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Jürgen Meiyer

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  1. Grüß dich Sam! CFD steht für “Contract for Difference”, also zu Deutsch ein Differenzkontrakt oder Differenzvertrag. Ganz vereinfacht formuliert ist ein CFD ein vertrag zwischen dir und dem Broker über die Zahlung der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs des vereinbarten Basiswertes. Na ja, ich vermute aber mal, dass du mehr oder weniger auch etwas über die Funktionsweise eines CFD wissen möchtest, oder? 😉 Also dröseln wir das mal etwas auseinander. Der erste Punkt ist “Contract”, also ein Kontrakt oder Vertrag den du mit dem Broker eingehst. Das ist selbstverständlich nichts Schlimmes und ist auch nicht gefährlich. Wenn du ein Girokonto bei einer Bank eröffnest, gehst du ja auch einen vertrag mit der Bank ein, aus dem sich Rechte und Pflichten ergeben. Also das sollte dich keinesfalls beunruhigen. Der zweite Aspekte ist “for Difference” also die vertraglich vereinbarte Zahlung einer Differenz, die sich aus dem An- und Verkaufskurs deiner Position ergibt. Ein Beispiel: Du „kaufst” (ich setze kaufen bewusst in Anführungsstrichen, Erklärung folgt später) eine Aktie bei 100 Euro, weil du denkst, dass der Kurs der Aktie steigen wird. Etwas später notiert der Aktienkurs bei 120 Euro. Du verkaufst die Aktie nun. Wie groß ist die Differenz? 20 Euro. Diese 20 Euro Gewinn zahlt dir der Broker auf dein Konto. Was ist, wenn du die Aktie aber bei 80 Euro verkaufst? Dann hast du 20 Euro Verlust und der Broker belastet dein Konto mit den 20 Euro. So weit, so gut. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: Du kaufst die Aktie gar nicht wirklich, sondern du schließt mit dem Broker rechtlich gesehen nur einen Vertrag ab, über die Zahlung der Kurs-Differenz zwischen dem Zeitpunkt des Ankaufes und dem Zeitpunkt des Verkaufes. Wenn du lediglich Aktien tradest, also kurzfristig hältst, dann spielt es auf den ersten Blick gesehen gar keine Rolle, ob du einen Aktien-CFD handelst oder die Aktie direkt kaufst. Aber bei CFDs bietet dir der Broker einen Hebel an. Und das ist ein zweiter wichtiger Unterschied zum Direkterwerb.
  2. Ja, richtig, du brauchst meistens nur 100 oder 200 Euro für den Anfang um Devisen zu handeln. Möglich macht dies der Hebel, der bei den großen Forexpaaren bei bis zu 1:30 liegen kann. Zahlst du zum Beispiel 200 Euro ein, und nutzt einen solchen Hebel, dann kannst du am Markt sozusagen 6.000 Euro bewegen (200 Euro x 30). Die Gewinne und Verluste bekommst du 1:1 in dein Depot. Also wenn du mit 6.000 Euro 2 Prozent Gewinn machst, sind das 120 Euro, die du gutgeschrieben bekommst. Läuft der Kurs aber gegen dich, hast du gleich mal 120 Euro Verlust! Dann hättest du nur noch 80 Euro übrig. Und glaub mir: 2 Prozent Kursbewegung sind gar nicht so unwahrscheinlich!
  3. Hallo Jane, bevor du dich damit beschäftigst, was denn die beste Stop Loss Strategie ist, empfehle ich dir, dich mit den Grundlagen des Marktes vertraut zu machen. So etwas wie “die beste Forex Strategie” oder “die beste Stop Loss Strategie” gibt es nicht! Aber genau das erfährst du erst, nachdem du dich näher mit der Materie vertraut gemacht hast. Daher die dringende Empfehlung von mir! Der Punkt ist, warum es nicht die beste Strategie gibt, ist die, weil sich die Märkte ändern. Es kann gut sein, dass eine Strategie - von mir aus auch eine Stop Loss Strategie - eine Zeitlang sehr gut läuft. Aber dann ändern sich die Märkte und die Rahmenbedingungen und die Strategie funktioniert auf einmal nicht mehr so richtig. Was jedoch wirklich immer funktioniert ist, überhaupt einen Stop Loss zu nutzen. Also das solltest du immer tun! Das liegt daran, dass du ja nicht weißt, ob deine Prognose aufgeht oder nicht. Aber anstatt einen bestimmten Prozentsatz zu nutzen, wie zum Beispiel starr x% vom aktuellen Kurs, solltest du dir den Chart anschauen und dort Unterstützungs- und Widerstandslinien einzeichnen. Setze dann den Stop Loss immer unterhalb oder oberhalb, je nachdem ob du Long oder Short bist, derartiger markanter Zonen. Lass aber auch immer etwas Luft, denn der Kurs dreht in der Regel nicht exakt an diesem Punkt, sondern kann auch immer etwas darüber hinausschießen. Wenn du so vorgehst, wirst du besseren Erfolg haben, als stur einen Prozentsatz vom aktuellen Kurs zu nehmen. Denn das berücksichtigt ja nicht markante Punkte. Wenn du meine Empfehlung als Stop Loss Strategie nimmst, dann ist das die vielleicht beste Stop Loss Strategie der Welt 😉
  4. Hallo Benjamin, Nachrichten für den Forexmarkt kannst du fast überall abrufen. Wenn du ein Forexkonto bei einem Broker hast, dann wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits über den Broker die Nachrichten abrufen können. Evtl. gibt es da eine Art Wirtschaftskalender, in dem die wichtigsten Termine drin stehen und auch die Bedeutung und - wenn es ganz gut läuft - sogar eine Erklärung, was denn dieser Termin bedeutet. Ansonsten kannst du dir die Termine, Daten und Nachrichten von fast allen Wirtschaftsseiten beziehen. Das ist eigentlich nicht das Problem. Viel herausfordernder finde ich, die Nachrichten richtig zu interpretieren und überhaupt einordnen zu können, was denn wichtig ist. Es nützt ja nichts, wenn du eine Nachricht zu irgendeiner wirtschaftlichen Kennzahl siehst, du aber gar nicht weißt, welche Bedeutung diese Nachricht für die Märkte haben. Denn manche Nachrichten sind für den Verlauf von Währungskursen recht uninteressant, andere dagegen sind wichtiger. Manchmal verschiebt sich auch der Fokus der Marktteilnehmer. Wichtig sind immer Arbeitslosenzahlen sowie Entscheidungen von Notenbanken. Diese Nachrichten solltest du immer im Fokus haben. Denn das sind genau die Punkte, die die Märkte nachhaltig beeinflussen können. Aber irgendwelche Befragungen von Volkswirten zur zukünftigen Einschätzung der Lage ist meistens recht uninteressant. Denn hier handelt es sich ja nur um Meinungen und Einschätzungen, also Prognosen, die ja in der Regel sowieso nicht so eintreffen werden. Harte Fakten dagegen sind deutlich wichtiger. Und wie gesagt, manchmal verschiebt sich der Fokus der Marktteilnehmer auch je nach aktueller Lage. Und ebenfalls ganz wichtig ist: deutlichen Einfluss auf die Kurse haben Nachrichten im Forexbereich nur dann, wenn die Zahl, oder die Nachricht, deutlich vom Konsens abweicht. Wenn sie dagegen genau den Konsens trifft, wird es keine wesentliche Veränderung im Kurs geben, denn der Konsens ist ja im Kurs bereits eingepreist.
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