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Lukas Neuhauser

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  1. Servus zusammen, genau, du musst die Risiken kennen, nur dann kannst du etwas dagegen tun, das ist schon klar. Zum Beispiel gibt es das Risiko des Totalverlustes. Was kannst du nun selber dagegen tun, dass das nicht passiert? Einerseits muss man hier differenzieren zwischen dem Totalverlust deines gesamten Handelskapitals und dem Totalverlust einer bestimmten Position. Was meine ich konkret damit? hier mal ein beispiel: Dein Handelskapital beträgt 5.000 Euro. Es besteht das Risiko, dieses Geld komplett in den Sand zu setzen, also zu verlieren. Aber nur wann? Wenn du es investierst. Stell dir vor, du investierst die gesamten 5.000 Euro in eine einzige CFD Position, egal ob Forex, Index, Aktie etc. Nehmen wir mal den DAX. Die komplette Kohle in einen DAX-CFD Hebel 1:20). Du spekulierst auf steigende Kurse. Nun gibt der DAX aber um 2,5 Prozent nach. Was passiert mit deiner Position? Sie wird automatisch liquidiert. Du erleidest einen Totalverlust deines gesamten Handelskapitals. Denn 2,5 Prozent Minus im DAX multipliziert mit den Faktor 20 des Hebels ergibt 100 Prozent. So, nun aber der Totalverlust deiner offenen Position. Wieder ein Beispiel: Du investierst anstatt der 5.000 Euro, nur 50 Euro von deinem Handelskapital in den DAX. Es läuft wieder gegen dich und du verlierst die 50 Euro. Also deine offene Position erleidet sozusagen einen Totalverlust. Aber bezogen auf dein gesamtes Handelskapital erleidest du lediglich einen Verlust von 1 Prozent! Das ist verschmerzbar. So könntest du zum Beispiel die 5.000 Euro auch in mehrere verschiedene Aktien-CFDs investieren, beispielsweise in 10 x 200 Euro, mit jeweils einem Hebel von 1:5. So bist du in jeder dieser 10 Aktien mit de facto 10 Aktien investiert. Es ist unwahrscheinlich (nicht unmöglich!!), dass alle 10 Aktien gleichzeitig stark entgegen deiner Position laufen. Innerhalb der Aktien kannst du ja wieder nach Branchen, Länder usw. differenzieren. So kannst du das Verlustrisiko im CFD Handel etwas senken.
  2. Hallo zusammen, der größte Vorteil des CFD Handels ist für mich, dass ich deutlich weniger Kapital einsetzen muss, um eine Position zu handeln. Insbesondere im Forex Handel wird dies sehr gut deutlich. Wenn ich da keinen Hebel nutzen könnte, dann müsste ich derart viel Kapital binden, um anschauliche Renditen einzufahren, das ist gar nicht vorstellbar. Durch den Hebel kann ich also mein vorhandenes Tradingkapital deutlich besser streuen. Ich kann mehrere kleinere Positionen eröffnen. Anstatt also den vollen Betrag zu investieren, muss ich durch den Hebel des Broker vielleicht nur ein Zehntel oder sogar nur ein Zwanzigstel als Margin hinterlegen. Ich weiß, bei EU-regulierten Brokern geht der Hebel hoch bis 1:30 für die großen Forexpaare. Bei den außer-EU-Brokern sind sogar Hebel bis zu 1:500 möglich. Wenn ich dort 5.000 Euro traden möchte, muss ich demnach nur 10 Euro als Margin hinterlegen. Klar, sobald der Kurs dann gegen mich läuft, steigt die Margin, das ist mir schon klar. Es handelt sich ja nur um die anfängliche Margin. Aber das zeigt einem ja schon, wie flexibel man mit einem Hebel im CFD Trading ist. Im CFD Trading will ich ja den Basiswert ja auch gar nicht physisch besitzen, sondern ich möchte traden. Also von den kurzfristigen Kursbewegungen profitieren. Und da ist der Handel bei einem solchen Broker wesentlich einfacher als, wenn ich das bei meinem Aktienbroker handeln würde. Zudem fallen bei meinem Aktiendepot ja auch Ordergebühren an, etwas was mein CFD Broker nicht verlangt 😉 Also für das kurzfristige Traden, ist ein seriöser CFD Broker deutlich besser geeignet als ein Aktienbroker. Das kann ich auch eigener Erfahrung nur immer wieder bestätigen und auch so weiter empfehlen. Vorausgesetzt, man kennt sich mit der Materie aus und kennt auch die Risiken.
