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Trader Toni

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  1. Hallo Jane, nein, es ist nicht notwendig, dass du Broker bist, damit du erfolgreich Aktien handelst. Ich würde sogar mal behaupten, dass die meisten Anleger, die mit dem Aktienhandel ihr Geld verdienen, keine Broker sind und auch nicht waren. Du musst dir natürlich auch überlegen, wie du mit Aktien Geld verdienen willst. Denn da gibt es - mal ganz grob gesprochen - zwei Varianten: einmal indem du Aktien tradest. Damit ist gemeint, dass du durch den relativ schnellen Kauf und Verkauf von Aktien Geld verdienst. Du profitierst sozusagen an den Kursschwankungen. Ganz nach dem Motto, bei niedrigen Kursen kaufen und bei hohen Kursen verkaufen. Die andere Möglichkeit mit Aktien Geld zu verdienen ist, sie einfach nur zu kaufen und zu halten und das über viele Jahre oder Jahrzehnte. Der Gedanke, der hier zugrunde liegt, ist folgender: Aktien bzw. Aktienmärkte werden auf lange Sicht betrachtet immer steigen. Das war bisher immer so und die Annahme ist, dass das auch in Zukunft so sein wird. Hier gilt zu beachten, dass das auf den Aktienmarkt als Ganzes, zum Beispiel in Form eines Aktienindex sowie auf lange Sicht gesehen gilt. Du darfst also nicht den Fehler begehen und dir nur eine einzelne Aktie herauspicken oder einen Index nur für ein bestimmtes Jahr mal anschauen, sondern auf lange Sicht von vielen Jahren und Jahrzehnten. Geld verdienst du dann dadurch, indem du zum Beispiel Dividenden von den Unternehmen erhältst, sofern sie welche ausschütten. Oder du profitierst von steigenden Kursen über die Jahre hinweg. Für die zweite Variante brauchst du erst recht keinen Broker-Abschluss. Ganz salopp formuliert musst du einfach nur einen ETF auf den Dow Jones oder S&P500 oder den MSCI World kaufen und den Rest deines Lebens liegen lassen bzw. noch monatlich da rein sparen. Aber davon leben kannst du natürlich nicht, zumindest nicht am Anfang. Es sei denn, du hast sehr viel Geld zu Beginn, welches du investieren kannst 😉
  2. Trader Toni

    Was ist ein CFD?

    Hallo Sam, ich würde dann mal etwas näher auf den Hebel Aspekt eingehen. Wie ja bereits erwähnt wurde, würde es ja erstmal keinen Unterschied machen, ob du die Aktie direkt kaufst oder in Form eines CFD. Abgesehen davon, dass du, wenn du die Aktie direkt kaufst, du auch Aktionär bist, also einen Anspruch auf Dividende und ein Mitspracherecht auf der Hauptversammlung hast, was beim CFD Trading ja nicht der Fall ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass CFDs ursprünglich in Großbritannien eingeführt wurden, um eine dort eingeführte Steuer zu umgehen. Dann hat man gemerkt, dass diese Form des Tradings gar nicht so verkehrt ist und auf großen Widerhall traf. Daher haben sich CFDs mittlerweile auch in den meisten anderen Ländern durchgesetzt. Kommen wir nun wieder zum Hebel bei CFDs zurück. Der Broker gewährt dir auf Wunsch einen Kredit für dein Trading. Aber keine Angst: das ist kein Kredit, den du durch Raten zurückzahlen musst. Du kannst den Kredit auch nicht “verzocken”. Das maximale Risiko ist weiterhin auf dein eingezahltes Kapital beschränkt. Durch den Hebel steigt jedoch dein Risiko Verluste zu machen! Auf der anderen Seite natürlich ist die Chance auf noch höhere Gewinne ebenfalls größer. Lass es mich dich kurz erklären. Der Kredit oder Hebel wird dir auf Wunsch mit einem x-Faktor bereitgestellt. Bei EU-regulierten Brokern liegt der maximale Faktor bei 5. Das heißt also, dass du bis zum 5-fachen deiner Investition handeln kannst. Gehen wir mal davon aus, dass du 1.000 Euro in eine Aktie investieren willst. Du nutzt dabei den maximalen Hebel von 5. Der Broker investiert für dich also nicht nur 1.000 Euro in die Aktie, sondern 5.000 Euro. Der Kredit beträgt demnach 4.000 Euro.
