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Krypto-Wallets: sichere Speicherung von Bitcoin und Co.

Updated 9 Dez 2020
Beitragsbilder Ratgeber Krypto Broker

Was ist eine Wallet? Für alle, die sich für den Kauf von Kryptowährungen interessieren, ist eine Wallet unerlässlich. Sie sorgt dafür, dass Bitcoin und Co. (sicher) gespeichert werden. Dabei gibt es verschiedene Speicheroptionen: die kalte sowie die heiße Speicherung. Einige Wallets stehen direkt in einer Cloud oder über einen Online-Account beim Anbieter zur Verfügung. Sie sind allerdings erfahrungsgemäß deutlich unsicherer als beispielsweise Hardware-Wallets. Welche Speichermethoden für Krypto-Besitzer infrage kommen, haben wir im Ratgeber recherchiert. Erfahren Sie, welche Vorzüge und Nachteile die verschiedenen Krypto-Wallets haben.

  • Kalte und heiße Speicherung
  • Nicht alle Wallets kostenfrei
  • Für jede Kryptowährung spezifische Wallets
  • Nur privater Schlüssel gewährt Wallet-Zugang

Wie funktioniert eine Krypto-Wallet?

Wer sich für ein Investment in Kryptowährungen interessiert, hat vielleicht bereits den Begriff „Wallet“ gehört. Wallets werden zur Aufbewahrung der digitalen Währungseinheiten genutzt, zumindest im weitesten Sinne. Natürlich werden die Coins darin nicht tatsächlich gespeichert, sondern lediglich die Schlüssel, welche zu ihnen führen. Grundsätzlich besteht eine Cyberwallet stets aus einem Adresspaar:

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  • öffentliche Schlüssel,
  • privater Schlüssel.

Was ist eine Wallet

Der öffentliche Schlüssel ist in etwa vergleichbar mit der Kontonummer, die an Außenstehende weitergegeben wird. Dadurch wissen die Sender von Kryptowährungen, an welche Adresse die Zahlungen gesendet werden müssen. Der private Schlüssel ist hingegen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Er wird benötigt, um die Coins von der öffentlichen Adresse weiterzutransportieren. Der private Schlüssel ist dabei ausschließlich dem Wallet-Inhaber zugänglich.

Guthaben empfangen oder senden

Die Wallet erfüllt die Funktion einer Geldbörse, wie wir sie bereits aus dem konventionellen Zahlungsverkehr kennen. Vergleichbar ist sie auch mit dem Bankkonto, über das Ein- und Auszahlungen vorgenommen werden. Nahezu jede Kryptowährung hat ihre eigenen Wallets. Jedoch gibt es mittlerweile auch einige Anbieter, in denen mehrere digitale Währungen gespeichert werden können.

Wallet auch für Trading beim Broker erforderlich?

Wer sich für den Handel der digitalen Währungen bei einem Krypto Broker entscheidet, benötigt dafür keine eigene Wallet. Da hier keine Coins erworben werden, ist die Wallet nicht nötig. Gerade das macht für viele Anleger auch den Reiz für den Handel aus. Wie im Broker Vergleich zu sehen ist, bieten mittlerweile immer mehr Plattformen den Handel (beispielsweise auf CFDs) mit Bitcoin und Co. an.

Was ist eine Krypto-Wallet?: Wallet-Arten in der Übersicht

Welche Wallets gibt es? Wenn wir uns mit der Frage beschäftigen „Was ist eine Wallet?“, fallen auch Begrifflichkeiten wie „heiße“ oder „kalte“ Speicherung. Bei der heißen Speicherung („hot storage“) werden alle Wallets zusammengefasst, die eine Verbindung mit dem Internet haben. Dazu zählen beispielsweise folgende Wallet-Lösungen:

  • Online Wallets von bestimmten Anbietern
  • Software Wallets, wie „Electrum“
  • Wallet Apps für das Smartphone oder Tablet
  • Börsen, welche die Kryptowährung für ihre Kunden aufbewahren

Die heißen Wallets sind zwar einfach in der Handhabung, stellen aber auch ein erhöhtes Risiko dar. Da eine Verbindung mit dem Internet besteht, ist natürlich auch das Risiko durch Hacker gegeben. Außerdem sind die Wallet-Inhaber meist gar nicht im Besitz des privaten Schlüssels, sondern verlassen sich auf die Anbieter. Aus diesem Grund sollten größere Mengen von Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht in diesen Wallets gespeichert werden.

