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Dustin Hagedorn

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  1. Hi Tommy! Das kommt natürlich auch darauf an, was du mit dem Kauf der Tesla Aktien bezweckst. Damit meine ich, ob du eher kurzfristig ausgerichtet bist, also eher die Aktie traden möchtest, oder ob du vom langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgehst. Solltest du Aktien, speziell Tesla Aktien, insbesondere kurzfristig handeln, also traden, dann solltest du dich insbesondere auf die Charttechnik fokussieren. Das heißt also, dass du beispielsweise den übergeordneten Trend identifizierst. Je nach Betrachtungsweise kann man durchaus sagen, dass Tesla noch in einem Aufwärtstrend vorhanden ist. Da es mittlerweile einen deutlichen Rücksetzer zum letzten Allzeithoch gab, könnte es also aus dieser Perspektive heraus durchaus lohnenswert sein, Tesla Aktien zu kaufen. Wenn du dagegen Tesla in als Unternehmen in deinem Depot haben möchtest, weil du von der Firma an sich überzeugt bist, so musst du dich natürlich mit der Zukunft des Unternehmens und des Marktes sowie der Kundschaft auseinandersetzen. Bist du der festen Überzeugung, dass das Produkt von Tesla, also die Elektroautos, die Zukunft sein werden? Denkst du, dass Tesla derjenige Anbieter sein wird, der die Wünsche der Kunden am meisten oder am besten befriedigen wird? Das sind natürlich jetzt nur einige grobe Fragen. Wichtig ist auch zu schauen, ob das Unternehmen an sich nicht nur innovativ, sondern auch wirtschaftlich handelt. Bis jetzt war das wohl nicht ganz so der Fall, so wie ich das mitbekommen habe. Allerdings wird an der Börse nicht die Vergangenheit und auch nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft gehandelt. Nur weil ein Unternehmen derzeit Geld verbrennt, so heißt das nicht, dass das Unternehmen an sich schlecht ist und in der Zukunft nie Gewinne erwirtschaften wird. Es kann gut sein, dass Tesla sich zu einer Firma aufschwingen wird, die führend im Verkauf von Elektroautos sein wird. Ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob man Tesla rein auf diesen einen Punkt, also Elektroautos, herunterbrechen darf.
  2. Hallo Tommy, herzlich willkommen hier im Forum. Danke auch für deine Frage. Die Antwort auf deine Frage ist gar nicht so schwer. Vermutlich weißt du auch nicht ganz genau was Aktien eigentlich sind, oder? Grob gesagt, handelt es sich bei Aktien um Anteilsscheine eines Unternehmens. Das bedeutet, dass du als Aktionär ein Teilhaber der Firma bist. Dir gehört also zu einem gewissen Teil dieses Unternehmen. Ein ETF bündelt in der Regel viele Aktien zusammen. In der Praxis ist es meist so, dass ein ETF einen Index abbildet. Zum Beispiel gibt es einen ETF auf den DAX oder den Dow Jones oder die NASDAQ. Ein solcher Index wiederum beinhaltet eine bestimmte Anzahl an Aktien bzw. Unternehmen. Im DAX sind beispielsweise die 30 oder bald die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands erhalten. Nun könntest du einen ETF auf den DAX kaufen. Das würde bedeuten, dass du direkt in die 30 oder 40 größten deutschen börsennotierten Unternehmen investiert bist. Ein ETF ist sozusagen ein Korb von Wertpapieren und nicht nur ein einzelnes Wertpapier. Es gibt viele zehntausende von verschiedenen ETFs. Du kannst ETFs auf Aktienindizes kaufen oder auf Rohstoffe oder auf Währungen oder Anleihen oder, oder, oder… Auch bei den Aktienindizes gibt es wieder viele tausende verschiedene ETFs. Ich hatte ja oben nur zwei Beispiele erwähnt, nämlich den DAX und den Dow Jones. Dann kannst du aber auch wiederum ETFs auf Emerging Markets, also Entwicklungsländer, kaufen. Der Vorteil von einem ETF ist, dass du dein Risiko wesentlich weiter streust. Anstatt in nur ein einzelnes Unternehmen zu investieren, investierst du gleichzeitig in eine Vielzahl an Unternehmen. Du könntest natürlich auch in verschiedene Einzelwerte investieren. Dann erreichst du auch eine Streuung. Eine Möglichkeit wäre, dass du Aktien aus zehn verschiedenen Branchen kaufst. Dann hast du auch eine gute Diversifizierung erreicht. Allerdings müsstest du dir eben genau überlegen, welche Aktie du aus jeder Branche kaufen möchtest. Du könntest aber auch einfach zehn ETFs auf verschiedenen Branchen kaufen (ja das ist auch möglich). Da musst du dir nicht die einzelne Aktie aussuchen und überlegen, welches Unternehmen in Zukunft die größten Gewinne einfahren wird, sondern du investierst gleich in die gesamte Branche. Auf der anderen Seite ist natürlich beim Kauf eines ETFs deine Rendite auch stark begrenzt, zumindest im Vergleich was mit einem Engagement in Einzelaktien möglich wäre.
