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Ralf Göcke

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  1. Ich finde Tesla ein sehr spannendes Unternehmen. Einerseits natürlich, weil das Produkt dahinter sehr interessant ist. Denn ich bin absolut der Überzeugung, dass Elektroautos die Zukunft sein werden. Aber ich weiß auch, dass Tesla nicht die einzige Firma ist, die an Elektroautos arbeitet. Da gibt es ja auch viele andere Firmen. Allerdings hat Tesla ein Vorteil, den andere Firmen so nicht haben. Sie haben Elon Musk. Und alleine aufgrund dessen, dass er der CEO dieser Firma ist, würde ich bzw. habe ich Tesla Aktien gekauft. Ich denke, er bringt das Unternehmen so richtig nach vorne. Es ist ja ganz logisch, dass am Anfang solche Unternehmen immer defizitär arbeiten. Damit meine ich, dass sie noch nicht große Gewinne erwirtschaften. Aber wenn die Forschung dann wesentlich weiter ist, und die Umsätze dann steigen, dann wird der Gewinn ebenfalls sprudeln. Ich bin der Meinung, dass Tesla hier eine Vorreiterrolle hat und sich früh bzw. zeitig genug dem Markt positioniert hat. Gleichzeitig ist Elon Musk natürlich tatsächlich eine interessante Persönlichkeit. Er schafft es immer wieder über Twitter oder seine Social Media Accounts quasi kostenlos Werbung für das Unternehmen zu machen. Sollte er irgendwann nicht mehr da sein, muss man sich überlegen, ob Tesla-Aktie noch sinnvoll sind. Da muss man schauen, welche Personen die Führung im Unternehmen übernehmen.
  2. Meiner Meinung nach wird Bitcoin auf über 100.000 Dollar steigen. Zwar gab es jetzt am vergangenen Wochenende einen kurzen Kurseinbruch bei Bitcoin, aber ich denke das war lediglich eine Attacke. Nicht umsonst wurden die Nachricht in der Nacht am Wochenende herausgegeben, zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten Trader gar nicht handeln. Vielleicht wollte man den Bitcoin-Kurs nur nach unten drücken, um Short-Positionen aufzulösen. Oder man hat den Bitcoin Preis nach unten geprügelt, um selber noch einmal relativ günstig einzusteigen. Wer weiß das schon…?! Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass auf kurz oder lang der Bitcoin-Kurs auf 100.000 Dollar steigen wird. Da können die ganzen Attacken nichts anhaben. Vielleicht kurzfristig, ok, da kann das schon passieren, aber nicht auf mittel bis langfristige Sicht. Das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Bitcoin noch viel weiter als bis 100.000 Dollar gehen wird. Es sind ja sogar Preise im Millionenbereich genannt worden. Aber die 100.000er Marke sollte er relativ fix überwinden.
  3. Hallo Dominik, wenn du mit dem Aufbau eines Aktiendepots anfängst, dann musst du dir natürlich erstmal einige Unternehmen heraussuchen, in die du investieren möchtest. Die meisten Anleger haben nicht gleich so viel Geld, dass sie sich ein sinnvolles Portfolio aus 20 verschiedenen Aktien aufbauen können. Sagen wir einfach mal, dass du pro Position mit einer Einmalsumme mindestens 1.000 Euro investieren solltest. Dann wären das bei 20 Positionen demnach eine Investitionssumme von 20.000 Euro. Das haben allerdings die wenigsten Anleger gleich zu Beginn, oder wenn sie es haben, dann trauen sie sich nicht, vergleichsweise so viel Geld auf einmal zu investieren. Sollten für dich persönlich 20.000 Euro nicht sehr viel Geld sein, na dann sollte das kein Problem darstellen. Eine Möglichkeit ist daher, mit einem Aktiensparplan regelmäßig verschiedene Aktien zu besparen. Abhängig davon, bei welchem Broker du bist, kannst du entweder schon ab 1 Euro im Monat sparen oder, was eher die Regel ist, ab 25 Euro im Monat. Bei 20 verschiedenen Aktien wären das demnach rund 500 Euro im Monat. Allerdings musst du nicht sofort 500 Euro im Monat sparen, wenn du das nicht kannst. Du kannst ja auch erstmal ein Portfolio von beispielsweise 10 Aktien heraussuchen. Und dann besparst du zunächst einmal nur 10 Aktien. Du kannst es auch so machen, dass du den ersten Monat nur in 5 Aktien sparst, den zweiten Monat dann in die 5 anderen Aktien und im dritten Monat sparst du wieder die 5 Aktien aus dem ersten Monat. Im Übrigen bin ich gar nicht der Meinung, dass du nur 20 Aktien im Depot haben solltest. Das kann schon sein, dass ein Portfolio aus 20 Aktien durchaus ausreichend ist. Aber für den ein oder anderen können auch 50 verschiedene Aktien oder sogar 100 verschiedene Aktien ein sinnvolles Portfolio darstellen. Wichtig ist natürlich, das wurde glaube ich ja auch hier schon mehrfach erwähnt, dass du eine gewisse Diversifizierung erreichst. Mit 50 oder sogar 100 verschiedenen Aktien kannst du es hervorragend diversifizieren. Selbstverständlich solltest du darauf achten, dass du natürlich auch Branchenübergreifend und länderübergreifend investierst. Denn man kann auch mit 50 Aktien keine Diversifizierung erreichen, in den man immer in relativ ähnliche Unternehmen investiert.
