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Albert Kuefner

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  1. Guten Tag Ivan, ich handle ja auch auf kurzfristige Sicht gesehen mit Bitcoin. Überwiegend versuche ich die Trades innerhalb weniger Tage wieder zu schließen. Denn der Kryptomarkt ist schon sehr volatil. Intraday-Trading ist für mich bei Bitcoin allerdings auch nicht das Wahre. Deswegen habe ich mich hierfür das sogenannte Swing Trading entschieden. Aber abgesehen davon habe ich auch einige langfristige Positionen in Bitcoin in meinem Wallet liegen. Ich greife immer dann zu, wenn es eine größere Kurskorrektur nach unten gab. Bei dem jetzigen Stand würde ich lieber etwas warten bis der Kurs wieder etwas nach unten kommt. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Wenn ich allerdings noch gar nicht in Bitcoin investiert wäre, und vorhätte, eine langfristige Position aufzubauen, dann würde ich jetzt egal zu welchem Kurs eine Order aufgeben. Allerdings nicht mit dem gesamten Kapital, welches ich in Bitcoin investieren möchte, sondern nur mit einem Teilbetrag. Denn es ist wichtig, zunächst überhaupt in Bitcoin investiert zu sein. Vielleicht nimmt man hier einfach 25 Prozent oder ein Drittel des Kapitals welches man in Bitcoin investieren möchte. Und später kauft man dann weiter zu. Dieses Vorgehen hat folgende Vorteile: Steigt der Bitcoin-Kurs jetzt weiter, ohne eine Korrektur zu machen, dann bin ich auf jeden Fall mit dabei. Zwar nicht mit meiner vollen Investition, aber das ist auch nicht weiter tragisch. Und ich kaufe dann später irgendwann wieder nach. Fällt dagegen der Preis für Bitcoin in den nächsten Tagen oder Wochen, so würde ich mit einem weiteren Teilbetrag eine neue Investition tätigen. In dem Falle, kann ich froh sein, dass ich nicht sofort alles in Bitcoin investiert habe. Ich habe noch genügend Liquidität, um eine weitere Position zu eröffnen. Bei diesem Vorgehen bin ich sozusagen für alle Eventualitäten gewappnet. Denn der Punkt ist einfach, dass ich nicht weiß, wie sich der Bitcoin Kurs in den nächsten Wochen entwickeln wird. Da ich persönlich allerdings bereits in Bitcoin investiert bin, würde ich jetzt zu diesem Zeitpunkt keine neue Investitionen tätigen. Aber wenn du eben noch nicht investiert bist, dann wäre das auf jeden Fall eine Überlegung wert. Ich denke, dass du mit dieser Strategie gut fahren wirst.
  2. Hi Sam, wenn du von einer Strategie bei einer Investition sprichst, dann meinst du damit, dass du langfristig in Pennystocks investieren möchtest. Denn als Investition bezeichnet man eine Geldanlage mit einer längerfristigen Haltedauer. Zwar benutzen wir manchmal auch umgangssprachlich den Begriff Investition, wenn wir da einfach nur Geld “investieren”, aber im Grunde genommen ist damit eine langfristige Geldanlage gemeint. Den kurzfristigen Handel mit Wertpapieren bezeichnet man eher als kurzfristige Spekulationen. Natürlich ist auch eine langfristige Geldanlage immer eine Spekulation, aber so wird halt im Allgemeinen der Unterschied gemacht. Eine Investition im Sinne einer langfristigen Haltedauer in Pennystocks ist mit großen Risiken verbunden. Das liegt insbesondere daran, dass Pennystocks ja nur nicht umsonst auf diesem Niveau gehandelt werden. Entweder handelt es sich hier um sehr kleine Unternehmen oder um Unternehmen, die bereits kurz vor der Insolvenz stehen, oder bereits in der Abwicklung sind. Eine mögliche Strategie, um dennoch von Pennystocks zu profitieren, möchte ich im Folgenden kurz erläutern. Denn es ist ja so, dass dennoch das eine oder andere Unternehmen vielleicht den Turnaround schafft und die Kurse wieder deutlich steigen. Bei dieser Strategie geht es viel um Diversifizierung. Nehmen