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Sam Button

Welchen Prozentsatz meines Nettovermögens sollte ich in Finanzderivaten halten?

Question

3 answers to this question

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Finanzderivate wie Differenzkontrakte (CFDs) sind, wie die meisten Hebelprodukte, aus einer Reihe von Gründen nicht für langfristige Investitionen geeignet. Die Hebelwirkung bei diesen Produkten ist ein Handelsinstrument, keine Anlagestrategie. Die damit verbundenen Risiken und Fremdkapitalkosten sind eine schlechte Kombination für ein langfristiges Portfolio. Allerdings ist in einem diversifizierten Portfolio auf kurze Sicht durchaus Platz für CFDs. Neben der Verwendung als defensive Strategie zur Absicherung anderer offener Positionen ermöglichen Differenzkontrakte Ihnen, von kurzfristigen Schwankungen und kleineren Preisbewegungen am Markt zu profitieren. Im Idealfall sollten Sie mindestens zwei "Portfolios" haben: Ihre langfristigen Buy-and-Hold-Investitionen halten Sie für den Ruhestand und andere wichtige Sparziele. Ihr Handelsportfolio beinhaltet das Kapital, dessen Verlust Sie im Zweifel verkraften können. Ihr Risikoverständnis variiert, je nachdem, welches der beiden Konten Sie verwenden. Ein Sprichwort besagt, dass Sie einen Prozentsatz von 110 minus Ihrem Alter in "sicheren" Anlagen in Ihrem langfristigen Portfolio haben sollten. Innerhalb dieses Portfolios sind Differenzkontrakte nützlich, um andere Positionen abzusichern. Wenn Sie beispielsweise Longpositionen mit S&P 500-Aktien halten, die 20% Ihres Portfolios entsprechen, sollten Sie sich gegen einen bullischen Markt absichern, indem Sie einen gleichen Wert an Indexfonds-CFDs verkaufen. Dies ist ein intelligenter Einsatz von CFDs in einem langfristigen Portfolio. Auf der anderen Seite haben Sie viel mehr Möglichkeiten mit CFDs auf Ihrem Handelskonto. Wenn Sie ein Day-Trader sind, sind sie ideale Instrumente für Scalping und andere Intraday-Handelsstrategien. Auch innerhalb Ihres Handelsportfolios ist Diversifikation eine gute Idee. Sie müssen Ihr Risiko sowohl in einzelnen Positionen als auch innerhalb des gesamten Kontos ausgleichen. Sie sollten zum Beispiel nie mehr als 1% bis 2% für einen einzelnen Handel riskieren. Wenn Sie $50.000 auf Ihrem Handelskonto haben, sollte Ihr maximaler Verlust bei einem Handel weniger als $1.000 betragen. Das bedeutet nicht, dass Sie nur 1% oder 2% Ihres Kapitals nutzen können, aber es bedeutet, dass Sie Stopps verwenden sollten, um Ihren Verlust zu begrenzen. Dies ist besonders wichtig bei gehebelten Finanzderivaten wie CFDs. Sie sollten auch sowohl Long- als auch Short-Positionen halten. Das gestaltet sich bei CFDs viel einfacher als bei tatsächlichen Aktien. Darüber hinaus sollten Sie Ihre Trades auch über Anlageklassen und Sektoren hinweg ausgleichen. Jeder weiß instinktiv, dass es schlecht ist, alles auf eine Karte zu setzen. Zu viele Anfänger tun jedoch genau das und binden ihr ganzes Kapital in einem Handel. Es ist wirklich unmöglich, eine Pauschalantwort darauf zu geben, wie viel Nettovermögen Sie in CFDs gebunden haben sollten.  Diese Zahl ist für jeden Trader unterschiedlich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie nur Kapital bei CFDs riskieren sollten, das Sie im Zweifel verlieren können. Nutzen Sie kein Geld, das für langfristige Sparziele gedacht ist. Ihre Trades sollten zudem so strukturiert sein, dass Ihr Verlust auf maximal 2% Ihres Handelskapitals begrenzt ist.

