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Jürgen Meiyer

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  1. Ganz schwer zu sagen, welche Kryptowährung das größte Potenzial hat. Obwohl ich mir auch nicht ganz sicher bin, was du mit dem Begriff Potenzial meinst. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Bitcoin, obwohl ich das früher anders gesehen habe, noch lange bestehen wird und aus diesem Blickwinkel heraus durchaus noch ein großes Potenzial vor sich hat. Wenn du allerdings auf kurzfristiges Trading anspielst, dann könnte der eine oder andere Coin durchaus besser abschneiden als Bitcoin. Aber ich weiß nicht, ob die Coins, also die anderen Kryptowährungen, wirklich eine Berechtigung haben. Sicher, Bitcoin ist nicht die einzige Kryptowährung, die eine Berechtigung hat. Aber bei vielen anderen bin ich mir da nicht so sicher. Was haben nicht schon so manche Projekte alles versprochen, was sie mit ihrer Kryptowährung erreichen wollen. Herausgekommen ist da meistens nicht viel. Einige Kryptowährungen haben sich sogar komplett umgestellt, weil der ursprüngliche Gedanke, den sie verfolgt haben, leider nicht aufging oder sie ihn doch nicht so verfolgen konnten, wie sie sich das gedacht hatten. Wer mit Kryptowährungen spekuliert, sollte auch hier auf eine gewisse Diversifizierung achten. Damit meine ich, dass du nicht dein Geld in nur eine einzige Kryptowährung anlegst, sondern in mehrere Coins. Hierbei musst du ganz stark auf die Chartanalyse achten. Denn der Krypto-Markt ist meiner Meinung nach sehr stark von Spekulationen getrieben. Da kannst du sehr große und schnelle Gewinne einfahren. Aber eben auch ganz so sehr schnelle Verluste und sogar im schlimmsten Fall ein Totalverlust deines investierten Geldes.
  2. Als Ergänzung vielleicht noch folgendes: ein anderer Begriff für Futures ist Termin, also der Terminmarkt. Damit meine ich, dass man ein Geschäft auf einen bestimmten Termin hin abschließt. Ansonsten trifft dasselbe zu wie bereits hier besprochen. Die Unterscheidung zwischen Spotmarkt, genannt auch Kassamarkt, und Terminmarkt, ist auch aus steuerlicher Sicht relevant. Denn kürzlich gab es in Deutschland Änderungen in Bezug auf die Verrechnung von Verlusten bei Termingeschäften. Wenn du jedoch Forex am Kassamarkt handelst, dann handelt es sich nicht um Termingeschäfte, sondern eben um Kassageschäfte. Hier gilt es aber auch wiederum zu beachten, was für ein Konto du beim Broker hast. Und ob du tatsächlich am Spotmarkt selber aktiv bist oder ob du nicht doch Termingeschäfte abschließt. Gerade im CFD Trading kann es sich grundsätzlich auch um Termingeschäfte handeln.
  3. Ich bin der Meinung, das Copy Trading durchaus als passives Einkommen bezeichnet werden kann. Zumindest, wenn man das aus der Sicht des Followers sieht. Denn man muss ja nichts dafür tun. Natürlich, am Anfang muss man sich einige Trader heraussuchen, denen man folgt. Aber für das reine Trading muss man ja nichts tun, sondern profitiert vom Können des Händlers. Mir ist auch bewusst, dass man auch zwischendurch immer mal wieder reinschauen muss. Es ist natürlich kein absolutes passives Einkommen, bei dem man einmal einzahlt und dann über viele Jahre nichts mehr tun muss. Wenn man viel Glück hat, dann erwischt man zwar solch einen Trader, aber die Regel ist das nicht. Doch wenn man einen guten Trader gefunden hat, so sollte man das durchaus als langfristiges Projekt sehen. Und es spricht überhaupt nichts dagegen, die Einnahmen daraus als passives Einkommen zu bezeichnen. Wichtig ist allerdings, dass man natürlich auch immer mal wieder Erträge entnimmt. Sonst wäre es ja kein Einkommen. Abhängig davon, wie viel Geld man im Copy Trading investiert, sollte man sich auch immer mal wieder etwas daraus auszahlen lassen. Meine Strategie ist, dass ich insbesondere am Anfang zusehe, dass ich so schnell wie möglich den investierten Betrag wieder heraus habe. Dann bin ich “safe” sozusagen. Ich habe dann kein Verlustrisiko mehr. Im Anschluss reinvestiere ich einen Großteil des erwirtschafteten Kapitals. Bzw. lass ich das einfach auf dem Konto und lass den Trader damit weiter handeln und zahle mir immer nur einen kleineren Teil vom Gewinn aus. Je nachdem wie die Monatsperformance war, zahle ich mehr dann logischerweise mal mehr mal weniger Geld aus. Aber wichtig ist für mich, dass ein regelmäßiger Zufluss entsteht. Natürlich kann es auch mal sein, dass ein oder zwei Monate kein Gewinn erwirtschaftet wird, das kalkuliere ich schon ein. Aber aufs Jahr hochgerechnet muss ich mir immer wieder eine attraktive Summe auszahlen.
