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Ivan Drechsler

Wie kann ich Verluste im Forex Handel vermeiden?

Question

Hallo Leute,

ich bin auch Einsteiger im Forex Handel. Hab schon ein paar Trades gemacht. Aber irgendwie hab ich noch keinen Plan, wie ich dauerhaft damit Geld verdiene ūüėĄ Wie kann ich denn die Verluste im Forex Handel vermeiden? Danke f√ľr eure Hilfe! Cheers.

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5 answers to this question

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Hallo Ivan,

 

herzlich willkommen. Gute Entscheidung, mit dem Forex Handel zu starten ūüėČ Denn das erm√∂glicht dir, ein Einkommen unabh√§ngig von Chefs und / oder Kollegen zu generieren. Im Prinzip liegt es n√§mlich nur an dir, wie erfolgreich du bist.

Also du hast es auch schon mal gut erkannt, n√§mlich, dass man die Verluste im Forex Handel so weit wie es m√∂glich ist, eliminieren sollte. Also ganz ‚Äúvermeiden‚ÄĚ, wie du sagtest, wird es wohl nicht m√∂glich sein.

Damit meine ich, dass du immer - bezogen auf den einzelnen Trade - Verluste machen wirst. Es wird kein Jahr vergehen, indem du keinen einzigen Trade im Verlust beenden wirst. Es sei denn, du handelst nur sehr wenig ūüėČ Aber ich gehe mal davon aus, dass du eher vom Trading sprichst und nicht vom Investieren in W√§hrungen.¬†

Das ist also der erste Punkt: Akzeptiere, dass du einzelne Trades mit Verlust schließen wirst. Das wird sich einfach nicht vermeiden lassen. Selbst die besten Trader der Welt machen nicht nur Gewinn-Trades.

Aber: Du kannst versuchen die Anzahl der Verlust-Trades reduzieren und, was du auf jeden Fall tun kannst, ist, die Höhe des Verlustes zu begrenzen.

Die Anzahl der Trades, die im Verlust enden, zu begrenzen kannst du dadurch, indem du deine bisherigen Trades genau analysierst. Du musst schauen, was du falsch gemacht hast und was du besser machen kannst. F√ľr einen Einsteiger ist das sehr schwer. Denn du musst erstmal die Grundlagen kennenlernen. Sonst wei√üt du ja nicht, was verkehrt war.

Manche f√ľhren daher auch ein Trading Tagebuch. Dort tragen sie nicht nur jeden einzelnen Trade ein, sondern auch, warum sie den eingegangen sind. Im Nachhinein kann man schauen, ob die Idee an sich richtig war, und die Spekulation halt nur nicht aufging. Oder ob man bereits bei der Beurteilung des Marktes oder des Charts einen Fehler gemacht hat.

Letzten Endes geht es ja nur um Wahrscheinlichkeiten. Und das bedeutet, dass, obwohl du alles richtig analysierst, auch mal Trades anders laufen, als von dir prognostiziert. Eben, weil es Mathematik ist. Damit musst du dich grundsätzlich erstmal abfinden.

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Moin Ivan,

 

also wie Sascha schon sagte, kannst du einerseits die Verluste minimieren, indem du die Anzahl der Verluste-Trades reduzierst. Am Anfang wird das durch eine Analyse aber vielleicht gar nicht so einfach sein.

Versuche daher zu Beginn einfach Trades ‚Äúaus dem Bauch heraus‚ÄĚ zu vermeiden. Er√∂ffne Positionen nur, wenn du eine konkrete Vorstellung davon hast, warum du das tust. Und, auch das wurde bereits empfohlen, notiere dir dazu, warum du den Trade t√§tigst. Dann kannst du sp√§ter immer nochmal drauf schauen.¬†

Und die andere Möglichkeit ist, den Verlust pro Trade zu minimieren. Und das ist der Punkt, den du am ehesten noch in deiner Hand hast.

Denn, sobald du eine Position eröffnet hast, hast du nur noch Einfluss darauf, wann du die Position wieder schließt. 

