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Brian Hayslip

Was ist eine Stop-Loss-Order?

Question

4 answers to this question

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Eine Stop-Loss-Order ist eine automatisierte Anweisung, eine Position zu einem bestimmten Preis zu liquidieren. Sie werden im Voraus auf einen Preis gesetzt, der sich in Richtung dieses bestimmten Niveaus bewegt, um Verluste bei schlechten Geschäften zu begrenzen. Stop-Losses werden von individuellen Händlern ermittelt, die diese Informationen dann in die von ihnen verwendete Brokerplattform eingeben. Der Broker gibt dann eine Anweisung an den Markt, das referenzierte Preisniveau automatisch auszuführen. Unter bestimmten Marktbedingungen kann es schwierig sein, Trades tatsächlich auszuführen und Stop-Losses können dem Gapping-Risiko unterliegen. Infolgedessen können Sie die Kosten/Nutzen bei der Verwendung von garantierten Stop-Losses berücksichtigen oder zumindest sicherstellen, dass Sie mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Brokers vertraut sind. Beispielhaft ist das folgende Kurs-Chart für Gold CFD aufgeführt. Der Trader verwendet ein 15-minütiges Zeitintervall und eine Breakout-Strategie für die Eröffnungsspanne und verkauft bei 1200,08 Short. Der Stop-Loss wird auf 1202,00 festgelegt, was knapp über dem Tageshoch 1201,70 liegt. Wenn der Preis zinsbullisch wird und 1202,00 erreicht, wird der Handel automatisch geschlossen. Ein Stop-Loss auf eine Long-Position würde unter dem Einstiegspreisniveau liegen. High of the day = Tageshoch Current sell rate = aktueller Verkaufskurs Stop Loss set just above High of the day = Die Stop-Loss-Order befindet sich oberhalb des Tageshochs Jede Handelsstrategie (wie beispielsweise Fading oder Scalping) hat ihren eigenen Ansatz, wo Stopp-Losses gesetzt werden sollten. Stop-Losses sollten während der Recherchephase bestimmt werden und nicht während der aktiven Handelsphase Ihres Trade.

Vorteile

  • Die Automatisierung ist ein großer Vorteil, insbesondere bei Börsen, die über Nacht handeln.
  • Es erzeugt zudem einen disziplinierteren Ansatz für die Anwendung Ihrer Handelsstrategien, da es manuelle Eingriffe erfordern würde, um einen Stop-Loss zu überschreiben/stornieren, der zum Zeitpunkt eines Handels angesetzt wird.
  • Stop Losses sollten nicht im Zuge einer Kursentwicklung entfernt werden, um zu versuchen, einen Handel am Leben zu erhalten. Das kann zu erheblichen Verlusten führen. Nehmen Sie sich stattdessen den Erfolg und verbringen Sie Zeit mit der Bewertung Ihrer Handelsstrategien.
  • Das Verschieben von Stop-Losses, um einem profitablen Handel zu folgen, ist ein weit verbreitetes Tradinginstrument. Trailing Stop Losses können sicherstellen, dass ein einmal profitabler Handel einen kleinen Gewinn erzielt oder zumindest die Gewinnschwelle erreicht, sollte sich der Markt drehen. Auf Momentum basierende Trading-Strategien können den Verkauf eines Teils einer profitablen Position beinhalten, den Rest aber laufen lassen. Die realisierten Gewinne werden dann mit dem Stop-Loss verrechnet, der auf dem ursprünglichen Niveau bleibt.
 

Nachteile

Obwohl es dringend empfohlen wird, dass Sie Stop Losses verwenden, gibt es einige Situationen, in denen Sie erwägen könnten, sie vielleicht zu entfernen:
  • Nachrichtenereignisse, wie die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, können zwar nach festen Zeitplänen erfolgen, aber immer noch zu vorübergehenden Perioden mit ungewöhnlich hoher Preisvolatilität führen. Eine Bewegung mit starken Ausschlägen ist möglich, bis der Markt das Neue verdaut hat, wobei diese Preisspitzen Stop-Losses treffen und Positionen mit Verlust schließen können. Infolgedessen nehmen einige Händler Stop-Losses bei wichtigen Veröffentlichungen wie z. B. Ankündigungen zur Lohn- und Gehaltsabrechnung außerhalb der Landwirtschaft weg und geben sie wieder ein, sobald die Kursentwicklung weniger volatil wird.
  • Auch längerfristige Änderungen der Marktbedingungen werden berücksichtigt. Wenn beispielsweise die Preisvolatilität hoch ist und 4 % erreicht, dann wäre es wahrscheinlicher, dass Stop Losses, die auf der Grundlage von Preisvolatilitätsniveaus von 2 % festgelegt wurden, ausgelöst werden.
  Sie können die Märkte auch ohne Stop-Losses handeln. Tatsächlich ist die Funktionalität von Brokerplattformen so ausgelegt, dass Sie aktiv anweisen müssen, um einen Stop-Loss auf Ihre Positionen anzuwenden. Die Voreinstellung ist, dass kein Stop-Loss angewendet wird. Beachten Sie, dass Sie für die Eingabe von Stop-Losses verantwortlich sind.

