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Curtis Davis

Day Trading - wie kann ich meine Verluste begrenzen?

Question

3 answers to this question

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Eine erfolgreiche Handelsstrategie berücksichtigt, dass selbst gewinnbringende Portfolios Trades beinhalten, die Geld verlieren. Verluste können und werden eintreten. Um einen Gesamtgewinn zu erzielen, benötigt ein Portfolio bei verlustbringenden Geschäften eine effektive Risikomanagementpolitik. Mindestens ebenso wichtig ist es, jede emotionale Reaktion auf schlechte Trades zu beachten, die Ihr zukünftiges Handeln beeinflussen können.

Die Bargeld-Situation

Verluste müssen sowohl als prozentuale als auch absolute Zahl betrachtet werden. Es ist notwendig zu beachten, wie viel Kapital Sie für jeden einzelnen Handel zur Verfügung haben. Ein Handel, der nur einen kleinen Prozentsatz Ihres Anfangskapitals ausmacht, kann dennoch profitabel sein. Einen Handel, den Sie effektiv managen, ohne sich dabei von Ihren Emotionen leiten zu lassen, ist angenehmer und lehrreich. Wahrscheinlich werden Sie die in vielen Berichten genannten Renditen von 500%, die einige Day Trader angeblich erzielt, nicht erreichen, aber indem Sie emotionale Aspekte aus dem Halten einer bestimmten Position ausblenden, können Sie dennoch Gewinne erzielen, der jene institutioneller Investoren übertrifft. Ein niedrigeres Risiko-Rendite-Profil bei Ihrem Handeln bedeutet, dass alle Verluste in absoluten Zahlen betrachtet geringer ausfallen werden (siehe Wie profitabel ist Day Trading?).

Anzahl der Verlustpositionen

Einige Handelsstrategien sind so konzipiert, dass sie einen hohen Anteil an Verlustgeschäften aufweisen. Eine Scalping-Handelsstrategie ist ein Beispiel dafür, dass das Risiko-Rendite-Verhältnis bei 1:1 liegen kann, aber dabei ist wichtig, dass jeder Geldverlust beim Handeln durch das Setzen enger Kurslimits begrenzt wird. Eine Handelsstrategie, die auf Momentum basiert, hat weniger Trades. Wären alle mit Kurslimits versehen, hätte dies einen enormen Nachteil auf Ihr Kapital, aber (bei einer effektiven Strategie) eine geringere Chance, getroffen zu werden.

Risikomanagement

Es ist wichtig, Verluste akzeptieren. Verschieben Sie Kurslimits nicht vom Preispunkt weg. Verdoppeln Sie nicht Ihren Einsatz. Vielleicht überdenken Sie Erfolg oder Misserfolg Ihrer Strategie. Diese Frage sollten Sie zu einem dafür geeigneten Zeitpunkt stellen, nicht aber, wenn Sie sich mitten im Handeln befinden. Es kann besonders frustrierend sein, wenn man erkennen muss, dass man bei einem profitablen Handel seine Gewinne wieder hergibt, um dann bestenfalls nur zur Gewinnschwelle zurückzukehren oder noch schlimmer, einen Verlust zu machen. Ihre Strategie sollte die Vorteile oder andere Aspekte nachziehender Kurslimits berücksichtigen oder Kurslimits bei der Gewinnschwelle setzen. Außerdem sollte Ihr gesamtes Handeln die Kosten/Nutzen garantierter Kurslimits berücksichtigen, um die mit dem Gapping-Risiko verbundenen Risiken mindern.

Pechsträhnen

Wenn Sie mehrere Verluste eingefahren haben und diese Ihr Kapital aufzehren, dann ist es keine gute Idee, zu versuchen, die Renditen zu „normalisieren“, indem Sie Ihr Handeln wie gehabt fortsetzen und auf einen noch unbekannten Faktor zu warten. Viele Verlusten zu haben kann anzeigen, dass Sie zu viel handeln und lediglich Trades am laufenden Band produzieren, anstatt einer Strategie zu folgen. Es könnte noch andere Faktoren geben, wie z.B. ein Paradigmenwechsel in den Märkten, der Ihre Strategie unrentabel macht. Denken Sie immer daran, dass Sie die Situation entschärfen, Positionen zu verkleinern und zu überdenken oder sogar den Handel für eine Weile einzustellen. Und das können Sie tun: Handeln Sie in einem Demo-Konto.
  • Handeln Sie mit kleineren/minimalen Mengen.
  • Handeln Sie mit einer anderen Strategie.
  • Handeln Sie ein anderes Produkt oder auf einem anderen Markt.
  • Handeln Sie auf einer anderen Plattform, um eine neue Perspektive zu erhalten und andere Analysewerkzeuge zu nutzen.