  4. Hallo zusammen, ich möchte an dieser Stelle noch einmal kurz darauf eingehen, was denn der Hintergedanke der Open Range Strategie ist. Wie das technisch aussieht, bzw. welche Parameter man umsetzen muss, wurde ja schon von einigen Usern hier erwähnt. Allerdings möchte ich einmal darauf zu sprechen kommen, warum denn die Open Range Strategie Sinn machen könnte oder warum es sie überhaupt gibt. Der Hintergedanke dabei ist, dass Informationen verarbeiten müssen. Es gab zum Beispiel Informationen, die über Nacht veröffentlicht wurden. Oder es wurden, während der Markt geschlossen war, neue Orders eingegeben, die nun abgearbeitet werden müssen. All das führt dazu, dass insbesondere bei Markteröffnung noch kein eindeutiger Trend zu sehen ist. Man sieht häufig, dass der Kurs sowohl Long als auch Short geht. Es gibt außerdem noch eine weitere Open Strategie, die sich darauf bezieht, dass der Kurs innerhalb der Eröffnungsperiode wieder zu seinem Eröffnungskurs zurückkommt. Oder zumindest immer um diesen herum pendelt. Natürlich passiert das nicht in jedem Fall. Sonst wäre das ja alles eine sehr einfache Strategie. Aber das ist eben der Gedanke dahinter, dass die Marktteilnehmer zur Eröffnung des Marktes noch keine eindeutige Richtung haben, sie müssen sie erst “finden”. Dieser Gedanke ist vor allem nach einem Wochenende oder einem Feiertag besonders ausgeprägt. Nach einem Wochenende war zwei Tage lang kein Handel. Es kamen vielleicht einige neue Nachrichten in den Markt und neue Orders wurden bereits beim Broker eingegeben. Diese müssen nun alle abgearbeitet werden. Die Verkaufsorders haben allerdings nicht immer etwas mit den fundamentalen Daten des Unternehmens zu tun. Es kann beispielsweise sein, dass während des Wochenendes ein Marktteilnehmer feststellt, dass er Gelder benötigt. Und nun entscheidet er sich, diese Gelder nun aus einer bestimmten Aktie herauszuziehen und gibt deshalb eine Verkaufsorder auf. Nun könnte das so interpretiert werden, dass der Marktteilnehmer vom Unternehmen nicht mehr überzeugt ist. Allerdings hat es damit gar nichts zu tun, sondern er braucht einfach nur liquide Mittel. Und erst nach der Eröffnungsperiode kann ein Trend eindeutig identifiziert werden. Daher wird dann der Ausbruch aus die Eröffnung Range gehandelt.
