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Jane Goodwin

Was unterscheidet die Forex-Märkte von anderen Assetklassen?

Question

3 answers to this question

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Die Währung hat nach Ansicht von Forschern eine attraktive Position in den Anlegerportfolios, was vor allem auf die Diversifizierung der Holdingwährungen zurückzuführen ist, die andere Merkmale aufweisen als andere Vermögenswerte.Trotzdem hielten bis vor kurzem nur sehr wenige Anleger Währungen oder beteiligten sich an Forex-Märkten. Der Devisionmarkt unterscheidet sich von anderen traditionellen Anlageklassen mit vielen einzigartigen Merkmalen, die manchmal die Neulinge auf den Finanzmärkten überrascht. Eines der Merkmale ist, dass die Forex-Märkte rund um die Uhr an fünfeinhalb Tagen in der Woche weltweit funktionieren. Ein zweites ist, dass die Währung über Optionen, Swaps, Forwards, Futures und Kassageschäfte gehandelt wird. Der Forex-Markt unterscheidet sich auch von anderen Anlageklassen, da es sich nicht um eine einzige regulierte Börse handelt. Es gibt keine zentrale Lage oder Kontrolle über den Forex-Markt, und es gibt keine Clearinghäuser, die den Handel garantieren. Alle Teilnehmer handeln auf der Grundlage von Kreditverträgen miteinander und im Streitfall gibt es kein Schiedsgericht. Im Wesentlichen ist der größte Finanzmarkt der Welt, der täglich über 5 Billionen US-Dollar handelt, durch kaum mehr als das Vertrauen seiner Teilnehmer reguliert. Und diese Teilnehmer sind sehr unterschiedlich. Dazu gehören Banken und Zentralbanken, Hedgefonds und Investmentmanager, Unternehmen und Einzelinvestoren. Mit all diesen unterschiedlichen Gruppen ist der Forex-Markt extrem liquide und hat eine globale Reichweite, die sich auf Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt auswirkt. Der Devisenmarkt beeinflusst die Unternehmensgewinne, Inflationsraten und sogar das BIP eines Landes. Es gibt einen Grund für die Größe und den Umfang der Forex-Märkte. Jeder von einer Einzelperson zu einer globalen Zentralbank kann spekulieren und von Währungsschwankungen profitieren. Jeder verwendet unterschiedliche Strategien, basierend auf seinem Fokus und Grund für die Teilnahme am Forex-Markt. Diese Gründe sind so unterschiedlich wie die Anzahl der Händler auf dem Forex-Markt. Viele spekulative Geschäfte sind rein gewinnorientiert, machen aber weniger als die Hälfte des gesamten Devisenhandelsvolumens aus. Zentralbanken können die Forex-Märkte durch ihre Geldpolitik erheblich beeinflussen, kaufen und verkaufen jedoch auch Währungen als Teil dieser Politik. Unternehmen sind auch stark am Devisenmarkt beteiligt. Sie kaufen und verkaufen Devisen, um ihre globalen Geschäfte zu finanzieren und sich gegen globale Risiken abzusichern.

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Es gibt eine ganze Reihe von Unterschieden zwischen den Forex-Märkten und anderen Assets, wie Aktien, Indizes oder Rohstoffe. Zum Beispiel die Handelszeiten. Der Forex-Markt schläft quasi nie. Du kannst von Sonntagabend an bis Freitagabend ununterbrochen handeln. Die Kurse im Währungshandel können eigentlich auch nicht auf 0 fallen, höchstens dann, wenn die Währung wertlos wird. Du musst dir halt bewusst machen, dass du quasi Währungsräume handelst, keine Aktien oder Indizes, die ja auch Aktien bestehen (zumindest die meisten). Forex-Märkte sind auch nicht von einer Nachfrage abhängig wie bei Rohstoffen. Natürlich gibt es Rohstoffsensible Währungen, wie der Kanadische oder Australische Dollar. Aber es fließen noch viel mehr Faktoren in die Bewertung einer Währung ein. Hinzukommt, dass es sozusagen der liquideste Markt der Welt ist. Bei keiner anderen Assetklasse ist so viel Geld im Markt. Auch die Teilnehmer sind andere als an den Aktienmärkten. Dies alles gilt es zu berücksichtigen.

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Guten Tag Jane,

 

ich bin der Meinung, dass man auch den Unterschied zu anderen Märkten in Bezug auf die Marktteilnehmer beachten muss. Vor allem der Forex Markt wird doch unter anderem sehr stark auch von Tradern bestimmt. Damit meine ich nicht den privaten Trader, der zu Hause vor dem Computer sitzt und Trades eingibt, sondern professionelle Händler der Banken und Tradinghäuser. Hinzukommt natürlich auch, dass institutionelle Marktteilnehmer am Forexmarkt agieren. Sie müssen einfach aus praktischen Gründen heraus zum Teil eine Währung in die andere wechseln. 

Häufig weil auf internationaler Ebene Geschäfte in US-Dollar abgewickelt werden. Wenn sie dann Schweizer Franken haben, müssen sie zum Beispiel Schweizer Franken in US-Dollar tauschen. In diesem Beispiel würde die Nachfrage nach US-Dollar steigen, während die Nachfrage nach Schweizer Franken fällt. Dabei handelt es sich nicht nur um kleine Summen. Zudem summiert sich das bei der Vielzahl an Handelsgeschäften. Auf der anderen Seite gilt zu berücksichtigen, dass ein Unternehmen dann auch die Gelder wieder zurückwechseln will, zum Beispiel in Euro oder den bereits erwähnten Schweizer Franken.

Im Gegensatz zum Aktienmarkt, bei dem es historisch betrachtet immer eine Aufwärtsbewegung von im Durchschnitt 6 bis 8 Prozent pro Jahr gab und gibt, ist so etwas im Forexmarkt nicht zu beobachten. Das ergibt sich auch aufgrund der Tatsache, dass Währungen ja kein Sachwert sind. Währungen, also das Geld oder Kapital an sich, produziert ja keine Güter oder dergleichen. Manchmal gibt es Zinsen, aber es handelt sich um Geldwert, keinen Sachwert. Zudem werden Währungen immer gegeneinander gehandelt, wie zum Beispiel Euro gegen US-Dollar. Für den Verbraucher im Euro-Land beispielsweise würde es überhaupt nichts bringen, wenn er Euro-Scheine zu Hause aufbewahrt oder Euro auf dem Konto hat, abgesehen von einem möglichen Zinssatz, den es ggf. auf Kontoguthaben (theoretisch) gibt. Das ist beim Kauf einer Aktie anders. Da profitiert man von der Entwicklung des Unternehmens. Oder ein Rohstoff, aus dem kann man etwas herstellen.

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