Im Vorfeld hast du es in der Hand, ob und wann du einsteigst oder eben auch nicht. Aber sobald du drin bist, hast du ja keine Kontrolle dar√ľber, wohin sich der Kurs entwickelt. Wenn sich der Kurs entgegen deiner Erwartung entwickelt, dann kannst du den Verlust allerdings begrenzen.¬†

Das geht entweder ‚Äúh√§ndisch‚ÄĚ, indem du die Position einfach wieder schlie√üt - im Verlust. Oder du kannst das automatisiert laufen lassen, indem du einen Zusatz zu deiner Order hinterlegst, den sogenannten ‚ÄúStop Loss‚ÄĚ. Dabei sagst du dem Broker, dass er deine Position automatisch liquidieren soll, sobald ein definiertes Kursniveau erreicht wurde. Also, an dem Punkt, an dem deine urspr√ľngliche Spekulation obsolet ist.

Beispiel:

Du steigst bei 20 Euro ein. Du hinterlegst einen Stop-Loss bei 18 Euro. Sobald der Kurs bei 18 Euro steht, schließt der Broker den Trade automatisch. Du musst dabei nicht am PC oder am Handy sein. Du kannst in Urlaub fahren, schlafen, essen, Sport machen oder sonst was. Deine Position, also dein maximaler Verlust, ist hier abgesichert.

W√ľrdest du das nicht tun, kann es passieren, dass der Kurs immer weiter ins Minus rutscht. Stell dir vor, der Kurs geht √ľber Nacht auf 10 Euro runter (ist extrem, ich wei√ü, aber zur Verdeutlichung halt). Dann w√§re dein Trade mit 50 Prozent im Minus.

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Hallo Ivan,

 

ich denke am Anfang ist es wirklich das beste, wie bereits gesagt wurde, wenn du vorher immer genau √ľberlegst, ob du den Trade wirklich eingehen solltest. Also keine Hau-Ruck Aktionen, sondern immer √ľberlegt vorgehen. Das ist gar nicht so einfach, wie es klingt.¬†

Am Anfang hat mir auch geholfen, so zu tun, als ob mein Handelskapital deutlich gr√∂√üer w√§re. Also wenn du zum Beispiel 200 Euro eingezahlt hast - was f√ľr mich pers√∂nlich nun nicht gerade viel Geld ist - dann tue einfach so, als w√§ren es 20.000 Euro.

Und wen du 5.000 Euro eingezahlt hast, dann tue so, als ob es 50.000 Euro oder 500.000 Euro w√§ren. Und dann √ľberlege dir, wenn du dann beispielsweise mit 200 von den 5.000 Euro eine Position er√∂ffnest, ob du das mit 20.000 Euro auch machen w√ľrdest.¬†

Da kommt man schon ins Gr√ľbeln! Und dann wird man sozusagen gezwungen genauer dar√ľber nachzudenken. Also das hat mir am Anfang geholfen.

In diesem Zusammenhang √ľbrigens auch noch der Tipp, nur Geld beim Broker einzuzahlen, welches du nicht brauchst und du quasi schon abgeschrieben hast.¬†

Dann hast du nämlich keinen Druck, dass du keine Verluste machen darfst oder Profite erwirtschaften musst usw. Das ist auch ganz wichtig.

Tja, uns ansonsten eben auch die Stop Loss Marken setzen. Die musst du dir ja auch vorher √ľberlegen. Und nat√ľrlich auch nicht einfach so irgendwelche Kursmarken dahin ballern, sondern die sollten schon Sinn ergeben, warum gerade an dieser Stelle deine urspr√ľngliche Spekulation dann nicht mehr gegeben ist.¬†

Du siehst, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, damit du dich im Vorfeld bereits mit dem Ganzen auseinandersetzen musst, sozusagen. Und allein das wird dir helfen, die Verluste einzudämmen.

Wenn du das nämlich alles nicht tust, und du einfach so drauf los tradest, dann ist das der beste Weg, dein Geld zu verbrennen.

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Guten Tag Ivan,

 

auch wenn es sicher nicht der Tipp ist, der als erstes genannt wird, so bin ich doch der Meinung, dass auch die Wahl des Brokers dir helfen kann, Verluste zu vermeiden. Wenn auch nur in einem gewissen Grad und andere Aspekte - die hier auch bereits genannt wurden - mit Sicherheit wesentlich höher zu gewichten sind.