  3. Hi Anna, Manfredo hat die grundlegenden Funktionsweisen bereits gut erklärt. Vielleicht noch als Hinweis, zur Aussage, dass der Broker dir die Differenz gutschreibt oder abbucht. Also es ist nicht so, dass jeder Broker nur dann Gewinn macht, wenn du Verlust machst, aber es kann durchaus sein. Verbreitet ist das bei den Market Makern, also bei den Brokern, bei denen du tatsächlich direkt “gegen” den Anbieter spekulierst. Allerdings sichern die sich auch wieder am Markt ab, sie hedgen sich, heißt das im Fachjargon. Bei den ECN Brokern handelst du nicht gegen den Anbieter, hier wird die Order einfach nur an den Markt weitergegeben. Zudem finanzieren sich Broker auch über den Spread und über Finanzierungsgebühren. Wobei wir auch beim Thema Hebel wären. Denn wenn es keinen Hebel gäbe, könntest du ja die Aktie oder den entsprechenden Basiswert auch selbst direkt an der Börse kaufen und bräuchtest nicht so ein Konstrukt mit CFDs und so was. Die Sache mit dem Hebel funktioniert dabei so: Du sagst dem Broker, mit welchem Hebel du handeln möchtest. Du investierst dein Kapital und der Broker legt entsprechend deiner Hebelauswahl ein X-Faches oben drauf. Er gibt dir quasi einen Kredit zum Spekulieren. Beispiel: Du wählst einen Hebel von 10. Du investierst selbst 500 Euro. Der Broker verzehnfacht deine Investition, was demnach 5.000 Euro wären. Die 4.500 zusätzlichen Euro gibt der Broker dir als Kredit. Nun musst du aber den Kredit nicht abzahlen, sondern du spekulierst am Markt nun mit 5.000 Euro, anstatt nur mit 500 Euro. Gehen wir mal davon aus, du investierst über einen CFD in eine Aktie und spekulierst auf steigende Kurse. Die Aktie gewinnt nun 1 Prozent. Das wären bei einer Investition von 5.000 Euro demnach 50 Euro (denn du bist ja effektiv am Markt mit den 5k investiert). Schließt du deine Position, schreibt der Broker die 550 Euro gut. Also deine 500 Euro Investition und 50 Euro Gewinn. Den Kredit nimmt er sich einfach wieder. 50 Euro von 500 Euro sind aber 10 Prozent. Das heißt, durch den Hebel ver-x-fachst du deine Investition am Markt und auch entsprechend deinen Gewinn oder aber auch Verlust (!!!). Und genau das muss dir klar sein!
  4. Hi Ben, nein der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist in den USA nicht illegal. Wie ja schon beschrieben, haben dort einige der größten Krypto Firmen ihren Sitz. Auch aus historischen Gesichtspunkten heraus wäre ein Verbot von Bitcoin in den USA eher unwahrscheinlich. Da sieht es in der EU schon deutlich anders aus. Zwar sind wir hier von einem Verbot weit entfernt - und ich glaube auch nicht, dass sowas mal kommen wird - aber die Regulierung ist ja hierzulande deutlich ausgeprägter als in den USA.
  5. Hallo Ben, es ist in der Tat so, dass es für ein Land natürlich nur sehr schwer ist, Kryptowährungen im Allgemeinen zu verbieten und das Verbot dann auch durchzusetzen. Klar kann man Bitcoin verbieten, aber was bringt einer Regierung das? Es wird zum Beispiel eine Kapitalflucht verhindert. Aber überlegen wir einmal. Wenn die Menschen im Land der Meinung sind, dass sie ihr Kapital in Sicherheit bringen müssten, indem sie es in Bitcoin oder andere Coins investieren, also aus der heimischen Währung regelrecht fliehen, dann muss schon etwas gewaltig nicht stimmen in dem Land oder der Währungsregion. Warum sollte ein Land sonst Bitcoin & Co. verbieten? In einigen Ländern, in denen eine krasse Wirtschaftskrise herrscht wie in Venezuela, geben Kryptowährungen dort sogar eine gewisse Stabilität. Denn die heimische Währung ist de facto nichts mehr wert. Viele Venezolaner greifen auf Dash zurück und bezahlen beim Bäcker eher mit dem Coin als mit dem heimischen Geld. Auch die Verkäufer akzeptieren eher Kryptowährungen als den Venezolanischen Bolivar. Wenn ich mich recht entsinne hat die Regierung dort sogar mit dem Petro eine eigene staatliche Kryptowährung erschaffen. Aber ich weiß, dass es zum Beispiel in China Bestrebungen gab, Bitcoin zu verbieten. Aber wie gesagt, das ist nur sehr schwer umzusetzen, da der Handel ja online im Internet stattfindet. Man kann den Kauf und Verkauf von Bitcoin sicherlich einschränken durch ein Verbot, aber ganz verhindern? Das wage ich ernstlich zu bezweifeln...
  6. Hi Jane, abhängig vom konkreten ETF, ist diese Anlagemöglichkeit innerhalb des klassischen Wertpapier- und Börsenhandels eher mit einem geringeren Risiko zu bezeichnen. Selbstverständlich gibt es auch innerhalb der Anlageklasse ETF Unterschiede in Bezug auf das Risiko. ETFs mit einem Hebel oder ETFs die zusätzlich mit spekulativen Derivaten handeln, sind als deutlich risikobehafteter einzustufen. Hier solltest du aufpassen, diese ETFs nicht zu sehr im Portfolio zu gewichten, sofern du sie denn überhaupt aufnehmen willst. Ich bin der Meinung, dass das eigentlich auch gar nicht sein muss. Wer unbedingt etwas Pepp im Depot benötigt, kann das ja auch anderweitig erzeugen. Ein ETF ist daher immer so risikoreich wie der zugrunde liegende Index. Ein ETF auf den brasilianischen Aktienindex würde ich daher mal pauschal als deutlich riskanter einstufen als einen ETF auf den S&P500 oder den MSCI World. Das ist der Gedanke dahinter. Das musst du verstehen. Dann kannst du das Risiko auch besser selbst einschätzen. Na ja, und wenn jetzt bei dir die Frage aufkommt, woran man denn das Risiko eines Index bemisst, dann würde ich auch hier eine Faustregel nennen: je höher die Volatilität eines Index, desto risikoreicher. Was aber nicht heißt, dass ein Index, der in der Vergangenheit eine niedrige Volatilität hat, automatisch eine todsichere Geldanlage ist 😉 So einfach ist das im Wertpapierhandel nun auch nicht. Aber als grobe Richtlinie kannst du das schon so nutzen. Also zunächst das Risiko des Index bemessen und dann schauen, ob der ETF diesen Index 1:1 abbildet oder mit einem Hebel oder andere Derivate nutzt. Wenn er den Index 1:1 abbildet, dann entspricht das Risiko des ETFs dem des Index.
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