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Herbert Schulle

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  1. Den Ansatz mit dem Vergleich des Bitcoin Kurses mit der Ausweitung der Geldmenge finde ich sehr interessant. Es gibt ja einige Theorien oder Ansätze um den Preis für Bitcoin in die Zukunft zu projizieren. Beispielsweise wird ja da auch oft vom sogenannten Halving gesprochen. Jedes Mal, wenn es für die Miner nur noch die Hälfte an Belohnungen oder Rewards gibt, dann wird sich der Kurs des Bitcoin in einer neuen aufwärts Phase wiederfinden. Natürlich nicht unmittelbar und sofort, aber mit einem gewissen zeitlichen Abstand. Und vor kurzem habe ich auch einen Chart gesehen, bei dem der Bitcoin-Kurs mit dem Ethereum Kurs verglichen wurde. Der Preis für Ethereum wurde auf den Bitcoin-Kurs projiziert. Bitcoin gibt es ja schon einige Jahre länger als Ethereum. Und da war ganz interessant, dass der Preis für Ethereum dem von Bitcoin sehr ähnelt und fast den gleichen Verlauf nimmt.
  2. Hallo Ivan, ja Das ist eine sehr gute Frage. Ist aber gar nicht so einfach zu beantworten. Also mir ist aufgefallen, dass viele Kryptowährungen einen regelrechten Boom erlebt haben. In aller Munde ist ja auch Bitcoin. Und obwohl Bitcoin so weit schon gestiegen ist und neue Allzeithochs erklommen hat, denke ich, dass es hier auch noch weitergehen wird. Ich weiß auch nicht so, ob andere Kryptowährungen nur deshalb steigen, weil Kryptowährungen im Allgemeinen im Trend liegen. Bei Bitcoin könnte ich mir das noch gut vorstellen. Denn hier investieren auch große Firmen und es wird zudem als digitales Gold angesehen. Die anderen Kryptowährungen haben diese Stellung (noch) nicht. Es kommt auch immer darauf an, was man unter Potenzial versteht. Die größten Gewinne wird Bitcoin sicherlich nicht erzielen. Da gibt es immer ein paar sogenannte Shitcoins, die deutlich größere Gewinne erzielen werden. Allerdings steigen die mal eine kurze Zeit ins Unermessliche und dann fallen sie auf 0. Also vor solchen Shitcoins würde ich mich schon in Acht nehmen. Ich denke aber auch, dass wir an Ethereum nicht vorbeikommen. Denn Ethereum überzeugt insbesondere durch die Technologie die dahinter steht. Wir dürfen übrigens auch nicht vergessen, dass Bitcoin nicht unbedingt als Zahlungsmittel geeignet ist. Und, was ich ja auch noch mal anführen möchte ist, dass der Preis eines Bitcoins oder auch natürlich jeder anderen Kryptowährung, nur durch Angebot und Nachfrage zustande kommt. Einige sage beispielsweise, durch ein Halving steigt der Kurs. Aber das stimmt nicht. Der Kurs steigt, weil die Nachfrage steigt. In dem Moment, indem Bitcoin nicht diese Rolle erfüllt die Anleger sich vielleicht ursprünglich gedacht hätten, werden sie Bitcoin verkaufen und dann wird der Kurs sinken. Je mehr Anleger aber der Meinung sind, dass Bitcoin tatsächlich eine Alternative ist, desto größer wird die Nachfrage und desto höher steigt der Kurs. Also alles in allem würde ich sagen das größte Potenzial hat ja tatsächlich noch Bitcoin und Ethereum. Es gibt sicherlich auch noch ein paar andere bekannte Kryptowährungen die ein großes Potenzial haben. Von den ganz kleinen würde ich mich aber fernhalten. Nicht weil sie grundsätzlich kein Potenzial haben, sondern weil es einfach viel zu ungewiss ist.
