeben. Was passiert aber, wenn das Unternehmen Konkurs anmelden muss? Dann könnte es sein, dass du Verluste machst. Es kommt natürlich vor allem auch darauf an, wie der ETF konstruiert ist. Bei einem sogenannten synthetischen ETF kauft der Emittent die im Index enthaltenen Wertpapiere nicht direkt, sondern sichert sich mit anderen Marktteilnehmern über Swap-Geschäfte die Wertentwicklung des Index bzw. Portfolios ab. Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, besteht aber hier ein theoretisches Risiko, dass der Swap-Vertragspartner nicht in der Lage ist, die vertraglichen Vereinbarungen einzuhalten und demnach der ETF-Emittent ebenfalls Probleme hat, die Wertentwicklung des Index “weiterzureichen”. Es ist jetzt nicht so, dass das akut ein gigantisches Risiko wäre, aber man sollte es im Hinterkopf behalten. Ich weiß, auch bei Aktien gibt es Risiken, nämlich dann, wenn zum Beispiel das Unternehmen Verluste einfährt.
  6. Ich kenne auch Daytrader, die überwiegend Gold handeln. Das finde ich ebenfalls spannend. Das ist noch ein wenig anders als nur Devisen oder einen Index zu traden. Eignet sich meiner Meinung nach auch fürs Daytrading. Da gibts eine hohe Liquidität und der Markt ist 24 Stunden offen, zumindest unter der Woche.
  7. Moin Dennis, Krypto Börsen funktionieren fast genauso wie “normale” Börsen auch. Nur mit dem Unterschied, dass du dich da selbst anmeldest und es keinen Broker gibt, der deine Order weiterleitet. Das ist natürlich ein großer Pluspunkt für dich, weil du meist dadurch eine Menge Gebühren sparen kannst. Du meldest dich also bei der Börse an und stellst deine Coins zum Verkauf. Oder du nimmst ein Kaufangebot an, je nachdem. Und dann kannst du dir das Geld auf dein Konto überweisen, wenn du Coins verkauft hast. Eigentlich alles recht einfach. Die Börsen haben auch Wallets, in denen du die Coins verwalten kannst. Also ebenfalls recht praktisch 🙂
  8. Man muss auch bedenken, dass man - im Gegensatz zu vielen anderen Tätigkeiten - sich ja nicht hinsetzen und sagen kann “So, jetzt arbeite ich mal ein paar Stunden und verdiene ein paar Euros”. Beim Trading weißt du ja nicht im Vorfeld, wann sich eine Chance für dich ergeben wird. Das ist so der Nachteil beim Teilzeit-Handel. Daher mein Tipp an dich: Wenn es dir möglich ist, dann richte deine Trading-Zeiten so ein, dass du zu den Haupthandelszeiten am Rechner bist. Dann ist nämlich die Chance groß, dass Bewegung in den Markt kommt und du den einen oder anderen Trade absetzen kannst. Ungünstig wäre zum Beispiel, wenn du EUR/USD handeln möchtest und du nur von 04:00 bis 07:00 Uhr morgens traden kannst. Sollte das bei dir der Fall sein, dann solltest du ggf. auf andere Basiswerte umsteigen, die genau zu der Zeit ihre Haupthandelszeit haben, vielleicht EUR/JPY oder sowas. Das mal als Tipp mit auf den Weg 😉
  9. Ich finde es interessant, dass User immer wieder danach fragen, wie viel Geld man mit xyz verdienen kann. Die Antwort ist eigentlich immer dieselbe: unendlich viel. Aber besser wäre die Frage: Was muss ich dafür tun, um viel Geld mit Pennystocks zu verdienen? Oder auch die Frage nach dem Risiko, also wie viel Geld man mit Pennystocks verlieren kann, ist eine wichtige Frage, die aber meiner Meinung nach, zu selten gestellt wird. Leute, beschäftigt euch doch erstmal grundlegend mit dem Aktienhandel und den Risiken, bevor ihr mit Pennystocks handelt.
  10. Guten Tag, nein, man muss nicht Broker sein, um erfolgreich mit Aktien handeln zu können. Genau genommen ist der Broker ja nur der Vermittler zwischen mir und der Börse. Ich gebe meinen Auftrag an den Broker und der wiederum führt den Auftrag für mich aus. Klar ist, wer eine echte Brokerausbildung genossen hat, hat gewisse Vorteile, da er direkt am Puls der Börse gearbeitet hat. Aber es ist keine Voraussetzung um erfolgreich Aktien handeln zu können. In Deutschland bzw. in Europa ist der Beruf des Brokers auch etwas anders als in den USA. In den USA ist der Broker - gemeint ist der Angestellte einer Brokerfirma - mehr ein guter Verkäufer als ein echter Experte. Selbstverständlich trifft das nicht auf jeden Einzelnen zu, aber im Gesamten gesehen. Menschen, die erfolgreich im Aktienhandel sind, müssen daher überhaupt kein Broker sein. Dennoch mag es Vorteile haben, sich ein wenig mit dem Berufsbild und der Materie zu beschäftigen.
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