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Benjamin Schmitz

Wie kann ich mit Ausbrüchenhandeln?

Question

5 answers to this question

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Ausbruch-Handel ist bei Tageshändlern und anderen aktiven Investoren beliebt, die nach zuverlässigen Anlagestrategien oder Möglichkeiten suchen, zu Beginn eines Trends eine Position einzunehmen. Ausbrüche sind häufig der Beginn großer Kursschwankungen und können bei richtiger Anwendung hervorragende Gewinne mit minimalen Risiken erzielen.

Wie sieht ein Ausbruch aus?

Ein Ausbruch tritt ein, wenn sich der Preis einer Aktie oder eines anderen Vermögenswertes außerhalb seines vorherigen Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus bewegt und damit ein Volumenanstieg einhergeht. Sobald sich der Preis durch den Stützwert oder Widerstand bewegt, steigt die Volatilität typischerweise an, was dem Trend zusätzliche Dynamik verleiht. Es ist diese Tendenz zu erhöhter Volatilität und Dynamik, die Ausbruch-Handel so attraktiv für Händler macht. Es gibt viele verschiedene Märkte und Aufstellungen, die Möglichkeiten für den Handel mit Ausbrüchen bereitstellen. Während der grundlegende Stützwert und Widerstand die Kriterien sind, können diese Teil von Kanälen, Wimpeln und Flaggen, gleitenden Durchschnitten, hohen und niedrigen Schwankungen und jeder anderen Formation sein, die den Stützwert oder Widerstand ausmachen. Der Ausbruch ist auch deshalb beliebt, weil er für jeden Zeitrahmen verwendet werden kann, von Minuten- bis Wochencharts. Das bedeutet, dass Händler es mit jeder Art von Handel verwenden können. Nachfolgend finden Sie die grundlegenden Schritte, die Sie unternehmen müssen, wenn Sie mit Ausbrüchen handeln wollen:
  1. Finden Sie einen wahrscheinlichen Kandidaten
Identifizieren Sie Aktien mit starken Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus und verfolgen Sie diese. Je stärker die Unterstützung oder der Widerstand, desto besser. Seien Sie geduldig.
  1. Achten Sie auf den Ausbruch
Nur weil eine Aktie wie ein Kandidat aussieht, bedeutet das nicht, dass ein Ausbruch stattfinden wird. Sie müssen warten und sehen, ob das passiert, und bereit sein, vorzupreschen. Denken Sie daran, auf mehr Volumen und große, starke Bewegungen zu achten.
  1. Ein Gewinnziel haben
Vor dem Eintritt in einen Handel sollten Sie auch wissen, wann Sie den Handel beenden wollen. Dies kann auf dem Abstand zwischen ehemaligem Stützwert und Widerstand beruhen, oder auf der durchschnittlichen historischen Bewegung der Aktie basieren.
  1. Auf einen Wiederholungstest warten
Dies ist ein Schritt, den viele Händler verpassen. Denken Sie daran, dass jedes Mal, wenn eine Aktie das Unterstützungsniveau bricht, das alte Unterstützungsniveau zum Widerstand wird, und jedes Mal, wenn eine Aktie den Widerstand bricht, dass der alte Widerstand zum Unterstützungsniveau wird. Und oft wird ein Lagerbestand zurückverfolgt, um diese Werte innerhalb weniger Tage zu testen. Achten Sie darauf und seien Sie bereit.
  1. Lernen Sie, fehlgeschlagene Transaktionen zu erkennen.
Wenn Sie eine Aktie sehen, die die ehemalige Unterstützungs- oder Widerstandsstufe erneut testet und durchbricht, bedeutet das, dass Ihr Handel fehlgeschlagen ist. Beenden Sie sofort. Nehmen Sie kleine Verluste und lassen Sie Ihre Gewinner laufen. Selbst mit einer soliden Ausbruch-Strategie können Sie erkennen, dass bis zu 40% Ihrer Transaktionen als Verlierer enden.
  1. Schließen Sie keine Handelsgeschäfte bei Marktöffnung.
Es ist unmöglich zu wissen, was die Kurse den ganzen Tag über beeinflussen werden, daher ziehen es viele Händler vor, bis später am Tag zu warten, bevor sie einen verlustbringenden Handel verlassen, für den Fall, dass nach einem schwachen Start ein Aufschwung stattfindet.
  1. Geduldig bleiben
Ich weiß, dass es bereits gesagt wurde, aber es muss wiederholt werden - seien Sie geduldig! Diese Strategie erfordert Ihre Geduld und einen ruhigen Geist. Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten.
  1. Beenden Sie, wenn Ihr Ziel erreicht ist.
Wenn es keinen Grund gibt, einen Verlust im Handel zu riskieren, dann bleiben Sie in diesem Handel, bis Ihr Kursziel erreicht ist. Verwenden Sie Stopps, um sich zu schützen, falls der Handel schlecht läuft.