Kalte Speicherung – die cold Wallets

Hierbei handelt es sich um eine Methode, die das genaue Gegenteil der kalten Speicherung darstellt. Es besteht keine Verbindung zum Internet und die privaten Schlüssel werden offline verwahrt. Dadurch ist die Cyberwallet um vieles sicherer. Beispiele für die „cold“ Wallet sind:

  • Paper Wallets
  • Hardware Wallets
  • Cryptosteel

Wer im Besitz größerer Krypto-Mengen ist, sollte sich für diese Methode entscheiden. Da hier kein direkter Zugang zum Internet besteht, ist das Risiko einer missbräuchlichen Entwendung des privaten Schlüssels vergleichsweise gering, wenn natürlich auch nie ausgeschlossen. In diesem Fall sind die Wallet-Inhaber selbst dafür verantwortlich, wie sicher und wo er den privaten Schlüssel aufbewahrt.

Online- und Cloud-Wallets

Wallets, die online oder in einer Cloud gespeichert werden, bieten einen einfachen Zugang. Wallet-Inhaber benötigen dafür oftmals gar nicht viel Zeit und natürlich ein eigenes Konto beim Wallet-Anbieter. Die wichtigen Schlüssel werden ebenfalls online auf dem entsprechenden Server gespeichert. Dadurch können die Wallet-Inhaber jederzeit von überall direkt auf ihre virtuelle Geldbörse zugreifen. Vor allem im Alltag ist diese Speichermethode nützlich, wenn beispielsweise kleinere Krypto-Beträge in Shops bezahlt werden. Diese komfortable Handhabung hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Die Schlüssel werden durch den Wallet-Anbieter verwaltet.

Sicherheit des Servers besonders wichtig

Wer sich für solch eine Cloud- oder Online-Wallet entscheidet, sollte vor allem auf die Sicherheit des Servers achten. Ist er nicht bestmöglich nach neuesten Sicherheitsstandards geschützt, erhöht sich die Gefahr eines missbräuchlichen Zugriffs. Wer sich für diese Speichermethode entscheidet, sollte kein allzu großes Guthaben in seiner Wallet haben.

Coinbase – ein Beispiel für die Online Wallet

Es gibt mittlerweile unzählige Anbieter, welche die Online Wallets zur Verfügung stellen. Einer davon ist Coinbase. Sie ist besonders einsteigerfreundlich und bietet integrierte Kaufmöglichkeiten von Litecoin, Ethereum und Bitcoin via Kreditkarte oder Lastschrift. Um einen Missbrauch durch die Online Speicherung zu vermeiden, setzt das Unternehmen auf hohe Sicherheitsstandards. Dazu zählen beispielsweise:

  • 2-Faktor-Authentifizierung
  • Bitcoin Tresor

Ein weiterer Vorteil: Die Transaktionen erfolgen besonders schnell. Möchten Sie weitere Informationen erhalten, welche Möglichkeiten Sie mit den Kryptowährungen haben? Im Krypto Ratgeber zeigen wir, dass die digitalen Währungseinheiten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch als Investment dienen können.

Desktop- und Mobile Wallet

Besitzer von Kryptowährungen können sich auch eine Desktop-Wallet installieren. Diese Speichermethode ist für alle diejenigen interessant, die die Zahlungen vor allem am heimischen PC durchführen möchten. So bieten beispielsweise zahlreiche Online Shops mittlerweile die Möglichkeit, mit Bitcoin zu zahlen. Geeignet sind diese Wallets für verschiedene Systeme. Dazu gehören:

  • Windows
  • Mac
  • Linux

Auch für diese Wallets gibt es zahlreiche Anbieter. Der Unterschied zu einer Online Wallet ist, dass die digitale Geldbörse sowie der Schlüssel direkt auf dem eigenen PC vorliegen. Dafür müssen die Wallet-Inhaber zunächst eine Software herunterladen und sie auf dem heimischen PC installieren.

