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MACD Indikator: CFD Trading mit beliebter Handelsstrategie

Updated 25 Nov 2020
Aktienanalyse

Chartingtools stellen zahlreiche Indikatoren und Werkzeuge zur Verfügung, die Tradern das Handeln erleichtern sollen. Ein Indikator zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten: der MACD. Das Kürzel steht für Moving Average Convergence Divergence. Die Grundlage der Handelsstrategie bieten gleitende Durchschnitte von unterschiedlicher Länge. Der Indikator wurde bereits 1979 entwickelt und dient seither als Signalgeber für das Eröffnen von Long- und Shortpositionen. Im Folgenden betrachten wir alle Vor- und Nachteile des Indikators und erklären an einem Praxisbeispiel, wie dieser eingesetzt werden kann. Außerdem stellen wir die Standardeinstellungen vor und erläutern, wie der MACD im Chart interpretiert werden kann.

  • Trader sollten für den CFD-Handel immer eine Strategie verwenden
  • Erkenntnisse über den Zustand des Marktes gewinnen
  • Der gleitende Durchschnitt verschiedener Perioden muss berechnet werden
  • Beim MACD handelt es sich um einen vielseitig einsetzbaren Indikator

Was es zum MACD Indikator zu wissen gibt

Bevor wir ins Detail gehen, möchten wir die Tradingstrategie rund um den MACD Indikator in einem Kurzporträt vorstellen. So kann der ein oder andere interessierte Trader auf schnellem Wege herausfinden, ob die CFD Handelsstrategie auch für ihn geeignet ist. Probeweise kann der Indikator außerdem auf Demokonten zum Einsatz kommen. Dies hat den Vorteil, dass dort nicht mit eigenem Kapital spekuliert wird. Stattdessen stellt der Broker ein virtuelles Kapital zur Verfügung,

Wer bereits ein Demokonto besitzt, kann den Indikator nahezu ohne weiteres einsetzen. Da es sich hierbei um ein Hilfsmittel aus der technischen Analyse handelt, welches bereits seit Jahren erfolgreich von Tradern eingesetzt wird, ist es auch in den meisten Chartingprogrammen anzutreffen. Falls Sie bisher kein Demokonto besitzen und auch noch bei keinem Broker angemeldet sind, empfehlen wir zunächst einen ausführlichen CFD Broker Vergleich. Über diesen lässt sich meist schnell herausfinden, welches Angebot ein Broker bereithält und ob diesen mit den eigenen Anforderungen einhergeht.

Die Abkürzung MACD steht für Moving Average Convergence Divergence. Gebildet wird er durch drei gleitende Durchschnitte, wobei im Chart später lediglich zwei Linien zu sehen sein werden. Der Entwickler des Indikators, Gerald Appel, empfiehlt zwei Standardeinstellungen, durch die Trader bereits gute Ergebnisse erzielen können. Unsere Empfehlung ist jedoch dahingehend, dass auf unterschiedlichen Märkten mit unterschiedlichen Einstellungen gearbeitet wird.

Ratgeberbilder Artikel Demokonto

Hier kann der MACD Indikator eingesetzt werden

Der Indikator Moving Average Convergence Divergence (kurz: MACD) ist ein äußerst vielseitig einsetzbarer Indikator. Wohl auch deswegen wird er seit seiner Entwicklung in den 1970er Jahren fortwährend angewandt. Die Nutzung beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Basiswerte, da der MACD für viele Börsentitel Kauf- und Verkaufssignale liefern kann. In unserem Ratgeber wollen wir uns aber hauptsächlich auf die Verwendung des Indikators innerhalb von CFD Handelsstrategien konzentrieren.

Generell empfehlen wir die Nutzung einer CFD Trading Strategie, da dieses Vorgehen mit einigen Vorteilen verbunden ist. Hierzu gehören unter anderem:

  • Handel anhand mathematischer Berechnung
  • Gefühle und Intuitionen können ausgeblendet werden
  • Überprüfung einer Strategie durch Backtesting möglich
  • Über Social Trading von erfahrenen Anlegern profitieren
  • Risikofreies Testen und Anpassen auf Demokonten

Ohne eine Strategie sollten gerade Anfänger niemals CFDs und andere Finanzinstrumente traden. Zu hoch wäre die Gefahr, dass sie von einem reinen Bauchgefühl beeinflusst falsche Entscheidungen treffen. Je nach Höhe des investierten Kapitals kann dies zu empfindlichen Verlusten führen. Durch Befolgen einer Tradingstrategie können Gefühle jedoch vollständig ausgeblendet werden. Diese beruht auf statistischen Analysen vorhandener Werte, wodurch eine zielgerichtete Vorgehensweise möglich ist.

