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Marielle D.

Was ist für wen geeignet: Robo Advisor vs. Finanzberater?

Question

Hi Leute,

was ist denn der Unterschied zwischen einem Robo Advisor und einem “echten” Finanzberater in einer Bank? Also, ich weiß schon, dass ein Robo Advisor keine echte Person ist. Aber wer ist eurer Meinung nach besser geeignet?

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3 answers to this question

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Hallo Marielle,

 das Ziel von einem Finanzberater und einem Robo Advisor ist identisch. Es geht darum, das Geld des Kunden zu verwalten und natürlich auch zu vermehren. Die grundlegende Vorgehensweise ist aber oft ähnlich. Das Kapital des Kunden wird in verschiedenen Geldanlagen angelegt. Dabei handelt es sich selten um Einzelengagements in Aktien, sondern eher in Fonds und ETFs oder Ähnliches.

 Bei einem Robo-Advisor steht lediglich die Vermögensverwaltung im Fokus.

 Ein Finanzberater dagegen hat meist einen gesamtheitlichen Überblick. Darunter fallen auch Verbindlichkeiten wie zum Beispiel Ratenkredite oder Immobiliendarlehen. Auch andere Anlageformen wie Bausparverträge, Versicherungen und auch das Girokonto hat ein Finanzberater im Blick.

 Daher ist eine Beratung durch einen echten Finanzberater in einer Bank meist ganzheitlich, während ein Robo Advisor lediglich das Geld verwaltet, welches man ihm zuweist.

 Beide Fragen zuvor den Kunden nach bestimmten Dingen ab. So unter anderem auch die Risikobereitschaft oder wie viel Vermögen er grundsätzlich besitzt und wie viel davon nun angelegt werden soll. Auch wie lange er das Geld anlegen möchte und ob er im Zweifelsfall auch das Geld wieder abheben kann. Das sind so grundsätzliche Fragen.

 Während ein Finanzberater in einem persönlichen Gespräch diese Punkte erörtert, funktioniert das bei einem Robo-Advisor über einem Art Fragebogen, den du online ausfüllst. Ein Finanzberater kann natürlich deutlich individueller auf dich eingehen. Allerdings ist es so, dass bei einem kleinen Vermögen in der Regel standardisierte Vorgehensweise am besten geeignet sind. Daher könnte ein Robo Advisor durchaus eine gute Alternative zu einem Finanzberater sein. Insbesondere auch deswegen, weil die Gebühren dort deutlich geringer sind.

 Aber wie gesagt, ein Robo Advisor hat keinen gesamtheitlich Überblick über deine Finanzen.

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Also es kommt vor allem darauf an, was du von einem Finanzberater erwartest. Wenn es dir lediglich um die Vermögensverwaltung geht, dann könnte ein Robo Advisor eine gute Alternative darstellen.

 Möchtest du jedoch einen gesamtheitlichen Ansatz verfolgen, wie bereits besprochen, damit meine ich, dass dein Finanzberater dein Girokonto, deine kurzfristigen Liquiditätsreserven, deinen Dispokredit, deinen Autokredit, deine Versicherungen, deine Zukunftspläne und so weiter alles im Blick hat, dann solltest Du eben auf einen Finanzberater zurückgreifen und nicht auf einen Robo-Advisor.

 Bei einem Finanzberater musst du halt sehr auf die Qualität des Beraters achten bzw. auch auf die Bank, bei der er arbeitet. Denn vieles steht und fällt mit dem Finanzberater. Natürlich ist das bei einem Robo-Advisor ähnlich, da dieser aber programmiert wurde, kannst Du grundsätzlich davon ausgehen, dass er vernünftige Entscheidungen trifft.

 Ein Finanzberater kann auch vor allem auf seine Provisionen achten. Eine Bank wird dir nur Produkte anbieten, bei denen sie auch eine Provision erhält. Viele Banken arbeiten daher mit Kooperationspartnern zusammen. Eine Alternative dazu sind unabhängige Vermögensverwalter. Aber auch hier leben diese natürlich nicht von Luft, sondern auch oft von einer Provision, die sie durch den Verkauf der Finanzprodukte erhalten.

 Eine dritte Möglichkeit, einen guten Finanzberater zu finden, sind Finanzberater, die ausschließlich auf Honorarbasis arbeiten. Hier gibt es verschiedene Variante. Du bezahlst zum Beispiel einen Stundenlohn für die Beratung, musst im Anschluss allerdings alles selbst umsetzen. Oder, du bezahlst wieder einen Stundenlohn, der Berater setzt für dich alles um, du bekommst im Gegenzug aber alle Provisionen weitergeleitet. Das heißt du bekommst im Anschluss eine Gutschrift der Provision und Erträge, die der Berater sonst erhalten würde. Das ist meiner Meinung nach die beste Variante. Denn hier zahlst du wirklich rein für die Beratung. Und der Berater, der auf von Honorarbasis arbeitet, hat kein Interesse daran eine möglichst hohe Provision zu erhalten durch den Verkauf der Finanzprodukte.

 Allerdings eignet sich diese Art der Vermögensberatung nur für Kunden, die etwas mehr Vermögen haben. Dann eine Beratung auf Honorarbasis ist relativ teuer.

 Für den Standard-Kunden, um das jetzt mal so auszudrücken, ohne das abwertend zu meinen, eignet sich auch ein Robo-Advisor oder ein einfacher Finanzberater.

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Hi Marielle,

ich persönlich nutze beides.  Ich habe einen Finanzberater bei einer Bank, bei dem ich meine generellen Finanzangelegenheiten kläre. Darüber hinaus habe ich aber auch einen Teil meines Vermögens bei einem Robo-Advisor angelegt.

 Für mich sind Robo-Advisor eine gute Möglichkeit der Geldanlage ohne mich darum kümmern zu müssen. Denn hier wird ja alles für mich automatisch und online erledigt. Gleichzeitig ist es aber auch eine Anlageform, die auf lange Sicht ausgelegt ist. Ich habe auch noch andere Vermögensanlagen. Aber den Robo-Advisor sehe ich als eine Art Kernelement meiner Strategie. Hier fahre ich wenig Risiko und hier geht es für mich um Stabilität. Ich möchte einmal meine Altersvorsorge oder zumindest einen Teil meiner Altersvorsorge über diesen Robo-Advisor bestreiten. Dazu habe ich auch einen monatlichen Sparplan eingerichtet.

 Bei meinem Finanzberater habe ich das Girokonto, einige Versicherungen und auch Kredite. Auch ein paar Geldanlagen nutze ich bei meiner Bank vor Ort. Aber nicht den Großteil. Weil ich sehe es auch so, dass insbesondere bei Geldanlagen die Banken zu sehr auf ihre Provisionen achten und ausschließlich mit gewissen Partnern zusammenarbeiten. Deswegen kümmere ich mich lieber etwas mehr selber darum. Allerdings habe ich auch keine Lust, mich jeden Tag damit zu beschäftigen, deswegen nutze ich eben auch einen Robo-Advisor. 

Ich denke, es ist auch nicht gut nur oder das gesamte Vermögen ein Robo-Advisor anzulegen. Denn dann hat man auch keine Diversifizierung mehr. Denn sollte der Robo-Advisor nicht so gute Entscheidungen treffen, dann hätte man sein gesamtes Vermögen darin investiert. Und zu guter Letzt gibt es natürlich auch Unterschiede zwischen den Robo-Advisors.

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