  3. Einige behaupten ja, dass das Daytrading die Königsdisziplin im Trading wäre. Und es ist auch richtig, wenn man gute Aktien kauft und diese einfach ein paar Jahre liegen lässt, dann wird man mit ziemlich hoher Sicherheit einen Gewinn erzielen. Und dafür muss man gar nicht groß etwas machen. Das geht natürlich so im Daytrading nicht. Da muss man häufiger handeln und Trades eingehen. Allerdings kann man diese beiden Ansätze auch nicht miteinander vergleichen. Für mich persönlich hat Daytrading den Vorteil, dass ich keine Positionen über Nacht halte. Zumindest ist das bei mir eine wichtige Voraussetzung. So kann ich in den meisten Fällen beruhigt schlafen. Ich muss mir keine Gedanken machen, wie sich der Markt über Nacht oder am nächsten Morgen entwickeln wird. Natürlich macht man sich trotzdem manchmal Gedanken. Aber für mich ist es gut zu wissen, ich habe am Ende des Tages alle Positionen glattgestellt und das Risiko ist vollständig raus. Allerdings kann man im Rahmen des Daytradings selbstverständlich auch mal einen herben Rückschlag an einem Tag oder auch an mehreren Tagen infolge erleben. Damit muss man klarkommen können. Ich betreibe Daytrading nicht hauptberuflich, sondern nur nebenberuflich. Das ist aber der Vorteil von Daytrading, zumindest von einigen Strategien, die man im Daytrading anwendet. Man kann sich zum Beispiel früh morgens oder spät abends hinsetzen und einige Trades tätigen. Obwohl ich dabei sagen muss, dass es schon in die Richtung Scalping geht. Wenn du mit Daytrading anfängst, dann erwarte zu Beginn nicht zu viel. Backe kleine Brötchen. Sehe das als ein Business, als ein Geschäft an, nicht als ein Zeitvertreib oder als eine Möglichkeit um Adrenalinstöße zu bekommen. Daytrading ist kein Casino! Das muss dir immer klar sein.