  5. Guten Tag Paul, ich bin mir leider nicht ganz sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Was genau meinst du mit “Ressourcen”? Meinst du, welche Basiswerte man nutzen kann? Oder wo und wie man Copy Trading überhaupt durchführen kann? Na ja, jetzt mal unabhängig davon, was genau du unter “Ressourcen” verstehst, hängt das Angebot sowie die Art und Weise des Copy Tradings ja ganz stark vom Anbieter ab. So ganz allgemein kannst du als Copy Trader, also derjenige, der als der Profi gilt, dem die anderen folgen, alles handeln. Aber es muss ja auch eine Plattform oder eine andere Möglichkeit geben, wie du einerseits Follower auf dich aufmerksam machen kannst, und wie sie dir recht einfach folgen können. Und das Ganze, ohne das du dich mit Regularien oder Ein- und Auszahlungen usw. beschäftigen musst. Das könntest du allein ja nicht darstellen. Und andere Top Trader logischerweise auch nicht. Daher gibt es ein paar Broker, die Copy Trading oder Social Trading mit anbieten. In der Regel ist das ein zusätzliches Feature neben dem reinen Handel. Denn es ist ja nun mal so, dass die Plattform (oder der Broker), es den Top Tradern ermöglichen muss zu handeln. In den meisten Fällen ist da Forex und CFD. Und wenn sie das den Top Tradern ermöglichen, dann können sie diese Funktion auch gleich für alle mit freischalten. Und wer möchte, kann daher selber traden und/oder Copy Trading nutzen. Also beides sozusagen. Und das Angebot an Basiswerten, Top Tradern, Copy Trading Einstellungen, Mindesteinzahlung usw. ist dann eben abhängig vom Broker. Wenn der Broker zum Beispiel keine Kryptowährungen anbietet, dann kannst du dort keine Kryptos handeln bzw. der Top Trader nicht und du als Follower kannst nicht davon profitieren. Auch die Gebühren legt der Anbieter fest. Gebühren für Ein- und Auszahlungen (sofern vorhanden), aber auch in Form von Spreads, Übernacht-Gebühren, sprich Swaps, etc.
  6. Guten Tag Sam, was verstehst du denn unter “neue Investoren”? Meinst du damit Investoren, die das erste mal am Aktien- oder Anleihemarkt aktiv werden? Also sozusagen das erste Mal das Spielfeld des Sparbuchs verlassen? Ansonsten kann ich mit dem Begriff “neue Investoren” recht wenig anfangen. Also gehen wir mal davon aus, dass du damit meinst, dass es sich um Anleger handelt, die das erste mal weg von festverzinslichen Produkten gehen hin zu Wertpapieren oder Anlageformen mit einem Kurs. Also es gibt sicher schlechtere Anlageformen als Robo Advisor für einen Einsteiger. Und möglicherweise mag es sogar die beste Form sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Anleger zu Beginn jeden Tag sein Depot checken wird um zu sehen, wie sich sein Vermögen so entwickelt. Das ist auch ganz normal. Wenn er dann aber schon Angst bekommt, wenn das Vermögen nur um ein klein wenig sinkt - ist ja nur eine Momentaufnahme! - dann sollte er vielleicht doch lieber beim Tages- und Festgeldkonto bleiben. Wer aber bereit dafür ist, kann gerne mal einen Teil in einen Robo Advisor investieren. Es sollte aber klar sein, dass es sich um eine langfristige Geldanlage handelt! Selbst wenn man das Geld vielleicht recht kurzfristig wieder abziehen kann, ist es nichts für ein schnelles Hin und Her. Das muss jedem bewusst sein! Ich würde als Einsteiger auch keinesfalls mein gesamtes, ja noch nicht mal einen Großteil, meines Vermögens in einen Robo Advisor investieren. Besser ist es, erstmal nur ein klein wenig um zu schauen, wie sich das Ganze entwickelt und auch um ein Gefühl für diese Anlageform zu bekommen. Denn wenn einem das dann aus welchen Gründen auch immer doch nicht so zusagt, dann muss man sich nicht all zu sehr ärgern, sondern kann wieder wechseln. Und wem das zusagt, der kann entweder mehr investieren oder selbst Geld in ETFs oder ähnliche andere Anlageformen investieren.
  7. Hi Sam, na ja, also klar, du kannst mit Pennystocks reich werden! Du kannst auch mit dem Verkauf von Ziegelsteinen oder Quark reich werden. Du kannst mit so ziemlich allem reich werden 😉 Die Frage ist doch eher, wie wahrscheinlich ist das oder ob es nicht eine bessere Variante gibt? Ich muss zugeben, ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die mit dem Handel von Pennystocks reich geworden sind. Der Großteil der Millionäre hat eher ein eigenes Unternehmen oder haben viel Geld mit Immobilien verdient. Man kann auch an der Börse reich werden. Aber ob da ausgerechnet Pennystocks die beste Wahl ist? Ich weiß nicht. Bei den Risiken wurden ja bereits einige Aspekte angesprochen, was den Handel mit Pennystocks so schwierig macht. Es ist ja nicht nur das allgemeine Verlustrisiko, sondern auch das Risiko, dass du gar nicht genügend Käufer für deine Aktien findest. Denn Pennystocks haben ja häufig eher eine sehr kleine Marktkapitalisierung und entsprechend gibt es wenig Liquidität für diese Aktien. Du kannst da nur in den seltensten Fällen problemlos mal 100.000 Euro handeln. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das überhaupt machbar ist. Und wie willst du dann reich werden? Obwohl natürlich die Definition von “reich” sehr unterschiedlich sein kann. Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, reich im Sinne von Millionär… 😉 Investiere doch lieber in “normale” Aktien. Da kannst du auch viel Geld damit verdienen. Du kannst ja auch etwas splitten. Einen Teil deines Vermögens legst du solide an, auch in Aktien von mir aus, und mit einem kleineren Teil spekulierst du. Und da musst du keinesfalls auf Pennystocks zurückgreifen. Aber klar, kannst du auch machen.
