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Anna Winter

Welchen Hebel sollte man beim Forex und CFD Trading nutzen?

Question

5 answers to this question

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Gerade Einsteiger fragen sich unserer Erfahrung nach häufig, welchen Hebel (Englisch „leverage“) man beim Forex und CFD Trading nutzen sollte. Der Hebel bestimmt darüber, über wie viel Kapital man auf seinem Handelskonto tatsächlich verfügen muss, um mit einem bestimmten Basiswert zu handeln. Mittlerweile sind die Hebel aufgrund von EU Regelungen bei allen Brokern begrenzt. Die höchsten Hebel erhält man dabei beim Handel mit Währungen (30 : 1) und beim Trading mit Aktienindices wie dem DAX oder dem Dow Jones Index (20 : 1). Wer dagegen vorhat, mit Kryptowährungen zu handeln, erhält nur noch einen maximalen Hebel von 2 : 1.

Im Folgenden werden wir die Bedeutung und die Auswirkung des Hebels anhand eines Beispiels veranschaulichen. Dafür traden wir mit dem DAX und verwenden drei unterschiedliche Hebel. Wir verfügen dabei über ein Handelskapital von 10.000 € und nehmen an, dass der deutsche Leitindex bei 10.000 Punkten steht. Zunächst verwenden wir keinen Hebel, was bedeutet, dass wir für den Handel mit 1 DAX CFD wirklich über 10.000 € verfügen müssen. Insgesamt führen wir drei Trades aus. Der erste Trade verläuft erfolgreich und wir machen einen Gewinn von 20 Punkten. Beim zweiten Trade werden wir hingegen mit -10 Punkten ausgestoppt. Die dritte Position beschert uns dann wiederum einen Gewinn, dieses Mal sogar in Höhe von 50 Punkten. Daraus ergibt sich ein Gesamtgewinn von 60 Punkten.

Beim Trading mit 1 DAX CFD führt dieser Gewinn zu einem Plus von 60 € auf unserem Handelskonto. Dies ist kein schlechtes Ergebnis, allerdings kann man auf diese Weise in der Regel noch nicht seinen Lebensunterhalt mit dem Börsenhandel bestreiten. Daher reizen wir den Hebel im Folgenden komplett aus und „hebeln“ unser Kapital mit dem Faktor 20 : 1. Daher können wir nunmehr mit 20 DAX CFD traden. Bei 60 Punkten Gewinn führt dies zu einem beachtlichen Plus von 1.200 € auf unseren Trading Account. Allerdings empfehlen wir, gerade als Anfänger kleinere Hebel zu verwenden. Denn jede Veränderung von einem Punkt wirkt sich bereits mit 20 € Gewinn bzw. Verlust aus. Schon ein kleiner Minus Trade mit 10 Punkten führt daher zu einem Verlust in Höhe von 200 €.

Im Folgenden handeln wir daher mit einem „vernünftigeren“ Hebel, und zwar mit 5 : 1. Daher stehen uns nunmehr 5 DAX CFD zur Verfügung. Auf diese Weise belastet uns der Minus Trade von 10 Punkten nur noch mit einem Verlust von 50 €. Diese Summe ist bei einem Handelskapital von 10.000 € gut verschmerzbar. Insgesamt ergibt sich durch den Gewinn von 60 Punkten ein Plus von 300 € auf dem Handelskonto. Zwar wird man diesen Betrag nicht jeden Tag an der Börse erzielen können, allerdings ist es auf diese Weise möglich, seinen Lebensunterhalt mit Hilfe des Tradings zu verdienen. Man erkennt daher, dass der Hebel für den Trader eine sehr wichtige Rolle spielt. Allerdings ist es in der Regel nicht notwendig, einen zu großen Hebel zu verwenden.

Alles in allem ermöglicht einem der Hebel beim CFD Handel, auch mit kleineren Handelskonten traden zu können. So kann man bei einem Hebel von 20 : 1 bereits mit 500 € ein DAX CFD handeln (bei einem DAX Kurs von 10.000 Punkten). Für den hier beschriebenen empfohlenen Hebel von 5 : 1 sind 2.000 € ausreichend. Insgesamt ist es ratsam, das Forex und CFD Trading zunächst mit sehr kleinen Hebeln zu beginnen. Sodann kann man die Hebelgröße schrittweise erhöhen. Testen kann man dies auch sehr gut auf einem kostenlosen Demokonto. Denn darauf handelt man mit virtuellem Kapital und kann auf diese Weise die Auswirkungen verschiedener Hebelgrößen ohne Risiko ausprobieren.

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Hi Anna,

 

also es steht schon mal außer Frage, dass du überhaupt einen Hebel nutzen solltest. Denn ansonsten müsstest du zu viel Geld einzahlen bzw. Kapital binden. Wenn du bei einem EU-regulierten Broker handelst, dann ist die Höhe des Hebels recht weit eingeschränkt. Im Forex Bereich kannst du maximal einen Hebel von 1:30 nutzen, im CFD Handel maximal 1:20, aber auch nur bei Gold und bei großen Indizes wie dem DAX. Bei Aktien und Kryptowährungen ist der maximale Hebel entsprechend kleiner. Da du aber vermutlich sowieso vor allem Forex und Indizes handeln wirst, denke ich, dass das ausreichend ist. Klar bei Brokern aus Übersee gibt es Hebel bis zu 1:400 oder sogar 1:500. Doch die Hebel-Angabe sagt im Prinzip nur aus, dass du weniger Kapital binden musst. Das Risiko ist durch einen höheren Hebel nicht unbedingt automatisch auch höher. Entscheidend ist eher, wie viel Prozent du von deinem Kapital pro Trade investierst und wie weit dein Stop Loss vom aktuellen Kurs entfernt ist. Also meiner Meinung nach kannst du aber die maximalen Hebel bei EU-Brokern ruhig nutzen. Eine Nachschusspflicht gibt es ja ebenfalls nicht.

