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Benjamin Schmitz

Wovon werden Robo Advisor bezahlt? Wie viel kosten sie?

Question

2 answers to this question

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Digitale Vermögensberater oder automatisierte Investmentmanagement-Plattformen sind in der Regel deutlich günstiger als die Nutzung herkömmlicher Finanzberater. Die meisten machen Geld, indem sie den Kunden einen Prozentsatz der verwalteten Vermögen berechnen, typischerweise zwischen 0,25% und 0,8%, je nach Plattform. Sie bezahlen immer noch die mit Ihren Investitionen verbundenen Kosten, die in der Regel kostengünstige ETFs mit Kostenquoten von 0,25% oder weniger sind. Einige digitale Vermögensberater berechnen den Kunden nichts für die Verwaltung ihrer Investitionen; WiseBanyan und Wealthfront sind zwei Beispiele für eigenständige kostenlose digitale Vermögensberater. Unter den traditionellen Finanzmanagement-Unternehmen bietet Charles Schwab auch Digitale-Vermögensberater-Dienstleistungen, bekannt als intelligentes Portfolio, ohne direkte Kosten für Investoren an. Obwohl ein digitaler Vermögensberater keine Managementgebühr berechnet, hat er immer noch Möglichkeiten, Geld mit Ihrem Geld zu verdienen. Zum Beispiel berechnen einige Provisionen für die Geschäfte, die sie in Ihrem Portfolio tätigen. Bei anderen kann eine Bearbeitungsgebühr auf Konten unterhalb eines bestimmten Saldos anfallen. Die Verwaltungsgebühren können auch je nach Ihrem Kontostand variieren. Die 0-%ige Verwaltungsgebühr von Wealthfront gilt nur für Kontensalden unter 50.000 US-Dollar; danach berechnen sie 0,25 % für die Verwaltung Ihrer Vermögenswerte. Hedges hingegen beginnen bei 0,75 % für Salden bis zu einer Million Dollar, wobei die Gebühr darüber hinaus auf 0,30 % sinkt. Einige digitale Vermögensberater verdienen Geld durch Kickbacks aus proprietären Fonds. Wenn ein digitale Vermögensberater beispielsweise einen ETF eines bestimmten Unternehmens empfiehlt, zahlt dieses Unternehmen diesem einen Bonus wegen der Empfehlung aus. Andere Plattformen integrieren die Mittelzuweisung in ihr Umsatzmodell. Sie verknüpfen jedes Portfolio mit einer bestimmten Asset-Allokationsformel, wie beispielsweise 60 % Aktien, 35 % Anleihen und 5 % Bargeld. Charles Schwab verfügt über besonders hohe Mittelzuweisungen zwischen 6 % und 30 % des Portfolios, die von Fall zu Fall nicht geändert werden können. Das ist für Investoren von Bedeutung, da mit einer hohen Barzuweisung indirekte Opportunitätskosten verbunden sind. Ein Portfolio mit einem Volumen von 500.000 US-Dollar und einer obligatorischen Mittelzuweisung von 10 % wird einen erheblichen Liquiditätsengpass erfahren. Angenommen, ein typisches Portfolio von 60/40 Aktien und Anleihen erwirtschaftet 7 % pro Jahr, dann verlieren Sie etwa 3.500 $ an Rendite auf den Geldanteil Ihres Kontos. Auf lange Sicht sind die Auswirkungen auf Ihr Portfolio dramatisch. Ein weiterer Aufwand, den man bei digitalen Vermögensberatern beachten sollte, betrifft Transaktionsgebühren und Provisionen für Geschäfte. Jedes Mal, wenn der Berater in Ihrem Namen kauft oder verkauft, kann Ihnen eine Gebühr berechnet werden. Einige Plattformen verzichten auf diese Transaktionskosten, andere berechnen jedoch zwischen 5 und 20 US-Dollar pro Transaktion. In den meisten Fällen kosten digitale Vermögensberater deutlich weniger als traditionelle menschliche Finanzberater, aber ihr Leistungsangebot beschränkt sich auch auf einfache Anforderungen der Finanzplanung. Die meisten halten an der grundlegenden Altersvorsorge, dem Portfolio-Rebalancing und der steuerlichen Verlustabrechnung fest. Komplexere Anforderungen an die Finanzplanung, wie Vermögensschutz oder integrierte Nachlassplanung, übersteigen ihre Möglichkeiten. Einige Plattformen haben diese Mängel behoben, indem sie hybride Pakete anbieten, die einen begrenzten Zugang zu einem menschlichen Finanzplaner ermöglichen, sowie automatisierte Portfoliomanagement-Dienstleistungen. So bietet Betterment beispielsweise "Beratungspakete" an, die auf bestimmte Lebensereignisse zugeschnitten sind. Vanguard verbindet beispielsweise jeden Kunden mit einem zertifizierten Finanzplaner. Wenn Sie die Verwendung eines Robo-Advisors in Betracht ziehen, sollten Sie alle damit verbundenen Kosten, direkte Verwaltungsgebühren und Fondskostenquoten sowie Transaktionskosten und indirekte Opportunitätskosten verstehen. Jede davon wird sich auf die Gesamtrendite auswirken.

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Hallo Benjamin,

 

tja, was denkst du wohl, von wem Robo Advisor bezahlt werden? Letzten Endes von dir natürlich… 😉 Von wem auch sonst? Es gibt verschiedene Kostenfaktoren aber auch verschiedene Gebührenmodelle.

Häufig gibt es eine Art Grundgebühr. Die wird dir zum Beispiel in Form eines Prozentsatzes von deiner Anlage berechnet, beispielsweise 0,85 Prozent pro Jahr. Das heißt, je mehr Geld du dem Robo Advisor anvertraust, desto mehr Geld musst du auch bezahlen. In dem Fall wären das 0,85 Prozent deiner Einlage.

Aber manchmal ist das auch eine Art Fixgebühr, sagen wir mal 2 Euro im Monat oder sowas. Ich bin mir nicht sicher, ob die Zahl jetzt realistisch ist, aber nur damit eine Vorstellung hast, was ich damit meine.

Diese Gebühren wiederum könnten gestaffelt sein. Manchmal ist es so, dass je mehr Geld du einzahlst, der Prozentsatz geringer wird. Also mal angenommen, du zahlst nur 1000 Euro ein, dann liegt der Prozentsatz bei 0,85 Prozent. Und ab 10.000 Euro dann bei 0,65 Prozent und ab 25.000 Euro nur noch bei 0,45 Prozent. Sind nur Beispielzahlen, ja?

Eine Transaktionsgebühr an sich fällt eigentlich nicht, also nicht das ich wüsste. Das müsste in aller Regel mit den Grundgebühren mit verrechnet sein. 

Teilweise gibt es dann noch eine Performance-Fee. Das bedeutet, dass der Robo Advisor eine extra Gebühr bekommt, also zusätzlich zur “Grundgebühr”, wenn er eine bestimmte Performance erreicht. Auch hier existieren wieder ganz verschiedene Gebührenmodelle, und es wäre müßig diese jetzt alle einzeln aufzulisten.

Zudem kann es auch Kosten für Ein- und Auszahlungen geben. Da kann es beispielsweise vorkommen, dass eine Einzahlung im Monat gratis ist, alle weiteren kosten Geld usw. 

Und wie gesagt, es berechnet nicht jeder Robo Advisor sämtliche hier genannten Gebühren. Oft ist es ein Mix aus verschiedenen Kostenblöcken.

Aber ich denke damit hast du bereits einen guten Überblick, über die Kosten, die in aller Regel bei einem Robo Advisor so anfallen.

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