Die Tatsache, dass eine CFD Strategie auch auf einem Demokonto getestet werden kann und getestet werden sollte, wurde bereits im letzten Absatz besprochen. Weitere Erkenntnisse über das Funktionieren einer Strategie bietet außerdem das Backtesting. Hierzu wird die Strategie auf historische Werte angewandt. Viele Broker bieten außerdem an, erfolgreiche Strategien erfahrener Trader über das Social Trading zu kopieren.

So wird der MACD Indikator konstruiert

Der MACD überzeugt seit Jahren nicht nur durch seine Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit, sondern auch durch seine Einfachheit. Denn zur Konstruktion des MACD wird nur ein Standardindikator eingesetzt, aus dem sich gleichzeitig der Name des hier vorgestellten technischen Indikators ableitet. Auf Deutsch wird der Moving Average Convergence Divergence auch Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts genannt. Die Basis des MACD bildet daher die Differenz zweier exponentiell gleitender Durchschnitte.

Im Chart werden dadurch später zwei Linien zu sehen sein: die Signallinie und die MACD-Linie. Letztere stellt die Differenz zwischen einem 12 Perioden gleitenden Durchschnitt und einem 26 Perioden gleitenden Durchschnitt dar. Bei einer Periode handelt es sich nicht um einen definierten Zeitabschnitt, sie kann sowohl wenige Stunden als auch mehrere Wochen oder Monate betragen. Bei der Signallinie handelt es sich um einen 9 Perioden gleitenden Durchschnitt der MACD-Linie. In der Literatur wird der gleitende Durchschnitt auch mit GD oder MA abgekürzt. Letztere bezieht sich auf den englischen Namen der Indikatorlinie „moving average“.

Bei der Nutzung dieser CFD Strategie müssen die einzelnen Linien natürlich nicht von Hand durch den Trader in den Chart eingezeichnet werden. Durch Auswahl des Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikators im Chartingtool wird dieser dem Chart automatisch hinzugefügt. Manuelle Konfigurationen lassen sich durch den Benutzer anschließend durchführen. Dadurch kann die Länge der Periodendauer gewählt werden.

MACD besitzt zwei Standardeinstellungen

Wie nahezu jeder Indikator besitzt auch der MACD eine Standardeinstellung, die von Gerald Appel anhand seiner Marktbeobachtungen entwickelt wurde. Dadurch kommen bei der Konstruktion der MACD Linie 12 Perioden für den kürzeren Durchschnitt und 26 Tage für den längeren Durchschnitt zum Einsatz. Für den gleitenden Durchschnitt der Signallinie wählte Appel eine Dauer von 9 Perioden.

Aufgrund der Nutzung von gleitenden Durchschnitten handelt es sich beim MACD um einen Trendfolgeindikator. Dies muss bei der Ausarbeitung einer CFD Trading Strategie auf Grundlage des Indikators berücksichtigt werden. Da es bei Nutzung der eben genannten Standardeinstellung mitunter zu Verzögerungen kommen kann, hat Appel eine zweite Standardeinstellung entwickelt. Diese soll schneller auf Marktbewegungen reagieren. Hierzu werden folgende Periodendauern gewählt:

  • kurzer GD der MACD-Linie: 8 Perioden
  • langer GD der MACD-Linie: 17 Perioden
  • GD der Signallinie: 9 Perioden

Hinter dieser Einstellung steckt die Überlegung, dass sich Märkte mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aufwärts und abwärts bewegen. Aufwärtsbewegungen finden dabei mit geringerer Kursgeschwindigkeit statt, dadurch verweilt der Markt in dieser Bewegung etwas länger. Hingegen findet eine Abwärtsbewegung meist mit schnellerer Geschwindigkeit statt. Gerald Appel münzte diese Erkenntnis auf seinen Indikator um und empfiehlt daher die schnellere Einstellung als Signalgeber zum Kauf eines Basiswertes. Dementsprechend kann die langsamere Einstellung für den Short-Einstieg genutzt werden.