  4. Stimmt, die “Open Range” ist ja dadurch gekennzeichnet, dass man die Range rund um die Eröffnungsperiode als Basis nimmt. Allerdings muss man da eben erst einmal klarstellen, welche Periode in Bezug auf die Zeit man denn als Basis nimmt. Als Beispiel vom DAX: 09:00 Uhr bis 10:00 Uhr? 09:00 Uhr bis 09:45 Uhr oder bis 10:15 Uhr? Es gibt ja auch die Möglichkeit, bereits den vorbörslichen Handel einzubeziehen. Dann könnte die Open Range von 08:00 Uhr bis 09:00 Uhr sein, oder irgendwas in dieser Zeitspanne. Und das war ja auch nur das Beispiel vom DAX. Das Prinzip kann und muss man auf jeden Markt anwenden, bei dem man die Open Range traden will. Bzw. dann den Ausbruch aus dieser Range will man ja traden. Du siehst, das Prinzip an sich ist nicht sonderlich schwer zu verstehen, aber die Anwendung ist nicht ganz einfach. Also, technisch schon, aber welche Uhrzeiten nimmt man nun? Da muss man ein wenig probieren uns testen. Man muss dabei auch auf Daten aus längerer Vergangenheit zurückgreifen. Womöglich muss man die Zeiten der Open Range sogar immer mal wieder anpassen. Was zum Beispiel dieses Jahr gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig im nächsten Jahr ebenfalls so gut funktionieren. Als Nächstes kommen weitere Aspekte hinzu, die du beim Aufstellen einer Strategie berücksichtigen musst. Zum Beispiel musst du im Vorfeld festlegen, wo dein Stop Loss liegen soll. Liegt er einfach auf der gegenüberliegenden Seite der Range? Also wenn du zum Beispiel einen Long-Trade eingehst, setzt du deinen Stop Loss dann auf der unteren Seite der Range? Oder wenn du zum Beispiel einen Short Trade eingehst, setzt du dann deinen Stop auf der oberen Seite der Range? Und wie sieht es mit deinem Take Profit aus? An welcher Stelle im Chart möchtest du den Trade dann wieder schließen? Nimmst du einfach ein CRV von 1:1? Oder nimmst du einen CRV von 0,5? Du kannst ja auch einfach deinen Stopp bei der Hälfte der Open Range setzen. Du siehst also es gibt einige Dinge, die du bei dem Aufsetzen einer Open Range Strategie beachten musst. Die Umsetzung ist dabei gar nicht immer so einfach. Entscheidend wird sein, dass du ein wenig probieren und testen musst. Im Laufe der Zeit wirst du feststellen, welche Parameter für diese Strategie am günstigsten sind. Außerdem variieren die Parameter auch vom Basiswert. Was für den DAX beispielsweise gut ist, ist bei einem Währungspaar womöglich ganz anders zu sehen.
  5. Guten Tag Brian, eine sehr wichtige Frage wie ich meine. Denn der Optionshandel birgt einige Gefahren. Und wenn du die nicht richtig beachtest, dann kannst du schnell und viel Geld verlieren. Abhängig davon, welche Optionen du handelst, kannst du sogar theoretisch unendlich viel Geld verlieren. Praktisch wird das nicht vorkommen. Aber man kann schon mehr verlieren, als was man eingezahlt hat. Allerdings schieben die Broker dann schon einen Riegel davor, indem deine Position beispielsweise zwangsliquidiert wird. So, nun zurück, wie du den Handel mit Optionen lernen kannst. Eines vorweg: das ist aber die falsche Kategorie. Hier geht es um CFDs, das ist ganz was anderes als Optionen! Also es gibt, wie ja ebenfalls schon erwähnt wurde, eine ganze Palette an Möglichkeiten um den Handel mit Optionen zu lernen. Fakt ist aber, dass im deutschsprachigen Raum das Angebot im Vergleich zum Lernen von Aktien oder die Geldanlage in ETFs oder das Traden mit Forex deutlich kleiner ist. Das heißt, es gibt nicht sooo viele verschiedene Angebote oder Materialien um den Handel mit Optionen zu lernen. Selbstverständlich kannst du problemlos bei Google die grundlegenden Funktionsweisen von Optionen finden. Da gibt es genügend Lesestoff. Auch die Broker wie Lynx oder CapTrader geben dir da genügend Materialien an die Hand. Also das sollte schon mal kein Problem darstellen. Aber du willst ja nicht einfach nur aufs Geratewohl Optionen kaufen und verkaufen, so als ob du blindlings irgendwelche Aktien kaufst und verkaufst. Zudem sind Optionen ja keine langfristige Geldanlage, so als ob du einmal Optionen kaufst und dann war es das. Es gibt Strategien und Vorgehensweisen. Diese solltest du lernen. Bekannt im Deutschsprachigen Raum ist dabei Jens Rabe. Seinen YouTube Channel kann ich dir da ans Herz legen. Aber sein Angebot des persönlichen Coachings ist mittlerweile nicht mehr an den “normalen” Kleinanleger gerichtet, so wie ich das mitbekommen habe. Aber er hat glaube ich auch Bücher geschrieben. Also das wäre sicher ein guter Start.
