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Welche Eigenschaften braucht ein Daytrader?

Updated 8 Apr 2020
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Daytrading als kurzfristige Form des Handels, die mit den Kursschwankungen innerhalb eines Börsentages Gewinne erzielt, ist seit mehr als zwanzig Jahren dank flächendeckender Verfügbarkeit des Internets auch privaten Anlegern zugänglich geworden. Aber wie wird man Daytrader? Wer sich unvorbereitet an dieser Art des Tradings versucht, macht nicht selten Verluste. Daher stellt sich die berechtigte Frage: Welche Vorbereitungen und welche Eigenschaften braucht ein Daytrader, um gewinnbringend zu handeln?

Highlights

  • Daytrading: Rendite anhand kurzfristiger Kursbewegungen

  • Handel mit Hebelprodukten und Margin

  • Erfolge dank möglichst präziser Einschätzung der Kursverläufe

  • Spekulation auf Aufwärts- und Abwärtstrends

Herausforderndes Trading – nichts für schwache Nerven

Die Möglichkeit, kurzzeitige Schwankungen der Kurse auszunutzen, um im dynamischen, zeitlich befristeten Handel Gewinne zu machen, ist erst durch die Nutzung des Internet in der Finanzwelt möglich geworden. Einen weiteren Beitrag zur Verbreitung des Daytradings leistete die Einführung der Möglichkeit, Kleinorders zu platzieren. Damit öffnete sich die Tür für private Anleger, die seit der Jahrtausendwende und verstärkt seit der Finanzkrise in den lukrativen Sektor drängen.

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Nach Angaben der Broker machen allerdings über 70 % der Privatkunden im Daytrading Verluste. Welche Eigenschaften braucht ein Daytrader, um sich in diesem speziellen Feld zu behaupten und überdies langfristig Gewinne zu machen? Neben hinreichenden Vorkenntnissen und Erfahrung im Trading spielt die Persönlichkeit eine große Rolle – insbesondere ein gutes Risikomanagement und Disziplin tragen wesentlich dazu bei, im Daytrading bestehen zu können.

Daytrader Eigenschaften

Daytrading: Renditen dank des Handels mit Derivaten

Ein Daytrader muss aus verschiedenen Gründe starke Nerven und umfassende Kenntnisse mitbringen. Denn der Handel läuft in der Regel sehr rasch ab – innerhalb eines Börsentages, nicht selten aber innerhalb von Stunden oder sogar einigen Minuten. Dabei bemüht sich der erfahrene Daytrader, aus den Schwankungen der Kurse Gewinn zu ziehen. Das tut er nicht im Rahmen des Börsenhandels mit Aktien oder Anleihen, denn der schnelle Direkthandel mit börsennotierten Werten würde sich nur dann lohnen, wenn ein hohes Handelsvolumen dahinterstünde.

Daytrader nutzen für ihre Strategien deshalb abgeleitete Finanzinstrumente. Derivate wie CFDs, Futures oder Optionen erlauben die Spekulation auf die Kursentwicklung eines Wertes, ohne dass dieser tatsächlich gekauft wird. Da Derivate gehebelt werden können, muss ein Trader nur einen Teil der umgesetzten Volumens selbst hinterlegen – den Rest leiht der Broker. Ohne die Möglichkeit auf eine Margin zu traden wäre das Daytrading nicht lohnend.

Hebel und Chartanalyse nutzen als Daytrader

Mit Hebeln können Trader also ein Volumen bewegen, das sie selbst gar nicht besitzen müssen – bei Forex Majors mit einem Vielfachen von maximal 1:30. Hinzu kommt, dass einige Derivate auch die Spekulation auf fallende Kurse ermöglichen – wer „short geht“, kann auch bei einbrechenden Kursen des Basiswertes noch Renditen erzielen. Hier wird schnell deutlich, dass ein Daytrader nur dann erfolgreich sein kann, wenn Märkte in Bewegung sind, wenn es also Aufwärts- oder auch Abwärtstrends gibt.

  • Daytrading ist während ausgeprägter Trends lohnend#
  • Dank der Hebel kann die Rendite gesteigert werden
  • Spekulation ist möglich auf steigende und fallende Kurse
  • Die Technische Analyse liefert Anhaltspunkte für Strategien

Während einer Seitwärtsphase, wenn es also zu keinen nennenswerten Kursveränderungen kommt, ist ein Markt für Daytrader uninteressant. Die Herausforderung besteht darin, die Entwicklung der Märkte möglichst exakt abschätzen zu können. Während sich konventionelle Aktionäre mit Unternehmenskennzahlen beschäftigen, um eine informierte Entscheidung beim Wertpapierhandel zu treffen, beruhen die Strategien eines Daytraders in der Regel auf der Technischen Analyse. Anhand von charakteristischen Mustern im Chart können im besten Fall Kursverläufe prognostiziert werden.

