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Anna Winter

Wie profitabel ist Day Trading?

Question

2 answers to this question

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Einigen Day Tradern gelingt es über einen langen Zeitraum erhebliche Gewinne zu erzielen, andere schaffen es eine Zeit lang Gewinne zu machen bevor diese wieder durch Verlustgeschäfte verloren gehen. Die meisten Berichte geben an, dass die Mehrheit der Day Trader ihre Konten innerhalb eines Jahres wieder schließen, entweder aufgrund der gemachten Verluste oder aufgrund der Erkenntnis, dass sie nicht die Zeit haben, um erfolgreich zu sein. Es ist nicht leicht ein erfolgreicher Day Trader zu sein. Dazu sind Studium, Vorbereitung, Disziplin und Zeit erforderlich. Ein oft gemachter Fehler besteht darin, dass zu Beginn ein Ertragsziel oder noch schlimmer es als notwendiges Einkommen festgelegt wird, wie zum Beispiel „Ich muss im Monat 2.000 Euro verdienen, um meine Rechnungen zu bezahlen“. Damit sollten Sie gar nicht erst anfangen! Ein besserer Ansatz besteht darin, das Trading-Ergebnis nicht in absoluten Zahlen, sondern in Prozentpunkten zu messen. Wenn Sie einen hauptberuflichen Portfoliomanager bei einem Anlageverwalter nach seiner Performance befragen, dann werden Sie wahrscheinlich „plus x% oder minus x% diesen Monat und plus x% oder minus x% dieses Jahr“ zu hören bekommen. Diese Jungs werden für das Handeln bezahlt, aber sie sprechen nicht in absoluten Beträgen bis es Zeit ist über die Jahresboni zu sprechen. Darüber hinaus wäre die Mehrheit froh, wenn sie eine jährliche Rendite von 20% erzielen würde. Und in der Tat dürfte es einem Portfoliomanager mit einer solchen Rendite schwerfallen neue institutionelle Investoren zu gewinnen. So manchem Anleger würde ihr Bauchgefühl sagen, dass „irgendwo da drin“ die Renditekennzahl zugunsten des Risikos verzerrt sein muss. Andere werden der Ansicht sein: „Offenbar hatten Sie eine klasse Idee, die aufgegangen ist, aber dazu muss ich schon bei dem Trade von Anfang an dabei sein". Wenn Sie ein Day-Trading-Konto eröffnen und über ein Kapital von 5.000 Euro verfügen und im Laufe eines Jahres Ihr Konto auf 6.000 Euro steigern, dann liegt Ihre Performance in Prozentzahlen ausgedrückt in der Größenordnung erfolgreicher institutioneller Investoren. Auf der anderen Seite ist eine jährliche Rendite von 1.000 Euro sicherlich nicht die Größenordnung, die Sie sich vorgestellt haben als Sie sich für Day Trading entschieden haben. Es wird klar, dass die Rentabilität von der Höhe des eingesetzten Kapitals und Ihrem Risiko-Rendite-Profil abhängt. Halten Sie für einen Moment inne und überlegen Sie wie sich Ihr Trading-Verhalten unterscheiden würde, wenn Ihr Ziel eine relative bescheidene Rendite (z.B. 10%) wäre, ohne diese zu überschreiten und Sie einen langen Zeitrahmen dafür zur Verfügung hätten. Vielleicht haben Sie heute 20 Vorstellungen, was Sie handeln möchten. Aber es geht nicht darum, welche dieser 20 Ideen sich als gut erweisen, sondern vielmehr darum, welche die besten sind, um das Ziel zu erreichen. Dieses Herauspicken von Trades bedeutet, dass Sie sich möglicherweise nicht für die renditestärksten entscheiden, das ist zwar frustrierend, aber genau dazu sind Demo-Konten da. Es bedeutet auch, dass Sie wahrscheinlich keine Trades durchgeführt haben, die Sie Geld gekostet hätten, und das ist der entscheidende Punkt.

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Hey Anna,

du erwartest jetzt aber nicht eine definitive Aussage, oder? 😉
DayTrading kann extrem lukrativ sein, aber auch extrem viel Geld kosten! Was du auf jeden Fall zuerst wissen musst ist, dass du beim DayTrading (oder beim Trading im Allgemeinen) keine festen Einkünfte erzielen wirst. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass du jeden Tag oder jeden Monat ein bestimmtes Einkommen haben wirst.
Diene Ergebnisse werden sehr schwankend sein. Einmal - wir gehen mal davon aus, dass du das bereits professionell machst - wirst du eine gigantische Rendite im Monat haben. Ein andermal wirst du mehrere Monate hintereinander, ja vielleicht sogar ein ganzes Jahr, nur Verluste machen.
Selbst die allerbesten Trader können nicht im Voraus sagen, wie viel Rendite und damit Einkommen sie erzielen.
Theoretisch ist natürlich alles möglich. Aber die Höhe der Rendite ist auch abhängig von der Höhe deines Kapitals. Warum, wirst du dich jetzt fragen.
Es ist psychologisch einfacher ein Konto mit 5.000 Euro zu verdoppeln anstatt ein Konto mit 500.000 Euro. Denn bei der zweiten Summe sind das Zahlen mit denen wir im Bereich Finanzen im Normalfall nicht alltäglich zu tun haben. Hier müsste man sich erst nach und nach “hocharbeiten”.
Eine durchschnittliche Rendite pro Jahr von 50 Prozent sollten aber schon machbar sein im DayTrading. Als langjähriger Profi sind auch mal mehr drin, ganz klar.
Es muss auch deutlich höher liegen als eine Rendite am Aktienmarkt. Denn ansonsten könntest du dein Kapital ja auch einfach in einen ETF investieren. Durch das erhöhte Risiko muss im Gegenzug auch eine deutlich höhere Rendite herauskommen.
Und dabei wird noch etwas deutlich: Du brauchst ein gutes Stück Kapital! Einmal, damit die Rendite auch real im echten Leben wirklich etwas bringt (du kannst auch mit 100 Euro anfangen, aber selbst 100% aufs Jahr sind effektiv auch nur 100 Euro, das bringt ja dann nix…).
Und andererseits brauchst du einen Puffer für schlechte Zeiten.

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