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Was ist Day Trading?


Benjamin Schmitz
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Day Trading ist eine spezifische Form des innertäglichen Handels und wird auch allgemein verwendet, um eine Vielzahl von Handelsstrategien abzudecken, die den Handel über einen kurzen Zeitraum umfassen.

Was

Die strikteste Definition von Day Trading ist der innertägliche Handel, bei dem die gehandelten Positionen geschlossen werden, bevor ein bestimmter Markt für den Tag schließt. Damit entfallen die Risiken, die mit dem Halten einer Position über Nacht verbunden sind. Traditionell gesehen handelt es sich typischerweise um eine Handvoll Trades pro Tag. Einige Märkte handeln rund um die Uhr oder haben deutlich weniger ausgeprägte Handelszeiten, können aber dennoch über kurze Zeiträume gehandelt werden, sodass sie auch als eine Form des Day-Trading betrachtet werden können.

Wieso

Der Handel über einen kurzen Zeithorizont hinweg passt einigen Händlern besser als herkömmliche "Buy and Hold"-Anlagen. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, welche Art von Handel für Sie funktioniert und sich darüber im Klaren zu sein, wie sich verändernde Marktbedingungen auf Ihren Ansatz auswirken könnten. Ihre Handelsstrategien müssen sich im Laufe der Zeit anpassen. So beinhaltet beispielsweise das Day Trading in ruhigen, an Bandbreiten gebundenen Märkten eine andere Qualifikation als das Trading in sogenannten Trendmärkten.

Wo

Beliebte Märkte für Day Trading sind in der Regel solche, die ein höheres Handelsvolumen aufweisen, da dies wiederum die Marktliquidität und Preisvolatilität verbessert. Dies führt viele Day Trader zu den Aktien-, Aktienindex-, Devisen- und Kryptomärkten. Ein Aktienmarkt mit unterschiedlichen Öffnungszeiten (und einer Overnight-Periode) ist einer, der die strengste Definition von Day Trading erfüllt. CFDs, die Aktienindizes oder Forex folgen, werden auf einer 24/5-Basis gehandelt, sodass es zwar möglich ist, diese über einen Zeitraum von Minuten oder Stunden zu handeln, sie sich aber vom klassischen Day-Trading unterscheiden, da es keine Marktschlusszeit gibt, bei der Positionen geschlossen werden müssen.

Wie

Das Verständnis der historischen Volatilität ist ein wichtiger Teil des Day-Trading, da es Sie zu dem führt, was Sie für den besten Markt halten, um zu einem bestimmten Zeitpunkt zu handeln. Volatilität ist das Maß dafür, inwieweit ein bestimmtes Finanzinstrument voraussichtlich eine Kursänderung erfahren wird. Ein volatileres Instrument wird eines sein, das über einen bestimmten Zeitraum eine größere Bandbreite von Kursschwankungen aufweist. Wenn Sie innerhalb eines Tages in einen Handel ein- und aussteigen wollen, reduziert eine höhere Preisvolatilität das Risiko, in einer Position stecken zu bleiben. Die untenstehende Grafik der Kryptowährung Bitcoin Cash zeigt eine solche Preisbewegung über einen Zeitraum von einem Monat. Die Kerzen entsprechen vier Stunden und zeigen die Volatilität in diesem Zeitraum, wobei diese nach dem 2. November deutlich zugenommen hat. IG Index 20181113 Ein weiteres nützliches Instrument für das Day Trading ist der VIX Index (die CBOE Volatility Index Definition), umgangssprachlich bekannt als der "Fear Index". Der Vorteil dieses Echtzeit-Index besteht darin, dass er ein Maß für die erwarteten Preisschwankungen liefert. Er ist in den Märkten weit verbreitet und es lohnt sich, ihn zu kennen.