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Hallöchen,

 

sofern du einen EU-regulierten Broker nutzt, sind die Hebel sowieso relativ eingeschränkt. In diesem Rahmen kannst du fast nichts “verkehrt” machen. Für einen Einsteiger sind die Hebelgrößen eines EU-Brokers auch in Ordnung. Du könntest aber auch bei einem australischen Broker ein Konto eröffnen. Dort gibts Hebel bis 1:400 oder 1:500. Diese zu nutzen empfehle ich aber nur im Forex-Handel und bei entsprechend kleinen Positionen respektive einem großen Konto und kleinen Lot-Größen. Ansonsten ist dein Konto schneller geschrottet als du gucken kannst 😉 

Aber wie auch bereits erwähnt wurde, spielt ja nicht nur die reine Höhe des Hebels eine Rolle, sondern auch wie viel du investierst. Aber es sollte dir klar sein, je größer der Hebel, desto geringer deine Investition und umso vorsichtiger solltest du agieren.

 

 

 

 

 

Edited by Stephanie Clemens

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Hallo Anna,

 

wie hoch die maximalen Hebel bei den EU-regulierten Brokern und auch außerhalb sind, weißt du nun ja 🙂 Im Übrigen gibt es sogar Broker, die haben Hebel von 1:1000. ich glaube ich habe sogar schon mal 1:2000 gesehen. Wer aber so einen Hebel nutzt, frag ich mich wirklich. Da ist ja bei der geringsten Bewegung das Konto maximal im Minus oder im Plus. Worauf ich aber auch noch hinweisen möchte ist Folgendes:

 

Neben dem Hebel ist es auch wichtig, wie hoch deine Position ist. Du gibst ja bei den meisten Brokern eine Order nicht so ein: “Kaufe für 100 Euro EUR/USD” und dann gibt es einen Hebel von 1:30, sprich du handelst dann 3.000 Euro. Bei den meisten Anbietern gibst du deine Positionsgröße in Lot ein (im Forexhandel zumindest), wie zum Beispiel 0.01 Lot. Der Broker eröffnet die Position am Markt und berechnet anhand des Hebels deine benötigte Margin, das heißt die Sicherheitsleistung. Daher kann deine Margin bei 0.01 Lot zu Beginn durchaus bei nur wenigen Euro liegen. 

 

Du musst also bei deinem Risiko- und Moneymanagement vor allem auf die Positionsgröße schauen, weil die meisten Broker das sozusagen rückwärts berechnen. Nicht alle, es gibt auch Anbieter, da gibst du ein “Kaufe für 10 Euro EUR/USD” - du gibst das natürlich nicht in Worten ein, aber eben den Euro-Betrag 😉

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Guten Tag allerseits,

 

bei der Diskussion um die Höhe des Hebels sollte der Trader selbstverständlich auch die Höhe des Tradingkapitals berücksichtigen. Denn die reine Betrachtung der Höhe des Hebels sagt noch nichts aus über das Risiko, welches mit einem Trade eingegangen wird. Wie bereits erwähnt wurde, kann man bereits mit sehr kleinen Positionen in den Markt einsteigen, wie beispielsweise 0.01 Lot. Wer jetzt ein 100.000 Euro Konto hat und 0.01 Lot handelt, der kann auch einen Hebel von 1:1000 nutzen, ohne das sein Konto ernsthaft in Gefahr ist! Wer das dagegen mit einem 100 Euro Konto tut, der wird mit hoher Sicherheit sehr schnell ins Minus rutschen, sobald der Kurs gegen einen läuft.

 

Des Weiteren ist auch der Stopp Loss zu berücksichtigen. Denn dieser gibt ja - vorausgesetzt, dass der Trade auch an diesem Punkt geschlossen wird - das maximale Risiko im Trade an. Je weiter weg der Stopp Loss gesetzt ist, desto größer das Risiko. 

 

Neben der Höhe des Hebels spielen demnach insbesondere diese beiden Faktoren bei der Beurteilung des Risikos eine wesentliche Rolle:

 

  • Positionsgröße

  • Abstand des Stopp Loss

 

Beides muss dabei in Relation zum Handelskapital gesehen werden. Je kleiner das zur Verfügung stehende Kapital ist, desto vorsichtiger, sprich mit kleineren Positionsgrößen und engeren Stopps muss der Händler agieren. Das heißt natürlich nicht, dass man den Stopp Loss einfach nur so enger setzt. Das Stopp-Niveau muss schon Sinn ergeben. Aber wenn ein potenzieller Trade nur mit einem weiten Stopp zu handeln ist, dann sollte dieser Trade im Zweifel eben nicht eingegangen werden.

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