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Lukas Neuhauser

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  1. Hallo Stefan, ich kann dir auch nur empfehlen, bevor du richtig durch startest als Daytrader, zunächst einen Versuch zu wagen. Denn das Daytrading ist nicht jedermanns Sache. Das klingt vielleicht toll, unabhängig von allen anderen zu arbeiten und zeitlich sowie örtlich flexibel zu sein. Und das sind sicherlich auch große Vorteile im Daytrading. Allerdings ist der psychische Anspruch recht hoch. Nichtsdestotrotz, kann es natürlich jeder schaffen, ein Daytrader zu sein bzw. zu werden. Das liegt allerdings wirklich nur an dir selbst. Du hast natürlich gefragt, wie man ein Daytrader werden kann. Du hast ja schon viele gute Tipps erhalten, auch wenn es vielleicht nicht in die Richtung gehen, in die du es vielleicht ursprünglich erwartet hattest. Ich empfehle dir aber wirklich, es zunächst probeweise zu versuchen und dann zu schauen, ob denn das wirklich etwas für dich ist. Du könntest das zum Beispiel so anpacken, dass du einen Teil deines Urlaubs dafür reservierst. Wenn du nicht Vollzeit arbeiten gehst, sondern nur einige Tage in der Woche, so könntest du die anderen Tage beispielsweise dafür nutzen, Daytrading zu betreiben. Oder du reservierst dir eine bestimmte Zeit jeden Tag, in der du das Daytrading durchführst. Das alles musst du natürlich mit deinem Partner, sofern du einen hast, bzw. mit deiner Familie besprechen. Denn das kann insbesondere am Anfang ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen, vor allem, wenn du nebenbei noch arbeiten gehst. Es ist auch nicht ratsam, jetzt deinen Job zu kündigen, und voll ist Daytrading einzusteigen. Das wäre höchstens dann machbar, wenn du nicht vom Daytrading leben musst. Also wenn du vielleicht genügend Geld auf der hohen Kante hast, um auch ohne Arbeit zu leben. Aber das wird wohl kaum der Fall sein. 😉 Natürlich wirst du auch mal eine Stelle kommen, an der du der Meinung bist, dass du jetzt aufhörst. An diesem Punkt musst du wirklich schauen, dass nur ein “normales” Tief ist, in dem jeder Daytrader mal steckt, oder ob du wirklich der Meinung bist, dass Daytrading dann nichts für dich ist. Versuch aber vielleicht, vor allem am Anfang, dieses Tief zunächst zu überwinden. Dann kannst du ja immer noch aufhören, wenn es nichts für dich ist. Aber wenn du es wirklich möchtest, wenn du wirklich Daytrader werden willst, dann kannst du es schaffen. Aber das geht nicht innerhalb von wenigen Wochen. Möglicherweise brauchst du viele Monate dafür. Abhängig von deinem Zeiteinsatz kann es sogar Jahre dauern. Und vor allem brauchst du auch ein gewisses Kapitalpolster. Denn es ist psychisch äußerst belastend, wenn man das Wissen hat, dass man unbedingt vom Daytrading leben muss.