Mobile Wallet

Die Smartphones und Tablets erobern im Sturm unseren Alltag. Die mobilen Endgeräte werden oftmals auch als Zahlungsmittel genutzt. Genau dafür eignen sich die mobilen Wallets. Sie sorgen dafür, dass die Schlüssel direkt auf dem Smartphone zur Verfügung stehen. Damit wird das bargeldlose Bezahlen in Shops noch einfacher. Statt Fiat-Währungen werden Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel genutzt. Um die mobile Wallet nutzen zu können, muss eine entsprechende App des Anbieters heruntergeladen werden. Diese gibt es im jeweiligen Store für die ausgewählten Betriebssysteme. Die Wallet gelten als flexibel, haben aber einen Nachteil: Ist das Gerät defekt oder geht verloren, kann die Wallet nicht wiederhergestellt werden. Nicht nur die Schlüssel, sondern auch das Wallet-Guthaben ist dann verloren. Außerdem besteht auch bei der mobilen Anwendung die Gefahr, dass beispielsweise Trojaner auf dem Mobiltelefon oder Tablet mit anderen Anwendungen installiert und die Schlüssel ausgelesen werden können.

Hardware- und Paper-Wallet

Die Hardware-Wallet gilt bislang als sicherste Zahlungsmethode für Kryptowährungen. Dabei handelt es sich um ein physisches Gerät und keine Online-Speicherung. Meist hat die Hardware-Wallet das Format eines USB-Sticks. Bei den Wallet-Nutzern haben sich einige Hardware-Wallet durchgesetzt. Dazu zählen unter anderem:

  • Ledger Nano-S
  • KeepKey
  • Trezor

Diese Hardware-Wallet unterstützen meist sogar mehrere Kryptowährungen und ist nicht nur auf die Speicherung von Bitcoin beschränkt. Der Vorteil bei diesen Wallets ist, dass sie nicht direkt mit dem Internet verbunden sind. Dennoch sind sie auch nicht 100-prozentig sicher. Wird beispielsweise die Wallet beschädigt oder geht verloren, sind auch die Daten verloren. Für solch einen Fall gibt es jedoch eine Möglichkeit der Wiederherstellung durch separate Schlüssel.

Papier-Wallets

Wer es klassisch und besonders sicher mag, greift auf die sogenannten Paper-Wallets zurück. Hierfür werden keine Hardwarekomponenten oder eine Online Wallet benötigt. Nein, stattdessen genügt ein gewöhnliches Stück Papier. Die öffentliche Adresse sowie der private Schlüssel werden auf ein Stück Papier geschrieben und dann sicher verstaut. Nur, wer dieses Stück Papier besitzt, hat Zugriff auf die Wallet. Es liegt also bei jedem Wallet-Inhaber selbst, an wen er das Stück Papier weitergibt. Damit bestimmt er selbst, wie sicher seine Krypto-Wallet ist. Für viele Nutzer hat diese Wallet aber einen Nachteil: Immer, wenn der Schlüssel benötigt wird, müssen sie das Stück Papier heraussuchen. Außerdem gilt: Die Schrift auf dem Papier sollte nach Möglichkeit nicht verwischen oder verblassen. Können Wallet-Inhaber den Schlüssel nicht mehr ordnungsgemäß ablesen und eintragen, haben sie keinen Zugriff mehr auf ihr Wallet-Guthaben.

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Sicherheit der Wallet

Die Sicherheit bei einer Wallet hat oberste Priorität. Vor allem der private Schlüssel muss besonders geschützt werden. Es kommt darauf an, welche Wallet-Art die Besitzer von Kryptowährungen nutzen. Generell gilt jedoch für alle Speichermethoden: Der private Schlüssel darf nie aus der Hand gegeben werden.

Unterschiedliche Passwörter verwenden

Wer eine Wallet online nutzt, sollte in jedem Fall unterschiedliche Passwörter verwenden, um sich bei einem Anbieter zu registrieren. Was ist damit gemeint? Viele Wallet-Inhaber nutzen ein Passwort für ihren E-Mail-Account und für die Eröffnung der Wallet sowie sämtliche andere Internetaktivitäten. Wird dieses Passwort gehackt, ist die Gefahr eines missbräuchlichen Zugriffs natürlich um ein Vielfaches höher. Aus diesem Grund sollten Wallet-Inhaber stets ein variables Passwort nutzen. Dies sollte möglichst kompliziert aufgebaut sein. Bestenfalls ist es eine Mischung aus:

  • Zahlen und Buchstaben
  • Groß- und Kleinschreibung
  • Zeichen und Sonderzeichen

Passwörter nie ungeschützt online speichern

Viele Wallet-Inhaber speichern ihre Schlüssel und Passwörter mit eigenen Online-Programmen. Natürlich ist dadurch auch das Risiko für einen missbräuchlichen Zugriff erhöht. Generell ist jeder Kontakt mit dem Internet immer riskant, wenngleich die meisten Anbieter bereits hohe Schutzmaßnahmen ergreifen. Aus diesem Grund sollten die Passwörter und vor allem die Schlüssel stets offline verwaltet werden.