wir einfach mal an, du möchtest 10.000 Euro in Pennystocks investieren. Dann könntest du dir zehn verschiedene Pennystock Aktien aussuchen, von denen du erwartest, dass sie deutlich steigen. Mit deutlich steigen meine ich aber nicht nur um 50 %, sondern vielleicht um 1.000 %! Das sind dann die sogenannten Ten Bagger. Das sich also ein Unternehmen verzehnfacht im Preis. Dies kann durchaus passieren. Jetzt nehmen wir an, du investierst in zehn verschiedene Pennystock Aktien. Das wären also pro Unternehmen 1.000 Euro. Jetzt stell dir vor, dass acht von diesen Unternehmen den Bach heruntergehen und auf null fallen. Ob das jetzt realistisch ist oder nicht sei dahingestellt, es geht um das Deutlichmachen. Die anderen beiden Unternehmen verzehnfachen sich aber tatsächlich im Preis. Wie sieht nun auf die Gesamtsumme bezogen dein Ergebnis aus? Die beiden Aktien, die sich verzehnfacht haben, haben nun zusammengenommen einen Wert von 20.000 Euro. Damit hast du deine ursprüngliche Investition verdoppelt. Und das, obwohl 80 % deiner ursprünglichen Investition, also die acht ausgesuchten Unternehmen, verloren gingen. Selbst wenn neun Aktien auf null fallen und sich eine verzehnfacht, hast du unter dem Strich nichts verloren. Nun, wie realistisch ist es, dass acht Aktien wirklich komplett auf null fallen? Auf der anderen Seite, wie realistisch ist es, dass mindestens ein oder zwei Aktien sich verzehnfachen? Diese Chance besteht durchaus! Allerdings siehst du, dass hier auch ein hohes Risiko vorhanden ist. Entscheiden sind zwei Punkte: eine ausreichend große Diversifizierung auf verschiedene Pennystock Aktien eine gute Auswahl an Pennystock Aktien, die eine Chance haben sich wirklich im Kurs zu verzehnfachen.
  3. Guten Tag Curtis, beim DayTrading musst du natürlich ein wenig anders vorgehen, als beim klassischen Investment in Aktien zum Beispiel. Beim Trading kommt es zum Beispiel nicht auf fundamentale Daten an. Höchstens in dem Moment, wenn News veröffentlicht werden, die ja immer das Potenzial haben, den Kurs deutlich zu ändern. In solchen Momenten, also wenn die News vorher als Terminsache bekannt gegeben werden, den Markt bzw. die Aktie dann entsprechend für das Trading meiden. Aber das muss man nicht. Einige Trader richten sich da überhaupt nicht danach. Die haben nur die ganz großen Termine im Blick. Zum Beispiel im Forex Handel wären das die Zinstermine oder die Bekanntgabe von Wirtschaftsdaten von nationaler oder internationaler Bedeutung. Bei deiner Kaufentscheidung steht vielmehr deine Strategie im Mittelpunkt. Die meisten DayTrader handeln, und das geht auch gar nicht anders, sehr stark basierend auf der Chartanalyse. Die Chartanalyse an sich, unterscheidet sich natürlich wiederum sehr stark innerhalb der Tradergemeinde. Aber der Blick auf den Chart ist das Wesentliche im DayTrading. Im Vorfeld musst du überlegen, unter welchen Umständen du einsteigst. Zum Beispiel weil der Kurs eine Barriere gebrochen hat. Das kann ein Widerstand oder eine Unterstützung sein. Abhängig von deinem Tradingplan gehst du nun einen Short oder Long Trade ein. Im Vorfeld musst du aber auch wissen, mit wie viel Kapital du einsteigst. Und du musst auch wissen, an welcher Stelle du wieder aussteigst. Und im besten Fall legst du dich im Vorfeld auch bereits fest, bei welchem Kurs du die Position wieder schließt. Obwohl es bei dem Letztgenannten um den Verkaufszeitpunkt geht, fließen diese Punkte auch mit in deine Kaufentscheidung mit ein. Warum? Stell dir vor, du stellst im Vorfeld fest, dass dein Kursziel sehr nah am Einstiegskurs ist. In dem Fall entscheidest du dich vielleicht, den Trade lieber nicht einzugehen, da das Chance Risiko Verhältnis einfach nicht stimmig ist.