  6. Hallo Paul, das ist eine sehr gute Frage, welche Plattformen sich für den Handel mit Pennystocks eignen! Also zuerst einmal musst du überhaupt erstmal einen Broker finden, bei dem du Pennystocks handeln kannst. Solange die Pennystocks an Börsen gehandelt werden sollte das keine Herausforderung darstellen. Zum Beispiel kannst du durchaus einige Pennystocks an der Börse Stuttgart handeln. Oder auch über außerbörsliche Plattformen wie Tradegate oder Lang&Schwarz. Sofern du keine bestimmte Aktie im Fokus hast, sondern ganz allgemein Pennystocks traden willst, dann denke ich mal, dass das Angebot an den genannten Börsen ausreichend ist. Und so ziemlich jeder Broker ermöglicht dir den Handel über Börse Stuttgart, Tradegate, Lang&Schwarz usw. Das ist also kein Problem. Der Großteil der Pennystocks wird aber OTC (over the counter) gehandelt, also außerhalb der Börse. Lang&Schwarz wäre so eine OTC Plattform. Der zweiten wichtige Punkt sind die Gebühren. Bei deutschen Brokern ist es eher unüblich eine Gebühr je Aktie zu veranschlagen. Aber falls das bei deinem Broker der Fall sein sollte, dann rate ich dir, dir einen neuen Anbieter zu suchen. Denn stell dir mal vor, der Broker berechnet eine Gebühr von 0,01 Euro je Aktie. Bei Aktien, die 100 oder mehr je Stück kosten ist das kein Problem. Aber bei Pennystocks kosten die Aktien ja weniger als 1 Euro pro Stück, also manchmal nur ein paar Cent. Da wäre eine solche Ordergebühr absolut inakzeptabel! Aber wie gesagt, das ist bei den meisten deutschen Brokern nicht der Fall. Üblicher ist eine prozentuale Ordergebühr, zum Beispiel 0,25 Prozent vom Orderwert, mindestens aber 9,95 Euro. Oder sowas in der Richtung. Das wäre ok, sofern du - bei diesen Preisen - im 4-stelligen Euro-Bereich kaufst. Wenn du nur 50 Euro investierst, dann wäre das natürlich irrsinnig diese Preise zu bezahlen! Achtung bei Brokern, die keine Ordergebühren veranschlagen! Hier kannst du in aller Regel keine Pennystocks handeln. Das liegt daran, dass die Nachfrage der Kunden zu gering ist und der Broker daher diese Aktien gar nicht ins Angebot aufnimmt.
