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Frederik

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  1. Hi Steve, genau, wie hier schon beschrieben wurde, bedeutet dieses Wort hodlen, dass du die Kryptowährung einfach nur in deinem Wallet hältst und hältst und hältst… Geld verdienen kannst du dann damit, wenn der Kurs steigt und du auch die Kryptowährung verkaufst. Solange du den Bitcoin oder den entsprechenden Coin lediglich in deinem Wallet hältst, hast du höchstens Buchgewinne. Damit meine ich, dass du die Gewinne ja noch nicht realisiert hast. Erst wenn du sie realisiert hast, dann hast du einen echten Gewinn auf deinem Konto. Aber es kann natürlich auch sein, dass du gar nicht vorhast den Bitcoin oder die Kryptowährung überhaupt jemals wieder zu verkaufen. Vielleicht möchtest du sie auch im Alltag irgendwo einsetzen. Dann wirst du sie einfach weiter in deinem Depot halten. Ein automatischer Gewinn entsteht jedoch nicht. Man kann also nicht sagen, dass du Bitcoin zum Beispiel X Tage hältst und dann automatisch ein Gewinn von X Prozent bekommst. Du musst also auch durchaus einkalkulieren, dass der Kurs deiner gehaltenen Kryptowährung auch fällt. Natürlich bezieht sich das immer nur auf die entsprechende Gegenwährung. Zum Beispiel kann der Kurs im Gegensatz zum US-Dollar oder im Vergleich zum Euro fallen. Wenn du aber sowieso nie vorhast jemals wieder den Bitcoin in Euro oder US-Dollar zu tauschen, dann kann dir der Kurs relativ egal sein. Dann spielt der Kurs höchstens dann eine Rolle, wenn du neue Coins kaufen möchtest. Natürlich wird der Bitcoin auch zu anderen Kryptowährungen gehandelt. Auch dort gibt es einen Kurs wie beispielsweise Bitcoin gegen Ethereum. Wie dem auch sei, wenn du denkst, dass der Kurs des Bitcoin in Zukunft noch stärker steigt und du daraus einen Gewinn erzielen möchtest, dann kaufst du einfach den Bitcoin und lässt ihn liegen. Das nennt man dann hodlen.
  2. Hi Steve, du kannst theoretisch die CFD Position so lange haben wie du magst. Und wie bereits erwähnt wurde, fallen aber halt jeden Tag Zinsen an. Die Höhe der Zinsen richtet sich dabei danach, wie hoch dein Hebel ist und wie viel Kapital du investierst. Je höher der Hebel, desto höher fallen die Zinszahlungen aus. Das liegt ganz einfach daran, dass der Broker dir mehr Kredit zur Verfügung stellt. Deswegen fallen auch mehr Zinsen an. Und klar ist auch, je mehr Kapital du investierst, umso mehr wirkt sich die Hebelwirkung aus und umso mehr Zinsen sind fällig. Das macht auch deutlich, dass sich CFD Trading eher für kurzfristige Sachen eignet. Wenn du vorhast, langfristig zu investieren, dann solltest du besser direkt den Basiswert kaufen. Entweder indem du die Aktien kaufst oder einen ETF, wenn es ein Index ist. Eine Haltedauer von CFDs über viele Wochen würde nur dann sinnvoll sein, wenn du einen sehr starken Trend vermutest. Egal ob Auf- oder Abwärtstrend, denn du kannst ja bei CFDs auf Long und Short spekulieren. Denn in einem starken Trend sollten die Gewinne aus deiner CFD Position die Zinsen bei Weitem übertreffen. Und da du gehebelt investierst, wirkt sich dieser Trend auf die Rendite entsprechend überproportional aus. Blöd wäre nur, wenn der Basiswert eben keinen deutlichen Trend aufweist, sondern eher seitwärts tendiert. Auch bei nur leichten Veränderungen kann es sein, dass die Gewinne die Zinsen nicht kompensieren, vor allem bei sehr langen Laufzeiten. Eine Alternative dazu wäre höchstens noch, den Hebel auf 1:1 zu stellen (wenn das überhaupt geht), aber dann machen CFDs ja keinen Sinn mehr...
  3. Frederik

    Was ist eine Marge?