  4. Es kann sogar passieren, dass in Summe gesehen, mehr Aktien verlieren sind, als überhaupt am Markt verfügbar sind. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass 120 Prozent aller sich im Umlauf befindlichen Aktien verliehen sind. Auf den ersten Blick mag das zwar gar nicht möglich sein. Allerdings geht das eben dann, wenn man sich Aktien leiht und diese wieder verkauft. Und dann leiht man sich, nur bildlich gesprochen, die gleichen Aktien wieder vom neuen Käufer. Im Anschluss werden diese dann wieder verkauft. Ein Beispiel: Anleger A leiht sich von Anleger B 100 Aktien. Anleger A verkauft diese 100 Aktien an Anleger C. Nun leiht er sich dieselben Aktien von Anleger C wieder zurück und er verkauft sie an Anleger D. Frage: wie viele Aktien muss Anleger wieder zurückgeben? Er muss 200 Aktien wieder zurückgeben. Allerdings hat er lediglich immer nur 100 Aktien gehandelt. Du siehst also, man kann mehr Aktien verleihen, als am freien Markt verfügbar sind. Natürlich war das ein sehr einfaches und simples Beispiel. Allerdings ist es eben in der Praxis sehr schwer nachzuvollziehen wie viele und wer von wem Aktien geliehen hat. Da müsste man sonst alles ganz akribisch nachverfolgen, was einen unheimlichen bürokratischen Aufwand bedeuten würde. Das Problem, welches nun entsteht, ist, wenn der Aktienkurs anfängt zu steigen, und die Leerverkäufer sich nun wieder eindecken müssen es nicht genügend Aktien gibt. Das wiederum führt dazu, dass der Kurs noch weiter in die Höhe geht. Fachleute sprechen hier von einem sogenannten Short-Squeeze. So risikobehaftet das Short Selling jetzt vielleicht klingen mag, es hat dennoch seine Berechtigung. Denn auf einem freien Markt ist es ganz wichtig, dass man nicht nur ein Unternehmen kaufen bzw. nicht nur auf steigende Kurse spekulieren kann, sondern auch auf fallende Kurse. Das ist vor allem bei Unternehmen wichtig, bei denen man sich klar ist, dass diese keine Zukunft haben. Short Selling ist also ein wichtiger Faktor bei der Preisgestaltung. Ansonsten würden in der Regel immer zu hohe Preise für Unternehmen gezahlt werden. Das Short Selling an sich ist also keineswegs schlecht oder böse. Solche “Auswüchse” wie bei der GameStop Aktie, kommen immer wieder vor. Im Allgemeinen sind das jedoch Ausnahmen. Das klassische Short-Selling ist keinesfalls schlecht und hat, wie bereits erwähnt, absolut seine Berechtigung.
