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Sandra Wagner

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  1. Hallo Martha, ein wesentlicher Grund warum Aktien im Allgemeinen fallen wurde ja bereits genannt, nämlich die Unsicherheit. Natürlich steigen und fallen Aktien täglich in einer gewissen Bandbreite. Das ist ja völlig normal, da ja nicht jeden Tag das Verhältnis von Angebot und Nachfrage identisch ist. Auch minütlich können Aktien steigen und fallen, insbesondere bei sehr liquiden Titeln. Aber du fragst ja sicher, warum Aktien im großen Stil und deutlicher fallen, wie zum Beispiel bei einem Crash. Das hat sehr stark mit der Psyche der Menschen zu tun. Nehmen wir mal die Coronakrise Anfang des Jahres 2020. Im März stürzte die Börse regelrecht ein. Fast alle Aktien fielen und das teilweise drastisch. Einige Unternehmen haben aber durch den Lockdown sogar profitiert. Diese Aktien stiegen im Anschluss auch gleich wieder und waren innerhalb von wenigen Wochen wieder auf dem Höchststand. Interessanterweise hätte man das doch auch vorher wissen können, dass zum Beispiel Unternehmen aus dem Online Shopping profitieren werden? Das kann schon sein, aber die Unsicherheit war einfach viel zu groß! Hinzukommt ein weiterer Aspekt. Einige Anleger haben in diesem Moment Geld gebraucht, Cash. Mal ein ganz einfaches Beispiel. Stell dir vor, du hättest zu Beginn des Lockdowns ein Café oder eine Eisdiele besessen. Die wäre von heute auf morgen zugemacht gewesen. Dann hast du keine Einnahmen mehr. Aber du brauchst ja trotzdem Geld. Was machst du? Du gehst an dein Erspartes. Vielleicht verkaufst du Aktien, damit du etwas Geld bekommst. Auch diese Faktoren dürfen wir nicht außer Acht lassen! Es ist ja nicht so, dass jeder an der Börse unendlich viel Geld und Zeit mitbringt. Einige verkaufen Aktien, weil sie das müssen, nicht weil sie das wollen. Wenn dann solche Faktoren noch auf eine ungewisse Zukunft treffen, dann führt das fast immer zu fallenden Kursen bei Aktien.
  2. Hallöchen 🙂 So, nun möchte ich hier auch noch meinen bescheidenen Beitrag zum Thema Ausbrüche handeln beitragen. Ich sehe, das die Aspekte Stop Loss und Take Profit noch nicht weiter besprochen wurde. Vielleicht kann ich da ein wenig helfen. Fangen wir mit dem Stop Loss an, denn das ist noch etwas einfacher. Den Trade kannst du ja unter verschiedenen Voraussetzungen eingehen. Entweder sofort bei Überschreiten des Trendkanals oder des Widerstands oder du wartest bis zum Schlusskurs der entsprechenden Kerze und schaust, ob sich der Schlusskurs auch oberhalb des Widerstands befindet (auch ich spreche mal hier der Einfachheit halber davon, dass ein Long-Ausbruch gehandelt wird, aber das Prinzip funktioniert natürlich auch auf der Short-Seite). Den Stop Loss legst du bei einem Trendkanal im besten Fall unterhalb des Kanals. Das wird nicht immer sinnvoll sein, da der Trendkanal ja auch recht breit sein kann. In dem Fall wäre der Stop Loss zu weit vom aktuellen Kurs entfernt. Aber im Idealfall solltest du das tun. Wenn das nicht sinnvoll ist, dann könntest du schauen, ob es innerhalb des Trendkanals markante Unterstützungen gibt. Dann solltest du deinen SL darunter legen oder im Zweifelsfall unter dem letzten markanten Tief. Nun gibt es ja nicht nur Ausbrüche aus Trendkanälen, sondern auch einen Ausbruch über einen Widerstand. Dann gehst du aber ähnlich vor. Du schaust, wo es auf der von dir gehandelten Zeitebene markante Unterstützungen oder Tiefs gibt. Dann legst du deinen SL darunter, aber nicht zu knapp, also nicht nur 10 Cent oder einige wenige Pips. Diese werden häufig noch abgeholt. Je länger der vorherige Seitwärtskanal anhielt oder je häufiger die Widerstandslinie getestet wurde, desto aussagekräftiger ist ein Ausbruch darüber. Häufig sind diese Ausbrüche auch recht dynamisch. Das bedeutet für dich, dass du deinen SL recht schnell nachziehen kannst. Am besten ist, wenn du dir einige Charts ansiehst und sobald du eine interessante Zone entdeckst, setzt du dir einen Alarm. Sobald dann der Kurs die Zone erreicht, bekommst du einen Hinweis und kannst aktiv werden. Dadurch musst du nicht 24 Stunden am Tag auf den Bildschirm schauen 😉
