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Dennis Mayer

Wie kann ich eine Trendlinie richtig zeichnen?

Question

4 answers to this question

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Eine Trendlinie ist eine diagonale Linie, die Punkte verbindet, die als Unterstützung oder Widerstand dienen. Wenn die diagonale Linie Unterstützungspunkte verbindet, spricht man von einem Aufwärtstrend. Verbindet es Widerstandspunkte, spricht man von einem Abwärtstrend. Händler nutzen Trendlinien, um fundierte Vermutungen darüber zu treffen, wo sich der Preis umkehren wird. Beispiel für Trendlinien Downtrend= Abwärtstrend – Uptrend= Aufwärtstrend Aus diesem Chart können wir ersehen, dass JPY/USD von Januar bis März 2018 auf drei Widerstandspunkte gestoßen ist. Der erste wurde Mitte Januar getroffen. Der zweite wurde Anfang Februar getroffen. Und der dritte wurde Ende Februar getroffen. Es kann eine diagonale Linie gezogen werden, die diese drei Punkte miteinander verbindet. Das bedeutet, dass sich JPY/USD in diesem Zeitraum in einem Abwärtstrend befand. Wir sehen auch, dass es von März bis November zwei große Unterstützungsbereiche gab. Den ersten gab es Ende März, den zweiten im Oktober. Es lässt sich eine diagonale Linie zeichnen, die diese beiden Unterstützungsbereiche miteinander verbindet. Das bedeutet, dass sich JPY/USD in diesem Zeitraum in einem Aufwärtstrend befand.

Wie kann ich eine Trendlinie richtig zeichnen?

Um eine Trendlinie zu zeichnen, suchen Sie einfach zwei große Spitzen oder Böden und verbinden diese mit einer diagonalen Linie. Diese Linie sollte den Preis zu keinem Zeitpunkt überschreiten. Das folgende Diagramm zeigt beispielsweise eine falsch gezogene Trendlinie. Incorrect uptrend line = Verkehrte Aufwärtstrendlinie Es ist verlockend, die Aufwärtstrendlinie auf diese Weise zu ziehen, da sie den Preis zeigt, der vier oder fünf verschiedene Male von der Linie abprallt. Diese Trendlinie ist jedoch falsch, da der Preis die Linie mehrmals durchläuft, anstatt nur von ihr abzuprallen. Im Gegensatz dazu gibt es hier eine weitere gültige Aufwärtstrendlinie, die in diesem Diagramm gezeichnet werden kann. Diese kann als Alternative zu der im ersten Bild gezeigten angesehen werden. Alternative uptrend line = Alternative Aufwärtstrendlinie

Ein paar Punkte, die Sie bei Trendlinien beachten sollten

Hier sind einige Punkte, die bei der Verwendung von Trendlinien beachtet werden sollten.
  • Eine Trendlinie kann mit nur zwei Punkten gezeichnet werden. Aber die stärksten Linien haben mindestens drei Punkte.
  • Je steiler eine Trendlinie ist, desto weniger zuverlässig ist sie.
  • Je öfter eine Trendlinie getestet wird, desto stärker ist sie.
 

Kanäle

Sobald wir eine Trendlinie gezogen haben, können wir einen Kanal zeichnen. Kanäle geben uns noch mehr Informationen über einen bestimmten Trend. Um eine zu zeichnen, erstellen Sie einfach eine Linie, die parallel zur bereits gezeichneten Aufwärts- oder Abwärtslinie verläuft. Descending channel = Absteigender Kanal – Ascending Channel = Aufsteigender Kanal Wie bei normalen Trendlinien sollten die Linien eines Kanals den Preis nicht überschreiten. Ein Kanal, der nach oben gerichtet ist, wird als aufsteigender Kanal bezeichnet. Ein Kanal, der nach unten gerichtet ist, wird als absteigender Kanal bezeichnet.

Wie man mithilfe von Trendlinien und Kanälen handelt</h2 Hier sind ein paar Möglichkeiten, mit Trendlinien und Kanälen zu handeln.