  3. Guten Tag Walter, der Unterschied zwischen einem ETF und einem ETN besteht überwiegend in dem strukturellen Aufbau. Daraus wiederum ergeben sich andere Risiken. Um das mal etwas klarer zu formulieren: Beide Produkte sind börsengehandelt. Nun aber zum wesentlichen Unterschied. Bei einem ETF kaufst du einen “Fonds”. Zum Beispiel bildet ein ETF den S&P500 ab. Das Kapital, welches du dort anlegst, ist rechtlich gesehen getrennt vom Emittenten, also dem Herausgeber oder Verwalter des ETFs, zu betrachten. Sollte der Herausgeber des ETFs Insolvenz anmelden müssen, sollte im Normalfall nichts mit deinem investierten Kapital passieren. Damit meine ich, dass du aufgrund der Insolvenz keine Verluste erleiden solltest. Denn der Herausgeber des ETFs fungiert nur als Verwalter oder Treuhänder deines Geldes. Aber rechtlich ist es nicht seinem Unternehmen zugeordnet. Es wird getrennt verwaltet. Bei einem ETF investiert die Bank, vereinfacht ausgedrückt, dein Geld in die Aktien des jeweiligen Index. Bei einem ETN dagegen kaufst du keinen “Fonds”, sondern eine Art Anleihe, daher auch der Begriff “Exchange-traded Note”, also börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen. Bei Inhaberschuldverschreibungen oder Anleihen gibst du allerdings direkt der Bank das Geld. In der Bilanz wird dies als Fremdkapital verbucht. Damit ist die Bank oder der Herausgeber des ETNs kein Verwalter oder Treuhänder mehr. Sollte die Bank Insolvenz anmelden müssen, dann gältest du als Gläubiger der Bank. Das ist ähnlich wie bei einem Zertifikat, wie beispielsweise ein Hebel-Zertifikat oder Discount-Zertifikat. Du leihst quasi der Bank dein Geld. Das ist der wichtigste Unterschied zwischen einem ETF und einem ETN. Daher musst du bei einem ETN dir sehr sicher sein, dass die Bank auch eine gute Reputation genießt und ein entsprechend gutes Rating vorweist. Aber selbst ein gutes Rating vonseiten der Ratingagenturen verspricht keine 100 %ige Sicherheit. Selbst Lehman Brothers wurde wenigen Wochen vor ihrer Insolvenz noch mit einer hervorragenden Bonität bewertet. Der größte Unterschied besteht also im Risiko der beiden Geldanlagen. Der Vorteil von ETNs ist, dass diese wesentlich flexibler gestaltbar sind. Sie müssen nicht nur einen Index abbilden, sondern können auch andere Komponenten beinhalten.
  4. Guten Abend Jane, wie Robert ja hier schon sagte, sind binäre Optionen bei EU-regulierten Brokern verboten. Na ja, ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob wirklich verboten oder “nur” für bestimmte Personenkreise zugänglich, ähnlich wie der CFD Handel mit einem Hebel von über 1:30 ja auch nur für professionelle Anleger verfügbar ist. Aber es kann schon sein, dass binäre Optionen tatsächlich nicht erlaubt sind. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht. Ich glaube, bei einigen Brokern kann man das unter Umständen immer noch handeln. Früher konnte man das auch bei Bet365 handeln. Binäre Optionen sind - das siehst du ja auch schon daran, dass selbst Anbieter wie Bet365 sowas im Angebot hatte - Finanzwetten. Das Wort Wetten ist ja bei uns eher mit dem Glücksspiel verbunden. Und ich denke das war auch der Grund, warum dieses “Finanzinstrument” verboten wurde. Es wird dem Anleger suggeriert, dass es sich um ein Finanzinstrument handelt. Er also Gewinne machen kann, wenn er nur ausreichend recherchiert und ähnlich wie im Aktienhandel gut fundierte Entscheidungen trifft. Bei binären Optionen entschließt du dich aber, den Kurs innerhalb der nächsten paar Minuten zu bestimmen. Es gibt dabei ein Ablaufdatum. Du musst dich entscheiden, ob der Kurs am Ende der Laufzeit oberhalb oder unterhalb des aktuellen Kurses liegt. Na ja, woher sollst du wissen, ob der Kurs in 30 Minuten etwas höher oder tiefer steht? Das hat ja auch gar nichts mit Recherche oder fundamentalen Daten zu tun. Nicht mal mit Chartanalyse, denn da ist einerseits die Zeitspanne viel zu kurz und andererseits wird ja wirklich nur das Ablaufdatum als Referenz herangezogen, also beispielsweise Punkt 14:30 Uhr! Da ist der reine CFD oder Forex Handel ja bedeutend einfacher. Da gibt es ja im Normalfall keine Ablaufzeit. Und wenn, dann nicht in 30 oder 60 Minuten. Ja, es gab sogar binäre Optionen mit nur 60 Sekunden Laufzeit! Meine Güte, niemand weiß, wo der Kurs in exakt 60 Sekunden stehen wird! Da kann man auch keine Trends handeln! Also von dem her ist es gar nicht so verkehrt, dass es das nicht mehr gibt. Und wenn du tatsächlich den Kick brauchst, dann kannst du ja auch Sportwetten machen oder ins Casino gehen 😉