  7. Guten Tag Dennis, also etwas musst du gleich zu Beginn verinnerlichen: es gibt - sobald es um das Thema Geld geht - IMMER Risiken. Nur die Ausprägung des Risikos ist mehr oder weniger groß. Aber ein Risiko, Geld zu verlieren, besteht IMMER. Auch - und hier widerspreche ich dem Vorredner - wenn du Bargeld besitzt! Bargeld verliert durch die Inflation an Wert, das heißt, du verlierst Geld! Das Problem ist nur, wir merken es nicht, es geht schleichend, aber es ist genauso real wie ein buchstäblicher Geldverlust. Und außerdem kann dir Bargeld gestohlen werden, was dir im Übrigen dann keiner ersetzt! Also: Auch die Geldanlage mit oder in einen Robo Advisor hat das Risiko, dass du dein Geld verlieren kannst. Das heißt natürlich nicht, dass das so kommen MUSS. Aber das Risiko existiert und das darf man nicht außer Acht lassen. Aber wie gesagt, da Risiko besteht auch, wenn du Bargeld besitzt oder Geld auf dem Girokonto hast. Das kann auch verloren gehen. Entweder durch einen systemischen Zusammensturz des Bankensystems (die Einlagensicherung ist nur für den Fall, dass eine oder einige wenige kleine Banken mal pleitegehen, aber nicht alle!) oder auch das Thema Inflation. Ein Robo Advisor legt dein Geld am Kapitalmarkt an. Und Anlagen am Kapitalmarkt sind nun mal mit Risiken verbunden. Die Kurse schwanken und können sich auch entgegen deiner präferierten Richtung entwickeln, das muss man einkalkulieren. Selbstverständlich gibt es, wie bereits erwähnt, Abstufungen bei den Risiken. Eine Anlage in eine einzelne Pennystock Aktie ist deutlich risikoreicher als in eine einzige Blue Chip Aktie und das wiederum hat dennoch mehr Risiko als eine Anlage in einen ETF. Das kann man beliebig fortführen. Selbst innerhalb der Robo Advisor Welt gibt es verschiedene Risikoklassifizierungen. Einige sind sicherer als andere. Aber eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht! Es ist generell schwierig hier überhaupt einen Prozentsatz zu nennen.
  8. Guten Tag Sam, ich denke mittlerweile können wir deine Frage ziemlich seriös beantworten 😉 Ja, der Bitcoin wird sich wieder erholen! Bzw. hat er das ja nun bereits gemacht. Auf Basis des US-Dollars war der Höhepunkt, also das ATH, bei ungefähr 20.000 Dollar. Mittlerweile ist der Kurs kurz davor, das ATH von vor einigen Jahren zu knacken. Ich gehe davon aus, dass das auch noch gelingen wird. Also aus der Retrospektive kann man sagen, ja der Bitcoin wird wieder die Allzeithochs erreichen. Hat er ja de facto gemacht. Also, zumindest zu dem Zeitpunkt, als ich den Beitrag hier schreibe, ist das noch nicht geschehen, aber nur 300 Dollar davor! Aber klar, nun stellt sich wieder die nächste Frage: Wird der Bitcoin nach Erreichen des Hochs wieder Abstürzen? Oder wird er die 100.000 Dollar Marke knacken? Oder wird er seitwärts pendeln? Tja, das werden wir wohl erst später erfahren. Aber ich denke nicht, dass er wieder so richtig abstürzen wird. Es kann schon sein, dass es wieder eine Gegenbewegung geben wird. Aber, das der Kurs wieder so einbricht, kann ich mir nur schwer vorstellen. Dazu sind die Rahmenbedingungen einfach viel zu verschieden im Vergleich von vor einigen Jahren. Nicht nur die Unsicherheit in Bezug auf Corona, sondern auch die Aktionen der Notenbanken tun ja ihr übriges, so viel wie möglich Geld in den Markt zu pumpen und damit auch eine Art Asset-Inflation zu befeuern, was wir ja bei Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin eben auch sehen. Bei Aktien im Prinzip ja genau das Gleiche. Da gibt es Aktien die sind derart hoch bewertet, obwohl die fundamentalen Ausblicke nun nicht gerade rosig sind. Aber das Geld muss eben irgendwohin. Die Notenbanken möchten zwar die Inflation im Allgemeinen steigern, aber teuer werden nur Sachanlagen. Von dem her gehe ich davon aus, dass der Bitcoin auch weiterhin ordentlich zulegen wird.
