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Paul Beck

Was ist der Opening Range Breakout im Day Trading?

Question

4 answers to this question

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Guten Tag Paul,


 

um das vielleicht erstmal vorwegzunehmen. Es gibt nicht “den Open Range Breakout”. Es gibt eine Strategie, die sich Open Range Breakout nennt. Oder man kann auch sagen eine Vorgehen im Trading. 

Zwei Begriffe müssen wir hier näher beleuchten. Einmal “open range” und zum anderen “breakout”. Was ist einen open range? Dabei handelt es sich, einfach übersetzt, um eine Eröffnungszone. Damit ist gemeint, dass bei Eröffnung eines Marktes eine bestimmte Zeitperiode abgewartet wird. Dann wird geschaut, wo der Höchst- und der Tiefstkurs in diesem Zeitfenster waren. Das ist dann die open range.

Also nehmen wir mal als Beispiel den DAX. Da schaut man im Zeitfenster von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr und notiert den Höchst- sowie Tiefstkurs. 

Ich nehme jetzt einfach mal ein paar Zahlen, die sich leicht rechnen können. Also, Höchstkurs bei 15.000 Punkten, Tiefstkurs bei 14.900 Punkten.

So, damit hast du eine range oder eine Zone. 

Jetzt kommen wir zum zweiten Begriff, dem breakout, zu Deutsch Ausbruch. Ein Trade wird eingegangen, sobald der Kurs diese Zone verlässt, der Kurs sozusagen aus dieser range ausbricht. 

Bricht er nach oben aus, wird ein Long Trade eröffnet, bricht der Kurs dagegen nach unten aus der Zone aus, wird ein Short Trade eingegangen.

Beispiel wieder von oben: Der Kurs geht irgendwann nach 10:00 Uhr über 15.000 Punkte. Es erfolgt ein Long Einstieg. Wäre der Kurs unter 14.900 Punkten gefallen, so wäre ein Short-Einstieg die Folge.

Das ist erstmal die Grundlage der Open Range Breakout Strategie. 

Sie kommt natürlich nur im Daytrading zur Anwendung, weil der Trade sich lediglich auf eine Zeitspanne im Intradayhandel bezieht. 

Allerdings ist das natürlich noch keine fertige Strategie. Das ist erstmal nur die grobe Vorgehensweise. Nun müssen nämlich noch weitere Parameter geklärt werden. Zum Beispiel welche Zeitspanne man denn nimmt. Es muss ja nicht von 9 bis 10 Uhr sein. Man kann ja auch von 9 Uhr bis 9:45 Uhr nehmen. 

Oder bereits den vorbörslichen Handel mit einschließen. Stop Loss, Take Profit usw. muss alles noch geklärt werden.

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Hallo Paul,

 

wie Stefan das schon richtig sagte, fehlen natürlich noch weitere Parameter. In der Praxis wird die Open Range Breakout Strategie gern von dem einen oder anderen Trader genutzt. Man kann diese ja auch auf andere Märkte beziehen.

Im Forex Handel gibt es ja keine täglichen Öffnungszeiten. Hier müsste man zum Beispiel schauen, wann die Marktteilnehmer anfangen in den Markt zu kommen.

Zudem muss man ja nicht sofort bei Berührung der Range einen Trade eingehen, sondern vielleicht ein paar Punkte oder Pips Abstand lassen.

Das würde helfen, einen Fehltrade einzugehen. Zudem musst du ja auch den Spread bedenken. Im Extremfall hat der Kurs die Range gar nicht verlassen, sondern kam dem nur sehr nahe. Aber aufgrund des Spreads wurde der Trade eröffnet - sofern du eine Limit Order im Vorfeld eingegeben hast.

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Stimmt, die “Open Range” ist ja dadurch gekennzeichnet, dass man die Range rund um die Eröffnungsperiode als Basis nimmt. Allerdings muss man da eben erst einmal klarstellen, welche Periode in Bezug auf die Zeit man denn als Basis nimmt. Als Beispiel vom DAX: 09:00 Uhr bis 10:00 Uhr? 09:00 Uhr bis 09:45 Uhr oder bis 10:15 Uhr? Es gibt ja auch die Möglichkeit, bereits den vorbörslichen Handel einzubeziehen. 

Dann könnte die Open Range von 08:00 Uhr bis 09:00 Uhr sein, oder irgendwas in dieser Zeitspanne.

Und das war ja auch nur das Beispiel vom DAX. Das Prinzip kann und muss man auf jeden Markt anwenden, bei dem man die Open Range traden will. Bzw. dann den Ausbruch aus dieser Range will man ja traden.

