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Olaf Engelberg

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  1. Hi Dennis, beim Copy Trading kopierst du die Trades anderer in deinem Depot, wie der Begriff ja schon deutlich macht 😉 Das machst du aber nicht “händisch”, sondern das passiert automatisch. Das hat selbstverständlich große Vorteile. Denn bei einem Daytrader kannst du ja nicht ebenfalls den ganzen Tag am Rechner sitzen und die Trades parallel dazu eingeben. Und außerdem würde durch den zeitlichen Unterschied - zwischen Versenden des Trades zu dir und bis du das eingegeben hast, vergeht ja schon eine gewisse Zeit - auch ganz andere Kurse und Ergebnisse rauskommen. Von dem her ist das automatisierte Kopieren von Trades die logische Folge. Eine Ausnahme sind Trades, die eine längere Laufzeit haben, wie bei Signaldiensten. Da bekommst du eine Mail oder eine Nachricht über einen Messenger Dienst mit den Einstiegsdaten. Und dann kannst du das selbst umsetzen in deinem Depot - oder auch nicht. Beim Copy Trading passiert das Alles aber, wie erwähnt, automatisch. Das ist allerdings Fluch und Segen zugleich. Klar ist, im Trading, vor allem im Daytrading, gibt es keine Alternative zum automatisierten Kopieren. Der “Fluch” dabei ist aber, dass du eben einen Großteil deiner Kontrolle über das Geld abgibst. Denn stell dir mal folgendes Szenario vor: Zugegeben, das ist etwas worst case mäßig, aber um es zu verdeutlichen: Ein Tipp ist ja, nicht ständig das Copy Trading Konto zu checken, weil die Volatilität einen verrückt machen kann. Nun stell dir aber mal vor, der Trader handelt sehr häufig an einem Tag und produziert am laufenden Bande Verluste. Du merkst das aber nicht, weil du ja nicht permanent nachschaust. Und wenn du nachsiehst, merkst du, dass dein Konto - ich formuliere es mal drastisch - geschrottet wurde. Hättest du jeden Trade händisch, also selbst, eingeben müssen, wäre das sicher nicht passiert. Denn ab einem gewissen Punkt hättest du die Reißleine gezogen. Aber wie gesagt, im DayTrading oder auch normalen Trading gibt es keine Alternative zum Copy Trading. Da muss man auch die schlechten Phasen mitnehmen. Möglich sind höchstens das Einbauen von Stopp-Level, sofern das beim Broker verfügbar ist.
  2. Hallo miteinander, die reinen Kosten für den CFD Handel wurden ja hier bereits umfassend beleuchtet. Ich würde aber auch mal auf die sogenannten Opportunitätskosten eingehen. Ich gebe zu, dass man die natürlich nicht nur im CFD Trading anführen kann, sondern bei jeglicher Art Geldanlage. Dennoch bin ich der Meinung, dass man das dann eben auch tun soll. Also mit Opportunitätskosten meine ich die Kosten, die mir durch die Geldanlage in CFDs verloren gegangen sind. Wie ist das zu verstehen? Nun, ich hätte das Kapital ja auch anderweitig benutzen können. Ich hätte zum Beispiel das Geld nehmen und in Aktien anlegen können. Dann hätte ich - natürlich abhängig von der konkreten Aktie und dem Investmentansatz - vielleicht deutlich mehr Freizeit gehabt, da ich nicht traden hätte müssen. Dennoch hätte ich möglicherweise einen Kurszuwachs sowie Dividenden erhalten. Im CFD Trading dagegen muss ich sozusagen permanent vor dem PC sitzen. Ja, muss ich natürlich nicht, aber ich gehe mal davon aus. Das Mehr an Zeit bei einer klassischen Anlage in Aktien hätte ich zum Beispiel dazu nutzen können, Geld zu verdienen durch Arbeit. Wer angestellt ist kann vermutlich nicht einfach mehr arbeiten und dadurch mehr Geld verdienen, aber wir müssen das ja irgendwie mal gegenüber stellen. Oder man hätte das Mehr an Freizeit für die Weiterbildung oder für die Familie nutzen können. Wenn ich durch den CFD Handel nun vergleichsweise wenig Geld erwirtschafte, dann wäre es besser gewesen, das Kapital anderweitig anzulegen. Das sind die Opportunitätskosten. Mir ist völlig bewusst, dass man das natürlich nicht im Voraus einfach so berechnen kann. Denn dazu müsste man bereits im Vorfeld wissen, was man durch das CFD Trading verdient (kann man ja schlecht vorher wissen). Und man müsste auch wissen, wie viel man anderweitig Geld verdienen kann. Ist aber auch schwierig gegenüberzustellen. Dennoch sollte die Berücksichtigung von Opportunitätskosten eine Beachtung finden!