  2. Hallo Marielle, das Ziel von einem Finanzberater und einem Robo Advisor ist identisch. Es geht darum, das Geld des Kunden zu verwalten und natürlich auch zu vermehren. Die grundlegende Vorgehensweise ist aber oft ähnlich. Das Kapital des Kunden wird in verschiedenen Geldanlagen angelegt. Dabei handelt es sich selten um Einzelengagements in Aktien, sondern eher in Fonds und ETFs oder Ähnliches. Bei einem Robo-Advisor steht lediglich die Vermögensverwaltung im Fokus. Ein Finanzberater dagegen hat meist einen gesamtheitlichen Überblick. Darunter fallen auch Verbindlichkeiten wie zum Beispiel Ratenkredite oder Immobiliendarlehen. Auch andere Anlageformen wie Bausparverträge, Versicherungen und auch das Girokonto hat ein Finanzberater im Blick. Daher ist eine Beratung durch einen echten Finanzberater in einer Bank meist ganzheitlich, während ein Robo Advisor lediglich das Geld verwaltet, welches man ihm zuweist. Beide Fragen zuvor den Kunden nach bestimmten Dingen ab. So unter anderem auch die Risikobereitschaft oder wie viel Vermögen er grundsätzlich besitzt und wie viel davon nun angelegt werden soll. Auch wie lange er das Geld anlegen möchte und ob er im Zweifelsfall auch das Geld wieder abheben kann. Das sind so grundsätzliche Fragen. Während ein Finanzberater in einem persönlichen Gespräch diese Punkte erörtert, funktioniert das bei einem Robo-Advisor über einem Art Fragebogen, den du online ausfüllst. Ein Finanzberater kann natürlich deutlich individueller auf dich eingehen. Allerdings ist es so, dass bei einem kleinen Vermögen in der Regel standardisierte Vorgehensweise am besten geeignet sind. Daher könnte ein Robo Advisor durchaus eine gute Alternative zu einem Finanzberater sein. Insbesondere auch deswegen, weil die Gebühren dort deutlich geringer sind. Aber wie gesagt, ein Robo Advisor hat keinen gesamtheitlich Überblick über deine Finanzen.
  3. Wie Manfredo das schon richtig ausführte, musst du zunächst dein Risiko- und Moneymanagement einstellen. Du kannst auch weniger als 1 Prozent deines Kapitals mit jedem Trade riskieren, aber dann wirst du vermutlich etwas mehr Handelskapital benötigen. Eine weitere Möglichkeit wie du Verluste im Trading reduzieren kannst, ist das korrekte Setzen von Stop Loss Marken. Damit meine ich nicht, dass du diese setzt, sondern an welchen Stellen du eine Stop Loss Order platzierst. Denn es gibt ja durchaus Marken, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass du ausgestoppt wirst, größer ist als andere Marken. Zum Beispiel solltest du deine Stop Loss Order niemals direkt auf einer “runden” Marke setzen. Also nicht direkt bei 1.000 oder 10.000 Punkten oder im Forex Handel direkt auf 1,2000 Euro oder sowas. Solche psychologischen Marken werden häufig angetestet. Das bedeutet, dass der Kurs, soweit die Marke natürlich in der “Nähe” ist, gern diese Marken auch erreicht. Allerdings passiert es im Anschluss dann nicht selten, dass der Markt dort wieder dreht. Daher ist es ratsam, den Stop immer ein wenig unterhalb oder oberhalb solcher psychologisch wichtigen Marken zu setzen. Aber wie weit darüber bzw. darunter? Das ist schwer zu sagen. Bei einem DAX Stand von 14.000 Punkten, sollte es aber nicht nur 14.003 sein. Dann schon eher 14.050 Punkte oder sowas (bei einem Short-Trade). Ja, dadurch reduziert sich auch die Größe deines Trades, ich weiß. Aber dann musst du halt später einsteigen in den Trade. Dann spielen auch andere Kursmarken eine wichtige Rolle, die angetestet, aber nicht unbedingt deutlich durchbrochen werden. Dazu gehört zum Beispiel der 200er EMA. Oder andere wichtige und offensichtliche Unterstützungs- bzw. Widerstandszonen. Daher solltest du auch dort deinen Stop immer etwas darunter bzw. darüber liegen. Zudem dienen dir diese Marken als Unterstützung. Zum Beispiel gehst du Long. Dann setzt du deinen Stop Loss unterhalb der 200er EMA und gleichzeitig auch unterhalb einer anderen wichtigen Unterstützung, die du im Rahmen der Chartanalyse entdeckt hast. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Trade ein Verlust-Trade wird deutlich geringer.