Zusammenfassend

Mit Ausbrüchen handeln kann ein erfolgreicher Weg sein, um ein aktiver Händler zu werden. Haben Sie einen Einstiegsplan, bleiben Sie geduldig und folgen Sie dem Plan. Außerdem sollten Sie einen Plan für den Ausstieg haben, damit Sie mit dem Ausbruch-Handel auf dem richtigen Weg zum Erfolg sind.

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Hallo Benjamin,

 

ja, mit Ausbrüchen handeln, oder besser gesagt, man handelt Ausbrüche, so wäre es exakter formuliert, ist eine interessante Strategie. Die eignet sich insbesondere auch für Einsteiger. Zumindest, das Verständnis wie man Ausbrüche handelt, ist relativ simpel. Schwieriger wird es dann in der Praxis, aber das ist ja im Prinzip bei jeder Handelsstrategie so. Sehr vorteilhaft beim Handeln von Ausbrüchen finde ich zudem, dass du das sowohl bei Aktien, aber auch bei jedem anderen Asset traden kannst, sprich Forex, CFDs, Kryptowährungen usw.

 

Der Grund ist, dass der Ausbruch von Ausbrüchen auf der Chartanalyse basiert. Ein Ausbruch findet demnach immer dann statt, wenn entweder ein Widerstand nach oben gebrochen wurde oder eine Trendlinie bzw. ein Trendkanal. Natürlich kann man auch Ausbrüchen “gen Süden” handeln, also wenn eine Unterstützungslinie oder -zone nach unten gebrochen wurde. 

 

Einfach ist die Strategie - obwohl es eher eine Vorgehensweise, weniger eine konkrete Strategie ist - eben deshalb, weil die Erklärung ja recht simpel ist. Wer sich bereits ein wenig mit Chartanalyse auskennt, der weiß nun was zu tun ist, und kann Ausbrüche handeln.

 

Schwieriger ist es dagegen, dass dann in die Praxis umzusetzen. Denn dann entstehen Fragen wie: Ab wann handelt es sich um einen Ausbruch? Wo setze ich meinen Stop Loss? Wo setze ich meinen Take Profit? Wie viel Kapital sollte ich investieren? und so weiter und so fort. 

 

Diese Aspekte musst du aber ebenfalls im Vorfeld für dich abklären. Ansonsten droht die Gefahr, dass du Geld beim Trading verlierst.

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Hallo,

 

genau, das Prinzip des Handelns von einem Ausbruch ist recht einfach und schnell erklärt. Wenn es dann aber konkreter wird, wird es schwieriger. Aber versuchen wir uns mal der Thematik etwas zu nähern und Licht ins Dunkel zu bringen. Der Einfachheit halber gehe ich mal davon aus, dass der Kurs einen Ausbruch “gen Norden” vollzieht, er also weiter steigt.

 

Also ein Ausbruch kann ja prinzipiell nur dann erfolgen, wenn es eben einen Widerstand, einen Trendkanal, eine Trendlinie usw. gibt, die durchbrochen wird. Das heißt, der erste Schritt besteht darin, genau dieses erstmal zu identifizieren. Du musst also wissen und auch erkennen können, wo ein Widerstand oder eine Widerstandszone, Trendkanal etc. liegt. Manchmal ist das recht eindeutig. 

 

Zum Beispiel kannst du auf einige Charts schauen und siehst dort recht schnell einen seit geraumer Zeit anhaltenden Seitwärtstrend. Der Kurs der Aktie (oder des entsprechenden Basiswertes) pendelt immer zwischen zwei Zonen hin und her. Er steigt mal, er fällt mal, aber im Großen und Ganzen bewegt er sich eben immer in dieser einen Range. Sobald der Kurs diese Range nun nach oben durchbricht, kann man von einem Ausbruch ausgehen. Ich spreche deshalb zunächst nur von “ausgehen”, weil es sich auch um einen sogenannten Fehlausbruch handeln kann. Bei einem Fehlausbruch kommt der Kurs relativ schnell wieder zurück in die vorherige Range. 

 

Aber wenn er den Seitwärtskanal nachhaltig verlässt, dann kannst du getrost von einem Ausbruch ausgehen. Gelegentlich gibt es auch einen sogenannten Re-Test. Das heißt, der Kurs, der die Range gerade verlassen hat, kommt nach kurzer Zeit wieder zurück an das obere Ende der Range. Dort dringt er aber nicht wieder in die Range ein und pendelt wieder in dem Kanal, sondern dreht mehr oder weniger sofort wieder nach oben ab. 

 

Du kannst nun sowohl beim ersten Ausbrechen als auch beim Re-Test in den Trade einsteigen.