  3. Hi Ben, das ist tatsächlich eine sehr häufig gestellte Frage. Man kann natürlich keinen fixen Zeitraum sagen, innerhalb dessen jeder erfolgreich tradet. In der Regel dauert es zwischen 2 und 3 Jahren, wenn du dich voll drauf konzentrierst und schnelle Fortschritte machst. Auch wenn es für einen Einsteiger nur schwer zu verstehen ist, so ist das wichtigste oder sagen wir mal eher das schwierigste, die Emotionen in den Griff zu bekommen. Das ist meist der Punkt, an dem Trader scheitern. Mit Emotionen meine ich dabei nicht nur den Punkt, wenn du Verluste machst, damit klar zu kommen, sondern Emotionen in jeder Situation. Trading ist eben etwas, was unserer Psyche eigentlich entgegensteht. Zum Beispiel hat man permanent das Gefühl, einen Trade eingehen zu müssen, weil man sonst eine Chance verpasst. Aber das ist nicht so. Du verpasst keine Chance. Wenn du mal keinen Trade eröffnest, führt das häufig sogar dazu, dass du einen Verlusttrade vermeidest. Das ist genauso wichtig, wie einen Gewinnertrade zu identifizieren. Aber sag das mal deinem Gehirn! 😉 Daher kann es sein, dass du an manchen Tagen kaum ein Setup findest. Aber du hast ständig das Gefühl, dass du handeln und Geld verdienen musst. Das gehört auch dazu, die Emotionen in den Griff zu bekommen. Oder auch nicht gierig zu werden. In der Theorie ist das immer ganz einfach. Und auch auf einem Demokonto lässt sich das in der Regel meist deutlich einfacher umsetzen. Aber sobald du dein eigenes Geld investierst, wird es sehr schwer. Und je schneller du deine Emotionen am besten ausschaltest, desto schneller wirst du erfolgreich im Daytrading sein. Selbstverständlich gehören auch Punkte dazu wie Risiko- und Moneymanagement und eine solide Strategie. Auch Fachwissen zum Markt, damit meine ich über Fundamentales Bescheid zu wissen, ist enorm wichtig. Aber das kannst du dir recht schnell aneignen. Aber die Psyche und Emotionen veränderst du nicht einfach mal so über Nacht...
  4. Hallo Dennis, die Geldpolitik hat einen entscheidenden Einfluss auf die Forexmärkte. Der wohl bekannteste Faktor sind die Zinsen. Denn grundsätzlich führen höhere Zinsen zu einer höheren Nachfrage nach dieser Währung (Stichwort: Carry Trades). Allerdings muss man natürlich auch schauen, warum diese Währung ein höheres Zinsniveau hat. Denn bei einer Währung die einer hohen Inflation unterliegt, steuert die Notenbank auch durch höhere Zinsen entgegen. Doch eine starke Inflation führt ja tendenziell wieder zu einer schwächeren Währung, da sie Geldentwertung verursacht. Da sind wir schon beim zweiten Aspekt, der Inflation einer Währung. Diese hat ebenfalls einen starken Einfluss darauf, ob die Markteilnehmer eine Währung kaufen oder verkaufen. Natürlich kann die Geldpolitik einer Notenbank die Inflation nicht direkt steuern, aber eben indirekt, zum Beispiel durch die Höhe der Zinsen. Allerdings hat nicht jede Notenbank dieselbe Aufgabe. Während die eine Notenbank eher der Preisstabilität verpflichtet ist, hat eine andere Notenbank eher das Mandat der Vollbeschäftigung der Bevölkerung, während die Preisstabilität zwar ebenfalls wichtig, aber dennoch sekundär ist. Demzufolge ist die Geldpolitik dieser beiden Notenbanken nicht gleich gerichtet, sondern unterscheidet sich in einigen Belangen. Auch durch Anleihekäufe nimmt eine Notenbank Einfluss auf die Zinsmärkte. Wie die Ankäufe aussehen, haben die entsprechenden Notenbanken in ihrer Geldpolitik verankert. Auch hier hat die Geldpolitik enormen Einfluss auf die Devisenmärkte. Man könnte fast schon sagen, dass die Geldpolitik in der Regel der wichtigste Einflussfaktor ist. Das stimmt zwar so nicht immer und zu jeder Zeit, aber langfristig gesehen, denke ich, kann man diese Aussage durchaus vertreten. Es gibt ja auch den Spruch: Never fight against the Fed”, kämpfe also niemals gegen die Fed (US-Amerikanische Notenbank). Die sitzen letzten Endes immer am längeren Hebel...