Du siehst, das Prinzip an sich ist nicht sonderlich schwer zu verstehen, aber die Anwendung ist nicht ganz einfach. Also, technisch schon, aber welche Uhrzeiten nimmt man nun?

Da muss man ein wenig probieren uns testen. Man muss dabei auch auf Daten aus längerer Vergangenheit zurückgreifen. Womöglich muss man die Zeiten der Open Range sogar immer mal wieder anpassen. Was zum Beispiel dieses Jahr gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig im nächsten Jahr ebenfalls so gut funktionieren.

Als Nächstes kommen weitere Aspekte hinzu, die du beim Aufstellen einer Strategie berücksichtigen musst.

Zum Beispiel musst du im Vorfeld festlegen, wo dein Stop Loss liegen soll. Liegt er einfach auf der gegenüberliegenden Seite der Range? Also wenn du zum Beispiel einen Long-Trade eingehst, setzt du deinen Stop Loss dann auf der unteren Seite der Range?

Oder wenn du zum Beispiel einen Short Trade eingehst, setzt du dann deinen Stop auf der oberen Seite der Range? Und wie sieht es mit deinem Take Profit aus?

An welcher Stelle im Chart möchtest du den Trade dann wieder schließen? 

Nimmst du einfach ein CRV von 1:1? Oder nimmst du einen CRV von 0,5? 

Du kannst ja auch einfach deinen Stopp bei der Hälfte der Open Range setzen. 

Du siehst also es gibt einige Dinge, die du bei dem Aufsetzen einer Open Range Strategie beachten musst. Die Umsetzung ist dabei gar nicht immer so einfach. 

Entscheidend wird sein, dass du ein wenig probieren und testen musst. 

Im Laufe der Zeit wirst du feststellen, welche Parameter für diese Strategie am günstigsten sind. Außerdem variieren die Parameter auch vom Basiswert. Was für den DAX beispielsweise gut ist, ist bei einem Währungspaar womöglich ganz anders zu sehen.

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Hallo zusammen,

 

ich möchte an dieser Stelle noch einmal kurz darauf eingehen, was denn der Hintergedanke der Open Range Strategie ist. Wie das technisch aussieht, bzw. welche Parameter man umsetzen muss, wurde ja schon von einigen Usern hier erwähnt. 

Allerdings möchte ich einmal darauf zu sprechen kommen, warum denn die Open Range Strategie Sinn machen könnte oder warum es sie überhaupt gibt.

Der Hintergedanke dabei ist, dass Informationen verarbeiten müssen.  Es gab zum Beispiel Informationen, die über Nacht veröffentlicht wurden. Oder es wurden, während der Markt geschlossen war, neue Orders eingegeben, die nun abgearbeitet werden müssen.

All das führt dazu, dass insbesondere bei Markteröffnung noch kein eindeutiger Trend zu sehen ist. Man sieht häufig, dass der Kurs sowohl Long als auch Short geht. 

Es gibt außerdem noch eine weitere Open Strategie, die sich darauf bezieht, dass der Kurs innerhalb der Eröffnungsperiode wieder zu seinem Eröffnungskurs zurückkommt. Oder zumindest immer um diesen herum pendelt.

Natürlich passiert das nicht in jedem Fall. Sonst wäre das ja alles eine sehr einfache Strategie. Aber das ist eben der Gedanke dahinter, dass die Marktteilnehmer zur Eröffnung des Marktes noch keine eindeutige Richtung haben, sie müssen sie erst “finden”.

Dieser Gedanke ist vor allem nach einem Wochenende oder einem Feiertag besonders ausgeprägt. Nach einem Wochenende war zwei Tage lang kein Handel. Es kamen vielleicht einige neue Nachrichten in den Markt und neue Orders wurden bereits beim Broker eingegeben. Diese müssen nun alle abgearbeitet werden.

Die Verkaufsorders haben allerdings nicht immer etwas mit den fundamentalen Daten des Unternehmens zu tun. Es kann beispielsweise sein, dass während des Wochenendes ein Marktteilnehmer feststellt, dass er Gelder benötigt. Und nun entscheidet er sich, diese Gelder nun aus einer bestimmten Aktie herauszuziehen und gibt deshalb eine Verkaufsorder auf. 

Nun könnte das so interpretiert werden, dass der Marktteilnehmer vom Unternehmen nicht mehr überzeugt ist. Allerdings hat es damit gar nichts zu tun, sondern er braucht einfach nur liquide Mittel.

Und erst nach der Eröffnungsperiode kann ein Trend eindeutig identifiziert werden. Daher wird dann der Ausbruch aus die Eröffnung Range gehandelt.

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