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Paul Beck

Sollte ich Stop-Loss auf Futures-Positionen verwenden?

Question

2 answers to this question

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Stop-Losses sind ein wichtiges Instrument und können verhindern, dass Ihr Konto jeglichen Wert verliert. Bei Futures-Positionen kann die Verwendung in Frage kommen, insbesondere wenn Sie sie als Absicherung gegen eine andere Position verwenden. In diesem Fall könnte es kontraproduktiv sein, Stopps auf Ihre Positionen anzuwenden. Sollte Ihre Strategie den Handel mit den Futures selbst beinhalten, gelten alle üblichen (sehr vorsichtigen) Ratschläge zur Verwendung von Stop-Losses. Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie nur Long Futures in Öl halten, dann könnte eine beträchtliche Marktbewegung gegen Sie zu erheblichen Verlusten führen. Die Anwendung eines Stop-Losses führt dazu, dass die Verluste begrenzt werden. Sie müssen auch die technischen Details berücksichtigen und sich fragen, ob Sie einen garantierten Stop-Loss platzieren möchten oder einen Trailing Stop-Loss anwenden. Ein guter Broker wird Ihnen diese Funktionalität zur Verfügung stellen. In anderen Szenarien kann es sein, dass der Future als Absicherung einer anderen Position gehalten wird. Der Paarhandel ist eine Strategie, bei der ein Portfolio gegen Marktrisiken abgesichert ist, indem gleichzeitig Long- und Short-Positionen gehalten werden, von denen Sie erwarten, dass sie sich in einem allgemeinen Markt gegenseitig aufheben. Ein Beispiel dafür ist die Einnahme einer Long-Position im DAX und einer gleichzeitigen Verkaufsposition auf dem französischen Index. Ein Ereignis, das dazu führt, dass die Märkte steigen oder fallen, sollte (so die Theorie) beide Indizes in ähnlichem Maße beeinflussen. Die Verluste auf der einen Seite würden durch die Gewinne auf der anderen Seite ausgeglichen. Ihre Analyse zielt darauf ab, dass sich der deutsche Index besser entwickelt als der französische Index und Gewinne aus dem Unterschied in der relativen Performance zieht. Wenn Sie im obigen Szenario einen Stop-Loss auf beide Positionen setzen, können Sie das Risiko von Verlusten tatsächlich erhöhen. Nehmen wir zum Beispiel einen Flash-Crash, bei dem beide Märkte deutlich fallen, aber bald wieder zu ihrer vorherigen Position zurückkehren. Die Short-Position im France Index wird in die Gewinnzone wandern, aber ohne auf den Tiefstständen des Marktes geschlossen zu werden. Dadurch zeichnet sie weder Gewinn noch Verlust. Die Long-Position auf den DAX, sollte sie durch einen Stop-Loss abgesichert worden sein, wird auch für die übrigen Märkte wegfallen. Sie würden jedoch Verluste einfahren, wenn der Stop-Loss ausgelöst würde. Nach dem Ausstieg aus Ihrer Position im DAX würden Sie von der allgemeinen Markterholung nicht profitieren.

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Hallo Paul,

 

Stop-Loss Order können in vielen Fällen absolut sinnvoll sein. Auch im Futures-Handel. Ich muss aber dazu sagen, wenn du solch eine Frage stellst, kann es unter Umständen sein, dass du noch nicht bereit bist für den Futures-Handel. Dieser wird häufig als Königsdisziplin beschrieben. Ich empfehle dir daher, zunächst mit CFDs und/oder Aktien zu handeln. Dann könntest du auf Optionen umsteigen und danach auf Futures. Denn im Futures-Trading brauchst du auch ein ordentliches Mindestkapital, um am Handel mit teilnehmen zu dürfen und auch gewisse Vorerfahrungen.

 

Stop-Loss Orders können im Futures-Handel sinnvoll sein, aber nicht immer. Manchmal ist es besser, einen gedanklichen Stop zu setzen, an welchem man die Position händisch schließt. Wenn die Futures-Position dagegen als Absicherungsposition für einen Wert dient, dann macht ein Stop-Loss wenig bis keinen Sinn.

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