  3. Moin moin Paul, das Eröffnen einer CFD Position ist recht einfach. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du ein CFD Konto bei einem entsprechendem Broker hast. Es gibt Online Broker wie comdiret oder flatex, die vermutlich vielen bekannt sein dürften, die neben dem klassischen Wertpapierhandel auch den CFD Handel ermöglichen. Aber ich empfehle dir, besser ein Konto bei einem spezialisierten CFD Broker zu eröffnen. Da sind die Gebühren deutlich geringer und auch das Handling. Ok, gehen wir mal davon aus, dass du bereits ein Konto bei einem auf CFDs spezialisierten Broker eröffnet hast. Und das erste Geld hast du auch bereits eingezahlt. Nun musst du nur noch die Handelsplattform aufrufen. In den meisten Fällen geht das direkt im Browser, du musst also kein Programm herunterladen. Aber wenn du möchtest, kannst du dir auch, sofern vorhanden, die Broker-Software herunterladen oder eine Anbindung an den MetaTrader 4 respektive 5 einrichten. Um den CFD Trade zu eröffnen, wählst du den entsprechenden Basiswert aus, zum Beispiel einen Index, eine Aktie, einen Rohstoff, eine Währung oder eine Kryptowährung usw. Meistens öffnet sich dann ein Fenster, in dem du deine Order eingeben kannst. Im CFD Trading wirst du in der Regel nicht mit Stückzahlen handeln, sondern mit Euro-Beträgen. Das heißt also, du gibst nun ein, wie viel Euro du in die Position investieren möchtest und ob du Long oder Short sein möchtest. Möglicherweise kannst du an dieser Stelle auch die Größe des Hebels wählen. Vielleicht musst du aber die Einstellung des Hebels bereits im Vorfeld vornehmen. Aber manche Broker ermöglichen dir eine individuelle Einstellung. Das heißt, du musst nicht einmal den Hebel wählen und der gilt dann für alle Positionen, sondern du kannst bei jeder Order den Hebel neu bestimmen. Hierbei gilt es natürlich auch die gesetzlichen Vorgaben zu beachten. In der Ordermaske kannst du optional noch einen Stop Loss sowie ein Take Profit eingeben - zumindest sollte das so der Fall sein. Im letzten Schritt klickst du dann auf “Kaufen”, “Ausführen” oder wie auch immer der Broker den Button benennt.
  4. Hi Dennis, ob du Pennystocks auch nach Handelsschluss traden kannst, hängt davon ab, um welchen konkreten Pennystock es sich handelt und an welcher Börse du tradest. Handelst du direkt an den US-Amerikanischen Börsen, dann gibt es für viele Pennystocks die Möglichkeit auch nach Handelsschluss noch Orders aufzugeben. Und nicht nur die Order aufgeben, sondern du kannst auch die Aktien traden. Das liegt insbesondere daran, dass Pennystocks ja fast gar nicht an den regulierten Börsen gehandelt werden, sondern OTC (over the counter). Und die OTC Handelszeiten sind nicht an die Öffnungszeiten der regulären Börsen gebunden. Allerdings greift hier auch kaum Anlegerschutz. Der Vorteil ist aber, dass du die fast rund um die Uhr handeln kannst, wenn du eben in den USA tradest. In Deutschland sind die Handelszeiten zumindest häufig von 8:00 Uhr (teilweise auch etwas früher) bis 22:00 oder 23:00 Uhr. Den Nachthandel gibt es dagegen eher selten hierzulande. Da ist die Nachfrage dann doch zu gering. Aber in den USA kann das schon vorkommen. Der Nachthandel von Pennystocks ist aber nochmal mehr spekulativer als der Pennystock Handel sowieso schon ist. Das liegt daran, dass außerhalb der klassischen Börsenzeiten das Handelsvolumen geringer ist. Demzufolge kann es hier zu noch größeren Schwankungen kommen, als sie es ohnehin schon gibt. Hinzu kommt, das womöglich auch der Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs sehr um nicht zu sagen exorbitant groß sein wird. Also ich kann das nicht empfehlen. Du kannst doch einfach bis zum nächsten Morgen warten und die Aktien dann kaufen oder verkaufen. Es sei denn, du hast natürlich irgendwelches Insiderwissen 😉
  5. Und genau der letztgenannte Aspekt ist derjenige, der einem aktiv gemanagten Fonds am ehesten zu einer Überperformance gegenüber einem ETF verhelfen kann. Die Stärke eines Investmentfonds sollte insbesondere in einer Baisse, einem Bärenmarkt zum Ausdruck kommen. Denn während der breite Markt im Allgemeinen viel Rendite verliert, sollte der Investmentfonds deutlich weniger an Rendite verlieren. Das führt am Jahresende zu einer Outperformance. Zumindest ist das so die Theorie. Auf lange Sicht gesehen gibt es dennoch nur wenige Fondsmanager, die das schaffen. Und das eigene Portfolio kann man ja auch anderweitig schützen bzw. die Schwankungsbreite verringern. Zum Beispiel, indem man nicht nur ETFs auf Aktienindizes ins Depot aufnimmt, sondern auch Anleihe-ETFs oder dergleichen.