  5. Hey Anna, du erwartest jetzt aber nicht eine definitive Aussage, oder? 😉 DayTrading kann extrem lukrativ sein, aber auch extrem viel Geld kosten! Was du auf jeden Fall zuerst wissen musst ist, dass du beim DayTrading (oder beim Trading im Allgemeinen) keine festen Einkünfte erzielen wirst. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass du jeden Tag oder jeden Monat ein bestimmtes Einkommen haben wirst. Diene Ergebnisse werden sehr schwankend sein. Einmal - wir gehen mal davon aus, dass du das bereits professionell machst - wirst du eine gigantische Rendite im Monat haben. Ein andermal wirst du mehrere Monate hintereinander, ja vielleicht sogar ein ganzes Jahr, nur Verluste machen. Selbst die allerbesten Trader können nicht im Voraus sagen, wie viel Rendite und damit Einkommen sie erzielen. Theoretisch ist natürlich alles möglich. Aber die Höhe der Rendite ist auch abhängig von der Höhe deines Kapitals. Warum, wirst du dich jetzt fragen. Es ist psychologisch einfacher ein Konto mit 5.000 Euro zu verdoppeln anstatt ein Konto mit 500.000 Euro. Denn bei der zweiten Summe sind das Zahlen mit denen wir im Bereich Finanzen im Normalfall nicht alltäglich zu tun haben. Hier müsste man sich erst nach und nach “hocharbeiten”. Eine durchschnittliche Rendite pro Jahr von 50 Prozent sollten aber schon machbar sein im DayTrading. Als langjähriger Profi sind auch mal mehr drin, ganz klar. Es muss auch deutlich höher liegen als eine Rendite am Aktienmarkt. Denn ansonsten könntest du dein Kapital ja auch einfach in einen ETF investieren. Durch das erhöhte Risiko muss im Gegenzug auch eine deutlich höhere Rendite herauskommen. Und dabei wird noch etwas deutlich: Du brauchst ein gutes Stück Kapital! Einmal, damit die Rendite auch real im echten Leben wirklich etwas bringt (du kannst auch mit 100 Euro anfangen, aber selbst 100% aufs Jahr sind effektiv auch nur 100 Euro, das bringt ja dann nix…). Und andererseits brauchst du einen Puffer für schlechte Zeiten.
  6. Hi Sam, man spricht im Optionshandel eigentlich nicht von flexiblen Kaufoptionen. Zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Im Englischen weiß ich es nicht. Ich gehe mal davon aus, dass du so etwas wie Optionen rollen meinst, also flexibel bleibst?! Flexible Optionen an sich gibt es nicht. Außer, wie bereits erwähnt wurde, du meinst den Unterschied zwischen Amerikanischen und Europäischen Optionen. Erstere kannst du jederzeit ausüben - bist also flexibel - während du bei dem europäischen Pendant die Option erst zum Ende der Laufzeit ausüben kannst - in dem Sinne bist du dann weniger flexibel. Aber ansonsten gibt es keine Flexibilität bei einer Option. Oder, was mir gerade noch einfällt, du meinst, dass man beim Kauf einer Option flexibel ist, da man ja das Recht, aber nicht die Verpflichtung hat, die Option auszuüben. Als Verkäufer dagegen bist du in der Pflicht, sobald der Verkäufer sein Recht geltend macht. Das könnte ich mir noch vorstellen in Bezug auf den Begriff “flexibel”. Ansonsten sind die Bedingungen usw. festgeschrieben. Muss ja auch so sein. Sonst wäre das alles zu unsicher. Also der Basiswert, der Ausübungspreis, die Menge, die Laufzeit etc. sind alle im Vorfeld definiert. Das wäre ja auch ein Ding, wenn einer der Vertragspartner die Parameter einseitig ändern könnte! Und um nochmal auf rollierende Optionen zurückzukommen. Es gibt Strategien, dass man eine Option vor Ablauf in die nächste Option rolliert. Damit ist gemeint, man verkauft die Option und kauft mit dem Geld eine Option mit einer längeren Laufzeit. Damit bleibt man flexibel, weil man vielleicht die Option als Absicherung gekauft hat. Berücksichtige dabei aber bitte, dass es hier Risiken gibt!
