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Wie werden Robo-Berater reguliert?

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Robo-Berater sind eine ziemlich neue Entwicklung, ungefähr vor einem Jahrzehnt wurden sie von Wealthfront Advisors im Jahr 2008 eingeführt. Da sie so neu sind, fragen sich viele Leute ob sie vertrauenswürdig sind und wie sie reguliert werden. In den USA müssen sich Robo-Berater bei der Securities and Exchange Commission (SEC) registrieren. Sie unterliegen genau den gleichen Sicherheitsbestimmungen und Gesetzen wie traditionelle menschliche Berater und Broker-Dealer. Fast alle Robo-Berater sind Mitglieder der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA), die dieselbe Selbstregulierungsorganisation ist, die für die Regulierung jedes Finanzinstituts zuständig ist. Jeder Benutzer oder potenzielle Benutzer von Robo-Advisor-Diensten wird wahrscheinlich glücklich sein zu wissen, dass die Aufsicht über diesen neuen Beratungsdienst genauso stark ist, wenn nicht sogar stärker, als die Aufsicht über die Banken, Börsenmakler und Versicherungsgesellschaften. Robo-Berater setzen bei der Akquise von Kunden, Onboarding und Kontenmanagement stark auf digitale Werbung. Dies verbessert die Effizienz für die Robo-Advisor-Unternehmen und ihre Kunden. Da dieser digitale Fokus jedoch für das Robo-Advisory-Geschäft von zentraler Bedeutung ist, ist er auch der primäre Fokus der Regulierungsbehörden. Robo-Berater verlassen sich auf die potenziellen Kosteneinsparungen und Leistungsvorteile als Verkaufsargument für ihren Service. Sie stellen diese Informationen auf verschiedenen Social-Media-Sites und Online-Blogs bereit. Da ist es ein zentrales Anliegen der Regulierungsbehörden, die die Digitalmarketing-Bemühungen von Robo-Beratern ständig überwachen, sicherzustellen, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind und alle geltenden Vorschriften eingehalten werden. Robo-Beratungsunternehmen haben die gleichen strengen Vorschriften, um ihren Kunden eine treuhänderische Betreuung zu bieten, auch wenn zwischen dem Robo-Beratungsunternehmen und dem Kunden keine menschliche Interaktion besteht. Die Securities and Exchange Commission (SEC) veröffentlicht seit Februar 2017 Richtlinien für Robo-Advisors und ist sich auch ganz klar in ihrer Absicht, die Aktivitäten von Robo-Advisory-Unternehmen genau zu überwachen. Aus diesem Grund gab es kaum Überraschungen von Branchenbeobachtern, als die SEC im Dezember 2018 ihre ersten beiden Vollstreckungsklagen gegen Robo-Berater auslöste. Es ist jedoch ironisch, dass einer der Angeklagten Wealthfront Advisors war, die gleiche Firma, die als Gründer der Robo-Advisor-Klasse für Dienste anerkannt wurde. Die SEC hat Anklage gegen die Gesellschaft und gleichzeitig auch gegen Hedgeable Inc., einer in New York City ansässigen Firma, die seit 2009 als Robo-Advisor registriert ist, erhoben. Beide Unternehmen wurden wegen Betrugs und Verstoßes gegen die Compliance-Programmregel angeklagt, wonach die Beratungsunternehmen ein Compliance-Programm installieren müssen, das alle erforderlichen Schritte einschließt, um sicherzustellen, dass der Berater alle anwendbaren Vorschriften und Gesetze vollständig einhält. Sie haben Wealthfront auch beschuldigt, falsche oder irreführende Aussagen gemacht und Barzahlungen an ihre Online-Partner geleistet zu haben. Hedgeable wurde zusätzlich mit der Verbreitung falscher und irreführender Material- und Leistungsdaten beauftragt. Ich denke, diese ersten Durchsetzungen machen deutlich, dass Robo-Advisors den gleichen Vorschriften und Gesetzen unterliegen wie jedes andere Finanzunternehmen.

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