  9. Hey, stimmt, Daytrading kann für die Psyche sehr anstrengend sein. Man muss schließlich immer auf dem Laufenden bleiben und die Bewegungen müssen sich entsprechend innerhalb eines Tages ergeben. Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass Daytrading für den einen oder anderen Typen von Mensch sicher auch Vorteile mit sich bringt und besser geeignet ist als langfristige Strategien. Klar langfristige Strategien bringen einen vielleicht zunächst nicht so aus der Fassung. Auf der anderen Seite sind wir doch alle irgendwie ungeduldig. Beim Daytrading erhalte ich als Trader aber recht schnell ein Feedback über meine Trades. Denn mein Ziel ist es ja, schnelle Bewegungen mitzunehmen, also nicht über mehrere Tage hinweg, sondern innerhalb eines Tages. Das heißt also, mein Zeitfenster beträgt vielleicht einige Stunden oder sogar auch mal unter einer Stunde. Zudem sind am Abend dann alle Positionen glattgestellt. Ich habe als Daytrader - wenn ich da konsequent bin und Abends alle Positionen schließe - keine Über-Nacht-Risiko und demnach also auch kein Gap-Risiko. Mir ist es als Daytrader völlig egal was Nachts passiert oder welche Nachrichten Nachts kommen, ich bin ja nicht investiert. Ich kann beruhigter schlafen. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen! Manchmal lag ich nachts im Bett wach und machte mir Gedanken über meine Trades, weil die noch liefen. Dann am nächsten Morgen, sobald die Märkte öffneten, musste ich gleich die Kurse checken. Das kann auch Stress bedeuten! Ja, ich weiß, in dem Fall war auch meine Position zu groß und so weiter. Aber als Daytrader kann dir das eben nicht passieren.
  10. Hallo Zusammen, richtig die Historie kann dir viel Aufschluss über den Trader geben. Aber vielleicht fragst du dich jetzt auch, auf was konkret du denn in der Trader Historie überhaupt achten solltest. Und genau darauf möchte ich kurz eingehen. Also die meisten achten ja zuerst einmal auf die Performance, damit meine ich die absolute Rendite, die der Trader gemacht hat. Und das ist auch absolut in Ordnung und richtig. Denn schließlich legt man sein Geld ja im Copy Trading an, um damit Geld zu verdienen, also eine positive Rendite zu erzielen und nicht um es zu verlieren. Und logisch ist auch, dass der Verdienst sozusagen möglichst hoch sein soll. Allerdings birgt der alleinige Blick auf die Rendite eine sehr große Gefahr: Nämlich der Punkt, mit welchem Risiko die Rendite eingekauft wurde. Denn es ist nun mal ein Fakt, dass sehr hohe Renditen nur mit einem entsprechend großen Risiko erkauft werden können. Wer kein Risiko eingeht, kann auch keine Renditen erwarten. Das ist die Kehrseite. Das muss dir auch bewusst sein! Es gibt keine Renditen ohne Risiko. So, nun kann man aber nicht einfach hergehen und sagen, also der und der Trader hat nicht so viel Rendite, also ist das Risiko geringer. Leider ist das nämlich nicht ganz so einfach zu beurteilen, welches Risiko der Trader jeweils eingeht. Denn wie definiert man auch “Risiko”? Na ja, also hier kann man sagen, das Risiko, den Totalverlust in Kauf zu nehmen. Und da kannst du zum Beispiel darauf schauen, mit welchem Prozentsatz seines Handelskapitals der Copy Trader in die einzelnen Trades geht. Je größer umso risikoreicher. Auch die Equitykurve, also das Diagramm welches dir den Vermögenszuwachs zeigt, ist eine gute Hilfe. Je linearer desto besser. Je größere Schwankungen da drin sind, umso risikoreicher. Allerdings kann man das eben auch wieder nicht so pauschalisieren. Es sind erstmal nur Hinweise. Auch eine lineare Kurve kann durch ein extremes Risiko erkauft worden sein. Dazu muss man dann die einzelnen Trades anschauen. Aber das erfordert durchaus eine gewisse Expertise auf dem Gebiet.