  5. Hi Jane, der Krypto Handel wird im Allgemeinen als riskant eingestuft. Und sicher kann man das auch so sagen. Entscheidend ist aber unter anderem auch, welche Kryptowährung konkret du meinst. Denn es nicht so, dass jede Kryptowährung gleich riskant ist. Naja, die Coins an sich sind ja nicht riskant, sondern der Handel damit. Zudem solltest du dir überlegen, welchen Zeithorizont du bei deiner Investition in Kryptowährungen und welche Renditevorstellungen du generell hast. Kryptowährungen sind keine Aktien. Im Allgemeinen produzieren sie ja nichts, im Gegensatz zu einem Unternehmen. Man kann Kryptowährungen auch nur bedingt mit den “normalen” Währungen wie Euro und US-Dollar vergleichen, da Kryptos ja im Allgemeinen nicht Zahlungsmittel sind. Wichtig sind daher die Zukunftsaussichten der Kryptowährung, in die du investieren möchtest. Und ja, die Schwankungsbreite des Kurses ist meistens deutlich höher als im klassischen Forex Handel.
  6. So, jetzt möchte ich mich hier auch noch beteiligen 😄 Jane, wenn du jetzt auf die Idee kommst, für eine langfristige Geldanlage CFDs auf Aktien anstatt direkt die Aktien zu kaufen, dann solltest du das evtl. nicht tun. Der Hintergrund ist folgender: Zunächst einmal ist die Volatilität, also die Schwankungsbreite deines Portfolios bzw. der Einzeltitel dann aufgrund des Hebels deutlich größer. Ok, dass kann man durch ein Anpassen, in dem Fall reduzieren, der Positionsgrößen ausgleichen. Was aber noch wichtiger ist: Der Hebel kommt ja durch einen Kredit des CFD Brokers zustande. Und Kredite kosten nun mal Geld. Das heißt also, dass der Broker dir Finanzierungsgebühren in Rechnung stellt, praktischerweise geschieht dies dadurch, dass dein Gewinn geschmälert wird. Sobald du eine Position mehr als einen Tag offen hast, fallen Finanzierungskosten an, und zwar Tag genau. Es wäre also suboptimal, wenn du eine Aktien-CFD Position über viele Monate offen hältst. Es sei denn, du gehst von einem sehr starken Aufwärtstrend aus, dann kompensieren die gehebelten Gewinne natürlich die Kreditkosten. Aber im Allgemeinen ist das nicht ratsam. Nur mal nebenbei: Bei CFDs auf Währungen kann es dagegen vorkommen, dass du sogar Kreditkosten gutgeschrieben bekommst, je nach Währungspaar. Aber das soll hier nicht weiter vertieft werden 😉
  7. Im Rahmen der Kosten im CFD Handel fehlen mir die Finanzierungskosten. Die wurden zwar genannt, können aber durchaus einen wesentlich Anteil an den Kosten ausmachen. Unter Umständen sogar mehr als die anderen Kostenfaktoren zusammengenommen. Vor allem dann, wenn es sich im Forex-Handel um ein Währungspaar handelt, welches einen starken Zinsspread aufweist (das heißt, der Zinssatz der einen Währung ist deutlich höher als der Zins der anderen Währung). Außerdem kommen die Finanzierungskosten umso mehr zum Tragen, je länger man die Position hält. Wenn dann auch noch die beiden gerade genannten Faktoren, also große Zins-Differenz eines Währungspaars und lange Haltedauer aufeinandertreffen, kann es richtig teuer werden. Da nützt es auch nichts, wenn der Kurs zwar in die “richtige” Richtung geht, aber die Gewinne durch die Finanzierungskosten, oder auch Swap-Kosten genannt, aufgefressen werden. Anführen möchte ich der Vollständigkeit halber noch, dass dieser Effekt umso größer wird, je größer der Hebel ist. Je kleiner du den Hebel wählst, umso weniger Swap-Kosten fallen an, da der Kredit des Brokers ja auch entsprechend kleiner ist.
  8. Eine Zeit lang habe ich das auch probiert, die Nachrichten im Forex Markt zu traden. So richtig erfolgreich war ich da aber nie. Zwar hatte ich einige gute Phasen in denen ich auch Geld verdient habe, aber meistens überwogen dann doch die Verluste. Auf jeden Fall rate ich vor Optionsscheinen ab, wenn man deren Funktionsweise nicht ganz versteht. Zu Beginn dachte ich, dass Optionsscheine hier im News-Trading eine gute Wahl seien, da sie ja über keinen Knock-Out verfügen. Und das ist ja auch ein Vorteil. Aber die Berechnung der Scheine konnte ich nie wirklich nachvollziehen. Manchmal hatte ich beispielsweise einen Call-OS und einen Put-OS, so nach dem Motto, einer wird auf jeden Fall ins Positive gehen und der andere verliert möglicherweise nicht 1:1 an Wert, da die Volatilität steigt. Aber wenn die Nachricht dann doch nicht so gravierend ausfiel, stieg der eine OS nicht so richtig und der andere verlor ordentlich. Und mit KO-Zertifikaten und CFDs bin ich - im Traden von Nachrichten zumindest - nicht richtig glücklich geworden.
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