  8. Ich möchte auf noch einen Unterschied eingehen, der zwischen Online Brokern und Robo Advisorn besteht. Also, so grundsätzlich kann man das gar nicht so miteinander vergleichen, da es sich um zwei ganz verschiedene Dinge handelt. Das ist so ähnlich als würde man nach dem Unterschied zwischen einem Hammer und einem Schraubenzieher fragen, das kann man nicht so richtig miteinander vergleichen. Jedes der beiden Dinge kannst du zwar grundsätzlich für das gleiche Ziel nehmen, zum Beispiel etwas herzustellen oder etwas zu reparieren, aber jedes Werkzeug an sich ist dennoch für andere Zwecke geeignet. Ähnlich, auch wenn der Vergleich natürlich hinkt, ist es mit einem Online Broker und einem Robo Advisor. Mit beiden hast du das Ziel, dein Geld zu verwalten und zu vermehren, aber es sind eben verschiedene Werkzeuge, die man je nach Bedarf einsetzen muss. Ganz streng genommen braucht ein Robo Advisor selbst auch einen Online Broker. Das ist nämlich ein Anbieter, der für dich die Wertpapiere kauft. Und entweder du machst das eben selbst oder du schaltest einen digitalen Finanzberater dazwischen. So ähnlich kann man das vergleichen. Unterschiede bestehen auch hinsichtlich der Kosten. Bei einem Online Broker musst du meistens eine Gebühr pro Trade zahlen, auch wenn es mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern gibt, bei denen keine Ordergebühren mehr anfallen. Bei Robo Advisorn fallen auch Gebühren an. Aber die sind meistens pauschal entweder als Prozent vom verwaltenden Vermögen zu entrichten oder als fixe Gebühr. Klar gibt es im Gegenzug auch Depotgebühren, aber die meisten Online Broker berechnen keine Depotgebühren, sodass du im Endeffekt nur dann Kosten hast, wenn du Trades tätigst. Zudem kannst du bei einem Broker täglich über dein Geld verfügen und alles was du hast im Ernstfall auch sofort an der Börse verkaufen. Das geht bei einem Robo Advisor eigentlich nicht. Ein weiterer Unterschied ist zum Beispiel auch der, dass du mit Wertpapieren eine Cash-flow Strategie aufbauen kannst, sodass du regelmäßig Ausschüttungen bekommst. Gibt’s beim Robo Advisor so im Normalfall auch nicht.