Wo

Handelsplattformen unterscheiden sich in ihrem Ansatz für verschiedene Märkte, sodass ein gutes Verständnis der jeweiligen Stärken jedes Brokers Ihrem Handel zugutekommt. Das Ausweiten dieses Arguments kann Vorteile haben, wenn Sie mehrere Handelskonten eröffnen und dasjenige verwenden, das für jede Ihrer Handelsstrategien am besten geeignet ist. Ultra-High Frequency Trading (UHFT), High Frequency Trading (HFT), Scalping, Fading, und Momentum Trading sind einige der Techniken, die verwendet werden, um die Märkte auf täglicher Basis zu handeln.
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Hallo Benjamin,

 

Daytrading ist, wie der Begriff es teilweise ja bereits deutlich macht, wenn du innerhalb eines Tages tradest. Aber nicht in dem Sinn, dass du untertägig einfach mal eine Order aufgibst, sondern dass du innerhalb eines Tages eine Trade öffnest und wieder schließt. Du nutzt also sehr kurze Zeitfenster aus. 

 

Nun kann es ja zufällig mal vorkommen, dass du eine Aktie kaufst und auf steigende Kurse spekulierst. Am selben Tag kommt plötzlich eine News zur Aktie, und der Kurs explodiert regelrecht nach oben. Du entscheidest dich daraufhin, die Aktie am selben Tag mit einem entsprechend großen Gewinn wieder zu verkaufen. Das wäre im Prinzip auch Daytrading, aber dann eher zufälligerweise. Denn du wusstest ja nicht, dass es im Laufe des Tages eine solche News geben wird (es sei denn du hattest Insiderinformationen).

 

Beim Daytrading ist der Kauf und Verkauf allerdings geplant! Es handelt sich daher um einen Tradingstil. 

 

Du kannst dir sicher vorstellen, dass die meisten Basiswerte, also Aktien, Währungen oder Indizes, in der Regel nicht extrem große Bewegungen innerhalb eines Tages machen, sodass man sagen kann, man kauft einfach mal am Vormittag ein paar Aktien und verkauft die am Abend wieder zu einem bessere Kurs. Um an dieser Stelle eine entsprechende Rendite zu erwirtschaften, nutzen Daytrader daher häufig entweder ein großes Kapital oder einen entsprechenden Hebel, das geht zum Beispiel über CFDs.

 

Zudem steigen sie auch nicht blind in einen Trade ein, sondern haben sich im Vorfeld einen Plan zurechtgelegt, wann sie wo ein- und auch wieder aussteigen. Häufig ist es so, dass Daytrader spätestens am Abend dann offene Positionen wieder schließen, egal ob diese dann im Gewinn sind oder nicht. Wer Positionen über mehrere Tage hält, aber dennoch kurzfristig tradet, betreibt Swing Trading, man nutzt sozusagen den Swing über die Tage hinweg. 

 

Daytrading ist im Übrigen für die Psyche sehr anstrengend.

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Hey,


 

stimmt, Daytrading kann für die Psyche sehr anstrengend sein. Man muss schließlich immer auf dem Laufenden bleiben und die Bewegungen müssen sich entsprechend innerhalb eines Tages ergeben. Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass Daytrading für den einen oder anderen Typen von Mensch sicher auch Vorteile mit sich bringt und besser geeignet ist als langfristige Strategien.

 

Klar langfristige Strategien bringen einen vielleicht zunächst nicht so aus der Fassung. Auf der anderen Seite sind wir doch alle irgendwie ungeduldig. Beim Daytrading erhalte ich als Trader aber recht schnell ein Feedback über meine Trades. Denn mein Ziel ist es ja, schnelle Bewegungen mitzunehmen, also nicht über mehrere Tage hinweg, sondern innerhalb eines Tages. Das heißt also, mein Zeitfenster beträgt vielleicht einige Stunden oder sogar auch mal unter einer Stunde.

 

Zudem sind am Abend dann alle Positionen glattgestellt. Ich habe als Daytrader - wenn ich da konsequent bin und Abends alle Positionen schließe - keine Über-Nacht-Risiko und demnach also auch kein Gap-Risiko. Mir ist es als Daytrader völlig egal was Nachts passiert oder welche Nachrichten Nachts kommen, ich bin ja nicht investiert. Ich kann beruhigter schlafen. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen! 

 

Manchmal lag ich nachts im Bett wach und machte mir Gedanken über meine Trades, weil die noch liefen. Dann am nächsten Morgen, sobald die Märkte öffneten, musste ich gleich die Kurse checken. Das kann auch Stress bedeuten! Ja, ich weiß, in dem Fall war auch meine Position zu groß und so weiter. Aber als Daytrader kann dir das eben nicht passieren.

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