  4. Hi Sam, theoretisch gibt es bei der Rendite durch Copy Trading keine Grenze nach oben. Logisch, oder? 😉 Aber vermutlich wolltest du das nicht hören. Wahrscheinlich wolltest du wissen, welche Rendite im Copy Trading realistisch ist, oder? Das ist ganz schwer zu sagen, meiner Meinung nach zumindest. Aber auf jeden Fall sollte sie höher sein, als die durchschnittliche Rendite am Aktienmarkt. Denn ansonsten könntest du dein Geld ja auch einfach in einem ETF anlegen. Oder zumindest sollte die Volatilität geringer sein. Denn eins von beiden muss der Copy Trader schon als Vorteil mitbringen, sonst würde das ja keinen Mehrwert bieten. In der Regel achten Anleger im Copy Trading aber auf Rendite, und nicht auf den Drawdown oder ähnliche Kennzahlen. Daher gehe ich mal darauf konkreter ein. Also es ist so, dass es Trader gibt, die 100 Prozent oder auch deutlich mehr pro Jahr schaffen. ABER! Das passiert vielleicht nur für eine kurze Zeit. Häufig sind es auch “nur” 100 Prozent hochgerechnet vom Monat aufs Jahr. Zum Beispiel erzielt der Händler eine Rendite von 8 oder 9 Prozent pro Monat. Hochgerechnet auf das Jahr wären das rund 100 Prozent. Jetzt könnte man denken, klasse, dem vertraue ich mein Geld an. Aber das schafft er vielleicht nur wenige Monate hintereinander. Und dann erleidet er plötzlich einen großen Verlust - und du auch, wenn du ihm folgst. Realistisch sind eher Größenordnungen von 25 Prozent pro Jahr. Das wäre schon sehr gut. Ja, es gibt auch Trader, die 50 Prozent pro Jahr schaffen und das auch mehrere Jahre hintereinander. Aber ob die nun ausgerechnet auf den Copy Trading Plattformen sind weiß ich nicht. Denn es ist auch von der Psyche her eine ganz andere Hausnummer, ob du für dich selbst handelst, oder weißt, dass viele Anleger dir Unsummen an Euros anvertraut haben.
  5. Übrigens: Bei CFDs gibt es keinen Zeitwertverfall. Auch bei Knock-Out Zertifikaten gibt es so etwas nicht. Allerdings verfällt bei KO-Zertifikaten das Wertpapier wertlos, sobald der Kurs das Knock-Out Level berührt. Das würde eben bei Optionen nicht passieren. Und CFDs haben einen ganz anderen Aufbau.
  6. Hallo Brian, jetzt fragst du dich vielleicht noch, was du mit diesem Wissen anfangen sollst. Manfredo hat schon einen Hinweis darauf geliefert, was die Doppel-Tops oder Doppel-Bottoms aussagen können. Nämlich zunächst, dass dort eben kein Weiterkommen war. Entweder konnte der Kurs nicht mehr steigen, oder er fiel nicht mehr, je nachdem. Das wiederum kann auch mehrere Gründe haben. Entweder war der Druck der Verköufer an einem Hoch besonders groß oder das Interesse der Käufer nahm an diesem Punkt besonders ab. Bei einem Bottom oder Doppel-Bottom wiederum kann es sein, dass an diesem Punkt “plötzlich” (nicht im wörtlichen Sinne) das Interesse der Käufer zurück in den Markt kommt, vielleicht weil man der Meinung ist, dass die Aktie oder der Index zu diesem Kurs interessant ist. Oder aber der Druck der Verkäufer lässt nach, weil der Kurs dann so weit gesunken ist, dass man dann auch nicht mehr verkaufen will. Es ist natürlich immer so, dass du ein Doppel-Top oder Doppel-Tief immer erst im Nachhinein erkennst. Du kannst nicht im Vorfeld sagen, dass an dem und dem Punkt ein solches mit Sicherheit entstehen wird. Bei sehr markanten Hochs oder Tiefs kannst du im Vorfeld abschätzen, dass dort zunächst eine Gegenbewegungen stattfinden wird. Aber es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass du erst im Nachhinein Klarheit hast. Du kannst aber bereits bestehende Doppel-Tops oder Doppel-Tiefs zum Traden nutzen. Denn die Wahrscheinlichkeit steigt, dass an diesen Punkten auch in Zukunft eine - zumindest kurze - Gegenbewegung stattfinden wird. Daraus wiederum könnte sich sogar ein Tripple-Top oder Tripple-Bottom herauskristallisieren. Solche klaren Muster sind meist deutliche Hinweise auf eine Trendumkehr. Auch ein Doppel-Hoch oder Doppel-Tief kann das bereits sein. Auf ein Doppel-Hoch folgt nicht selten ein temporärer Abwärtstrend. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass du das alles natürlich im Kontext betrachtest. Je größer deine gewählte Zeiteinheit, desto aussagekräftiger sind Hochs und Tiefs. Je kleiner die Zeiteinheit, umso geringer die Aussagekraft.
