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Frederik

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  1. Ja, das ist machbar. Aber es ist nicht so einfach wie es das auf den ersten Blick vielleicht aussieht. CopyTrading bedeutet ja, das Du die Trades eines anderen Händlers kopierst. Und damit steht und fällt das gesamte Konzept. Wenn du also mit CopyTrading dauerhaft Gewinne erzielen willst, muss auch “Dein Händler” bzw. Händler, wenn du mehrere kopierst, ebenfalls dauerhaft Gewinne erzielen. Und genau das ist die Schwierigkeit dabei. Die allermeisten Händler erzielen eben auf Dauer nicht nur Gewinne. Mal ganz davon abgesehen, dass natürlich jeder mal eine Durststrecke erlebt, scheitern viele Händler auf lange Sicht. Irgendwann wird das Konto geschrottet und Du hast dann ebenfalls einen Totalverlust. Daher ist es wichtig, dass Du immer wieder die Händler überprüfst, denen Du folgst. Ggf. mal einen austauschen. Vielleicht auch nur für eine gewisse Zeit und dann nimmst Du den wieder in Dein Team auf.
  2. Also Glücksspiel und der Handel mit Pennystocks sind grundlegend schon zwei verschiedene Sachen. Selbstverständlich kann man das Trading mit Pennystocks so betreiben, dass es dem Glücksspiel ähnelt, aber man ist nicht dazu gezwungen. Beim Glücksspiel kann man auf Dauer nicht gewinnen. Die Ergebnisse basieren rein auf dem Zufall. Beim Handel mit Aktien aus dem Pennystock Bereich ist das aber anders. Die Ergebnisse des Kursverlaufes basieren nicht auf dem Zufall. Ansonsten würde der Kursverlauf auch komplett anders aussehen. Man kann durch eine tiefgehende Analyse herausfinden, wie die Firma aufgestellt ist und sich entsprechend positionieren. Entweder Long (das heißt auf steigende Kurse spekulieren) oder Short (also auf fallende Kurse setzen). Die Schwierigkeit besteht allerdings darin, geeignete Daten zu finden, um eine umfangreiche Analyse der Aktie vorzunehmen. Und richtig ist, es ist niemals garantiert, dass die eigenen Erwartungen auch so eintreffen werden. Aber Glücksspiel ist das nicht. Denn beim Glücksspiel hat man keinen Einfluss auf das Ergebnis.
  3. So gut und wichtig das Backtesting auch ist, birgt es aber auch Gefahren! Es gibt Strategien, die auf Grundlage von Backtests gute Renditen bei angemessenem Risiko erwirtschafteten. Plötzlich aber in der Praxis bemerkt man, dass sich diese Strategie überhaupt nicht lohnt. Woran liegt das? Das kann verschiedene Ursachen haben. Die Handelsfrequenz ist einfach zu hoch. Oder die Datenbasis war ungenau. Der Zeitraum bzw. die Anzahl der getesteten Trades war zu gering. Es kann auch sein, dass der Backtest zufällig in einem Zeitraum lag, der für diese Strategie besonders günstig war, aber mittlerweile haben sich die Märkte geändert. Zum Beispiel gab es seit 2009 bis Anfang 2020 einen Bullenmarkt. Wer Ende 2019 einen Backtest machte, hätte vielleicht auf einen Zeitraum von 10 Jahren zurückgeblickt. Das ist eigentlich ausreichend. Und dennoch ändern sich die Märkte plötzlich. Selbst wer einen Backtest von 2000 an gemacht hätte - also rund 20 Jahre - wäre mit seiner Strategie in der Coronakrise vermutlich gescheitert. Auch das Beispiel EUR/CHF, als die Schweizer Notenbank die Untergrenze von 1,20 aufhob zeigt, dass es immer wieder zu Situationen kommt, die man im Backtesting zwar testen kann, die sich aber so wahrscheinlich nicht wiederholen. Und eine neue Situation, die erst in der Zukunft auftritt, kann man nicht im Vorfeld testen. Das Backtesting hat also Schwächen und darf nicht als “heiliger Gral” bezeichnet werden.
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