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Hallöchen 🙂

 

So, nun möchte ich hier auch noch meinen bescheidenen Beitrag zum Thema Ausbrüche handeln beitragen. Ich sehe, das die Aspekte Stop Loss und Take Profit noch nicht weiter besprochen wurde. Vielleicht kann ich da ein wenig helfen. Fangen wir mit dem Stop Loss an, denn das ist noch etwas einfacher.

 

Den Trade kannst du ja unter verschiedenen Voraussetzungen eingehen. Entweder sofort bei Überschreiten des Trendkanals oder des Widerstands oder du wartest bis zum Schlusskurs der entsprechenden Kerze und schaust, ob sich der Schlusskurs auch oberhalb des Widerstands befindet (auch ich spreche mal hier der Einfachheit halber davon, dass ein Long-Ausbruch gehandelt wird, aber das Prinzip funktioniert natürlich auch auf der Short-Seite).

 

Den Stop Loss legst du bei einem Trendkanal im besten Fall unterhalb des Kanals. Das wird nicht immer sinnvoll sein, da der Trendkanal ja auch recht breit sein kann. In dem Fall wäre der Stop Loss zu weit vom aktuellen Kurs entfernt. Aber im Idealfall solltest du das tun. Wenn das nicht sinnvoll ist, dann könntest du schauen, ob es innerhalb des Trendkanals markante Unterstützungen gibt. Dann solltest du deinen SL darunter legen oder im Zweifelsfall unter dem letzten markanten Tief. 

 

Nun gibt es ja nicht nur Ausbrüche aus Trendkanälen, sondern auch einen Ausbruch über einen Widerstand. Dann gehst du aber ähnlich vor. Du schaust, wo es auf der von dir gehandelten Zeitebene markante Unterstützungen oder Tiefs gibt. Dann legst du deinen SL darunter, aber nicht zu knapp, also nicht nur 10 Cent oder einige wenige Pips. Diese werden häufig noch abgeholt.

 

Je länger der vorherige Seitwärtskanal anhielt oder je häufiger die Widerstandslinie getestet wurde, desto aussagekräftiger ist ein Ausbruch darüber. Häufig sind diese Ausbrüche auch recht dynamisch. Das bedeutet für dich, dass du deinen SL recht schnell nachziehen kannst. 

 

Am besten ist, wenn du dir einige Charts ansiehst und sobald du eine interessante Zone entdeckst, setzt du dir einen Alarm. Sobald dann der Kurs die Zone erreicht, bekommst du einen Hinweis und kannst aktiv werden. Dadurch musst du nicht 24 Stunden am Tag auf den Bildschirm schauen 😉

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So, und nun noch meinen Senf zum Take Profit 😉

 

Also den Take Profit muss man grundsätzlich ähnlich bestimmen wie den Stop Loss. Zum Beispiel kannst du dir einen Widerstand suchen, bis zu dem der Kurs laufen könnte. Natürlich nicht irgendeinen Widerstand, sondern sozusagen der nächstgelegene. Ich empfehle dir außerdem, bei dynamischen Ausbrüchen, den SL recht schnell nachzuziehen, im Optimalfall leicht ins Plus oder auf Break-even, sodass du schonmal keinen Verlust mehr machen kannst.

 

Zudem kann man auch einfach mal so einen Gewinn mitnehmen, auch wenn er noch nicht ganz an dem ursprünglichen Take Profit angelangt ist. Genau wie der SL muss auch der Take Profit (TP) entsprechend deinem Zeitintervall herausgesucht werden. Du kannst beispielsweise nicht einfach einen SL im 15 Min Chart nehmen und den TP dann auf Tagesbasis. Das wird nicht funktionieren.

 

Was auch eine Variante ist, denn SL nach und nach immer weiter zu ziehen, ohne einen spezifischen TP im Sinn zu haben. Da wie gesagt Ausbrüche häufig dynamisch erfolgen, kannst du deinen SL immer weiter nachziehen, ähnlich wie einen Trailing Stop Loss, der sich automatisch anpasst.

 

Noch kurz zum Moneymanagement: Setze immer nur so viel, dass du pro Trade max. 0,5 - 1,0 Prozent verlieren kannst. Also dein Anfangsrisiko entspricht dann immer 0,5 bis 1,0 Prozent. Das ist der Abstand vom Einstiegskurs zum SL. Wenn dein Kapital am Anfang nicht so ist, wirst du denken, dass das viel zu kleine Summen sind. Aber das macht nichts. Probiere es zu Beginn so aus. Und was mit 500 Euro klappt, das klappt auch mit 5.000 Euro oder mit 50.000 Euro.

 

Da das Ganze recht simpel klingt, empfehle ich dir, das zu Beginn erstmal auf einem Demokonto zu testen. Wenn du das ein Gefühl dafür hast, stiege auf Echtgeld um und halte dich an deine Regeln. Dann wirst du erfolgreich Ausbrüche handeln können. Viel Erfolg!

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