  9. Hallo Jane, niemand kann dir mit absoluter Sicherheit sagen, wann ein guter Zeitpunkt ist, um in Kryptowährungen - oder auch in jede andere Geldanlage - zu investieren. Im Nachhinein ist man immer klüger, aber im Vorfeld kann man das einfach nicht ganz genau wissen. Und es ist schon irgendwo richtig, dass man auch gegen den Strom schwimmen muss, wenn man Geld investiert. Aber das heißt nicht, dass man das zu jeder Zeit, also zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt, so machen muss. Denn Trends können sehr lange anhalten. Und wenn du immer nur genau das Gegenteil von dem machst, was die anderen machen, wirst du immer gegen den Trend handeln und auf Dauer verlieren. Du solltest dich dabei viel eher an Extrempunkte der Stimmung orientieren. Also wenn die Kurse - martialisch ausgedrückt - ausgebombt sind, dann solltest du zuschlagen. Es sei denn, es gibt fundamental keinen Grund dafür! Es könnte ja auch sein, dass die Kryptowährung keinerlei Bedeutung mehr in der Praxis hat. Oder wenn wir hier mal die Parallele zu Aktien ziehen wollen: Es könnte ja auch sein, dass die Firma pleite ist. Dann solltest du natürlich nicht mehr zugreifen. Das ist schon klar! Mach dir auch bewusst, dass du niemals einen Extrempunkt eines Kurses treffen wirst! Also, du wirst zum Beispiel niemals exakt zum absoluten Tief kaufen und niemals zum absoluten Hoch verkaufen. Das wäre dann schon ein ganz schön großer Zufall. Aber das musst du ja auch nicht. Man kann ja auch mit Bewegungen Geld verdienen, die nicht von Extrempunkt zu Extrempunkt verlaufen. Also, entgegen der allgemeinen Stimmung kann man kaufen und verkaufen. Aber du solltest das nur in extremen Marktphasen tun. Also wenn alle Werte einheitlich fallen. Das war zum Beispiel im Corona-Crash der Fall. Da ist so ziemlich alles gefallen, was nur fallen konnte. Ganz egal, ob da Sinn ergab oder nicht. Dann musst du beherzt zuschlagen!
  10. Grüß dich Sam! CFD steht für “Contract for Difference”, also zu Deutsch ein Differenzkontrakt oder Differenzvertrag. Ganz vereinfacht formuliert ist ein CFD ein vertrag zwischen dir und dem Broker über die Zahlung der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs des vereinbarten Basiswertes. Na ja, ich vermute aber mal, dass du mehr oder weniger auch etwas über die Funktionsweise eines CFD wissen möchtest, oder? 😉 Also dröseln wir das mal etwas auseinander. Der erste Punkt ist “Contract”, also ein Kontrakt oder Vertrag den du mit dem Broker eingehst. Das ist selbstverständlich nichts Schlimmes und ist auch nicht gefährlich. Wenn du ein Girokonto bei einer Bank eröffnest, gehst du ja auch einen vertrag mit der Bank ein, aus dem sich Rechte und Pflichten ergeben. Also das sollte dich keinesfalls beunruhigen. Der zweite Aspekte ist “for Difference” also die vertraglich vereinbarte Zahlung einer Differenz, die sich aus dem An- und Verkaufskurs deiner Position ergibt. Ein Beispiel: Du „kaufst” (ich setze kaufen bewusst in Anführungsstrichen, Erklärung folgt später) eine Aktie bei 100 Euro, weil du denkst, dass der Kurs der Aktie steigen wird. Etwas später notiert der Aktienkurs bei 120 Euro. Du verkaufst die Aktie nun. Wie groß ist die Differenz? 20 Euro. Diese 20 Euro Gewinn zahlt dir der Broker auf dein Konto. Was ist, wenn du die Aktie aber bei 80 Euro verkaufst? Dann hast du 20 Euro Verlust und der Broker belastet dein Konto mit den 20 Euro. So weit, so gut. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: Du kaufst die Aktie gar nicht wirklich, sondern du schließt mit dem Broker rechtlich gesehen nur einen Vertrag ab, über die Zahlung der Kurs-Differenz zwischen dem Zeitpunkt des Ankaufes und dem Zeitpunkt des Verkaufes. Wenn du lediglich Aktien tradest, also kurzfristig hältst, dann spielt es auf den ersten Blick gesehen gar keine Rolle, ob du einen Aktien-CFD handelst oder die Aktie direkt kaufst. Aber bei CFDs bietet dir der Broker einen Hebel an. Und das ist ein zweiter wichtiger Unterschied zum Direkterwerb.
  11. Ja, richtig, du brauchst meistens nur 100 oder 200 Euro für den Anfang um Devisen zu handeln. Möglich macht dies der Hebel, der bei den großen Forexpaaren bei bis zu 1:30 liegen kann. Zahlst du zum Beispiel 200 Euro ein, und nutzt einen solchen Hebel, dann kannst du am Markt sozusagen 6.000 Euro bewegen (200 Euro x 30). Die Gewinne und Verluste bekommst du 1:1 in dein Depot. Also wenn du mit 6.000 Euro 2 Prozent Gewinn machst, sind das 120 Euro, die du gutgeschrieben bekommst. Läuft der Kurs aber gegen dich, hast du gleich mal 120 Euro Verlust! Dann hättest du nur noch 80 Euro übrig. Und glaub mir: 2 Prozent Kursbewegung sind gar nicht so unwahrscheinlich!
