Skip to content

Führe ein Trading Journal: So machen es smarte Trader

Updated 23 Jul 2020
trading guide

Am Beginn ihrer Trading-Karriere vergessen viele Händler, ein Journal über ihre Handelsaktivität zu führen. Doch gerade das kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Oft gibt es den Irrglauben, dass durch die Aufzeichnung beim Broker mit den Trading-Aktivitäten das Journal in anderer Form schon verfügbar ist. Aber das stimmt nicht.

Trading Journal wird VOR der Ausführung verfasst

Im Trading Journal finden sich Aufzeichnungen wieder, welche die Nachverfolgung des Handels deutlich leichter machen. Allerdings wird das Journal (landläufig auch unter „Trading Tagebuch“ bekannt) vor der eigentlichen Handelsaktivität erstellt.

new-recommended-broker-banner

Warum ein Trading Journal?

Mit dem Trading Journal kann jeder Händler selbst noch einmal reflektieren, ob es sich lohnt, den Button für den Handel überhaupt zu drücken. Festgehalten werden dort:

  • Einstiege in den Handel
  • Risikobereitschaft
  • reale Zahlen

Das Journal wird äußerst detailliert geführt, sodass die spätere Reflexion über die Handelsentscheidungen, die Erfolg oder möglichen Misserfolge deutlich leichter von der Hand geht. Dadurch vermeiden Händler:

  • überstürzten Aktionismus
  • ein abweichen der Strategie

Außerdem hat das Journal noch den tollen Effekt, dass jeder Trader daraus lernen kann. Kommt es beispielsweise zu Misserfolgen, lässt sich anhand der Aufzeichnungen ablesen, wo die Fehler genau liegen und was es demnächst mal besser zu machen gilt.

Führe ein Trading Journal

So wird das Trading Journal angelegt

Die Erstellung eines Trading Journals ist gar nicht so schwer möglich, wie vielleicht gedacht. Zunächst stellt sich die Frage:

  • digital
  • analog

Das Journal lässt sich ganz klassisch auf einem Stück Papier oder in einem Notizbuch führen, besser und vor allem leichter zu analysieren sind aber die digitalen Journale. Deshalb empfiehlt es sich, ein digitales Trading Journal (beispielsweise in der Excel-Tabelle) zu eröffnen.

Erster Schritt: Trading Journal erstellen

Die Excel-Tabelle bietet viele Möglichkeiten, um das Trading Journal individuell anzupassen und zu erstellen. Allerdings sollte es für den Anfang gar nicht so kompliziert sein. Wichtig sind vor allem die wesentlichen Angaben, welche es für die spätere bessere Analyse der Trades braucht. Dazu gehören:

  • Datum
  • Uhrzeit
  • Strategie
  • Assets
  • Trading-Ergebnis
  • individuelle Anmerkungen

Bei den individuellen Anmerkungen kann jeder Händler beispielsweise seine Beweggründe für die Trading-Entscheidung (u. a. gutes Marktumfeld, aktuelle Nachrichtenlage usw.) eintragen. Weitere Parameter sind natürlich ebenfalls denkbar, denn das Trading Journal bietet unglaublich viele Möglichkeiten.

Zweiter Schritt: Speicherung des Journals in einer Cloud

Viele Trader haben ihr Journal auf dem PC gespeichert. Das ist natürlich für die Handelsaktivität am Computer von Vorteil, aber was, wenn eine flexible Reaktion beim Handel gefordert ist? Smarte Trader nutzen zunehmend das mobile Endgerät, um die Kurse zu erfolgen oder zu traden. Deshalb ist es empfehlenswert, dass Trading Journal zugänglich zu machen und in einer Cloud zu speichern. Auf diese Weise haben die Trader jederzeit Zugriff darauf, ganz egal von welchem Ort aus.

Hinweis: Die Sicherheit des Dokumentes sollte natürlich ebenfalls an erster Stelle stehen. Deshalb empfehlen sich vor allem Cloud-Dienste, die auf maximale Sicherheit und Daten Verschlüsselung setzen. Beispiele für Cloud-Dienste sind u. a. Apple Cloud, Dropbox oder Google.