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Hi Brian,

 

gut, dass du das fragst. Denn eine Stop-Loss Order ist eine grundlegende Sache, die jeder im Trading kennen und nutzen sollte. Eine Stop-Loss Order kann dir dein Konto vor dem totalen Crash schützen. Auch wenn es natürlich kein Allheilmittel ist…

 

Eine Stop-Loss Order gibst du auf, wenn du bereits eine offene Position hast (bei einigen Anbietern kann man sie auch schon vorher an den Broker übermitteln). Ich möchte dir das am besten mal anhand eines Beispiels erklären:

 

Du eröffnest eine Long-Position, das heißt du spekulierst auf steigende Kurse. Allerdings weißt du ja nicht, ob deine Prognose auch so eintreffen wird. Daher setzt du dir ein Limit (unterhalb deines Einstiegskurses), an welchem der Broker deine Position verkaufen soll. Du kannst das Limit so setzen, dass du quasi sagst, an diesem Punkt ist meine Spekulation hinfällig. Zum Beispiel steigst du bei 100 Euro ein. Deine Stop-Loss Order liegt dann bei - sagen wir mal - 85 Euro. Sobald der Kurs die 85 Euro erreicht, führt der Broker deine Stop-Loss Order aus, das heißt er verkauft deine Position mit Verlust.

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Alles korrekt was Frederik bereits zu diesem Thema gesagt hat. Ich möchte jedoch noch auf zwei weitere Aspekte im Zusammenhang mit einer Stop-Loss Order eingehen.

 

1.) Eine Stop-Loss Order kannst du auch oberhalb deines Einstiegskurses setzen. Und zwar dann, wenn deine Position bereits im Gewinn ist, also im Buchgewinn. Beispiel: Du bist bei 100 Euro eingestiegen. Der Kurs liegt nun bei 130 Euro. Du setzt eine Stop-Loss Order bei 110 Euro. Dieses Vorgehen “garantiert” dir die Sicherung von Gewinnen. Natürlich keine 100 prozentige Garantie, wie ich gleich beim zweiten Punkt erläutern werden. Es ist sogar möglich, das automatisieren zu lassen. Man spricht dann von einer Trailing-Stop-Loss Order. Du gibst zu Beginn entweder einen festen Abstand zum Kurs in Punkten oder in Prozent an. Der Broker zieht, sofern der Kurs in die “richtige” Richtung läuft, automatisch mit.

 

2.) Wichtig zu wissen ist, dass eine Stop-Loss Order dir NICHT den Kurs garantiert, den du bei Orderaufgabe eingibst. Die technische Umsetzung ist folgendermaßen:

 

Bei Erreichen des Stop-Loss Niveaus führt der Broker eine nicht limitierte Verkaufsorder aus. Das bedeutet, dass die Order zum nächst verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Dieser muss aber nicht exakt bei dem Niveau sein, den du angegeben hast, sondern kann darunter oder darüber liegen. Bei liquiden Werten und im Regelfall wird sich der Kurs nicht wesentlich vom Stop-Loss Level unterscheiden. Es gab aber auch Situationen, bei denen der nächst verfügbare Kurs erst deutlich unterhalb des Stop-Loss Levels lag (kannst ja mal “Euro Schweizer Franken Aufhebung Mindestkurs” googlen).

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Danke Bertram für die Ergänzung. Ich möchte auch noch hinzufügen, dass du eine Stop-Loss Order natürlich nicht nur bei Long-Positionen, sondern auch bei Short-Positionen nutzen kannst. Die Stop-Werte liegen dann entsprechend oberhalb des aktuellen Kurses.

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