  11. Hi, also der wichtigste Punkt um mit den Risiken im CFD Handel richtig umgehen zu können ist, zunächst einmal die Risiken überhaupt erstmal zu kennen und auch richtig einordnen zu können. Denn nur wenn du die Risiken des CFD Handels auch kennst, dann kannst du entsprechend reagieren und diese Risiken für dich selbst einordnen. Also Fakt ist, dass es Risiken im CFD Handel gibt und die kannst du auch nicht völlig ausschalten. Außer dadurch, dass du eben keine CFDs handelst, aber das würde dann ja auch keinen Sinn ergeben 😉 Von dem her ist es eben wichtig, das Risiko zu kennen und damit zu leben. Aber gehen wir mal auf das eine oder andere Risiko des CFD Tradings ein. - Risiko des Totalverlustes Das sollte dir immer klar sein, bevor du einen einzigen Trade im CFD Handel tätigst. Es besteht immer die Möglichkeit, dein investiertes Kapital komplett zu verlieren. Sicher, das Risiko hast du im Aktienhandel auch, aber da nur, wenn die Aktie - gehen wir mal von einer Long-Position aus - auf Null fällt. Wenn du aber Aktien wie Amazon, Adidas, Coca Cola, Apple usw. kaufst, dann ist das Risiko, dass diese Aktien auf Null fallen, es also die Firmen de facto nicht mehr gibt, doch extrem gering. Beim CFD Trading kaufst du aber eben nicht die Aktie, sondern du spekulierst nur auf steigende oder fallende Kurse. Gleichzeitig nutzt du jedoch einen Hebel und da kann es dazu führen, dass die Aktie zum Beispiel um 10 Prozent fällt, du aber bereits mit deiner Investition mit 50 Prozent im Minus bist. Hättest du die Aktie direkt gekauft, dann wären es eben “nur” 10 Prozent. Zudem eignen sich CFDs in keinem Fall als langfristige Geldanlage, das ist auch ein Unterschied zum direkten Kauf von Aktien und musst du als Risiko kennen und für dich einschätzen zu können.
  12. Hallo Paul, ja klar, man kann vom CFD Handel leben. Und theoretisch sogar sehr gut. Allerdings geht das mit Sicherheit nicht von heute auf morgen. Zudem brauchst du ein gewisses Grundkapital oder Startkapital um davon leben zu können. Bedenke auch, dass du im CFD Trading nicht linear immer gleich viel Geld verdienen wirst. Du verdienst mal mehr, mal weniger Geld. Daher benötigst du auch immer eine Reserve an Liquidität, um in solchen Phasen über die Runden zu kommen. Dieses Geld wiederum solltest du nicht zum Traden nutzen, sondern als Polster. Gehen wir mal davon aus, dass du nur 2.000 Euro im Monat benötigst. Dann solltest du mindestens eine Reserve von 6 Monaten, besser ist ein Jahr, im besten Fall 3 Jahre und mehr haben. Also bei 6 Monaten wären das 12.000 Euro, bei einem Jahr 24.000 Euro. Und diese Summe ist zusätzlich zum Tradingkapital als Reserve zu haben. Klingt ganz schön viel, oder? Ist es auch! Und da haben wir noch nicht mal davon gesprochen, wie schwer es überhaupt ist, dauerhaft profitabel zu traden. Denn das ist wirklich schwer. Du musst das außerdem lernen, das geht nicht von heute auf morgen. Viele entscheiden sich daher, zunächst neben dem Beruf zu traden. Damit bauen sie sich vielleicht ihr Startkapital auf und erlernen das Trading gleichzeitig. Und nach einiger Zeit wechseln sie dann zum Trader im Hauptberuf.