  12. Hallo Jane, bevor du dich damit beschäftigst, was denn die beste Stop Loss Strategie ist, empfehle ich dir, dich mit den Grundlagen des Marktes vertraut zu machen. So etwas wie “die beste Forex Strategie” oder “die beste Stop Loss Strategie” gibt es nicht! Aber genau das erfährst du erst, nachdem du dich näher mit der Materie vertraut gemacht hast. Daher die dringende Empfehlung von mir! Der Punkt ist, warum es nicht die beste Strategie gibt, ist die, weil sich die Märkte ändern. Es kann gut sein, dass eine Strategie - von mir aus auch eine Stop Loss Strategie - eine Zeitlang sehr gut läuft. Aber dann ändern sich die Märkte und die Rahmenbedingungen und die Strategie funktioniert auf einmal nicht mehr so richtig. Was jedoch wirklich immer funktioniert ist, überhaupt einen Stop Loss zu nutzen. Also das solltest du immer tun! Das liegt daran, dass du ja nicht weißt, ob deine Prognose aufgeht oder nicht. Aber anstatt einen bestimmten Prozentsatz zu nutzen, wie zum Beispiel starr x% vom aktuellen Kurs, solltest du dir den Chart anschauen und dort Unterstützungs- und Widerstandslinien einzeichnen. Setze dann den Stop Loss immer unterhalb oder oberhalb, je nachdem ob du Long oder Short bist, derartiger markanter Zonen. Lass aber auch immer etwas Luft, denn der Kurs dreht in der Regel nicht exakt an diesem Punkt, sondern kann auch immer etwas darüber hinausschießen. Wenn du so vorgehst, wirst du besseren Erfolg haben, als stur einen Prozentsatz vom aktuellen Kurs zu nehmen. Denn das berücksichtigt ja nicht markante Punkte. Wenn du meine Empfehlung als Stop Loss Strategie nimmst, dann ist das die vielleicht beste Stop Loss Strategie der Welt 😉
  13. Hallo Benjamin, Nachrichten für den Forexmarkt kannst du fast überall abrufen. Wenn du ein Forexkonto bei einem Broker hast, dann wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits über den Broker die Nachrichten abrufen können. Evtl. gibt es da eine Art Wirtschaftskalender, in dem die wichtigsten Termine drin stehen und auch die Bedeutung und - wenn es ganz gut läuft - sogar eine Erklärung, was denn dieser Termin bedeutet. Ansonsten kannst du dir die Termine, Daten und Nachrichten von fast allen Wirtschaftsseiten beziehen. Das ist eigentlich nicht das Problem. Viel herausfordernder finde ich, die Nachrichten richtig zu interpretieren und überhaupt einordnen zu können, was denn wichtig ist. Es nützt ja nichts, wenn du eine Nachricht zu irgendeiner wirtschaftlichen Kennzahl siehst, du aber gar nicht weißt, welche Bedeutung diese Nachricht für die Märkte haben. Denn manche Nachrichten sind für den Verlauf von Währungskursen recht uninteressant, andere dagegen sind wichtiger. Manchmal verschiebt sich auch der Fokus der Marktteilnehmer. Wichtig sind immer Arbeitslosenzahlen sowie Entscheidungen von Notenbanken. Diese Nachrichten solltest du immer im Fokus haben. Denn das sind genau die Punkte, die die Märkte nachhaltig beeinflussen können. Aber irgendwelche Befragungen von Volkswirten zur zukünftigen Einschätzung der Lage ist meistens recht uninteressant. Denn hier handelt es sich ja nur um Meinungen und Einschätzungen, also Prognosen, die ja in der Regel sowieso nicht so eintreffen werden. Harte Fakten dagegen sind deutlich wichtiger. Und wie gesagt, manchmal verschiebt sich der Fokus der Marktteilnehmer auch je nach aktueller Lage. Und ebenfalls ganz wichtig ist: deutlichen Einfluss auf die Kurse haben Nachrichten im Forexbereich nur dann, wenn die Zahl, oder die Nachricht, deutlich vom Konsens abweicht. Wenn sie dagegen genau den Konsens trifft, wird es keine wesentliche Veränderung im Kurs geben, denn der Konsens ist ja im Kurs bereits eingepreist.
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