  • Kaufen Sie am Boden eines Kanals. Verkaufen Sie, wenn die Oberseite erreicht wird.
  • Verkaufen Sie am oberen Ende eines Kanals und kaufen Sie am unteren Ende zurück.
  • Um das Risiko zu begrenzen, legen Sie ein Verkaufslimit knapp oberhalb oder unterhalb eines Kanals fest.
  • Kaufen und Halten Sie während eines Aufwärtstrends. Verkaufen Sie, wenn sich der Trend umkehrt.
  • Verkaufen Sie bei einem Abwärtstrend. Steigen Sie aus, wenn sich der Trend umkehrt.
Trendlinien sind diagonale Linien, die Unterstützungs- und Widerstandspunkte verbinden. Wenn sie zu Kanälen verknüpft werden, können Trendlinien ein nützliches Instrument sein, um Ein- und Ausstiegspunkte beim Handeln zu finden.

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Hallo Dennis,


 

 sehr gut, dass du diese Frage stellst, denn das Einzeichnen von Trendlinien ist essenziell in der Chartanalyse. Ohne dem korrekten Einzeichnen von Trendlinien, Unterstützungen, Widerständen usw. wirst du keinen Erfolg in der Charttechnik haben. 

 

Also das Einzeichnen von Trendlinien ist auf der einen Seite recht einfach, auf der anderen Seite aber auch anspruchsvoll. Ich will es dir gern erklären.

 

Eine Trendlinie hast du bereits, wenn du mindestens zwei Punkte miteinander verbindest. Wenn du das so definierst, kannst du nahezu unendlich viele Trendlinien in einen Chart einzeichnen, denn du wirst immer zwei Punkte miteinander verbinden können. Aber die grundlegende Definition ist eben so. 

 

Daher möchte ich dir hier einen ganz praktischen Rat mit auf den Weg geben. Schau dir den Chart zunächst in Ruhe an, ohne das du irgendetwas da einzeichnest. Also keine Linien, keine Indikatoren, Oszillatoren oder sonst irgend etwas. Dann nutze einfach deinen gesunden Menschenverstand und schau, ob es einen deutlichen, sichtbaren Trend gibt, den das Währungspaar (oder jeder andere Basiswert natürlich auch) aufweist. Ein Trend ist dadurch gekennzeichnet, dass er - salopp gesagt, von links unten nach rechts oben verläuft (Aufwärtstrend), oder von links oben nach rechts unten (Abwärtstrend). Dann gibt es auch die sogenannten Seitwärtstrends, also ein Forex Paar, welches sich einfach nur seitwärts bewegt, ohne eine bestimmte Richtung. 

 

Am besten ist es, wenn du im Anschluss versuchst Punkte zu verbinden, die sich im vorherrschenden Trend befinden. Natürlich nicht irgendwelche Punkte, sondern solche, die markant sind. Das könnten beispielsweise Punkte sein, die den unteren Teil des Trends markieren oder den oberen Teil des Trends. Du kannst auch einfach eine Trendlinie einzeichnen, ohne bestimmte Punkte miteinander zu verbinden. Ganz einfach gesagt, könntest du eine Trendlinie von links unten nach rechts oben einzeichnen - bei einem vorherrschenden Aufwärtstrend.

 

Du siehst, das Einzeichnen an sich ist recht einfach, aber die Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden, was denn nun konkret zu dem Trend gehört und welche Punkte markant sind, sodass man sie für eine Trendbegrenzung nutzen könnte. 

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Eine weitere Idee ist auch, dass du mehrere Trends in ein Chartbild einzeichnest. Mal zur Verdeutlichung: Du nimmst einen Chart auf Tageschart-Basis. Das heißt, der Zeithorizont, den du auf dem Chart siehst, ist vielleicht ein oder mehrere Jahre. In diesem, sagen wir ruhig langfristigen Chart, kannst du einen Trend entdecken. Wenn du jetzt aber einen Ausschnitt auf 1-Stunden-Basis nimmst, wirst du ganz andere Trends entdecken. Daher ist es gut, bei einer umfassenden Chartanalyse, zunächst den übergeordneten Trend einzuzeichnen und sich dann von “oben nach unten” (im Sinne der Zeitebene) herunter zu arbeiten.