Backup der Wallet erstellen

Die Wallet sollte in regelmäßigen Abständen gesichert werden. Hierfür empfehlen wir eine Hardware-Wallet. Bestenfalls wird das Backup auf verschiedenen Medien und Speicherorten durchgeführt. Vor allem, wer besonders viele digitale Währungseinheiten besitzt, sollte auf das Backup und die Speicherung aller größten Wert legen.

Wallet-Passwort verloren was nun?

Was passiert, wenn das Wallet-Passwort verloren gegangen ist, die Schlüssel nicht mehr auffindbar sind? Genau hier besteht das Risiko bei dem Besitz von Kryptowährungen. Geht der persönliche Schlüssel verloren, ist es meist nur schwer möglich, ihn wiederherzustellen und Zugriff auf die Wallet zu erlangen. Es ist natürlich immer gut, wenn Wallet-Inhaber eine Sicherheitskopie mit möglichst aktuellem Stand angefertigt haben. Was passiert aber, wenn dies nicht geschehen ist? Einige Anbieter haben eine Wiederherstellungsfunktion. Vergleichbar ist dies beispielsweise mit der Funktion einer vergessenen E-Mail-Adresse auf einem Account. Jedoch ist diese Wiederherstellungsfunktion nicht bei allen Anbietern gegeben.

Passwort-Wiederherstellung bei Erinnerung an einzelne Phrasen

Wer sich an einzelne Bestandteile seines Passwortes erinnert, kann versuchen, das Passwort durch Drittanbieter wiederherstellen zu lassen. Allerdings ist dieses Unterfangen äußerst schwierig und mit einem hohen technischen Aufwand verbunden. Eine Garantie, dass es klappt, gibt es ebenfalls nicht. Wer sich hingegen an keine Komponenten aus einem Passwort erinnern kann, hat erfahrungsgemäß keine guten Chancen, das Passwort wieder zu bekommen.

Wichtig: Die Kenntnis der Passphrase ist erforderlich, um private Schlüssel ausgelesen.

Alternativen zu Krypto-Wallet

Das Interesse an Kryptowährungen steigt nahezu täglich. Doch nicht für alle sind der Kauf der digitalen Währungen sowie die Speicherung in einer Wallet interessant. Zu hoch ist manchen oftmals das Risiko, dass die digitalen Geldbörsen geknackt werden oder der Schlüssel verloren geht. Eine interessante Alternative kann das Investment bei einem Broker sein. Ein bester Krypto Broker bietet aber nicht den Kauf der physischen Coins, sondern die Partizipation an der Kursentwicklung.

Krypto Wallets in verschiedenen Ausführungen

Wer sich mit den digitalen Währungen rund um Bitcoin und Co. befasst, wird unweigerlich auf die erforderliche Speicherung stoßen. Was ist eine Wallet? Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, wie Besitzer der Kryptowährungen ihre Coins speichern können. Unterteilt werden diese Methoden in kalte und heiße Speicherung. Neben Online- und Cloud-Wallets zählen auch mobile und Desktop-Wallets sowie Hardware-Wallets zu den Optionen. Wer seine Kryptowährungen für den Zahlungsverkehr einsetzen möchte und nur geringe Mengen besitzt, kann eine mobile Wallet nutzen. Sie ist flexibel, birgt aber ein erhöhtes Risiko, da sie mit dem Internet verbunden ist. Eine Alternative bieten hier die Offline Wallets (Hardware-Wallets). Bei sämtlichen Speichermöglichkeiten sollte der private Schlüssel stets sicher aufbewahrt werden, denn er ist der Zugang zum Wallet-Guthaben. Geht er verloren, ist er selten wiederherstellbar. Wallet-Inhaber verlieren dann meist auch ihr Guthaben. Wer sich nicht für die Speicherung in Wallets oder den Kauf der physischen Währungseinheiten interessiert, findet bei Brokern Alternativen für das Investment in Bitcoin und Co. Haben Sie Interesse? Wir stellen Ihnen renommierte Krypto Broker im Vergleich vor. Auch mit kleineren Investments können Sie von der Kursentwicklung der digitalen Währungseinheiten partizipieren. Eröffnen Sie ein Übungskonto und starten Sie völlig unverbindlich mit dem Krypto-Handel.