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Dustin Hagedorn

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  1. Hallo Zusammen, richtig die Historie kann dir viel Aufschluss über den Trader geben. Aber vielleicht fragst du dich jetzt auch, auf was konkret du denn in der Trader Historie überhaupt achten solltest. Und genau darauf möchte ich kurz eingehen. Also die meisten achten ja zuerst einmal auf die Performance, damit meine ich die absolute Rendite, die der Trader gemacht hat. Und das ist auch absolut in Ordnung und richtig. Denn schließlich legt man sein Geld ja im Copy Trading an, um damit Geld zu verdienen, also eine positive Rendite zu erzielen und nicht um es zu verlieren. Und logisch ist auch, dass der Verdienst sozusagen möglichst hoch sein soll. Allerdings birgt der alleinige Blick auf die Rendite eine sehr große Gefahr: Nämlich der Punkt, mit welchem Risiko die Rendite eingekauft wurde. Denn es ist nun mal ein Fakt, dass sehr hohe Renditen nur mit einem entsprechend großen Risiko erkauft werden können. Wer kein Risiko eingeht, kann auch keine Renditen erwarten. Das ist die Kehrseite. Das muss dir auch bewusst sein! Es gibt keine Renditen ohne Risiko. So, nun kann man aber nicht einfach hergehen und sagen, also der und der Trader hat nicht so viel Rendite, also ist das Risiko geringer. Leider ist das nämlich nicht ganz so einfach zu beurteilen, welches Risiko der Trader jeweils eingeht. Denn wie definiert man auch “Risiko”? Na ja, also hier kann man sagen, das Risiko, den Totalverlust in Kauf zu nehmen. Und da kannst du zum Beispiel darauf schauen, mit welchem Prozentsatz seines Handelskapitals der Copy Trader in die einzelnen Trades geht. Je größer umso risikoreicher. Auch die Equitykurve, also das Diagramm welches dir den Vermögenszuwachs zeigt, ist eine gute Hilfe. Je linearer desto besser. Je größere Schwankungen da drin sind, umso risikoreicher. Allerdings kann man das eben auch wieder nicht so pauschalisieren. Es sind erstmal nur Hinweise. Auch eine lineare Kurve kann durch ein extremes Risiko erkauft worden sein. Dazu muss man dann die einzelnen Trades anschauen. Aber das erfordert durchaus eine gewisse Expertise auf dem Gebiet.
  2. Hi, also der wichtigste Punkt um mit den Risiken im CFD Handel richtig umgehen zu können ist, zunächst einmal die Risiken überhaupt erstmal zu kennen und auch richtig einordnen zu können. Denn nur wenn du die Risiken des CFD Handels auch kennst, dann kannst du entsprechend reagieren und diese Risiken für dich selbst einordnen. Also Fakt ist, dass es Risiken im CFD Handel gibt und die kannst du auch nicht völlig ausschalten. Außer dadurch, dass du eben keine CFDs handelst, aber das würde dann ja auch keinen Sinn ergeben 😉 Von dem her ist es eben wichtig, das Risiko zu kennen und damit zu leben. Aber gehen wir mal auf das eine oder andere Risiko des CFD Tradings ein. - Risiko des Totalverlustes Das sollte dir immer klar sein, bevor du einen einzigen Trade im CFD Handel tätigst. Es besteht immer die Möglichkeit, dein investiertes Kapital komplett zu verlieren. Sicher, das Risiko hast du im Aktienhandel auch, aber da nur, wenn die Aktie - gehen wir mal von einer Long-Position aus - auf Null fällt. Wenn du aber Aktien wie Amazon, Adidas, Coca Cola, Apple usw. kaufst, dann ist das Risiko, dass diese Aktien auf Null fallen, es also die Firmen de facto nicht mehr gibt, doch extrem gering. Beim CFD Trading kaufst du aber eben nicht die Aktie, sondern du spekulierst nur auf steigende oder fallende Kurse. Gleichzeitig nutzt du jedoch einen Hebel und da kann es dazu führen, dass die Aktie zum Beispiel um 10 Prozent fällt, du aber bereits mit deiner Investition mit 50 Prozent im Minus bist. Hättest du die Aktie direkt gekauft, dann wären es eben “nur” 10 Prozent. Zudem eignen sich CFDs in keinem Fall als langfristige Geldanlage, das ist auch ein Unterschied zum direkten Kauf von Aktien und musst du als Risiko kennen und für dich einschätzen zu können.
  3. Hallo Paul, ja klar, man kann vom CFD Handel leben. Und theoretisch sogar sehr gut. Allerdings geht das mit Sicherheit nicht von heute auf morgen. Zudem brauchst du ein gewisses Grundkapital oder Startkapital um davon leben zu können. Bedenke auch, dass du im CFD Trading nicht linear immer gleich viel Geld verdienen wirst. Du verdienst mal mehr, mal weniger Geld. Daher benötigst du auch immer eine Reserve an Liquidität, um in solchen Phasen über die Runden zu kommen. Dieses Geld wiederum solltest du nicht zum Traden nutzen, sondern als Polster. Gehen wir mal davon aus, dass du nur 2.000 Euro im Monat benötigst. Dann solltest du mindestens eine Reserve von 6 Monaten, besser ist ein Jahr, im besten Fall 3 Jahre und mehr haben. Also bei 6 Monaten wären das 12.000 Euro, bei einem Jahr 24.000 Euro. Und diese Summe ist zusätzlich zum Tradingkapital als Reserve zu haben. Klingt ganz schön viel, oder? Ist es auch! Und da haben wir noch nicht mal davon gesprochen, wie schwer es überhaupt ist, dauerhaft profitabel zu traden. Denn das ist wirklich schwer. Du musst das außerdem lernen, das geht nicht von heute auf morgen. Viele entscheiden sich daher, zunächst neben dem Beruf zu traden. Damit bauen sie sich vielleicht ihr Startkapital auf und erlernen das Trading gleichzeitig. Und nach einiger Zeit wechseln sie dann zum Trader im Hauptberuf.