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Hallo Sam,

 

eine interessante Frage die du stellst! Den meisten Anlegern ist es egal, wie viel Prozent sie in Finanzderivaten halten, Hauptsache sie machen Rendite. Man muss aber sagen, dass es - wie so oft im Leben - nicht die eine Antwort gibt auf deine Frage. Es kommt auch darauf an, um was für eine Art Finanzderivate es sich handelt. Und auch, innerhalb der Finanzderivate kann man verschiedene Risiken eingehen. Optionen sind beispielsweise auch Finanzderivate. Aber man kann nicht sagen, dass Optionen per se mit einem hohen Risiko behaftet sind. Du kannst sie ja auch als Absicherung nutzen.

 

Ein CFD Händler muss zudem ein Großteil seines Kapitals in diesem Finanzderivat halten. Das heißt nicht, dass er permanent mit seinem Gesamtkapital investiert ist. Aber es liegt doch zumindest ein Großteil beim Broker. 

 

Vielleicht können wir als Faustregel festhalten, dass je weniger Wissen, Erfahrung und Können du hast, umso geringer der Anteil an Finanzderivaten sein soll. Wenn du zudem vorhast, längerfristig zu investieren, dann solltest du ebenfalls vor allem auf Aktien und ETFs zurückgreifen. Und das umso mehr, je weniger Zeit und/oder Lust du hast, dich mit der Materie zu beschäftigen.

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Guten Tag Sam,

entschuldige bitte, wenn ich das jetzt gleich so sage, aber deine Frage impliziert, dass ich einen gewissen Mindestprozentsatz meines Kapitals in Finanzderivate investieren sollte.
Das sehe ich aber nicht so! Ich variiere mal deine Frage: Welchen Prozentsatz sollte ich maximal in Finanzderivate anlegen?
Das ergibt aus meiner Sicht Sinn! Denn maximal bedeutet, x Prozent oder weniger, bis hin zu 0. Und genau das ist der Punkt: Niemand sollte einen Mindestsatz in Finanzderivate anlegen. Nur einen Maximalsatz.
Finanzderivate sind nicht für jeden Anleger geeignet. Damit meine ich nicht nur die Risikoneigung des Anlegers. Es gibt Anleger, die bereit sind ein hohes Risiko einzugehen, aber für die Finanzderivate dennoch keine echte Alternative bieten. Sondern auch aufgrund des Investmentansatzes.
Finanzderivate eignen sich zur (mehr oder weniger kurzfristigen) Spekulation und zum Hedging. Klar, man kann mit einigen Finanzderivaten die Rendite des Depots etwas erhöhen, was aber mit höheren oder anderen Risiken einhergeht.
Aber selbst auf die Frage, wie viel Prozent sollte man maximal in Finanzderivate investieren kann man pauschal nicht beantworten.
Denn das Spektrum an Derivaten ist viel zu groß, als dass man hier eine Grenze ziehen kann.
Zudem kommt es ja auch ganz stark darauf an, um was für Derivate es sich handelt und für welchen Zweck du diese nutzt. Wer zum Beispiel Finanzderivate nutzt, um ein Depot zu hedgen, also abzusichern, der muss exakt so viel in Derivate investieren, damit der gewünschte Hedge zustande kommt. Das kann nun mal mehr oder weniger sein.
Andere Anleger dagegen investieren 100 Prozent ihres Kapitals in Finanzderivate. Das würde ich persönlich nicht machen. Aber es wäre ein Ansatz, damit zu beginnen. Die Gewinne daraus zieht man ab und investiert sie in Aktien oder Anleihen. Damit reduziert sich der Prozentsatz an Derivaten im Laufe der Zeit automatisch.
Oder: man investiert zu Beginn alles in klassische Wertpapiere und investiert die Erträge daraus in Finanzderivate um die Rendite zu erhöhen. Das wäre auch ein interessanter Ansatz.

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