Dritter Schritt: regelmäßige Auswertung

Das Führen eines Trading Journals ist ein wesentlicher Schritt, um seinen Handel selbst zu zitieren. Allerdings darf auch die Auswertung nicht fehlen. Wer täglich aktiv ist, kann sein Journal natürlich auch täglich auswerten. Für Hobby-Trader, die hin und wieder den Markt für sich nutzen, ist eine Auswertung aller paar Tage aus.

In der Exceltabelle fällt es leichter, die Daten auszuwerten, denn die Gewinne und Verluste lassen sich durch die automatischen Formen ganz leicht ermitteln. Um sich die Auswertungen erleichtern, ist deshalb die umsichtige Aufteilung der Tabelle von Anfang an von Vorteil.

Tipp: Trader, die es visuell mögen, können sich auf Basis der Excel-Tabelle auch ein Diagramm erstellen lassen. Daran ersichtlich sind Gewinne, Verluste bzw. die Gesamtperformance der eigenen Trades. Einfach die entsprechende Funktion in der Excel-Tabelle auswählen und in Sekundenschnelle die Grafiken ansehen.

Trading Journal: alternative Software-Lösungen

Für ambitionierte Trader gibt es auch Software-Lösungen, welche für die Führung eines Trading Journals genutzt werden können. Die Lösungen sind allerdings nicht immer kostenfrei, bieten aber gerade für ambitionierte Händler zusätzliche Funktionen und detaillierte Auswertungen. Die Anwendung ist ebenfalls ganz leicht:

  • Trade-Historie hochladen
  • gewünschte Parameter für die Anzeige auswählen

Mit einem Knopfdruck werden dann beispielsweise aus den Zahlen weiterführende Informationen abgeleitet, u. a.:

  • beste Trading-Zeit
  • Sharpe Ratio
  • profitabelsten Assets

Wer selbst ausprobieren möchte, ob das ein oder andere softwarebasierte Trading Journal etwas für den eigenen Bedarf ist, kann die Probezeit nutzen. Sie wird meist von den Anbietern bereitgestellt und ermöglicht, innerhalb von einigen Tagen die Funktionen des Journals auszuprobieren, bevor es zum Kauf geht.

Trading Tagebuch Download

Tipp: Trading-Plan verfolgen

Das Trading Journal ist für die Händler deshalb so wichtig, da jeder seine Handelsaktivitäten auswerten und protokollieren sollte. Auf diese Weise haben die Trader einen Überblick, wie ihre Entscheidungen am Markt ausgefallen sind. Wichtig ist aber nicht nur das Trading Journal, sondern auch die eigene Strategie. Jeder hinter agiert anders und hat eigene Ansprüche an seinen Erfolg, den Anlagehorizont und andere Parameter.

Eine Trading-Strategie ist neben dem Journal ein wesentlicher Baustein für den Handelserfolg. Um die optimale Strategie zu finden, gilt es, zunächst einige Fragen ehrlich zu beantworten:

  • Welche Trading-Erfahrung habe ich schon?
  • Wie risikobereit bin ich?
  • Welche Kapitalmenge kann ich investieren?
  • Möchte ich kurz-, mittel- oder langfristig orientiert anlegen?

Durch die Beantwortung ergibt sich ein klares Bild der Trading-Ambitionen, welches mit der richtigen Strategie umgesetzt werden kann.

Trading-Strategie für konservative Händler

Konservative Händler wie den Einsatz anders als risikofreudige Trader. Das beeinflusst auch die Trading-Strategie. Sie handeln beispielsweise nicht mit einem großen Hebel und versuchen womöglich durch Scalping rasch Gewinne mitzunehmen. Stattdessen konzentrieren sie sich auf die konservativen Assets und weniger risikoreichen Branchen. Gern werden für den langfristigen Anlagehorizont Wertpapiere renommierter Unternehmen gewählt, die vielleicht keine hohe, dafür eine zuverlässige Dividende ausgeben.