  7. Servus zusammen, genau, du musst die Risiken kennen, nur dann kannst du etwas dagegen tun, das ist schon klar. Zum Beispiel gibt es das Risiko des Totalverlustes. Was kannst du nun selber dagegen tun, dass das nicht passiert? Einerseits muss man hier differenzieren zwischen dem Totalverlust deines gesamten Handelskapitals und dem Totalverlust einer bestimmten Position. Was meine ich konkret damit? hier mal ein beispiel: Dein Handelskapital beträgt 5.000 Euro. Es besteht das Risiko, dieses Geld komplett in den Sand zu setzen, also zu verlieren. Aber nur wann? Wenn du es investierst. Stell dir vor, du investierst die gesamten 5.000 Euro in eine einzige CFD Position, egal ob Forex, Index, Aktie etc. Nehmen wir mal den DAX. Die komplette Kohle in einen DAX-CFD Hebel 1:20). Du spekulierst auf steigende Kurse. Nun gibt der DAX aber um 2,5 Prozent nach. Was passiert mit deiner Position? Sie wird automatisch liquidiert. Du erleidest einen Totalverlust deines gesamten Handelskapitals. Denn 2,5 Prozent Minus im DAX multipliziert mit den Faktor 20 des Hebels ergibt 100 Prozent. So, nun aber der Totalverlust deiner offenen Position. Wieder ein Beispiel: Du investierst anstatt der 5.000 Euro, nur 50 Euro von deinem Handelskapital in den DAX. Es läuft wieder gegen dich und du verlierst die 50 Euro. Also deine offene Position erleidet sozusagen einen Totalverlust. Aber bezogen auf dein gesamtes Handelskapital erleidest du lediglich einen Verlust von 1 Prozent! Das ist verschmerzbar. So könntest du zum Beispiel die 5.000 Euro auch in mehrere verschiedene Aktien-CFDs investieren, beispielsweise in 10 x 200 Euro, mit jeweils einem Hebel von 1:5. So bist du in jeder dieser 10 Aktien mit de facto 10 Aktien investiert. Es ist unwahrscheinlich (nicht unmöglich!!), dass alle 10 Aktien gleichzeitig stark entgegen deiner Position laufen. Innerhalb der Aktien kannst du ja wieder nach Branchen, Länder usw. differenzieren. So kannst du das Verlustrisiko im CFD Handel etwas senken.
