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Paul Beck

Sollte ich Out-of-the-Money-Optionen kaufen?

Question

2 answers to this question

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Die Antwort auf diese Frage hängt in hohem Maße davon ab, wessen Geld Sie verwenden. Es gibt eine oft erzählte Anekdote über einen professionellen Händler, der Out-of-the-Money-Optionen kauft. Sie bezieht sich eher auf die Vergütungsstruktur bei Investmentbanken, hilft aber vielleicht zu verstehen, warum man vielleicht diese Optionen womöglich kaufen möchte. Nehmen wir Händlerin A. Es ist Dezember, sie hat alle ihre Handelsziele für das Jahr erreicht, ihr leistungsabhängiger Bonus wurde verhandelt, bewilligt und wird im März auf ihr Bankkonto überwiesen. Während sie im Weihnachtsgeschäft auf der Stelle tritt und auf den Start des neuen Geschäftsjahres im Januar wartet, macht sie mit ein paar kleinen Geschäften Gewinn. Die Geschichte besagt, dass sie, anstatt darauf zu warten, dass die GuV für das Vorjahr gebucht wird (für das sie bereits leistungsbezogene Boni vereinbart hat), stattdessen einige Aus-dem-Geld-Optionen mit langen Laufzeiten kauft, die nur geringe Aussichten haben, im nächsten Geschäftsjahr einen Gewinn zu erzielen. Schauen wir auf den FTSE-Index-Optionsmarkt mit Ablauf im Dezember 2019. Der zugrunde liegende Index wird um die 7100 Punkte gehandelt. Der Kauf von Put-Optionen mit einem Ausübungspreis von 5000 kostet eine Prämie von 24,7, der Kauf von Calls bei 8.100 mit Ausübungskosten von 35,7. Bild mit freundlicher Genehmigung der IG Index-Plattform Aus-dem-Geld-Call-Optionen, die nur wenig kosten, könnten sich als nützlich erweisen, wenn z.B. ein unerwartetes Übernahmeangebot abgegeben wird. Aus- dem-Geld-Puts könnten als Absicherung für ihre Handelsstrategien in den kommenden 12 Monaten dienen. Während Trader A ihre Trades bucht, ist die Person auf dem Platz neben ihr, Trader B, weniger optimistisch. Trader B hat ebenfalls die Details seines leistungsabhängigen Bonus festgelegt. Er mag es nicht wirklich, überhaupt irgendwelche Märkte zu handeln, er ist einfach gut darin. Er glaubt auch, dass das aktuelle Preisniveau aufgebläht ist. Er mag das ruhige Weihnachtgeschäft und die daran anschließende Santa Rallye nicht. Deshalb hält er die Füße still und studiert den "Gloom, Boom and Doom Report". Seine Schlussfolgerungen zur Marktlage sind, dass es im Laufe des nächsten Jahres zu einem schweren Crash kommen wird. Es spielt keine Rolle, dass das jeden Dezember denkt. Es ist noch nie passiert, trotzdem kauft er, wie er es letztes Jahr getan hat, einige Aus-dem-Geld-Put-Optionen mit langen Laufzeiten. Auf diese Weise hat er eine kleine Entschädigung, wenn der Markt zusammenbricht und er seinen Job verliert.

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Mal ganz ehrlich Sam: Wer kann dir schon sagen, ob du Out of the Money Optionen kaufen solltest? Das ist genauso, als würde ich mich in einem Forum anmelden und fragen “Sollte ich mir ein Auto zulegen?” Mal ganz abgesehen davon, dass die Frage hier im Thread nicht ganz passend ist. Denn hier geht es ja um den CFD Handel, was du ansprichst sind aber Optionen und das ist ein ganz anderes Feld. Das hat nichts mit CFDs zu tun. Man kann zwar CFDs auf Optionen handeln. Aber du sprichst ja mit Out of the Money Optionen ja schon den direkten Optionshandel an.

 

Na ja, um dir vielleicht dennoch ein wenig zu helfen, ob du OTM-Optionen handeln solltest. Es kommt ganz darauf an, was du damit vorhast. Und entscheidend ist ja auch der Aspekt, wie du die Entwicklung des Basiswertes einschätzt. Sowie: Willst du OTM Optionen kaufen oder verkaufen, also als Stillhalter auftreten? Denn der Begriff “handeln” kann ja sehr weit ausgelegt werden 😉

 

Und auch unter den OTM Optionen gibt es ja riesige Unterschiede. Manche Optionen sind nur knapp außerhalb des Geldes, manche sehr weit. Und auch die Laufzeit musst du berücksichtigen. Denn es ist ja ganz klar: je länger die Restlaufzeit ist, desto größer ist zunächst einmal die Wahrscheinlichkeit, dass die Option doch noch ins Geld läuft oder dort auch endet. Man kann also nicht einfach sagen: Ja, handle doch mal OTM Optionen. Oder: Nein, lass bloß die Finger davon!

 

Wenn du im Optionshandel aktiv bist, dann wirst du früher oder später auch Optionen handeln, die mal außerhalb des Geldes liegen. Als Stillhalter ist hier sowieso die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Option wertlos verfällt und du damit die Prämie einstreichen kannst. 

 

Bitte präzisiere daher deine Frage. Denn nur dann kann man dir auch eine gute Antwort geben. Vielleicht noch ein genereller Hinweis: Wenn du dir da unsicher bist, dann lass es am besten bleiben. Aber nicht nur OTM Optionen, sondern handle am besten zunächst einmal gar nicht mit Optionen, sondern mit anderen Wertpapieren.

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