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Hallo Curtis,

 

ich bin der Meinung, dass du schon mal sehr gute Fragen stellst. Denn du möchtest deine Verluste begrenzen. Die meisten Trader fragen sonst eher danach, wie sie möglichst viele Gewinn-Trades machen können.

Aber du fragst danach, wie du Verluste vermeiden bzw. reduzieren kannst.

Der Klassiker um Verluste zu begrenzen ist das Setzen von Stop-Loss Orders. Sobald der Kurs ein bestimmtes Niveau erreicht hat, wird der Trade automatisch geschlossen. 

Das verhindert, dass der Trade nicht “unendlich” ins Minus läuft. Auf der anderen Seite hast du dann deinen Verlust realisiert und es besteht keine Möglichkeit mehr, mit demselben Trade doch noch in die Gewinnzone zu kommen. 

Das sind im Wesentlichen die Vor- und Nachteile. Aber der Vorteil ist eben, dass du deinen Verlust damit begrenzt. 

Nun reicht das Setzen von Stop Loss Orders allerdings nicht aus. Man spricht ja immer vom Risiko- UND Moneymanagement. Beides gehört zusammen.

Im nächsten Schritt musst du sicherstellen, dass du mit deinem Stop-Loss maximal 1 Prozent deines Handelskapitals verlierst. Die 1 Prozent kannst du variieren, aber im Allgemeinen solltest du diesen Wert einhalten.

Denn selbst wenn du 10 mal hintereinander einen Verlust-Trade erleidest, hast du immer noch 90 Prozent deines Handelskapitals. Nun musst du 11 Prozent erwirtschaften, um wieder auf 100 Prozent zu kommen.

Würdest du dagegen jedes Mal 5 Prozent verlieren, dann hättest du nach den 10 Verlierer-Trades nur noch 50 Prozent deines Kapitals, also die Hälfte. Nun müsstest du mit dem verbliebenem Kapital 100 Prozent Rendite erwirtschaften, damit du wieder dein vorheriges Niveau erreichst.

Das ist ganz einfache Mathematik. Das ist überhaupt nicht schwer zu verstehen und auch gar nicht schwer anzuwenden. Und das hat ja erstmal gar nichts mit dem Traden an sich zu tun! Wir haben hier noch von keiner Strategie oder dergleichen gesprochen. 

Aber das sind die Grundlagen, um deine Verluste zu reduzieren. Glaub es mir!

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Wie Manfredo das schon richtig ausführte, musst du zunächst dein Risiko- und Moneymanagement einstellen. Du kannst auch weniger als 1 Prozent deines Kapitals mit jedem Trade riskieren, aber dann wirst du vermutlich etwas mehr Handelskapital benötigen. 

Eine weitere Möglichkeit wie du Verluste im Trading reduzieren kannst, ist das korrekte Setzen von Stop Loss Marken.

Damit meine ich nicht, dass du diese setzt, sondern an welchen Stellen du eine Stop Loss Order platzierst. Denn es gibt ja durchaus Marken, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass du ausgestoppt wirst, größer ist als andere Marken.

Zum Beispiel solltest du deine Stop Loss Order niemals direkt auf einer “runden” Marke setzen. Also nicht direkt  bei 1.000 oder 10.000 Punkten oder im Forex Handel direkt auf 1,2000 Euro oder sowas. Solche psychologischen Marken werden häufig angetestet. Das bedeutet, dass der Kurs, soweit die Marke natürlich in der “Nähe” ist, gern diese Marken auch erreicht. Allerdings passiert es im Anschluss dann nicht selten, dass der Markt dort wieder dreht.

Daher ist es ratsam, den Stop immer ein wenig unterhalb oder oberhalb solcher psychologisch wichtigen Marken zu setzen. Aber wie weit darüber bzw. darunter? Das ist schwer zu sagen. Bei einem DAX Stand von 14.000 Punkten, sollte es aber nicht nur 14.003 sein. Dann schon eher 14.050 Punkte oder sowas (bei einem Short-Trade). Ja, dadurch reduziert sich auch die Größe deines Trades, ich weiß.

Aber dann musst du halt später einsteigen in den Trade.

Dann spielen auch andere Kursmarken eine wichtige Rolle, die angetestet, aber nicht unbedingt deutlich durchbrochen werden. Dazu gehört zum Beispiel der 200er EMA. Oder andere wichtige und offensichtliche Unterstützungs- bzw. Widerstandszonen.

Daher solltest du auch dort deinen Stop immer etwas darunter bzw. darüber liegen.

Zudem dienen dir diese Marken als Unterstützung. Zum Beispiel gehst du Long. Dann setzt du deinen Stop Loss unterhalb der 200er EMA und gleichzeitig auch unterhalb einer anderen wichtigen Unterstützung, die du im Rahmen der Chartanalyse entdeckt hast.

Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Trade ein Verlust-Trade wird deutlich geringer.

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