  8. Hallo zusammen, der größte Vorteil des CFD Handels ist für mich, dass ich deutlich weniger Kapital einsetzen muss, um eine Position zu handeln. Insbesondere im Forex Handel wird dies sehr gut deutlich. Wenn ich da keinen Hebel nutzen könnte, dann müsste ich derart viel Kapital binden, um anschauliche Renditen einzufahren, das ist gar nicht vorstellbar. Durch den Hebel kann ich also mein vorhandenes Tradingkapital deutlich besser streuen. Ich kann mehrere kleinere Positionen eröffnen. Anstatt also den vollen Betrag zu investieren, muss ich durch den Hebel des Broker vielleicht nur ein Zehntel oder sogar nur ein Zwanzigstel als Margin hinterlegen. Ich weiß, bei EU-regulierten Brokern geht der Hebel hoch bis 1:30 für die großen Forexpaare. Bei den außer-EU-Brokern sind sogar Hebel bis zu 1:500 möglich. Wenn ich dort 5.000 Euro traden möchte, muss ich demnach nur 10 Euro als Margin hinterlegen. Klar, sobald der Kurs dann gegen mich läuft, steigt die Margin, das ist mir schon klar. Es handelt sich ja nur um die anfängliche Margin. Aber das zeigt einem ja schon, wie flexibel man mit einem Hebel im CFD Trading ist. Im CFD Trading will ich ja den Basiswert ja auch gar nicht physisch besitzen, sondern ich möchte traden. Also von den kurzfristigen Kursbewegungen profitieren. Und da ist der Handel bei einem solchen Broker wesentlich einfacher als, wenn ich das bei meinem Aktienbroker handeln würde. Zudem fallen bei meinem Aktiendepot ja auch Ordergebühren an, etwas was mein CFD Broker nicht verlangt 😉 Also für das kurzfristige Traden, ist ein seriöser CFD Broker deutlich besser geeignet als ein Aktienbroker. Das kann ich auch eigener Erfahrung nur immer wieder bestätigen und auch so weiter empfehlen. Vorausgesetzt, man kennt sich mit der Materie aus und kennt auch die Risiken.
  9. Hi Anna, Manfredo hat die grundlegenden Funktionsweisen bereits gut erklärt. Vielleicht noch als Hinweis, zur Aussage, dass der Broker dir die Differenz gutschreibt oder abbucht. Also es ist nicht so, dass jeder Broker nur dann Gewinn macht, wenn du Verlust machst, aber es kann durchaus sein. Verbreitet ist das bei den Market Makern, also bei den Brokern, bei denen du tatsächlich direkt “gegen” den Anbieter spekulierst. Allerdings sichern die sich auch wieder am Markt ab, sie hedgen sich, heißt das im Fachjargon. Bei den ECN Brokern handelst du nicht gegen den Anbieter, hier wird die Order einfach nur an den Markt weitergegeben. Zudem finanzieren sich Broker auch über den Spread und über Finanzierungsgebühren. Wobei wir auch beim Thema Hebel wären. Denn wenn es keinen Hebel gäbe, könntest du ja die Aktie oder den entsprechenden Basiswert auch selbst direkt an der Börse kaufen und bräuchtest nicht so ein Konstrukt mit CFDs und so was. Die Sache mit dem Hebel funktioniert dabei so: Du sagst dem Broker, mit welchem Hebel du handeln möchtest. Du investierst dein Kapital und der Broker legt entsprechend deiner Hebelauswahl ein X-Faches oben drauf. Er gibt dir quasi einen Kredit zum Spekulieren. Beispiel: Du wählst einen Hebel von 10. Du investierst selbst 500 Euro. Der Broker verzehnfacht deine Investition, was demnach 5.000 Euro wären. Die 4.500 zusätzlichen Euro gibt der Broker dir als Kredit. Nun musst du aber den Kredit nicht abzahlen, sondern du spekulierst am Markt nun mit 5.000 Euro, anstatt nur mit 500 Euro. Gehen wir mal davon aus, du investierst über einen CFD in eine Aktie und spekulierst auf steigende Kurse. Die Aktie gewinnt nun 1 Prozent. Das wären bei einer Investition von 5.000 Euro demnach 50 Euro (denn du bist ja effektiv am Markt mit den 5k investiert). Schließt du deine Position, schreibt der Broker die 550 Euro gut. Also deine 500 Euro Investition und 50 Euro Gewinn. Den Kredit nimmt er sich einfach wieder. 50 Euro von 500 Euro sind aber 10 Prozent. Das heißt, durch den Hebel ver-x-fachst du deine Investition am Markt und auch entsprechend deinen Gewinn oder aber auch Verlust (!!!). Und genau das muss dir klar sein!
  10. Hi Ben, nein der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist in den USA nicht illegal. Wie ja schon beschrieben, haben dort einige der größten Krypto Firmen ihren Sitz. Auch aus historischen Gesichtspunkten heraus wäre ein Verbot von Bitcoin in den USA eher unwahrscheinlich. Da sieht es in der EU schon deutlich anders aus. Zwar sind wir hier von einem Verbot weit entfernt - und ich glaube auch nicht, dass sowas mal kommen wird - aber die Regulierung ist ja hierzulande deutlich ausgeprägter als in den USA.