  5. Guten Abend Curtis, wie ich sehe, bist Du noch Einsteiger. Dann von meiner Seite her herzlich Willkommen an dieser Stelle und viel Erfolg beim Handel und Trading. Nun zu Deiner Frage: Der Begriff der schwarzen Kerze stammt aus der Chartanalyse. Um sich einen Chart zu visualisieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Variante ist zum Beispiel der sogenannte Linienchart. Da wird der Kursverlauf der Vergangenheit in einer Linie dargestellt. Es gibt jedoch noch mehr Varianten. Eine andere ist der Kerzenchart. Dort wird der Kurs in Form von Kerzen dargestellt. Sie heißen deswegen Kerzen, weil sie einen Körper haben (der dicke Balken) und meist eine oder zwei Lunten (die dünnen Striche ober- und unterhalb des Kerzenkörpers). Du kannst dabei einstellen, in welchem Zeitintervall die Kerzen angezeigt werden, zum Beispiel 5 Minuten. Dann entspricht eine Kerze einem Intervall von 5 Minuten. Der Kerzenkörper zeigt Dir nun an, wo der Anfangs- und Schlusskurs der Kerze war. Wenn der Kerzenkörper nun schwarz ist, bedeutet dass, dass der Schlusskurs unterhalb des Anfangskurses der jeweiligen Kerze lag. Alternativ dazu kommen auch häufig rote Kerzen anstatt schwarzer Kerzen zum Einsatz.
  6. Guten Tag Jane, der Hebel beim Spread Betting funktioniert genauso wie beim Forex Handel oder im CFD Trading. Schließlich ist Spread Betting ja auch nichts anderes als CFD Trading. Der Hebel kommt dadurch zustande, dass der Broker dir einen Kredit gewährt. Natürlich nicht im Sinne eines klassischen Ratendarlehens welches du zurückzahlen müsstest. Du zahlst vielmehr Kapital auf dein Konto beim Anbieter ein. Nehmen wir mal, dass du einen Hebel von 1:10 nutzt. Dann würde der Broker je 1 Euro den du investierst, nochmal 9 Euro aus seinem Kapitalstock in deinem Namen investieren. Du bist dann also nicht mit 1 Euro, sondern mit insgesamt 10 Euro investiert. Die Gewinne und Verluste die du mit den 10 Euro machst, werden dir jedoch 1:1 gutgeschrieben bzw. in Rechnung gestellt. Natürlich wirst du nicht nur 1 Euro investieren pro Position, sondern vielleicht 100 Euro. Im Forex Handel kannst du bei europäischen Brokern einen Hebel bis zu 1:30 nutzen, was bedeuten würde, dass du mit einem Volumen von 3.000 Euro am Markt investiert wärst. Wenn deine Position nun 1 Prozent Gewinn macht, entspräche das 30 Euro. Bezogen auf deine 100 Euro Investition aber 30 Prozent. Du siehst demnach, dass sowohl deine Gewinne als auch Verluste um das x-fache gehebelt werden. Denn läuft der Markt 1 Prozent gegen dich, hättest du bereits 30 Euro Verlust, wenn du die Position dann schließen würdest.
  7. Ich sehe es etwas anders. Ich positioniere mich durchaus schon vor einer News im Markt. Meist geht der Markt ja erstmal in die eine Richtung, nur um kurze Zeit später wieder in die andere Richtung zu gehen. Meine Strategie ist nun die, dass ich zunächst den einen Move mitnehme. Und im Anschluss auch den anderen Move. Natürlich erfordert das eine gewisse Übung und Erfahrung. Stop Loss Orders setze ich im Übrigen hier nicht. Zumindest nicht beim Broker, sondern nur im Geiste. Es geht natürlich auch nicht immer auf. Aber für mich ist das eine ganz passable Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit schöne Bewegungen mitzunehmen. Da ist es für mich gar nicht so wichtig, ob die Bekanntgabe nun gut oder schlecht für den Markt war. Wichtig ist, dass sie Bewegung verursacht. Wenn die Nachricht keine Bewegung verursacht, dann ist das auch kein Problem. Dann kann ich die Positionen ungefähr +/- 0 schließen.
