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Warum empfehlen digitale Vermögensberater fast immer ETFs?


Dennis Mayer
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Wenn Sie einen digitalen Vermögensberater zur Verwaltung Ihres Geldes einsetzen, stehen die Chancen gut, dass Ihr Portfolio mit ETFs gefüllt wird. Fünf Jahre nach der Einführung des Konzeptes des digitalen Vermögensberaters durch Betterment im Jahr 2008 befanden sich fast 100% aller verwalteten Vermögen in ETFs. Heute, 10 Jahre nach der Einweihung der digitalen Vermögensberater, greifen immer mehr von ihnen auf andere Nischen zurück, darunter einzelne Aktien und andere Anlageklassen wie Immobilien, P2P-Kredite und die Infrastruktur. Diese digitalen Vermögensberater sind jedoch eine deutliche Minderheit. Der ETF ist nach wie vor die bevorzugte Anlage in den meisten Portfolios. Dies stimmt tatsächlich mit dem investierenden Publikum als Ganzes überein; im Jahr 2010 beliefen sich die ETFs auf nur 800 Millionen Dollar gegenüber 3 Billionen Dollar bis Ende 2017. Dafür gibt es viele Gründe. Am wichtigsten ist vielleicht, dass ETFs kostengünstig zu halten sind. Die meisten haben Kostenquoten unter 0,10%, und es gibt viele, die nur $40 pro investierten $10.000 kosten. Da niedrige Kosten ein Hauptfaktor für den Erfolg von digitalen Vermögensberatern sind, ist es sinnvoll, dass sie sich für Anlagen entscheiden, die für ihre Kunden ähnlich kostengünstig sind. Zum anderen ermöglichen ETFs ein breites Portfolio gegenüber einem speziellen Fundes von Aktien oder anderen Anlageklassen. Der ETF-Markt ist groß und vielfältig, wobei die Fonds die wichtigsten nationalen und internationalen Indizes und Anlageklassen verfolgen. ETFs machen es relativ einfach, ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. ETFs sind zudem steuerlich effizienter als andere Investmentfonds. Im Allgemeinen schafft ein ETF nur dann ein steuerpflichtiges Ereignis, wenn er eine Aktie verkauft, die aus einem Index entfernt wurde. Andere strukturelle Unterschiede zwischen ETFs und Investmentfonds tragen zur allgemeinen Steuereffizienz bei. Eine Studie ergab, dass Investmentfonds Kapitalgewinne in Höhe von etwa 7% des NAV erzielten, während Indexfonds nur 0,02% des NAV an Kapitalgewinnen generierten. Ein weiterer Vorteil von ETFs gegenüber anderen Arten von Fonds besteht darin, dass es keine Kontomindestanforderungen für Investitionen in einen ETF gibt. Dies steht im Einklang mit vielen der digitalen Vermögensberaterplattformen, die keine Mindesteinlage zur Kontoeröffnung benötigen. Die Mindestinvestition für einen ETF ist der Preis einer einzelnen Aktie. Natürlich gibt es Risiken, die mit einem Portfolio verbunden sind, das ausschließlich aus ETFs besteht. Meistens wenn Sie einen digitalen Vermögensberater zur Verwaltung Ihres Geldes einsetzen, stehen die Chancen gut, dass Ihr Portfolio mit ETFs gefüllt wird. Fünf Jahre nach der Einführung des Konzeptes des digitalen Vermögensberaters durch Betterment im Jahr 2008 werden die günstigsten Fonds gesucht und Überlegungen wie Steuereffizienz und Liquidität außer Acht gelassen. Weniger liquide Mittel haben größere Differenz zwischen Angebot und Nachfrage, was sich auf die Gesamtperformance auswirken kann. Schließlich werden die meisten ETFs passiv verwaltet, indem sie einfach versuchen, die Performance und Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index nachzuahmen. Dem ETF-Modell liegt ein Element des Tracking Error zugrunde, was bedeutet, dass ETFs fast immer eine gewisse unterdurchschnittliche Performance gegenüber dem Index aufweisen werden. Obwohl es einige aktiv verwaltete ETFs gibt, die versuchen, den Markt zu übertreffen, haben sie in der Regel höhere Kostenquoten und sind daher selten in den Portfolios digitaler Vermögensberater enthalten. Es gibt einige digitale Vermögensberaterplattformen, die sich auf aktiv verwaltete Fonds konzentrieren, um die Rendite zu steigern. Einer davon ist Qplum, das mit künstlicher Intelligenz seine Handelsstrategien gestaltet. Ihr Flaggschiff-Portfolio umfasst 45 aktiv verwaltete ETFs aus verschiedenen Sektoren und Anlageklassen und hat den S&P 500 stets übertroffen. Unter dem Strich sind ETFs als Teil eines ausgewogenen Portfolios sinnvoll, und sie funktionieren besonders gut in den Portfolios der digitalen Vermögensberater, die sich an kleine oder unerfahrene Anleger und solche in den frühen Phasen des Vermögensaufbaus richten. Aber es ist auch wichtig, über ein ETF-exklusives Portfolio hinauszugehen, um das systemische Risiko zu reduzieren. Digitale Vermögensberater, die zusätzliche Anlageklassen anbieten, könnten hier von Vorteil sein.
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Guten Tag Dennis,