Trading-Strategie für risikofreudige Händler

Risikofreudige Trader versuchen, den Markt mit seinen Bewegungen zu nutzen und investieren häufig besonders breit und kurz- bzw. mittelfristig. Sie wählen beispielsweise CFDs und nutzen auf den maximalen Hebel, um mit einer geringen Kapitalmenge deutlich mehr am Markt zu verdienen. Das Risiko nehmen sie in Kauf. Für unerfahrene Händler ist die risikoreiche Trading-Strategie allerdings weniger geeignet, denn sie erfordert:

  • Wissen für die Marktanalyse
  • schnelle Reaktion
  • eine hohe Marktbeobachtung

Wer als Hobby-Trader beginnt, hat häufig gar nicht die Zeit, den Markt kontinuierlich zu beobachten. Zwar können sich auch die angehenden Händler Tools von innovativen Trading-Plattformen zu Nutze machen, dafür muss aber auch die Kenntnis über ihre Anwendung und deren Einsatz vorhanden sein. Händlern am Beginn ihrer Trading-Karriere wird einfach das Grundlagenwissen, welches sie sich erst schrittweise im Verlauf ihrer Handelsaktivität aufbauen.

Tipp: mit dem Demokonto Trading-Strategie üben und Trading Journal nutzen

Für alle Händler am Beginn ihrer Trading-Karriere kann es sinnvoll sein, ein Demokonto zu nutzen. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile:

  • mit virtuellem Guthaben üben
  • den Broker näher kennenlernen (ohne Risiko)
  • das Führen eines Trading Journals üben/verbessern
  • Trading-Strategie entwickeln und anpassen

Das Demokonto wird von den meisten Brokern für einige Tage oder sogar zeitlich unbegrenzt bereitgestellt. Ausgestattet mit virtuellem Guthaben bietet es die Möglichkeit, unter Markt nach den Bedingungen zu handeln und die Auswirkungen der eigenen Trading-Entscheidungen zu sehen. Auch, wenn die Entscheidung falsch war, dürfen Händler aufatmen, denn es geht kein eigenes Kapital verloren.

Das Demokonto ist auch hilfreich, wenn es um die optimale Führung eines Journals geht. Wer von Anfang ein konsequent die einzelnen Trades auf dem Demokonto aufzeichnet, findet seinen eigenen Rhythmus und sieht:

  • wie viel Zeit er dafür braucht
  • welche Angaben wirklich wichtig sind und vielleicht noch ergänzt werden müssen
  • wie die Auswertung funktioniert

Einige Broker bieten auch die Möglichkeit, die historischen Daten der ausgewählten Assets zu selektieren und sie als Download für das Trading Journal zu nutzen. Einfach einmal ausprobieren, welcher Weg für einen selbst das der Beste ist und dann mit eigenem Kapital umsetzen.

Trading Journal erstellen

Tipp: Smarte Trader lernen von erfolgreichen Händlern

Die erfolgreichen Trader weltweit bewegen täglich Millionen sind damit meist sogar erfolgreich. Auch sie haben einmal als Hobby-Trader begonnen, sich aber kontinuierlich weitergebildet und ambitioniert aus ihren Fehlern gelernt. Smarte Trader machen es ebenso und orientieren sich an erfolgreichen Händlern. Deshalb bieten viele Broker auch Seminare und andere Veranstaltungen, bei denen die angehenden Trader wichtige Tipps und Infos (beispielsweise Marktanalyse) durch die Trading-Profis erhalten.

Eine weitere Möglichkeit, um effizient von erfolgreichen Händlern zu lernen, ist das sogenannte Copy Trading. Hierbei können die Trader komplette Portfolios oder einzelne Entscheidungen der Trading-Profis kopieren und für den eigenen Handelserfolg nutzen. Dafür zahlen sie entweder einen einmaligen Obolus oder eine erfolgsorientierte Prämie an die kopierten Händler.

Warum ist Copy Trading für den Einstieg gar nicht so schlecht?

Beim Copy Trading schlagen die Händler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

  • sie können bestenfalls schon ohne große Erfahrungen Gewinne einfahren
  • sie bauen ihr Wissen kontinuierlich aus

Wer die Trading-Entscheidungen der erfolgreichen Händler nicht einfach nur kopiert, sondern ebenfalls ein Trading Journal führt und die einzelnen Trades nachvollzieht, lernt daraus unglaublich viel. Auf diese Weise ist der Lerneffekt enorm, denn Theorie wird mit der Praxis kombiniert.

Bei der Auswahl der Copy Trader ist es allerdings wichtig, dass die eigenen Vorstellungen von Risikobereitschaft, Anlagehorizont oder Kapitaleinsatz mit denen des ausgewählten Trading-Profis d´accord gehen und zumindest die gleiche Trading-Strategie (risikoreich oder konservativ) als Ansatz genutzt wird.