    Moin moin, ich denke mal, du meinst eine Margin und keine Marge, oder? Eine Marge ist ja zum Beispiel ein Aufpreis eines Händlers auf seinen Einkaufspreis, die sogenannten Gewinnmarge. Eine Margin gibt es aber im Forex und CFD Handel. Beim CFD Handel kannst du nämlich mit einem Hebel handeln. Im Forex Handel ist das sehr sinnvoll, da der Kapitaleinsatz ansonsten viel zu hoch wäre, als das sich das mal im Portemonnaie bemerkbar machen würde 😉 Von dem her kannst du im Forex Handel einen Hebel von bis zu 1:30 nutzen. So, jetzt kommen wir langsam zur Margin… Stell dir vor, du eröffnest jetzt eine Position, sagen wir mal eine Long-Position auf den EUR/USD. Du kannst aber auch alles andere nehmen, wie den DAX, Gold oder eine Aktie. Im Forex Handel sind nur die Hebel am größten, und, wie du gleich sehen wirst, die Margin Anforderungen damit am geringsten. Also, Hebel 1:30. Du investierst 100 Euro. Der Broker legt für dich am Markt aber 3.000 Euro an (100 Euro x 30). Du bekommst dann auch die Gewinne oder Verluste, die du mit der 3.000 Position machst, in dein Depot gebucht. Du bist demnach am Markt mit 3.000 Euro aktiv. Als “Margin” musst du aber nur 100 Euro hinterlegen, also ein Dreißigstel (in dem Beispiel). Beträgt der Hebel 1:10, dann ist die Marge ein Zehntel. Würdest du also eine Position von 1.000 Euro im Markt haben wollen, dann musst du lediglich 100 Euro als Margin hinterlegen. Jetzt muss man aber noch wissen, dass es sich hier lediglich um die Anfangsmargin handelt! Stell dir vor, Beispiel EUR/USD, 100 Euro Investition, 3.000 Euro am Markt, der EUR/USD läuft gegen dich und fällt um 3 Prozent. Das entspricht 90 Euro. Deine Anfangsmargin ist damit fast aufgebraucht! Wenn der Kurs 4 Prozent gegen dich läuft, dann sind das 120 Euro Verlust, noch nicht realisiert, aber schwebend. Hast du noch genügend Geld auf dem Handelskonto, dann steigt nun deine Margin automatisch an, indem der Broker quasi das Geld auf deinem Konto blockt. Hast du kein Geld mehr, dann schließt der die Position automatisch bei ungefähr 90 Euro Verlust. Da würden dir dann noch ca. 10 Euro übrig bleiben.
  4. Guten Abend Curtis, ein “Green Candlestick”, zu deutsch einfach eine grüne Kerze 😉 ist eine Darstellungsform aus der Chartanalyse. Eine grüne Kerze bedeutet, dass der Schlusskurs der Kerze (den du am Kerzenkörper ablesen kannst) höher liegt als der Anfangskurs. Also die Kurse stiegen innerhalb des Zeitintervalls der Kerze. Man kann natürlich die Farbe der Kerze wählen wie man möchte. Manche nehmen auch weiße Kerzen anstatt grüne oder auch gelbe. Aber ich persönlich bevorzuge auch grüne Kerzen. Das Pendant dazu sind rote oder schwarze Kerzen, die zeigen, dass der Kurs innerhalb des Zeitintervalls sank.
  5. Danke Bertram für die Ergänzung. Ich möchte auch noch hinzufügen, dass du eine Stop-Loss Order natürlich nicht nur bei Long-Positionen, sondern auch bei Short-Positionen nutzen kannst. Die Stop-Werte liegen dann entsprechend oberhalb des aktuellen Kurses.
  6. Hi Brian, gut, dass du das fragst. Denn eine Stop-Loss Order ist eine grundlegende Sache, die jeder im Trading kennen und nutzen sollte. Eine Stop-Loss Order kann dir dein Konto vor dem totalen Crash schützen. Auch wenn es natürlich kein Allheilmittel ist… Eine Stop-Loss Order gibst du auf, wenn du bereits eine offene Position hast (bei einigen Anbietern kann man sie auch schon vorher an den Broker übermitteln). Ich möchte dir das am besten mal anhand eines Beispiels erklären: Du eröffnest eine Long-Position, das heißt du spekulierst auf steigende Kurse. Allerdings weißt du ja nicht, ob deine Prognose auch so eintreffen wird. Daher setzt du dir ein Limit (unterhalb deines Einstiegskurses), an welchem der Broker deine Position verkaufen soll. Du kannst das Limit so setzen, dass du quasi sagst, an diesem Punkt ist meine Spekulation hinfällig. Zum Beispiel steigst du bei 100 Euro ein. Deine Stop-Loss Order liegt dann bei - sagen wir mal - 85 Euro. Sobald der Kurs die 85 Euro erreicht, führt der Broker deine Stop-Loss Order aus, das heißt er verkauft deine Position mit Verlust.