 

Auch innerhalb eines langfristigen Trends wirst du in aller Regel feststellen, dass der Kurs des Währungspaars oder der Aktie oder des Rohstoffs etc. nicht stur linear in eine Richtung geht, sondern in Wellen. Daher gibt es beispielsweise einen langfristigen Aufwärtstrend, aber kurzfristig kann auch ein untergeordneter Abwärtstrend vorhanden sein. Diese Dinge erblickt man recht häufig bereits mit dem bloßen Anschauen eines Charts, ohne dem Einzeichnen von Trendlinien usw. 

 

Der Sinn und Zweck des Einzeichnens von Trendlinien besteht ja darin, dass du Anhaltspunkte bekommst, in welche Richtung sich ein Markt bewegt und/oder an welchen Stellen er drehen könnte. In einem bestehendem Aufwärtstrend sollten die überwiegenden Trades auch Long sein und nicht Short. Gelangt der Markt zum Beispiel in einem bestehenden Aufwärtstrend an einer unteren Trendlinie an, er konsolidiert also, dann könnte der Markt genau an dieser Stelle nun wieder gen Long drehen. Diesen Punkt könntest du also als Einstieg nutzen. Den Stop Loss solltest du etwas weiter unterhalb setzen. Lass aber ruhig genügend Platz, denn die Märkte bewegen sich ja nicht stur und punktuell nach solchen Trendlinien.

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Hi Dennis,  auch ich möchte noch etwas hinzufügen zum Thema Trendlinien. Du könntest auch gleitende Durchschnitte verwenden, anstatt selbst Trendlinien einzuzeichnen. Die gleitenden Durchschnitte zeigen die ja im Prinzip auch Trends an. Deswegen heißen sie ja gleitend - weil sie eine Linie bilden und kein “Zickzack” - und Durchschnitte, weil sie eben den Durchschnitt der Kursbewegungen abbilden.

 

Jetzt entsteht bestimmt die Frage, welche gleitenden Durchschnitte du zum Anzeigen von Trends verwenden solltest. Das ist eigentlich nicht ganz so entscheidend. Durchgesetzt haben sich in der Praxis die Einstellungen 20, 50 und 200. Je kleiner die Zahl ist, desto kurzfristiger sind die angezeigten Trends. Den gleitenden Durchschnitt musst du natürlich auch in Kombination mit dem Zeitintervall deines Charts betrachten. Ein gleitender Durchschnitt von 200 bedeutet, dass die letzten 200 Zeitintervalle als Durchschnitt hinzugezogen werden.

 

Nutzt du nun einen Monatschart, bedeutet das, dass dir der Durchschnitt der vergangenen 200 Monate, also 16,5 Jahre angezeigt wird! Das kann man zwar mal machen, eignet sich aber keinesfalls für das kurzfristige Trading! Anhand einer Kennzahl, die sich auf den Durchschnitt der letzten 17 Jahre bezieht, kannst du keine Aussage für dein heutiges Trading treffen. In seltenen Fällen kannst du mal eine solche Zahl zurate ziehen, wenn der Kurs sich gerade auf den gleitenden Durchschnitt zu bewegt. Aber im Allgemeinen solltest du den 200er Durchschnitt nicht auf Monatsbasis nutzen, eher auf Tages- maximal noch auf Wochenbasis.

 

Vielleicht noch als Hinweis: Viele Trader nutzen den EMA und weniger den SMA. Hier handelt es sich um zwei Arten von gleitenden Durchschnitten. Bei ersterem werden die Kursdaten aus der jüngeren Vergangenheit höher gewichtet als die Kursdaten, der älteren Vergangenheit. Dadurch erhalten die jüngeren Kursdaten eine höhere Gewichtung. Beim SMA wird jeder der - beispielsweise 200 - Kursdaten gleich gewichtet.

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