  4. Guten Tag Jane, ich möchte ergänzend zu den bisherigen Kommentaren noch einen weiteren Unterschied zwischen Aktien und CFDs aufzeigen. Es ist nämlich nicht nur so, dass es rechtliche oder strukturelle Unterschiede gibt, sondern auch Unterschiede hinsichtlich des Investmentansatzes. Erstmal kurz noch eine Gemeinsamkeit, damit man den Unterschied in Bezug auf den Investmentansatz besser verstehen kann: Du kannst sowohl mit Aktien als auch mit CFDs kurzfristig traden, also kurzfristig von Kursschwankungen profitieren. Wenn das dein Hauptaugenmerk ist, und du über nicht allzu viel Kapital verfügst, dann ist das CFD Trading mit Aktien teilweise vorzuziehen. So, das war es aber auch schon. Aktien kannst du aber auch deshalb kaufen, weil du einen sehr langfristigen Investmentansatz hast. Zum Beispiel kaufst du dir im Rahmen eines monatlichen Sparplans Aktien, um dir damit eine Altersvorsorge aufzubauen. Das ist mit CFDs nicht möglich! Oder du legst dein Geld in Aktien an, auch denkbar durch regelmäßige Zukäufe, weil du dir damit ein regelmäßiges passives Einkommen aufbauen möchtest, zum Beispiel durch Dividenden. Auch das geht mit CFDs nicht. CFDs schütten keine Dividenden aus. Du erzielst keine laufenden Erträge mit CFDs. Mit Aktien dagegen ist das möglich. Das heißt nicht, dass jede Aktie Dividenden zahlt, aber es gibt zumindest genügend davon… Beim Kauf von Aktien bist du ja ein Teilhaber des Unternehmens. Daher investierst du dein Geld in Produktivkapital. Landläufig sagt man, dass Aktien Sachanlagen sind, was auch sinngemäß richtig ist, wenn auch nicht wortwörtlich. CFDs dagegen sind rein zur Spekulation geeignet. Es gibt keinen anderen Grund, warum man sonst CFDs kaufen sollte. Sicher, man kann damit auch hedgen, aber das würde ich mal als verlängerte Spekulation ansehen. Mit Aktien kannst du zwar auch spekulieren. Aber die möglichen Strategien, insbesondere für die langfristige Geldanlage, sind im Aktienhandel doch deutlich ausgeprägter. Und wie gesagt, du kannst Aktien auch als Einkommensquelle nutzen. Daher die Unternehmen aus verschiedensten Branchen kommen, kannst du dein Kapital auch in verschiedene Branchen anlegen. Zum Beispiel in Immobilienfirmen. Damit streust du dein Geld in Immobilien, ohne selbst Immobilien kaufen und bewirtschaften zu müssen. Fazit: Vor allem hinsichtlich des persönlichen Investmentansatzes, also warum, wofür, mit welchem Zweck lege ich mein Geld an, unterscheiden sich Aktien und CFDs gewaltig!
  5. Guten Tag Dennis, interessante Frage. Wenn man sich das so durchdenkt, könnte man fast auf die Idee kommen, dass man ja eigentlich gar keinen Robo Advisor braucht. Schließlich kann man ja auch selbst ganz einfach in ETFs investieren. Na ja, aber um mal auf deine Frage zurück zu kommen. Das Investieren - aus Sicht eines Robo Advisors - hat mehrere Vorteile. Zunächst einmal sind ETFs äußerst liquide. Robo Advisor verwalten ja, sicher, das ist auch abhängig vom konkreten Anbieter, eine große Menge an Geld. Durch Investitionen in einzelne Aktien könnten sie aufgrund ihrer Liquidität den Kurs der Aktie dadurch selbst beeinflussen. Das wäre aber nicht im Interesse des Anlegers. Im Umkehrschluss bedeutet das nämlich, dass der Preis für die Aktie steigt und es bei einem möglichen Verkauf nicht genügend Abnehmer gibt und der Robo Advisor den Preis dadurch selber drückt. Das passiert bei großen ETFs nicht. Da ist die Liquidität einfach zu groß. Selbst bei Blue Chip Aktien mag der einzelne Robo Advisor hier noch nicht die große Nachfrage erzeugen, aber bei vielen Robo Advisors zusammengenommen dann schon. Ein weiterer großer Vorteil von ETFs ist, dass sie günstig sind. So zumindest die verbreitete Aussage. Jetzt muss man aber auch sagen, dass das Halten von Aktien gar keine Kosten verursacht, ETFs dagegen schon. Selbst wenn die Kosten niedrig sind, aber es fallen laufende Gebühren bei ETFs an, bei Aktien nicht. Zusätzlich streut man durch eine Investition das Risiko auf sehr einfache und schnelle Art und Weise. Anstatt nur eine Aktie zu kaufen, kauft man mit einem ETF gleich 30, 50, 100, 500, 1000 oder mehr Aktien, abhängig vom ETF bzw. dem zugrunde liegenden Index. Wenn man die Aktien alle einzeln kaufen müsste, dann wäre das teurer. Also aus dieser Sicht heraus stimmt das Kostenargument. Aber man würde eigentlich auch nicht alle Aktien aus einem Index kaufen, das ergibt keinen Sinn… Tja, wenn man sich das alles so anschaut, dann kommt man tatsächlich wieder zu dem Schluss, dass man doch auch selber die ETFs kaufen könnte 😉
