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Was sind börsengehandelte Fonds für alternative Anlagen?


Jane Goodwin
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Die meisten an der Börse gehandelten Fonds nehmen eine Long-Position bei Aktien und Anlagen im Bloomberg Barclays Aggregate Bond Index ein. Diese traditionellen Fonds (exchange-traded fund, kurz ETF) machen den größten Anteil am ETF-Markt aus und bilden eine gute Grundlage für ein ausgewogenes Portfolio. Alternative Anlage-ETFs hingegen investieren in andere Anlageklassen wie Währung, Immobilien und Rohstoffe. Einige Fonds, so genannte inverse ETFs, nehmen eine Short-Position ein und setzen gegen den Markt. Gehebelte Fonds verwenden Schuldtitel und Derivate, um die tägliche Rendite eines Basiswertes oder Index zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen. Was alternative Anlage-ETFs attraktiv macht, ist, dass sie die Investition in diese Anlageklassen für Kleinanleger leichter machen. Anstatt beispielsweise Devisentermingeschäfte zu kaufen oder sich mit dem Devisenmarkt auseinanderzusetzen, können Anleger problemlos Devisen-Fonds handeln. Auch die Transaktionskosten sind im Vergleich zu anderen Instrumenten in der Regel sehr niedrig. Ebenso ist der Rohstoffmarkt für Kleinanleger typischerweise schwer zu navigieren, aber es gibt Rohstoff-Fonds, die die am häufigsten gehandelten Rohstoffe wie Gold und Öl verfolgen. Darüber hinaus gibt es Rohstoff-ETFs, die einen Warenkorb oder einen Warenindex wie den PowerShares DB Commodity Index Tracking Fund (DBC) verfolgen. Rohstoff-ETFs sind besonders beliebt, da sie wenig mit der Börse korrelieren und somit sowohl für die Absicherung gegen Inflation als auch für das Gesamtportfoliorisiko nützlich sind. Inverse ETFs wiederum sind nützlich für die Absicherung eines langfristigen Portfolios und auch für Spekulationen. Gehebelte Fonds (leveraged ETFs) sind fast immer spekulative Instrumente, die von Day Tradern bevorzugt werden. Von den verschiedenen alternativen Anlageoptionen stoßen die neueren Multi-Asset-ETFs bei Privatanlegern auf großes Interesse. Diese Multi-Asset-ETFs kombinieren das Engagement in mehreren verschiedenen Anlageklassen unter einem Dach mit attraktiven Handels- und Betriebskosten. Einer der beliebtesten Fonds, der Multi-Asset Diversified Income Index Fund (MDIV), hält Dividendenwerte, Real Estate Investment Trusts (REITs), Master Limited Partnerships (MLPs), Vorzugsaktien und High Yield Bonds. Wenn Sie ein Portfolio aus Aktien und Anleihen diversifizieren möchten, sind alternative Anlagefonds ein einfacher Weg, um in andere Märkte einzusteigen, ohne die üblicherweise hohen Investitionen stemmen zu müssen.
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Hallo Jane,

 

also ich würde börsengehandelte Fonds jetzt nicht unbedingt als die ultimative alternative Geldanlage bezeichnen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob börsengehandelte Fonds überhaupt als “alternativ” gelten. Sicher, es gibt eine Reihe von Fonds, die du nur direkt über die Fondsgesellschaft handeln kannst.

Aber nur, weil andere Fonds an der Börse gehandelt werden, würde ich das nicht als alternative Geldanlage bezeichnen. Von dem her verstehe ich die Frage nicht ganz.

Vielleicht kann ich aber wenigstens mal kurz auf die allgemeinen Punkte eingehen, die börsengehandelte Fonds auszeichnen.

Also, wie bereits erwähnt, werden ja eine ganze Reihe von Fonds nur über die jeweilige Fondsgesellschaft gehandelt, die den Fonds aufgelegt hat.

Ob ein Fonds nur über die Gesellschaft oder auch an der Börse handelbar ist, bestimmt die Fondsgesellschaft selbst.

Bei den Fonds, die du nur über die Fondsgesellschaft handeln kannst, wird in der Regel nur einmal am Tag ein Kurs gestellt. Der wird bestimmt aus den Wertpapierkursen, die der Fonds enthält. Zudem wird beim Kauf in der Regel ein sogenannter Ausgabeaufschlag fällig. Eine Art Kaufgebühr. Der liegt meist zwischen 1 und 5 Prozent. Je “anspruchsvoller” der Fonds, also umso “schwieriger” es für das Fondsmanagement ist, den zu verwalten, umso höher fällt dieser aus. Bei Aktienfonds, liegt er deshalb meist bei um die 5 Prozent. Das ist auch abhängig von der Nachfrage seitens der Kunden.

Wird er dagegen auch an einer Börse gehandelt, so kannst du laufend, also zumindest während der Börsenöffnungszeiten, den Fonds handeln. Einen Ausgabeaufschlag gibt es an der Börse nicht. Dafür Ordergebühren für den Broker. Es kann natürlich sein, dass du einen börsengehandelten Fonds trotzdem nicht sofort kaufen oder verkaufen kannst, weil einfach nicht genügend Liquidität am Markt ist. Stell dir vor, du willst einige Anteile deines Fonds an der Börse verkaufen. Es gibt auf der anderen Seite aber keinen Anleger, der dir die Anteile abkaufen will. 

Dann bekommst du die Anteile nicht los. Über die Fondsgesellschaft kannst du meist, zumindest in gewissen Grenzen, deine Anteile immer verkaufen.

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