  7. Hallo Paul, meiner Meinung nach sollten vor allem Anleger Robo Advisor nutzen, die selbst nicht viel mit dem Thema Geld anlegen am Hut haben und das auch nicht unbedingt vorhaben. Gleichzeitig sollte der Anleger aber bereit sein, am Kapitalmarkt Geld zu verdienen. Jetzt könnte man meinen, dass doch jeder bereit ist, Geld zu verdienen. Und das stimmt auch irgendwo. Aber nicht jeder ist bereit dafür ein Risiko einzugehen. Nicht wenige Anleger wollen im Vorfeld wissen, was sie an Rendite erhalten. Sie sind nicht bereit, nominelle Risiken einzugehen. Und daher lagern immer noch viele Milliarden, vielleicht sogar Billionen, Euro auf dem Sparbuch, Tagesgeld oder Girokonto etc. Das dort das Risiko der realen Geldentwertung besteht, ist vielen nur im Kopf bewusst, wenn überhaupt. Aber da man diesen Punkt im täglichen Leben nur schwer greifen kann, da 1.000 Euro in 10 Jahren immer noch 1.000 Euro sind, wird dieses Risiko im Allgemeinen unterschätzt. Anleger, die sich dessen aber bewusst sind, aber keine eigene Strategie haben, diesem Risiko etwas entgegenzusetzen, könnten auf Robo Advisor setzen. Denn Robo Advisor legen das Geld der Kunden im Allgemeinem am Kapitalmarkt an. Und die Renditen liegen langfristig betrachtet über denen der Inflationsraten, zumindest am Aktienmarkt. Ein Anleger muss ja nicht sein gesamtes Kapital nur einem einzigen Robo Advisor anvertrauen. Er kann - und sollte! - ja auch splitten. So kann er einen Teil einem Robo Advisor anvertrauen. Einen anderen Teil sollte er als Reserve für die Liquidität zur Verfügung halten und mit einem dritten Teil kann er selbst versuchen eine Anlagestrategie zu fahren, und wenn es einfach nur das Kaufen oder monatliche Sparen in einen ETF ist. Wer allerdings selbst kein Geld aktiv verwalten will oder mit den Grundlagen des Investierens vertraut ist und auch bereit ist, die allgemeinen Risiken des Kapitalmarkts in Kauf zu nehmen, der kann sein Vermögen auch selbst anlegen. Denn das Investieren in ETFs, mehr machen Robo Advisor im Allgemeinen auch nicht, ist nicht sonderlich schwer.
  8. Guten Tag Jane, seriöse und zuverlässige Informationen zu Pennystocks zu erhalten ist in der Tat recht schwierig. Es gibt einige wenige Pennystocks, zu denen findest du ausreichend gute Informationen. Das sind vor allem Unternehmen, die mal in einem größeren Index waren, wie beispielsweise dem DAX, SDAX, dem NASDAQ oder dem Dow Jones, und nun warum auch immer nur noch im Pennystock-Niveau herumpendeln. Zwei Beispiele aus dem deutschen Raum wären die Steinhoff Aktie und die Wirecard Aktie. Die stehen nach wie vor im Rampenlicht der Anleger und daher gibt es auch ausreichend gute und unabhängige Informationen zu diesen Aktien. Aber Unternehmen die quasi auf dem Niveau von Pennystocks anfangen - also nicht die sogenannten gefallenen Engel - da wird es echt schwierig! Es gibt ja auch Unternehmen, die mehr oder weniger nur Scheinunternehmen sind und die Anleger dazu verleiten sollen zu investieren. Dahinter verbergen sich aber nur Luftnummern. Die Informationen die du zu solchen Unternehmen bekommst, sind sehr einseitig und beruhen auf nur einer Quelle. Die Quelle verteilt ihre Informationen im Netz, der eine schreibt vom andern ab, und schon sieht es so aus, als wären die Informationen seriös und von verschiedener Seite her bestätigt. Aber letzten Endes handelt es sich nur um eine Falschmeldung. Und genau das ist ja das Risiko von Pennystocks. Selbst wenn die Informationen richtig sind, die du findest. Es ist einfach so, dass das Interesse der Anleger sehr gering ist. Sofern überhaupt eine Nachfrage nach diesen Aktien besteht, dann nur von Seiten der privaten Anleger. Institutionelle Anleger haben überhaupt kein Interesse an solchen Aktien. Warum also sollten sich Research Unternehmen mit Pennystock Aktien beschäftigen? Das machen die nicht. Und deswegen ist es so schwierig überhaupt Informationen zu erhalten. Und wenn, dann ist es genauso schwierig den Wahrheitsgehalt dieser Infos zu prüfen. Auf keinen Fall solltest du auf E-Mails reagieren, die du ungewollt bekommst. Das ist in 99,99 Prozent nur Fake!