  4. Guten Tag Jane, es gibt ja die ewige Diskussion darüber, was besser ist, fundamental oder technisch zu traden. Also mittlerweile ist man doch dann eher dazu übergegangen, beides zu nutzen. Viele Händler sind der Meinung, dass man beides nicht strikt voneinander trennen kann. Entscheidend ist vor allem auch, auf welcher Zeitebene du tradest. Betreibst du Scalping, das heißt, du tradest im 1-Minuten Chart, dann kannst du fundamentale Dinge komplett ausblenden - außer es steht eine wichtige News bevor, dann solltest du zu dieser Zeit nicht traden Aber ansonsten spielt das überhaupt keine Rolle. Denn welchen Einfluss hat die Arbeitslosenzahl, die vor zwei Wochen veröffentlicht wurde, auf den Kursverlauf des Währungspaars in den nächsten 5 Minuten? Ich sage es dir: Keine! Konzentrierst du dich dagegen auf mittel- bis langfristige Strategien, die auch mal ein paar Monate anhalten könnten, dann solltest du schon fundamentale Dinge in Betracht ziehen. Also, wie schon erwähnt, nutzen viele Händler beide Dinge. Das Fundamentale, also Wirtschaftskennzahlen, Zinsniveau usw., nutzt man für die generelle Betrachtung des Marktes und der generellen Richtung. Für einen konkreten Einstieg oder Ausstieg hingegen eignen sich fundamentale Kennzahlen oder Überlegungen ja nun nicht wirklich. Hier greifen Trader dann auf die Charttechnik zurück und suchen sich anhand von Unterstützungszonen, Widerstandsbereiche, Trendlinien, Indikatoren usw. konkrete Ein- und Ausstiegspunkte sowie Stop Loss und Take Profit Bereiche. Von dem her kann man nur schwer sagen, dass das eine besser wäre als das andere. Überlege auch, was denn die Forexmärkte beeinflusst, also wer dort viel Volumina handelt, und nach welchen Kriterien sich diese Händler richten. Wallstreet-Händler, die einen Großteil des Forexmarktes bestimmen, werden wohl kaum im 5-Minuten Chart 20 verschiedene Indikatoren einzeichnen und dann einen Trade eingehen. Wenn diese Profis das nicht tun, warum solltest du das dann tun? Nur mal so als zusätzliche Überlegung… 😉
  5. Hi Dennis, auch ich möchte noch etwas hinzufügen zum Thema Trendlinien. Du könntest auch gleitende Durchschnitte verwenden, anstatt selbst Trendlinien einzuzeichnen. Die gleitenden Durchschnitte zeigen die ja im Prinzip auch Trends an. Deswegen heißen sie ja gleitend - weil sie eine Linie bilden und kein “Zickzack” - und Durchschnitte, weil sie eben den Durchschnitt der Kursbewegungen abbilden. Jetzt entsteht bestimmt die Frage, welche gleitenden Durchschnitte du zum Anzeigen von Trends verwenden solltest. Das ist eigentlich nicht ganz so entscheidend. Durchgesetzt haben sich in der Praxis die Einstellungen 20, 50 und 200. Je kleiner die Zahl ist, desto kurzfristiger sind die angezeigten Trends. Den gleitenden Durchschnitt musst du natürlich auch in Kombination mit dem Zeitintervall deines Charts betrachten. Ein gleitender Durchschnitt von 200 bedeutet, dass die letzten 200 Zeitintervalle als Durchschnitt hinzugezogen werden. Nutzt du nun einen Monatschart, bedeutet das, dass dir der Durchschnitt der vergangenen 200 Monate, also 16,5 Jahre angezeigt wird! Das kann man zwar mal machen, eignet sich aber keinesfalls für das kurzfristige Trading! Anhand einer Kennzahl, die sich auf den Durchschnitt der letzten 17 Jahre bezieht, kannst du keine Aussage für dein heutiges Trading treffen. In seltenen Fällen kannst du mal eine solche Zahl zurate ziehen, wenn der Kurs sich gerade auf den gleitenden Durchschnitt zu bewegt. Aber im Allgemeinen solltest du den 200er Durchschnitt nicht auf Monatsbasis nutzen, eher auf Tages- maximal noch auf Wochenbasis. Vielleicht noch als Hinweis: Viele Trader nutzen den EMA und weniger den SMA. Hier handelt es sich um zwei Arten von gleitenden Durchschnitten. Bei ersterem werden die Kursdaten aus der jüngeren Vergangenheit höher gewichtet als die Kursdaten, der älteren Vergangenheit. Dadurch erhalten die jüngeren Kursdaten eine höhere Gewichtung. Beim SMA wird jeder der - beispielsweise 200 - Kursdaten gleich gewichtet.
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