Trader sind jedoch nicht dazu verpflichtet, die Standardeinstellungen zu übernehmen. Sie können diese jederzeit ihren Anforderungen oder denen des Marktes anpassen und eigene Periodendauern definieren. Das vorherige Erproben auf einem Demokonto ist empfehlenswert, da hier lediglich virtuelles Geld beim Trading eingesetzt wird.

Interpretation des Indikators: welche Erkenntnisse bietet MACD?

Da der Indikator im Rahmen einer CFD Handelsstrategie eingesetzt werden soll, ist wichtig zu wissen, welche Erkenntnisse dieser Tradern liefert. Betrachten wir den im Chart eingezeichneten Indikator, so werden wir feststellen, dass sich die beiden Linien ständig annähern (konvergieren) und voneinander entfernen (divergieren). Daher auch der Name Moving Average Convergence Divergence. Dabei bewegt sich der Indikator um eine Nulllinie.
Aus dieser Bewegung heraus können Trader nun Erkenntnisse über den Zustand des Marktes gewinnen. Auf einen überkauften Markt wird hingewiesen, wenn sich die Werte im Bereich oberhalb der Nulllinie befinden. Auf der anderen Seite handelt es sich um eine stark überverkaufte Marktsituation, wenn sich die Werte deutlich unter der Nulllinie befinden. Je weiter die Werte unterhalb der Nulllinie auftreten, desto stärker ist beispielsweise das Kaufsignal.

Außerdem kann der MACD folgendermaßen interpretiert werden:

  • Ein Hinweis auf ein Kaufsignal entsteht, wenn die MACD Linie die Signallinie von unten nach oben kreuzt.
  • Ein Hinweis auf ein Verkaufssignal entsteht, wenn die MACD Linie die Signallinie von oben nach unten kreuzt.
  • Auf eine Korrektur wird hingedeutet, wenn die MACD Linie im positiven Bereich abfällt und die Kurse weiter steigen.

Anhand dieser Erkenntnisse kann der Indikator nun im Rahmen verschiedener Strategien verwendet werden. Auf diese wollen wir nachfolgend im Detail eingehen und dabei auch einige Indikatoren nennen, die unterstützend eingesetzt werden können.

So kommt die CFD Strategie in der Praxis zum Einsatz

Um aufzeigen zu können, wie die MACD Linien in der Praxis eingesetzt werden, beschreiben wir nachfolgend eine CFD Tradingstrategie im Detail. So können Anleger diese mit anderen Strategien vergleichen und selbst entscheiden, welche sie für ihr eigenes Handeln übernehmen möchten.

Da Indikatoren meist in den Standardeinstellungen genutzt werden, entscheiden wir uns für die Konfiguration 12 – 26 – 9 für die Werte kurzer gleitender Durchschnitt der MACD-Linie, langer gleitender Durchschnitt der MACD-Linie und gleitender Durchschnitt der Signallinie. In dieser Konfiguration kann der Indikator jedem beliebigen Chart hinzugefügt werden. Zu beachten ist nun noch, dass es sich beim MACD um einen Trendfolgeindikator handelt, aus dem keine sicheren Erkenntnisse für zukünftige Entwicklungen gewonnen werden können. Jedoch dient er als Signalgeber zum Eröffnen einer Long- oder Short-Position.

Wer den Indikator nutzt und dabei hauptsächlich Longpositionen traden möchte, muss bei seiner Strategie einige Punkte beachten. Zum einen entsteht ein Handelssignal immer dann, wenn der MACD Indikator einen positiven Trend aufweist und gleichzeitig ein negativer Kursverlauf vorliegt. Um Verlust zu begrenzen und Gewinne abzusichern sollten anschließend die Orderarten Stop Loss und Take Profit genutzt werden. Stop Loss wird dabei auf den Bereich der nächsten Unterstützung gesetzt, Take Profit auf den nächsten Widerstandbereich.