Zun√§chst solltest du einen seri√∂sen Broker nutzen. Das steht v√∂llig au√üer Frage und muss an dieser Stelle auch nicht weiter ausgef√ľhrt werden.

Des Weiteren solltest du einen Broker bevorzugen, der 

  1. g√ľnstige Spreads bietet

  2. keine oder nur geringe Kommissionen - und das in Verbindung mit Punkt a)

Denn Spreads und Kommissionen reduzieren deine Gewinne. Es liegt auf der Hand, dass je höher die Spreads sind, du sozusagen mehr an Kosten hast. Bei einem einzigen Trade mag sich das kaum bemerkbar machen. Aber im Laufe der Zeit, wenn du viele hundert oder tausend Trades getätigt hast, dann summieren sich kleine Spread-Unterschiede zu umgerechnet mehreren hundert Euro.

Diese reduzieren deine Gewinne. Man kann sie zwar nicht prim√§r als Verluste bezeichnen, das w√ľrde zu weit gehen, aber es sind Kostenfaktoren, die du unbedingt mit ber√ľcksichtigen solltest.

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Man kann Verluste im Forex-Handel auch dadurch vermeiden, dass man eine sogenannte Hedging Position eröffnet. Beim Hedging eröffnest du sozusagen die entgegengesetzte Position deiner aktuellen Position. 

Angenommen, du hast aktuell einen Long Trade offen. Dann eröffnest du parallel dazu einen Short Trade. Je nach Größe des Short Trades, um in diesem Beispiel zu bleiben, kannst du deinen Verlust entweder komplett begrenzen, das heißt ab dem Zeitpunkt des Short Trades können keine weiteren Verluste entstehen, oder mindert das zumindest deinen Verlust. 

Der Nachteil dabei ist, dass du beim Hedging nat√ľrlich den aktuellen Stand, den du derzeit im Depot hast, quasi einfrierst. Zumindest w√§re das der Fall, wenn du einen eins zu eins Hedge durchf√ľhrst.

Mal als Beispiel: du bist mit deiner Long-Position zu 100 ‚ā¨ im Minus. Du hast beispielsweise 1 CFD gekauft. Exakt an diesem Punkt √∂ffnest du einen Short trade mit ebenfalls genau 1 CFD.¬†

Wenn der Basiswert jetzt weiter ins Minus rutscht, gewinnst du mit dem Short CFD. Mit dem Long CFD verlierst du dagegen. Hier wird nat√ľrlich deutlich, dass sich diese beiden Trades ausgleichen. Du w√ľrdest in summa summarum also ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Verluste mehr machen, aber eben auch keine weiteren Gewinne mehr.¬†

Du hast den aktuellen Stand eingefroren. Zu beachten ist hierbei noch, dass, wenn du die beiden Trades mehrere Tage offen hast, nat√ľrlich noch Finanzierungsgeb√ľhren anfallen. Jetzt besteht nat√ľrlich auch die M√∂glichkeit, dass du nicht einen eins zu eins Hedge durchf√ľhrst, sondern vielleicht nur zur H√§lfte oder zu einem Drittel oder zu einem Viertel oder dergleichen.¬†

Und eine weitere M√∂glichkeit besteht auch darin, dass du einen Hedge nicht √ľber CFDs durchf√ľhrst, sondern √ľber andere Finanzinstrumente, wie beispielsweise Optionsscheine, direkt Optionen oder Hebelzertifikate.¬†

Jedes dieser Instrumente hat Vor- und Nachteile. Du kannst zum Beispiel, indem du Optionen oder Optionsscheine kaufst, deinen Verlust komplett absichern, ohne dabei eine eins-zu-eins Hedge durchzuf√ľhren. Die Geb√ľhr bzw. der Preis f√ľr den Optionsschein oder die Option kannst du dann als Versicherungspr√§mie ansehen. Du musst ja nat√ľrlich ausrechnen, ob sich das √ľberhaupt lohnt. Denn die Versicherungspr√§mie, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben, mindert nat√ľrlich deinen Gewinn.

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