  6. Hallo Dennis, also ETFs sind grundsätzlich schon eine preiswerte Investitionsmöglichkeit, obwohl es natürlich auch auf den konkreten ETF immer ankommt, manche ETFs kosten ja auch etwas mehr an Gebühren. Aber im Allgemeinen kann man schon sagen, dass sie günstig sind. Aber die günstigste Investitionsmöglichkeit würde ich nicht sagen. Ich denke, es gibt, zumindest aktuell noch, preiswertere Varianten. Ich führe mal hier nur das Tagesgeldkonto an. Oder auch das klassische Sparbuch (gibt es das überhaupt noch so?). Oder ein Festgeldkonto. Wenn du da Geld investierst, kostet dich das keinen Cent. Im Gegenteil, unter “normalen” Umständen bekommst du sogar Zinsen auf deine Investition. Also, ETFs sind nicht die preiswerteste Anlagemöglichkeit. Aber was zeigt uns das? Wie auch schon hier treffend erwähnt wurde, ist es absoluter Quatsch seine Anlagemöglichkeiten ausschließlich danach auszurichten, was sie kosten, also was für Gebühren anfallen. Es ist nicht so, dass das gar keine Rolle spielen sollte. Das möchte ich damit nicht sagen. Kapitallebensversicherungen oder Bausparverträge können ja auch Investitionsmöglichkeiten sein. Aber ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass sie nach Kosten noch eine positive Rendite erwirtschaften. Also hier muss man schon die Kosten berücksichtigen. Dann schon noch eher ein Festgeldkonto abschließen. Außerdem: Den Unterschied zwischen einem aktiv gemanagten Fonds und einem ETF allein in puncto Gebühren zu berücksichtigen ergibt auch Sinn. Denn in einem anderen Beitrag wurde das bereits erwähnt, dass ein Investmentfonds häufig mehr als 4,5 oder 5 Prozent mehr an Rendite pro Jahr erwirtschaften muss, nur um die Kosten reinzuholen. Also die Beispiele zeigen, dass du schon auf die Kosten achten musst. Diese aber nicht der ausschlaggebendste Punkte sein dürfen. Zunächst musst du dein Portfolio grundlegend strukturieren, also wie viel Liquidität, langfristige Geldanlagen usw. Danach gehst du immer detaillierter vor. Und wenn du dich dann innerhalb einer Anlageklasse zwischen zwei Finanzprodukten entscheiden musst, dann solltest du natürlich auch den Kostenfaktor berücksichtigen.