  6. Hallo Paul, ich verstehe warum du diese Frage stellst. es wird ja oft genug davor gewarnt, wie gefährlich Pennystocks sind, weil du deine Investition verlieren kannst. Und da ist es ja naheliegend, dass du diese Aktien einfach leer verkaufst, wenn denn das Risiko des Totalverlustes beim kauf der Aktien so hoch ist. Allerdings ist das Risiko eines Leerverkaufs auch hoch. Denn es ist ja nicht garantiert, dass die Aktien im Pennystock-Bereich alle einbrechen. Sonst wäre das ja ein risikofreier Gewinn 😉 Aber mal ganz abgesehen von den Risiken - bei Leerverkäufen kann dein Verlust deine Einzahlung übersteigen und theoretisch unendlich hoch sein! - wird es schwierig, einen Broker zu finden, bei dem du das machen kannst. Denn um Aktien - egal ob Blue Chips oder Pennystocks - leer zu verkaufen, musst du dir diese Aktie von jemandem anderen leihen. Na ja, und so viele Anleger gibt es nun nicht gerade, die diese Aktien im Depot haben. Der Broker hat also gar nicht so die Auswahl. Denn bei einem Leerverkauf verkaufst du die Aktie, ohne sie im Depot zu haben. Du spekulierst darauf, dass der Preis der Aktie sinken wird und die sie damit einige Tage, oder wann auch immer, günstiger zurückkaufen kannst. Und da der Käufer die Aktie erhalten muss, musst du dir die Aktien leihen. Und die Leihe ist ja auch nicht gerade gratis. Also in der Praxis wird es sehr schwierig werden einen Broker zu finden bei dem das möglich ist. Und dann kannst du sicher auch nicht alle Pennystocks leerverkaufen, sondern nur die, bei denen zumindest ein gewisses Niveau an Liquidität vorhanden ist. Also meiner Meinung nach lohnt sich das Risiko und der Aufwand nicht. Du musst einen Broker finden, der das ermöglicht. Aktien-Leihe kostet Geld. Du kannst maximal 100 Prozent gewinnen, nämlich wenn der Kurs auf 0 fällt. Aber du hast ein theoretisch unbegrenztes finanzielles Risiko!
  7. Moin moin Walter, ich an deiner Stelle würde mir auch anschauen, wie lange es den Robo Advisor schon gibt. Bei einem neuen Anbieter weißt du ja noch nicht, wie sich der so entwickeln wird. Am Anfang bzw. auf der Homepage der Unternehmen sagen ja alle, dass sie toll sind und du hier die besten Renditen erzielst und so was halt. Aber nur bei einem Robo Advisor den es schon relativ lange gibt, kannst du dir eine Historie anschauen, die aussagekräftig ist. Klar, du weißt natürlich auch bei einem langjährigen Anbieter nicht mit Sicherheit, wie der sich in Zukunft entwickeln wird. Es gibt nun mal keine Garantie. Aber zumindest weißt du, wie sie in der Vergangenheit gearbeitet haben. Und wenn das erfolgreich war, werden sie das in der Zukunft vermutlich auch machen. Mit erfolgreich meine ich im Übrigen nicht, dass der Robo Advisor jedes Jahr eine super Performance hinlegt. Mit erfolgreich meine ich, dass der Robo Advisor im Allgemeinen besser abschneidet als der Markt. Ja, ich weiß “der Markt” ist wieder ein sehr dehnbarer Begriff. Aber nehmen wir als Vergleich einfach den S&P500 oder den MSCI World. Sowas in der Richtung wäre vermutlich ein guter Vergleichsindex für einen Robo Advisor. Und wenn der Robo Advisor besser abschneidet als so mancher Index, dann lohnt sich dort eine Investition. Wenn nicht, dann kannst du auch einfach einen ETF kaufen und fertig. Da hast du noch weniger Mühe. Und um zu prüfen, ob ein Robo Advisor Angebot besser ist als der Markt, muss er logischerweise eine möglichst lange Historie haben. Achtung: Gebe nicht all zu viel auf Bachtests! Neue Anbieter legen dann immer Zahlen aus Backtests vor, aber hier muss man vorsichtig sein! Vielleicht noch ein Hinweis: Besser als der Markt kann auch bedeuten, dass der Robo Advisor in hektischen Börsenphasen weniger Verlust macht. Er ist also deutlich weniger volatil als einige Indizes. Das ist für manche Anleger genauso wichtig wie die Rendite. Ich wollte das nur der Vollständigkeit halber sagen!
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