  11. Hallo Ben, es ist in der Tat so, dass es für ein Land natürlich nur sehr schwer ist, Kryptowährungen im Allgemeinen zu verbieten und das Verbot dann auch durchzusetzen. Klar kann man Bitcoin verbieten, aber was bringt einer Regierung das? Es wird zum Beispiel eine Kapitalflucht verhindert. Aber überlegen wir einmal. Wenn die Menschen im Land der Meinung sind, dass sie ihr Kapital in Sicherheit bringen müssten, indem sie es in Bitcoin oder andere Coins investieren, also aus der heimischen Währung regelrecht fliehen, dann muss schon etwas gewaltig nicht stimmen in dem Land oder der Währungsregion. Warum sollte ein Land sonst Bitcoin & Co. verbieten? In einigen Ländern, in denen eine krasse Wirtschaftskrise herrscht wie in Venezuela, geben Kryptowährungen dort sogar eine gewisse Stabilität. Denn die heimische Währung ist de facto nichts mehr wert. Viele Venezolaner greifen auf Dash zurück und bezahlen beim Bäcker eher mit dem Coin als mit dem heimischen Geld. Auch die Verkäufer akzeptieren eher Kryptowährungen als den Venezolanischen Bolivar. Wenn ich mich recht entsinne hat die Regierung dort sogar mit dem Petro eine eigene staatliche Kryptowährung erschaffen. Aber ich weiß, dass es zum Beispiel in China Bestrebungen gab, Bitcoin zu verbieten. Aber wie gesagt, das ist nur sehr schwer umzusetzen, da der Handel ja online im Internet stattfindet. Man kann den Kauf und Verkauf von Bitcoin sicherlich einschränken durch ein Verbot, aber ganz verhindern? Das wage ich ernstlich zu bezweifeln...
  12. Hi Jane, abhängig vom konkreten ETF, ist diese Anlagemöglichkeit innerhalb des klassischen Wertpapier- und Börsenhandels eher mit einem geringeren Risiko zu bezeichnen. Selbstverständlich gibt es auch innerhalb der Anlageklasse ETF Unterschiede in Bezug auf das Risiko. ETFs mit einem Hebel oder ETFs die zusätzlich mit spekulativen Derivaten handeln, sind als deutlich risikobehafteter einzustufen. Hier solltest du aufpassen, diese ETFs nicht zu sehr im Portfolio zu gewichten, sofern du sie denn überhaupt aufnehmen willst. Ich bin der Meinung, dass das eigentlich auch gar nicht sein muss. Wer unbedingt etwas Pepp im Depot benötigt, kann das ja auch anderweitig erzeugen. Ein ETF ist daher immer so risikoreich wie der zugrunde liegende Index. Ein ETF auf den brasilianischen Aktienindex würde ich daher mal pauschal als deutlich riskanter einstufen als einen ETF auf den S&P500 oder den MSCI World. Das ist der Gedanke dahinter. Das musst du verstehen. Dann kannst du das Risiko auch besser selbst einschätzen. Na ja, und wenn jetzt bei dir die Frage aufkommt, woran man denn das Risiko eines Index bemisst, dann würde ich auch hier eine Faustregel nennen: je höher die Volatilität eines Index, desto risikoreicher. Was aber nicht heißt, dass ein Index, der in der Vergangenheit eine niedrige Volatilität hat, automatisch eine todsichere Geldanlage ist 😉 So einfach ist das im Wertpapierhandel nun auch nicht. Aber als grobe Richtlinie kannst du das schon so nutzen. Also zunächst das Risiko des Index bemessen und dann schauen, ob der ETF diesen Index 1:1 abbildet oder mit einem Hebel oder andere Derivate nutzt. Wenn er den Index 1:1 abbildet, dann entspricht das Risiko des ETFs dem des Index.
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