  13. Guten Tag Jane, es gibt ja die ewige Diskussion darüber, was besser ist, fundamental oder technisch zu traden. Also mittlerweile ist man doch dann eher dazu übergegangen, beides zu nutzen. Viele Händler sind der Meinung, dass man beides nicht strikt voneinander trennen kann. Entscheidend ist vor allem auch, auf welcher Zeitebene du tradest. Betreibst du Scalping, das heißt, du tradest im 1-Minuten Chart, dann kannst du fundamentale Dinge komplett ausblenden - außer es steht eine wichtige News bevor, dann solltest du zu dieser Zeit nicht traden Aber ansonsten spielt das überhaupt keine Rolle. Denn welchen Einfluss hat die Arbeitslosenzahl, die vor zwei Wochen veröffentlicht wurde, auf den Kursverlauf des Währungspaars in den nächsten 5 Minuten? Ich sage es dir: Keine! Konzentrierst du dich dagegen auf mittel- bis langfristige Strategien, die auch mal ein paar Monate anhalten könnten, dann solltest du schon fundamentale Dinge in Betracht ziehen. Also, wie schon erwähnt, nutzen viele Händler beide Dinge. Das Fundamentale, also Wirtschaftskennzahlen, Zinsniveau usw., nutzt man für die generelle Betrachtung des Marktes und der generellen Richtung. Für einen konkreten Einstieg oder Ausstieg hingegen eignen sich fundamentale Kennzahlen oder Überlegungen ja nun nicht wirklich. Hier greifen Trader dann auf die Charttechnik zurück und suchen sich anhand von Unterstützungszonen, Widerstandsbereiche, Trendlinien, Indikatoren usw. konkrete Ein- und Ausstiegspunkte sowie Stop Loss und Take Profit Bereiche. Von dem her kann man nur schwer sagen, dass das eine besser wäre als das andere. Überlege auch, was denn die Forexmärkte beeinflusst, also wer dort viel Volumina handelt, und nach welchen Kriterien sich diese Händler richten. Wallstreet-Händler, die einen Großteil des Forexmarktes bestimmen, werden wohl kaum im 5-Minuten Chart 20 verschiedene Indikatoren einzeichnen und dann einen Trade eingehen. Wenn diese Profis das nicht tun, warum solltest du das dann tun? Nur mal so als zusätzliche Überlegung… 😉
  14. Hi Dennis, auch ich möchte noch etwas hinzufügen zum Thema Trendlinien. Du könntest auch gleitende Durchschnitte verwenden, anstatt selbst Trendlinien einzuzeichnen. Die gleitenden Durchschnitte zeigen die ja im Prinzip auch Trends an. Deswegen heißen sie ja gleitend - weil sie eine Linie bilden und kein “Zickzack” - und Durchschnitte, weil sie eben den Durchschnitt der Kursbewegungen abbilden. Jetzt entsteht bestimmt die Frage, welche gleitenden Durchschnitte du zum Anzeigen von Trends verwenden solltest. Das ist eigentlich nicht ganz so entscheidend. Durchgesetzt haben sich in der Praxis die Einstellungen 20, 50 und 200. Je kleiner die Zahl ist, desto kurzfristiger sind die angezeigten Trends. Den gleitenden Durchschnitt musst du natürlich auch in Kombination mit dem Zeitintervall deines Charts betrachten. Ein gleitender Durchschnitt von 200 bedeutet, dass die letzten 200 Zeitintervalle als Durchschnitt hinzugezogen werden. Nutzt du nun einen Monatschart, bedeutet das, dass dir der Durchschnitt der vergangenen 200 Monate, also 16,5 Jahre angezeigt wird! Das kann man zwar mal machen, eignet sich aber keinesfalls für das kurzfristige Trading! Anhand einer Kennzahl, die sich auf den Durchschnitt der letzten 17 Jahre bezieht, kannst du keine Aussage für dein heutiges Trading treffen. In seltenen Fällen kannst du mal eine solche Zahl zurate ziehen, wenn der Kurs sich gerade auf den gleitenden Durchschnitt zu bewegt. Aber im Allgemeinen solltest du den 200er Durchschnitt nicht auf Monatsbasis nutzen, eher auf Tages- maximal noch auf Wochenbasis. Vielleicht noch als Hinweis: Viele Trader nutzen den EMA und weniger den SMA. Hier handelt es sich um zwei Arten von gleitenden Durchschnitten. Bei ersterem werden die Kursdaten aus der jüngeren Vergangenheit höher gewichtet als die Kursdaten, der älteren Vergangenheit. Dadurch erhalten die jüngeren Kursdaten eine höhere Gewichtung. Beim SMA wird jeder der - beispielsweise 200 - Kursdaten gleich gewichtet.
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