  7. Hallo Anna, wie hoch die maximalen Hebel bei den EU-regulierten Brokern und auch außerhalb sind, weißt du nun ja 🙂 Im Übrigen gibt es sogar Broker, die haben Hebel von 1:1000. ich glaube ich habe sogar schon mal 1:2000 gesehen. Wer aber so einen Hebel nutzt, frag ich mich wirklich. Da ist ja bei der geringsten Bewegung das Konto maximal im Minus oder im Plus. Worauf ich aber auch noch hinweisen möchte ist Folgendes: Neben dem Hebel ist es auch wichtig, wie hoch deine Position ist. Du gibst ja bei den meisten Brokern eine Order nicht so ein: “Kaufe für 100 Euro EUR/USD” und dann gibt es einen Hebel von 1:30, sprich du handelst dann 3.000 Euro. Bei den meisten Anbietern gibst du deine Positionsgröße in Lot ein (im Forexhandel zumindest), wie zum Beispiel 0.01 Lot. Der Broker eröffnet die Position am Markt und berechnet anhand des Hebels deine benötigte Margin, das heißt die Sicherheitsleistung. Daher kann deine Margin bei 0.01 Lot zu Beginn durchaus bei nur wenigen Euro liegen. Du musst also bei deinem Risiko- und Moneymanagement vor allem auf die Positionsgröße schauen, weil die meisten Broker das sozusagen rückwärts berechnen. Nicht alle, es gibt auch Anbieter, da gibst du ein “Kaufe für 10 Euro EUR/USD” - du gibst das natürlich nicht in Worten ein, aber eben den Euro-Betrag 😉
  8. Hallo Brian, ja, Robo Advisor oder auch digitale Vermögensberater wie du sagst, können schon bei der Geldanlage helfen. Der große Vorteil dabei ist, dass sie Entscheidungen absolut rational treffen. Es gibt keine Emotionen die bei den Computern irgendwie eine Rolle spielen würden. Mal ein Beispiel, in dem du siehst, welchen Vorteil das haben kann: Es gibt ja verschiedene “Börsenweisheiten”. Greifen wir eine raus: Kaufe Stärke und verkaufe Schwäche. Wer diesen Ratschlag beherzigt, fährt im Allgemeinen sehr gut an der Börse. Aber was tun wir? Genau das Gegenteil. Wir kaufen Schwäche, so nach dem Motto “Oh, die Aktie ist stark gefallen, die ist günstig, da muss ich zugreifen”. Oder auch “Ah, die Aktie ist sehr stark gestiegen, da gibt es bestimmt bald einen Rücksetzer. Ich warte lieber, bis die Aktie etwas günstiger wird.” Denk mal an Amazon. Die Aktie hatte vor 10 Jahren schon ein KGV jenseits von Gut und Böse. Die Aktie war damals vielen Anlegern zu teuer. Und? Wärst du im Nachhinein gern dabei gewesen? Ein Robo Advisor hätte - unter Umständen - zugegriffen. Das ist der Vorteil einer digitalen Vermögensberatung. Auf der anderen Seite solltest du aber auch bedenken, dass die Robo Advisor nur so gut sind, wie ihre Programmierer. Daher musst du gut selektieren, welchen Vermögensverwalter du wählst. Die Strategie sollte auch zu dir als Person passen.
  9. Hallo Curtis, tja, welche Faktoren solltest du bei deiner Verkaufsentscheidung berücksichtigen? Vor allem, ob der Verkauf zu deinem Tradingplan passt. Beim Kauf des Wertpapiers hast du sicher einen Stop-Loss definiert. Sollte die Position nun darauf zusteuern, solltest du den Stop-Loss keinesfalls entfernen mit dem Gedanken, dass sich der Kurs schon wieder erholen wird. Wenn du keinen Stop-Loss gesetzt hast und nun überlegst, ob du den Verlust realisieren solltest, dann überlege dir, ob du, wenn du jetzt nicht investiert wärst, die Aktie (oder was auch immer) immer noch ein gutes Investment wäre. Wenn nicht, dann realisiere den Verlust und investiere das Kapital woanders. Sofern du bereits gut im Gewinn bist und dir jetzt überlegst, ob du den Gewinn realisieren solltest, dann hast du offenbar beim Eingehen keinen Take Profit gesetzt. Bei jedem Trade, sofern er nicht als langfristige Investition angelegt ist, solltest du dir bereits im Vorfeld diese beiden Marken überlegen. Ansonsten kannst du nun schauen, ob es Anzeichen gibt, dass der Kurs in die entgegengesetzte Richtung geht, dein Gewinn also weniger wird. Sollte sich das Wertpapier noch in einem starken Trend befinden, der genau auf deine Spekulation passt, solltest du die Position nicht schließen. Das waren mal einige Gedankenanregungen von mir 🙂
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