Daytrader zahlen weniger Gebühren

Die Einschätzung der Kursverläufe ist im Daytrading eine Hürde, die nicht alle Einsteiger bewältigen. Wer es fertigbringt, sich die notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse anzueignen, profitiert dann davon, dass bei Tagesgeschäften weniger Gebühren und unvorhersehbare Kosten anfallen.

Sogenannte Übernachtgebühren berechnen Broker, wenn Positionen bis zum Folgetag oder länger gehalten werden. Insbesondere über das Wochenende kann die Gebühr die Rendite deutlich verringern. Veranschlagt wird immer ein prozentualer Anteil des gehandelten Volumens, dessen Höhe von Broker zu Broker unterschiedlich ausfallen kann. Die Gebühr wird pro Nacht berechnet, am Wochenende für mehrere Nächte in Folge.

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Trading ohne Kurslücken

Nicht nur die Übernachtkosten entfallen beim Daytrading. Auch die immer wieder auftretenden Kurslücken bleiben dem Daytrader erspart. Die „Gaps“ entstehen während der Schließzeiten der Börsen, also während der Nacht, und werden durch Nachrichten oder Ereignisse, die sich auf den betreffenden Wert auswirken, ausgelöst.

In der Praxis bedeutet dies, dass am Morgen nach der Eröffnung der Börse nicht mit dem Schlusskurs des Vortages der Handel aufgenommen wird, sondern dass der Eröffnungskurs (erheblich) darunter oder darüber liegt. Diese „Brüche“ im Kursverlauf sind in den seltensten Fällen vorhersehbar und können dem Trader einen hohen Verlust bescheren. Auch dieses Risiko und seine möglichen Kosten umschifft ein Daytrader aufgrund der eng begrenzten Handelszeiten.

Dynamische Strategien im Daytrading

Die Frage „Welche Eigenschaften braucht ein Daytrader?“ stellt sich vor allem deshalb in zunehmendem Maß, als immer mehr Online-Brokern privaten Anlegern den Zugang zu den Märkten gewähren. Was bis in die 90er Jahre ausgebildeten Finanzexperten vorbehalten war, steht nun jedermann offen, dank leistungsstarker Handelsplattformen mit integrierten Analysetools können Privatkunden der Broker in den Handel auf der Überholspur einsteigen. Die Risiken dabei sollten nicht unterschätzt werden. Vergleicht man Daytrading mit dem herkömmlichen Wertpapierhandel, dann gestaltet sich der Einstieg für Unerfahrene so, als gäbe man einem Führerschein-Neuling einen Porsche an die Hand.

  • Schnelles Eröffnen und Schließen von Positionen
  • Erfahrung im Börsen- und außerbörslichen Handel
  • Trading über einen seriösen Broker und verlässliche Software
  • Gutes Risikomanagement

Das börsentägliche und nicht selten sehr rasche Öffnen und Schließen von Positionen kann nur dann erfolgreich sein, wenn verschiedene wichtige Kriterien zusammenkommen. Die Wahl eines seriösen Brokers, eine leistungsstarke Handelsplattform und zuverlässige Orderausführung, aber auch die Psychologie des Handels, die eine realistische Einschätzung der Risiken ermöglicht und vor Selbstüberschätzung bewahrt, tragen dazu bei, dass Daytrader nicht „an der Leitplanke“ enden. Das kommt nicht von ungefähr. Die meisten erfolgreichen Daytrader haben sich von langer Hand vorbereitet.

Ohne Fleiß kein Preis im Daytrading

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die Daytrader und Trader im Allgemeinen mitbringen sollten, gehört die Einsicht, dass man sich zunächst die Grundkenntnisse des Handels aneignen muss. Das Basiswissen zur Finanzwelt, zu den Abläufen an den Börsen und zum außerbörslichen Handel muss ebenso vorhanden sein wie eine gründliche Kenntnis der handelbaren Finanzinstrumente und ihrer besonderen Charakteristika.