  8. Guten Tag Dennis, der Begriff stammt aus der Chartanalyse und zwar, wenn der Händler einen sogenannten Candlestick-Chart (sprich Kerzenchart) nutzt. Dabei stellt eine “Kerze” eine Zeiteinheit dar, wie zum Beispiel 1 Minute, 5 Minuten oder 1 Stunde usw. Die Kerzen werden dabei zur besseren Unterscheidung in zwei verschiedenen Farben angezeigt. Grundsätzlich kann man die Farben frei wählen. Es hat sich insbesondere die Farbkonstellation grün und rot durchgesetzt. Eine rote Kerze bedeutet, dass der Schlusskurs der Kerze, zum Beispiel nach einer 5 Minuten-Periode, unterhalb des Eröffnungskurses der Kerze lag. Mit anderen Worten (am Beispiel eines 5-Minuten-Charts): der aktuelle Kurs ist tiefer als vor 5 Minuten. Eine grüne Kerze würde dementsprechend genau das Gegenteil bedeuten.
  9. Die meisten Menschen die Millionär sind, sind es nicht deswegen geworden, weil sie in Aktien gespart haben oder durch erfolgreiches Trading reich geworden sind. Sicher, es gibt bestimmt ein paar. Aber die Masse ist das nicht. Millionär wird man in den meisten Fällen - abgesehen vom Lotto oder durch ein Erbe - indem man ein Unternehmen aufbaut und entsprechend unternehmerisches Risiko eingeht. Auch durch Immobilien kann man vergleichsweise einfach Millionär werden. Du verstehst bestimmt, was ich hier mit “vergleichsweise einfach” meine. Was aber so ziemlich alle Millionäre wiederum auszeichnet ist, dass sie Aktien besitzen. Es ist also einer von mehreren Standbeinen, um Millionär zu werden. Aber ausschließlich durch das Aktiensparen Millionär zu werden, müsstest du eine sehr große Summe monatlich sparen.
  10. Moin moin Paul, die technische Analyse beschreibt die Methodik, eine Prognose über den zukünftigen Kursverlauf allein anhand des Charts zu treffen. Zur Anwendung kommen dabei neben der Interpretation des Chartverlaufs noch Indikatoren und Oszillatoren. In der reinen technischen Analyse (auch Chartanalyse) genannt, spielen fundamentale Daten (wie zum Beispiel die Umsatzentwicklung einer Aktiengesellschaft) keine Rolle. Alle Informationen befinden sich auf bzw. im Chart. Grundsätzlich finde ich es gut, dass Du Dich mit der technischen Analyse auseinandersetzen möchtest. Aber sie ist natürlich kein Allheilmittel. Sie hat Stärken und Schwächen. Zudem nutzen nur die wenigsten Händler ausschließlich die Chartanalyse. Meistens kommen mehrere Analysemethoden zum Einsatz. Oft ist ein Mix aus Fundamental- und Chartanalyse zu beobachten.
  11. Moin moin Benjamin, ich vermute mal, dass Deine Frage darauf abzielt, ob man generell Teilzeit-Trader sein kann. Diese Frage kann ich mit einem klaren Ja! beantworten. In der Regel ist es sogar so, dass man nicht als Vollzeit-Trader beginnt, sondern zunächst nur in Teilzeit handelt. Häufig, weil man noch einen Hauptberuf hat, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Der Nachteil beim Teilzeit-Trader ist, dass man nicht so viel Zeit ins Trading investieren kann, wie man wahrscheinlich möchte. Daher dauert im Allgemeinen die Entwicklung zum professionellen Händler etwas länger. Dennoch ist es - auch aus psychologischer Sicht heraus - nicht empfehlenswert, sofort den Job zu kündigen und Trader im Hauptberuf zu sein. Es sei denn, Du bist nicht auf die Einnahmen aus dem Trading angewiesen. Dann kannst Du natürlich sofort in Vollzeit beginnen. Ansonsten ist ein sukzessiver Übergang die geeignetere Wahl.
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