  7. Ergänzend möchte ich hier hinzufügen, dass ich es sehr gut finde, dass du zunächst Finanzderivate etwas ausprobieren möchtest. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als wenn man sich mit der Materie nicht auskennt und dadurch Geld verbrennt, nur weil man die Funktionsweise eines Wertpapiers nicht versteht. Von dem her: Da machst du alles richtig! Und wie gesagt, fast jeder Broker bietet ein kostenfreies Demokonto. Einfach eines eröffnen und bisschen testen. Aber noch ein Wort zur Vorsicht: der Handel auf dem Demokonto ist nicht dasselbe wie mit deinem eigenen Geld! Wenn du dann also auf den Echtgeldhandel umsteigst, fang klein an und mach langsam. Im Demokonto spielen Emotionen eine kleinere Rolle, als wenn du dein eigenes Kapital investierst. Viel Erfolg!
  8. Ja, das ist machbar. Aber es ist nicht so einfach wie es das auf den ersten Blick vielleicht aussieht. CopyTrading bedeutet ja, das Du die Trades eines anderen Händlers kopierst. Und damit steht und fällt das gesamte Konzept. Wenn du also mit CopyTrading dauerhaft Gewinne erzielen willst, muss auch “Dein Händler” bzw. Händler, wenn du mehrere kopierst, ebenfalls dauerhaft Gewinne erzielen. Und genau das ist die Schwierigkeit dabei. Die allermeisten Händler erzielen eben auf Dauer nicht nur Gewinne. Mal ganz davon abgesehen, dass natürlich jeder mal eine Durststrecke erlebt, scheitern viele Händler auf lange Sicht. Irgendwann wird das Konto geschrottet und Du hast dann ebenfalls einen Totalverlust. Daher ist es wichtig, dass Du immer wieder die Händler überprüfst, denen Du folgst. Ggf. mal einen austauschen. Vielleicht auch nur für eine gewisse Zeit und dann nimmst Du den wieder in Dein Team auf.
  9. Also Glücksspiel und der Handel mit Pennystocks sind grundlegend schon zwei verschiedene Sachen. Selbstverständlich kann man das Trading mit Pennystocks so betreiben, dass es dem Glücksspiel ähnelt, aber man ist nicht dazu gezwungen. Beim Glücksspiel kann man auf Dauer nicht gewinnen. Die Ergebnisse basieren rein auf dem Zufall. Beim Handel mit Aktien aus dem Pennystock Bereich ist das aber anders. Die Ergebnisse des Kursverlaufes basieren nicht auf dem Zufall. Ansonsten würde der Kursverlauf auch komplett anders aussehen. Man kann durch eine tiefgehende Analyse herausfinden, wie die Firma aufgestellt ist und sich entsprechend positionieren. Entweder Long (das heißt auf steigende Kurse spekulieren) oder Short (also auf fallende Kurse setzen). Die Schwierigkeit besteht allerdings darin, geeignete Daten zu finden, um eine umfangreiche Analyse der Aktie vorzunehmen. Und richtig ist, es ist niemals garantiert, dass die eigenen Erwartungen auch so eintreffen werden. Aber Glücksspiel ist das nicht. Denn beim Glücksspiel hat man keinen Einfluss auf das Ergebnis.
  10. So gut und wichtig das Backtesting auch ist, birgt es aber auch Gefahren! Es gibt Strategien, die auf Grundlage von Backtests gute Renditen bei angemessenem Risiko erwirtschafteten. Plötzlich aber in der Praxis bemerkt man, dass sich diese Strategie überhaupt nicht lohnt. Woran liegt das? Das kann verschiedene Ursachen haben. Die Handelsfrequenz ist einfach zu hoch. Oder die Datenbasis war ungenau. Der Zeitraum bzw. die Anzahl der getesteten Trades war zu gering. Es kann auch sein, dass der Backtest zufällig in einem Zeitraum lag, der für diese Strategie besonders günstig war, aber mittlerweile haben sich die Märkte geändert. Zum Beispiel gab es seit 2009 bis Anfang 2020 einen Bullenmarkt. Wer Ende 2019 einen Backtest machte, hätte vielleicht auf einen Zeitraum von 10 Jahren zurückgeblickt. Das ist eigentlich ausreichend. Und dennoch ändern sich die Märkte plötzlich. Selbst wer einen Backtest von 2000 an gemacht hätte - also rund 20 Jahre - wäre mit seiner Strategie in der Coronakrise vermutlich gescheitert. Auch das Beispiel EUR/CHF, als die Schweizer Notenbank die Untergrenze von 1,20 aufhob zeigt, dass es immer wieder zu Situationen kommt, die man im Backtesting zwar testen kann, die sich aber so wahrscheinlich nicht wiederholen. Und eine neue Situation, die erst in der Zukunft auftritt, kann man nicht im Vorfeld testen. Das Backtesting hat also Schwächen und darf nicht als “heiliger Gral” bezeichnet werden.
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