Trader, die vorwiegend Shortpositionen handeln möchten, müssen auf umgekehrte Art und Weise vorgehen. Ein Signal entsteht bei positivem Kursverlauf und negativer Entwicklung des Indikators. Stop Loss wird nun auf den nächsten Widerstandsbereich gelegt, Take Profit auf den Unterstützungsbereich. Bei dieser CFD Strategie muss die Position außerdem geschlossen werden, wenn die Indikatorlinien auf einen Umkehrpunkt hindeuten.

Zu den Vor- und Nachteilen dieser CFD Trading Strategie

Bei der Suche nach bester CFD Broker sollten Trader stets eine Liste mit Vor- und Nachteilen der ausgesuchten Anbieter anlegen. So können sie die Angebote bestmöglich vergleichen und anschließend den Broker wählen, der den eigenen Vorstellungen entspricht. Diese Arbeit möchten wir Ihnen im Zusammenhang mit der MACD Trading Strategie gerne abnehmen und nachfolgend eine Übersicht über alle Vor- und Nachteile dieser Vorgehensweise bieten.

Auf der Seite der Vorteile ist zu erwähnen, dass die Grundlage dieses Indikators durch lediglich einen Standardindikator gebildet wird. Der gleitende Durchschnitt („moving average“) dürfte in seiner Funktionsweise auch von unerfahrenen Tradern schnell verstanden werden. Auch die Entstehung von Signalen ist mehr als einfach. Je nachdem, ob die MACD Linie die Signallinie von oben nach unten oder umgekehrt kreuzt, entsteht ein Signal zum Eröffnen einer Long- oder Shortposition. Wer ein solches Signal absichern will, kann weitere Indikatoren (z.B. Stochastik oder RSI) unterstützend einsetzen.

Denn gerade in trendlosen Phasen kann es vorkommen, dass der MACD Fehlsignale produziert. Besondere aussagekräftig ist her hingegen nur in trendstarken Phase. Hier kann der Indikator zahlreiche Signale und gute Ergebnisse liefern. Idealerweise sollte die Wahl der Perioden auf kleine Zeitabstände fallen, da in großen Zeitfernstern ebenfalls nur wenige Signale entstehen. Die Problematik, dass Signale oftmals spät, regelmäßig auch zu spät entstehen, begleitet hingegen alle Trendfolgenden Indikatoren. Dies ist nicht nur eine Schwäche des MACD.

Klassischer Trendfolgeindikator mit vielen Vorteilen

Ein abschließendes und zusammenfassendes Fazit bildet das Ende dieses Ratgebers. In diesem möchten wir nochmals einen Überblick über alle Aspekte geben, die zuvor angesprochen wurden. Dadurch haben Interessenten die Möglichkeit, den Indikator kennenzulernen und seine Vor- und Nachteile mit anderen Indikatoren zu vergleichen.

Der Entwickler des Indikators empfiehlt Standardeinstellungen, mit denen sich Kauf- und Verkaufssignale identifizieren lassen. Wer innerhalb einer CFD Trading Strategie bereits einen Indikator angewendet hat, wird wissen, dass Standardeinstellungen meist nur in bedingtem Maße zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Hinzu kommt im Fall des MACD, dass diese anhand von Marktbeobachtungen vor mehreren Jahrzehnten erstellt wurden. Allerdings sind Trader nicht dazu verpflichtet, den MACD auch tatsächlich mit den voreingestellten Werten zu benutzen. Die Periodendauern für die gleitenden Durchschnitte können beliebig angepasst werden.

Gerade erfahrenen Tradern empfehlen wir dies, da für verschiedene Märkte unterschiedliche Einstellungen notwendig sind, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Tradingeinsteiger können am Anfang getrost die Standardeinstellung übernehmen. Damit werden sie zwar nicht die optimalen Ergebnisse erzielen, dennoch sollte der MACD auch in diesem Fall zahlreiche aussagekräftige Signale liefern. Risikofrei kann der Indikator – wie jeder andere übrigens auch – auf einem Demokonto getestet werden. Registrieren Sie sich daher jetzt bei einem Broker Ihrer Wahl und lernen Sie MACD Trading kennen.