  9. Hi Benjamin, ist gar nicht immer so einfach bei den ganzen Begriffen aus der Welt der Börse den Durchblick zu bewahren, oder? Das kann ich sehr gut verstehen! Kurz gesagt ist der Unterschied von einem Robo Advisor zu einem Online Broker folgender: Bei einem Robo Advisor vertraust du dein Geld an, und der digitale Roboter, wenn wir das mal so ausdrücken wollen, übernimmt für dich die Geldanlage. Das Ganze ist dabei ähnlich wie ein Finanzberater oder Vermögensberater, nur halt, dass es sich hier um einen Roboter handelt. Bei einem Online Broker dagegen, kannst du auch Geld überweisen, aber dann musst du das Kapital selbst an der Börse anlegen und verwalten. Na ja, du bist natürlich nicht gezwungen, dass Geld anzulegen, du kannst es auch einfach liegen lassen 😉 Aber du verstehst sicher, was ich meine. Bei einem Online Broker eröffnest du quasi ein Depot, ähnlich wie ein Girokonto, und du musst selber entscheiden, ob, wann und welche Wertpapiere du kaufst und auch ob, wann und welche Wertpapiere du wieder verkaufst. Legst du das Geld über einen Robo Advisor an, übernimmt er für dich die ganzen Entscheidungen. Was von beiden besser ist kann man nicht pauschal sagen. Es kommt vor allem darauf an, über welches Vorwissen du verfügst und inwieweit du deine Kenntnisse ausbauen willst oder auch nicht. Wenn du selbst nicht an einer aktiven Vermögensverwaltung interessiert bist - aktiv in dem Sinne, dass du selbst aktiv wirst und Entscheidungen triffst - dann muss das natürlich jemand anders für dich machen, wie eben zum Beispiel ein Robo Advisor. Eine gängige Alternative zu einem Robo Advisor wäre, einfach ETFs zu kaufen. Also einen ganzen Index. Das ist günstig, einfach, du musst nichts machen und auf lange Sicht gesehen erzielst mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit eine Rendite die deutlich über der im festverzinslichen Bereich liegt.
  10. Guten Tag Walter, ganz vereinfacht gesagt ist die Blockchain eine Datenkette, auf der alle Transaktionen gespeichert werden, die in Verbindung mit der Kryptowährung zusammenhängen. Vermutlich hast du den Begriff Blockchain das erste Mal in Verbindung mit Bitcoin gehört. Die einzelnen Ketten sind mit kryptografischen Verfahren miteinander verkettet. In Verbindung mit Bitcoin werden auf der Blockchain die einzelnen Geldtransaktionen gespeichert. Und zwar nicht nur die aktuellen, sondern auch alle vergangenen Transaktionen. Es kann auch geschaut werden, von welchem Wallet zu welchem Wallet die Transaktion stattfand. Somit ist es möglich, alle Transaktionen im Bitcoin Netzwerk bis zum Anfang zurückzuverfolgen. Was natürlich nicht gespeichert wird - und dadurch erfolgt eben eine Anonymisierung - sind die Inhaber der einzelnen Wallets. Die Sache ist auch die: an ein Wallet gelangt man nur mittels des passenden Schlüssels. Wenn dieser nicht vorhanden ist, kann man nicht an die Coins heran. Wenn der Schlüssel also verloren ging, dann sind die Coins praktisch für immer verloren für den ursprünglichen Inhaber. Dadurch das die Blockchain für alle zugänglich ist, ist es äußerst transparent. Die Blockchain wird zudem nicht irgendwo zentral gespeichert, sondern bei jedem einzelnen Anwender. Also jeder einzelne Benutzer, lädt sich permanent die Blockchain herunter, er aktualisiert sie also. Es sei denn, du hast deine Coins online bei einem Anbieter verwahrt. Natürlich gibt es die Blockchain nicht nur in Verbindung mit Bitcoin oder Kryptowährungen im Allgemeinen, sondern auch im Zusammenhang mit dem Kapitalmarkt kann eine Blockchain zum Einsatz kommen. Dann werden dort eben Wertpapiertransaktionen gespeichert. Alles bei dem Daten sicher gespeichert werden müssen, sind Anwendungsgebiete für eine Blockchain. Auch für Lieferketten zum Beispiel. Man kann die Leserechte einer Blockchain auch ändern. Dadurch wird insbesondere bei sensiblen Daten oder bei Anwendungsbereichen, in denen mehrere Konkurrenten aktiv sind, nicht alle Daten für die Konkurrenz sichtbar. Gleichzeitig kann aber nicht ein einzelner Nutzer einfach alle Leserechte der Blockchain ändern.