interessante Frage. Wenn man sich das so durchdenkt, könnte man fast auf die Idee kommen, dass man ja eigentlich gar keinen Robo Advisor braucht. Schließlich kann man ja auch selbst ganz einfach in ETFs investieren.
Na ja, aber um mal auf deine Frage zurück zu kommen. Das Investieren - aus Sicht eines Robo Advisors - hat mehrere Vorteile.
Zunächst einmal sind ETFs äußerst liquide. Robo Advisor verwalten ja, sicher, das ist auch abhängig vom konkreten Anbieter, eine große Menge an Geld. Durch Investitionen in einzelne Aktien könnten sie aufgrund ihrer Liquidität den Kurs der Aktie dadurch selbst beeinflussen. Das wäre aber nicht im Interesse des Anlegers. Im Umkehrschluss bedeutet das nämlich, dass der Preis für die Aktie steigt und es bei einem möglichen Verkauf nicht genügend Abnehmer gibt und der Robo Advisor den Preis dadurch selber drückt.
Das passiert bei großen ETFs nicht. Da ist die Liquidität einfach zu groß. Selbst bei Blue Chip Aktien mag der einzelne Robo Advisor hier noch nicht die große Nachfrage erzeugen, aber bei vielen Robo Advisors zusammengenommen dann schon.
Ein weiterer großer Vorteil von ETFs ist, dass sie günstig sind. So zumindest die verbreitete Aussage. Jetzt muss man aber auch sagen, dass das Halten von Aktien gar keine Kosten verursacht, ETFs dagegen schon. Selbst wenn die Kosten niedrig sind, aber es fallen laufende Gebühren bei ETFs an, bei Aktien nicht.
Zusätzlich streut man durch eine Investition das Risiko auf sehr einfache und schnelle Art und Weise. Anstatt nur eine Aktie zu kaufen, kauft man mit einem ETF gleich 30, 50, 100, 500, 1000 oder mehr Aktien, abhängig vom ETF bzw. dem zugrunde liegenden Index. Wenn man die Aktien alle einzeln kaufen müsste, dann wäre das teurer. Also aus dieser Sicht heraus stimmt das Kostenargument. Aber man würde eigentlich auch nicht alle Aktien aus einem Index kaufen, das ergibt keinen Sinn…
Tja, wenn man sich das alles so anschaut, dann kommt man tatsächlich wieder zu dem Schluss, dass man doch auch selber die ETFs kaufen könnte 😉

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