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Markus Holler

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  1. Moin Paul, eine sehr gute Frage wie ich finde, denn die Währungspaare, die am meisten gehandelt werden, sind tendenziell gut für das Devisen-Trading. Schließlich gibt es dort am meisten Liquidität. Ein bisschen kannst du dir das sogar selbst herleiten, welche Währungspaare besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Da geht es zunächst einmal darum, welche Wirtschaftsräume bzw. welche Währungsräume wirtschaftlich gesehen mit am wichtigsten sind. Und da ist auf Platz Eins unangefochten der US-Dollar. Grundsätzlich haben Währungspaare mit USD immer eine hohe Nachfrage - mal abgesehen von ganz unwichtigen Währungsräumen wie Simbabwe Dollar oder sowas. Das wichtigste Forexpaar ist also EUR/USD. Denn hier hast du die beiden größten und wichtigsten Wirtschaftsräume. Weiterhin USD/JPY, GBP/USD, USD/CHF sowie USD/CAD und AUD/USD (die beiden letztgenannten werden oft auch als Rohstoffwährungen bezeichnet, sprich CAD und AUD). Du siehst, es ist immer der USD mit dabei. Wichtig sind aber auch die Währungspaare EUR/JPY, EUR/GBP sowie EUR/CHF. Mit den oben genannten Währungspaaren sind die wichtigsten Währungspaare der Welt abgedeckt. Jetzt könntest du natürlich noch fragen, warum der Chinesische Renminbi hier nicht erscheint, obwohl China doch so wichtig für die Weltwirtschaft ist. Das liegt daran, dass der Renminbi tatsächlich mehr oder weniger nur in China eine Rolle spielt. Und außerdem ist die chinesische Währung nicht frei konvertierbar. Damit spielt sie im internationalen Forexhandel nur eine untergeordnete Rolle. Zumindest bis jetzt...
  2. Ich würde auch nicht ETFs direkt im Daytrading nutzen. Selbst wenn du einen Broker hast, bei dem du keine Ordergebühren zahlst, ist doch die Volatilität bei vielen ETFs einfach zu gering. Daytrading bedeutet ja nicht, dass du am Anfang des Tages dein komplettes Vermögen in sagen wir mal einen NASDAQ-ETF investierst und am Ende des Tages wieder verkaufst, mit der Hoffnung, dass du auf die richtige Richtung getippt hast und dann eben ein paar Prozent machst. Das wäre dann tatsächlich eher Glücksspiel. Daytrading ist das Ausnutzen von Kursschwankungen innerhalb eines Tages. Klar, bei manchen Indizes können die auch verhältnismäßig groß sein. Aber dann musst du eben auch ein gewisses Kapital mit einbringen, wie Ellen bereits sagte.
  3. Wenn ich eines gelernt habe - und das zeigen auch die Kommentare von vielen anderen Anlegern - dann wähle deine Geldanlage nicht auf Basis von steuerlichen Gründen aus. Steuerliche Motive spielen natürlich auch bei der Geldanlage eine Rolle, gar keine Frage. Aber sie dürfen nicht ganz oben stehen. In erster Linie ist es entscheidend, ob die Geldanlage Rendite bringt und ob das Chance-Risiko-Profil zu dir passt. Erst im nächsten Schritt beziehst du steuerliche Überlegungen ein. Ich habe es so oft schon gehört, dass manche Anleger nur etwas gekauft haben, weil es steuerlich begünstigt war. Aber dann haben sie letzten Endes nur Geld verloren. Böse Stimmen behaupten ja sogar, dass der Steuervermeidungs-Trieb bei den Deutschen ausgeprägter ist, als der Fortpflanzungstrieb 😄 Ansonsten solltest du dir - aber erst wenn du auch ein entsprechendes Vermögen hast - einen sehr versierten Steuerberater auf diesem Gebiet suchen. Die meisten Steuerberater haben da im Übrigen wenig Ahnung. Steuern optimieren kann auch so aussehen, dass du zum Beispiel über eine GmbH ETFs und Aktien kaufst und nicht als Privatmann. Dann liegt der Fokus der Optimierung nicht auf der Geldanlage an sich, was meist besser ist, sondern auf demjenigen, der die Wertpapiere handelt. Das war jetzt mal nur ein Beispiel.
  4. Hi Dennis, wenn du viele Aktien auf einmal in deinem Portfolio haben möchtest, dann sind ETFs eine sehr kostengünstige und ehrlicherweise auch alternativlose Möglichkeit. Denn in einem ETF kannst du ja mehrere Tausend Aktien abdecken. Das wäre ja fast unmöglich, diese Aktien einzeln zu kaufen. Aus dieser Sichtweise heraus gibt es keine preiswertere Variante außer dem Kauf von ETFs. Auch ETFs an sich sind sehr preiswert. Die laufenden Kosten liegen in der Regel unter einem Prozent p.a. Bei großen Indizes sogar weit unter einem Prozent. Was die Ordergebühren beim Kauf und Verkauf von ETFs betrifft, da kommt es darauf an, was dein Broker für Gebühren veranschlagt. Im Rahmen eines Sparplans sind ETFs zum Teil sogar gebührenfrei zu erwerben. Ansonsten liegen die Preise für eine Order zwischen 5 und 10 Euro. Obwohl die Tendenz dahingeht, dass die Ordergebühren immer weiter sinken. Es gibt ja mittlerweile Broker, die den gebührenfreien Aktienhandel ermöglichen. Möglicherweise betrifft das auch ETFs, das weiß ich nicht genau. Für das Daytrading eignen sich ETFs aus verschiedenen Gründen aber nicht. Generell solltest du aber bei deinen Investitionen nicht nach der “preiswertesten” Variante schauen, sondern die Möglichkeit nutzen, die für dich persönlich am besten geeignet ist. Es nützt ja nichts, wenn du eine preiswerte Investition getätigt hast, die dir aber keine Rendite bringt.
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