  11. Also Copy Trading ist für mich kein passives Einkommen. Einerseits ist der Aufwand da viel zu groß - wenn sicher auch nicht so groß, dass er ein Vollzeit- und vermutlich auch kein Teilzeit-Job ist. Und andererseits sind die Einnahmen auch viel zu schwankend. Man kann das ja nicht planen. Aber wenn ich mir ein passives Einkommen aufbauen will, dann brauche ich genau das: ein regelmäßiges, im besten Falle monatliches, planbares Einkommen. Sicher, Aktien mit einer nachhaltigen Dividende, ist auch kein echtes passives Einkommen. Aber es ist dennoch planbarer als Copy Trading. Zwar bekomme ich bei Dividenden vermutlich auch nicht jeden Monat exakt dieselbe Summe auf mein Konto überwiesen, weil ja jedes Unternehmen zu einem anderen Zeitpunkt Dividenden ausschüttet, aber ich kann da in etwa planen. Das geht beim Copy Trading nicht. Da kann ich nicht sagen, oh, die Sommermonate sind schlechte Monate, da kommt wenig Geld. Oder: In den Wintermonaten da läuft es immer besonders gut. Dabei kann ich dem Trader, dem ich folge, ja auch keinen Vorwurf machen. Es ist nun mal so, dass im Trading die Erträge schwanken. Und nicht nur wein wenig, sondern die schwanken genauso wie die Kurse selbst 😉 Und hinzukommt ja eben auch das Risiko, dass der Trader Verluste einfährt, ich daher ständig auf der Hut sein muss und kontrollieren muss, ob das Trading noch so läuft, wie erhofft. Im Übrigen kenne ich auch keinen Anleger, der mit Copy Trading sein Lebensunterhalt verdient, also als Follower. Ich denke es ist daher wirklich besser, das nur als einen Teil seines eigenen Tradings zu sehen. Also eine Art Diversifizierung seines eigenen Tradingkapitals. Passives Einkommen muss ja irgendwie schon planbar sein. Und genau dieser Aspekt fehlt mir bei Copy Trading absolut. Ich kann mich nicht darauf verlassen. Ich bräuchte eine viel zu große finanzielle Rücklage.
  12. Hallo Benjamin, Daytrading ist, wie der Begriff es teilweise ja bereits deutlich macht, wenn du innerhalb eines Tages tradest. Aber nicht in dem Sinn, dass du untertägig einfach mal eine Order aufgibst, sondern dass du innerhalb eines Tages eine Trade öffnest und wieder schließt. Du nutzt also sehr kurze Zeitfenster aus. Nun kann es ja zufällig mal vorkommen, dass du eine Aktie kaufst und auf steigende Kurse spekulierst. Am selben Tag kommt plötzlich eine News zur Aktie, und der Kurs explodiert regelrecht nach oben. Du entscheidest dich daraufhin, die Aktie am selben Tag mit einem entsprechend großen Gewinn wieder zu verkaufen. Das wäre im Prinzip auch Daytrading, aber dann eher zufälligerweise. Denn du wusstest ja nicht, dass es im Laufe des Tages eine solche News geben wird (es sei denn du hattest Insiderinformationen). Beim Daytrading ist der Kauf und Verkauf allerdings geplant! Es handelt sich daher um einen Tradingstil. Du kannst dir sicher vorstellen, dass die meisten Basiswerte, also Aktien, Währungen oder Indizes, in der Regel nicht extrem große Bewegungen innerhalb eines Tages machen, sodass man sagen kann, man kauft einfach mal am Vormittag ein paar Aktien und verkauft die am Abend wieder zu einem bessere Kurs. Um an dieser Stelle eine entsprechende Rendite zu erwirtschaften, nutzen Daytrader daher häufig entweder ein großes Kapital oder einen entsprechenden Hebel, das geht zum Beispiel über CFDs. Zudem steigen sie auch nicht blind in einen Trade ein, sondern haben sich im Vorfeld einen Plan zurechtgelegt, wann sie wo ein- und auch wieder aussteigen. Häufig ist es so, dass Daytrader spätestens am Abend dann offene Positionen wieder schließen, egal ob diese dann im Gewinn sind oder nicht. Wer Positionen über mehrere Tage hält, aber dennoch kurzfristig tradet, betreibt Swing Trading, man nutzt sozusagen den Swing über die Tage hinweg. Daytrading ist im Übrigen für die Psyche sehr anstrengend.
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