  3. Hallo Sam, also ein paar Vorteile haben Robo Advisor schon, sonst würde es sie ja nicht geben, bzw. würde sie auch keiner nutzen 😉 Zunächst einmal sehen viele einen großen Vorteil darin, dass eben ein Roboter die Entscheidungen trifft und nicht ein Mensch. Denn ein Mensch kann von Gefühlen und Emotionen geleitet werden und daher Fehlentscheidungen treffen. Zudem fallen geringere Gebühren an, denn einen Roboter muss man ja nicht bezahlen. Weder benötigt er ein Festgehalt, noch Bonuszahlungen, noch sonst irgendwas. Klar, es sind Algorithmen in einem Computer. Selbstverständlich müssen die IT-Leute bezahlt werden und es fallen auch Kosten für Marketing an. Aber alles in allem sind die Kosten häufig geringer. Zudem ist das Geschäftsmodell skalierbar. Es spielt für einen Algorithmus in dein meisten Fällen keine Rolle, wie viel Geld er verwaltet. Darüber kann man auch komplexere Strukturen verwalten. Moderne Portfoliostrukturen sind über Robo Advisor möglich. Man kann verschiedene Risikoprofile erstellen und der Algorithmus verwaltet das Vermögen entsprechend den Vorgaben des Kunden. Das, was jedoch viele als Vorteil sehen, ist aber meiner Meinung nach auch der größte Nachteil: der Handel über einen Roboter. Es stimmt, dass Menschen Fehlentscheidungen treffen können. Aber man darf jetzt nicht davon ausgehen, dass Roboter immer nur richtige Entscheidungen treffen. Letzten Endes basieren sie nur auf der Programmierung von Menschen. Und menschliche Händler können in der Regel auch nicht komplett nach Gutdünken Entscheidungen in einem Portfolio treffen. Da gibt es Regelungen und Vorgaben, sodass krasse Fehlentscheidungen ausgeschlossen sein sollten. Und wie gesagt, ein Roboter kann auch nicht die Zukunft vorhersagen. Er ist nur so gut, wie der Konstrukteur dahinter, Des Weiteren ist es so, dass Menschen etwas besitzen, was Robotern fehlt: Intuition. In unserer Gesellschaft wird das häufig als nicht wichtig erachtet, aber Menschen, die eine Situation häufig erlebt haben und somit Erfahrung auf dem Gebiet besitzen, haben oft auch eine gute Intuition, die denen von mathematischen Modellen weit überlegen ist.
  4. Guten Tag Brian, im Gegensatz zu Aktien im Blue Chip Bereich solltest du Pennystocks nicht allzu lange halten. Zunächst einmal solltest du davon ausgehen, oder besser gesagt, du solltest damit rechnen, dass deine Investition weg sein kann. Du kannst deine komplette Investition verlieren. Und das ist noch nicht einmal ganz so unwahrscheinlich. Da also Pennystocks sehr risikobehaftet sind, solltest du sie eben so kurz wie möglich halten, um das Risiko zu verkleinern. Denn je länger du eine Aktie hältst umso größer ist das Risiko, dass du Geld verlierst. Natürlich steigt auch die Chance auf Gewinne, das muss man natürlich auch sagen. Vielleicht überlegst du dir im Vorfeld, bei welchem Kurs du die Aktie verkaufen willst. Und sobald die Aktie in diese Region kommt, dann solltest du mit dem Verkauf beginnen. Das kann bereits nach wenigen Tagen oder nach einigen Wochen sein. Also vielleicht kannst du sie noch einige Monate halten, aber länger empfehle ich es dir nicht. Denn spätestens dann sollte ja dann auch deine Spekulation aufgegangen sein. Und wenn sie nicht aufgegangen ist, dann solltest du dir überlegen, ob du diese Position weiter halten willst. Oder ob du sie besser wieder abstößt. Es ist auch generell schwierig Kursniveaus zu bestimmen. Die Chartanalyse funktioniert hier nur bedingt, da bei den meisten Pennystocks einfach zu wenig Liquidität vorhanden ist. Und je weniger Marktteilnehmer dort agieren, umso weniger aussagekräftig ist die Chartanalyse. Hier wird also sehr schnell deutlich, dass Pennystocks keine Investition für die Zukunft ist. So etwas wie Sparpläne oder Ähnliches eignet sich demnach überhaupt nicht bei Pennystocks. Und wenn die Aktie eine ganze Zeit lang nur vor sich herumdümpelt, dann verkauf sie doch einfach wieder.
  5. Guten Tag Walter, die Antwort auf deine Frage wonach man einen Robo Advisor auswählt ist in der Tat gar nicht so einfach. Ich persönlich denke mal, dass die meisten Anleger einfach mal googlen. Dann schauen sie welche Robo Advisor da so vorn auf den ersten Ergebnissen stehen und dann entscheiden sie sich für einen. Für welchen sie sich dann entscheiden liegt vermutlich dann daran, was so jeder einzelne Anleger für Erwartungen und Anforderungen an einen Robo Advisor hat. Der eine will eine möglichst hohe Rendite, dem anderen genügt bereits etwas weniger, ein Dritter will was Ausgewogenes und wieder ein anderer Anleger schaut nur auf die Kosten. Außerdem fallen manche Robo Advisor mehr oder weniger von allein weg, da einige Anbieter eine sehr hohe Mindesteinzahlung haben, von teilweise sogar 10.000 Euro und mehr. Das kommt natürlich nicht für jeden Anleger infrage. Ein weiterer Aspekt, der bei der Auswahl des richtigen Robo Advisors zur Debatte steht, ist auch, ob monatliche Einzahlungen möglich sind. Eine ganze Reihe von Anlegern möchte monatliche sparen. Und in diesem Zusammenhang spielt natürlich auch wieder die Höhe der Sparrate eine Rolle. Nicht jeder kann gleich mehrere Hundert Euro im Monat sparen - oder will das auch gar nicht in den Robo Advisor. Im Allgemeinen sind Robo Advisor auch nicht der heilige Gral. Es gibt hier Vor- und Nachteile, denen sich jeder Anleger bewusst sein muss. Also, auch du musst zuerst überlegen, was du möchtest und was du von deiner Geldanlage erwartest. Natürlich will jeder eine möglichst hohe Rendite. ABER: zu welchem Preis, damit meine ich, zu welchem Risiko? Zudem sind Robo Advisor eher für Personen gedacht, die sich selbst um Geldanlage wenig kümmern möchten. Außerdem solltest du einen sehr langen Zeithorizont mitbringen. Denn Robo Advisor sind nichts für das schnelle Geld.
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