Hinzu kommt das Studium von Vorbildern – wer andere Trader bei ihren Analysen und Strategien beobachtet, kann davon lernen, hilfreich sind auch Trading-Kurse, Schulungsvideos oder Webinare, wie sie nicht wenige Broker kostenlos anbieten. Hier können sich Einsteiger das dringend benötigte Fachwissen zu eigen machen. Ebenfalls wichtig ist planvolles Vorgehen – also die Festlegung auf bestimmte Instrumente, Strategien und das Risiko- und Moneymanagement. Vor allem Anfänger neigen dazu, Verluste zu lange laufen zu lassen und sie so noch zu erhöhen, weil kein Handelsplan aufgestellt wurde.

Systematisch zum Erfolg als Daytrader

Wer sich für einen Einstieg ins Daytrading interessiert, wird Bekanntschaft mit einem der interessantesten Bereiche im Trading machen. Da nur kurzfristig getradet wird, können auch Interessenten mit wenig Zeit sich dem Daytrading widmen, und dank der Hebel muss kein sehr hohes Startkapital mitgebracht werden. Anfänger sollten sich aber vor Augen halten, dass der Hebel auch im Verlustfall greift.

Wer sich für einen Broker mit Sitz in der EU entscheidet, ist immerhin dadurch geschützt, dass diese Anbieter alle Positionen eines Traders automatisch schließen, sobald das Handelskonto ins Minus zu gleiten droht. Erhebliche Verschuldungen beim Broker gehören daher der Vergangenheit an, das für die Orders eingesetzte Kapital ist jedoch verloren.

Wer sich Schritt für Schritt die Kenntnisse aneignet, die für das Daytrading notwendig sind, und umsichtig in den Echtgeldhandel einsteigt, am besten frei von Selbstüberschätzung und Druck, hat auf lange Sicht die besten Perspektiven.

Mit dem richtigen Broker zum Daytrader werden

Es braucht also Fleiß und Disziplin für den Erfolg im Daytrading – aber auch Fachwissen. Und hier kann ein guter Broker in hohem Maß unterstützen. Die besten Online-Broker bieten ihren Tradern neben einer zuverlässigen Handelssoftware und transparenten Konditionen eine ganze Reihe von Bildungsressourcen. Wer sie nutzt, kann auf eBooks und Blogs, Marktnachrichten und Expertenanalysen ebenso zugreifen wie auf Videoschulungen und Kurse. Bei vielen Brokern können Trader kostenfrei sogar an Echtzeit-Webinaren teilnehmen und haben die Möglichkeit, auch eigene Fragen zu stellen.

welche Eigenschaften braucht man als daytrader

Es ist also nicht immer der Anbieter mit den niedrigsten Gebühren oder der geringsten Ersteinzahlung, der sich für den Einstieg am besten eignet. Ein differenziertes Angebot an Schulungsmaterialien auch zum Thema Daytrading ist eine der besten Hilfen, die Einsteiger nutzen können. Die erlernten Inhalte sollten dann in einem Demokonto in Übungstrades umgesetzt werden. Die Demo, kapitalisiert mit virtuellem Geld, erlaubt es Anfängern, ohne Risiko die Software und Tools, aber auch das Verhalten der Finanzinstrumente kennenzulernen. Erst wenn man sich hinlänglich firm fühlt beim Trading, sollte mit geringen Beträgen der Übergang zum Echtgeldhandel vollzogen werden.

Fazit: Schnelle Trades mit umsichtiger Vorbereitung

Welche Eigenschaften braucht ein Daytrader? Zusammengefasst lässt sich sagen, dass hier umsichtige, planvolle Vorbereitung mit rascher, disziplinierter Ausführung zusammentreffen. Wo nur eine dieser beiden Voraussetzungen gegeben ist, wird der Erfolg ausbleiben. Kenntnisse und Erfahrung ermöglichen es dem Trader, im Chart die Muster zu identifizieren, die auf künftige Entwicklungen hinweisen – zugleich muss er schnell darauf reagieren und bei ausbleibendem Erfolg ebenso schnell bereit sein, sich von einer Verlustposition zu trennen.

Wer die anspruchsvollen Anforderungen meistert, profitiert davon, auch mit beschränkter Zeit und begrenzten Mitteln effektiv und gewinnbringend handeln zu können. Der Erfolg fällt dabei nicht vom Himmel, sondern wird im Laufe der Zeit erworben. Einsteiger sollten deshalb Gebrauch machen von den Bildungsangeboten, wie sie Broker bereitstellen. Hier können theoretische Grundlagen geschaffen und praktische Einsichten mit dem Demokonto erworben werden.