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Börsenbriefe im Test: Worauf sollten Anleger achten?

Analyst Team trader
Updated 13 Aug 2021

Börsenbriefe im Test: In der Finanzbranche ist häufig von Aktien- und Börsenbriefen die Rede. Doch um was handelt es sich eigentlich bei diesem „Briefen“? Gibt es Unterschiede? Und welche Leistungen können Nutzer von einem Börsenbrief erwarten? Grundsätzlich geben Börsenbriefe Anlegern richtungsweisende Ratschläge. Sie helfen dabei, wichtige Meldungen zu filtern und diese in die eigenen Handelsstrategien einfließen zu lassen. Mittlerweile ist auf dem Markt eine große Auswahl an verschiedenen Börsenbriefen zu finden. Während sich die einen auf bestimmte Anlageklassen spezialisieren, widmen sich andere etwa verschiedenen Regionen. Ein Vergleich ist empfehlenswert, um einen besseren Überblick über die Angebote und Leistungen zu erhalten.

  • Je älter ein Börsenbrief ist, desto sicherer ist er.
  • Es gibt kostenpflichtige und kostenlose Börsenbriefe.
  • Werbeeinblendungen in Börsenbriefen sollten dezent und nicht aggressiv bzw. irreführend sein.
  • Die in einem Börsenbrief enthaltene Anlageempfehlung sollte zum eigenen Anlage-Typ passen.

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Aufbau und Inhalte von Börsenbriefen

Börsenbriefe im Test: Bei Börsenbriefen handelt es sich um Veröffentlichungen von Finanzredakteuren und Analysten, die sämtliche Themen aus dem Bereich der Börse umfassen können. Unabhängig davon, ob es sich um Wertpapiere (z. B. Aktien, ETFs/Fonds, Derivate), Branchen (z. B. Energie, Technologie, Industrie) oder Regionen (z. B. Deutschland, USA) handelt – zu beinahe jedem Bereich existieren heute Börsenbriefe. Auch diverse Konstellationen der einzelnen Themenbereiche sind dabei möglich. Während sich einige Börsenbriefe ausschließlich mit Unternehmen in Deutschland und den verschiedenen Wertpapieren beschäftigen, betrachten andere wiederum alle Unternehmen, die es weltweit gibt, beschäftigen sich aber dann thematisch nur mit Optionsscheinen.

Börsenbriefe Vergleich

Der Aufbau eines Börsenbriefs

Börsenbriefe unterscheiden sich teilweise stark in Bezug auf ihren Aufbau. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist zunächst, dass ein Börsenbrief generell per E-Mail sowie als Online-Zugang oder PDF-Datei ausgeliefert wird. Damit scheint die Bezeichnung „Brief“ zunächst etwas unpassend. Der Rhythmus, in dem ein Börsenbrief erscheint, kann dabei von börsentäglich bis monatlich variieren. Dementsprechend kann dieser mit einem Umfang von 1 bis 2 Seiten recht kurz ausfallen. Erscheint ein Börsenbrief aber monatlich, kann er durchaus 40 Seiten und mehr umfassen. In letzterem Fall ist es natürlich klar, dass diese Börsenbriefe nicht sehr schnell auf aktuelle Marktgeschehnisse reagieren können. Allerdings bieten sie den Lesern häufig gut recherchierte und umfassende Informationen.

Die Botschaft eines Börsenbriefs

Wenn Sie traden lernen, kommen Sie nicht umhin, sich auch mit der „Botschaft“ eines Börsenbriefes zu beschäftigen.

Der Börsenbrief Typ 1

Dieser Börsenbrief beschäftigt sich thematisch mit grundlegenden sowie allgemeinen Börsenthemen. Der Leser erhält damit also einen umfänglichen Überblick über die Marktgeschehnisse sowie alle wichtigen Unternehmen. Darüber hinaus gibt es ergänzend oft lehrreiche Materialien und verschiedene Wissensartikel. Die enthaltenen Artikel und Analysen beziehen sich natürlich nur auf die jeweils angesprochenen Regionen, Branchen oder Wertpapiere. Dennoch geben sie im Vergleich zu vielen Finanzzeitungen oder Finanzmagazinen sowohl einen allgemeinen als auch einen speziellen Einblick in die Materie.

Der Börsenbrief Typ 2

Dieser Börsenbrief behandelt sowohl den Markt als auch die Unternehmen im Allgemeinen, gibt den Lesern ferner aber auch konkrete Empfehlungen zu Handlungsmöglichkeiten. In der Regel empfehlen die Börsenbriefe etwa auch ausführlich den Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere. Nicht selten gibt es dazu ein virtuelles oder reales Musterdepot, welches die Handlungsempfehlungen 1:1 abbildet. Somit erhalten die Leser zusätzlich einen Einblick in die richtige Art und Weise der Depot-Diversifizierung. Außerdem können sie etwaige Veränderungen und erzielte Erfolge der Handlungsempfehlungen mitverfolgen. Durch verschiedene Services, wie zum Beispiel Benachrichtigungen per Kurznachricht (SMS), wird es den Lesern über dies ermöglicht, unmittelbar zu reagieren, wenn durch die Redaktion ein Handel getätigt wird. Natürlich obliegt es dem Leser selbst, ob er eine Empfehlung im eigenen Depot reell nachbildet oder nicht.

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Die Kosten eines Börsenbriefs

Kostenpflichtige Börsenbriefe sind in vielen verschiedenen Abonnement-Varianten erhältlich:

  • jährlich
  • halbjährlich
  • monatlich

Beim Abonnement können die Preise im Monat zwischen 10 und 80 Euro liegen. In Einzelfällen kosten sie auch noch mehr. Bei den meisten Börsenbriefen erhalten die Leser die Möglichkeit, für einige Ausgaben ein kostenloses Probe-Abonnement abzuschließen. So ist es möglich einen umfangreichen Börsenbriefe Test durchzuführen. Zum Teil können sich die Nutzer für Empfehlungen auch Rabatte sichern.

Kostenlose Börsenbriefe

Es gibt Börsenbriefe kostenlos in sämtlichen Bereichen der Finanzmärkte. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass hierin nur selten konkrete Handlungsempfehlungen für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren enthalten sind. Diese sind fast immer nur in den kostenpflichtigen Briefen zu finden. Auch finanzieren sich kostenlose Börsenbriefe über Werbeanzeigen, die in den Briefen enthalten sind. Die Werbung ist jedoch in der Regel dezent gehalten, damit der Lesefluss dadurch nicht gestört wird. Zwar gibt es Menschen, die an der enthaltenen Werbung Kritik üben und somit auch an den jeweiligen Verlegern. Jedoch sollte beachtet werden, dass diese von den Werbeeinnahmen abhängig sind, um eben die Börsenbriefe kostenlos anbieten zu können. Am besten machen Sie hier Ihre eigenen Börsenbriefe Erfahrungen.

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Wer sind die Verleger von Börsenbriefen?

Häufig treten als Verleger Unternehmen auf, die auch Online-Portale und Print-Magazine im Finanzwesen unterhalten. Es gibt aber auch verschiedene Firmen, die sich auf das Veröffentlichen von Börsenbriefen spezialisiert haben. Zuletzt können auch Börsenbriefe von einzelnen Personen gefunden werden, die entweder allein oder in einem kleinen Redaktionsteam arbeiten.

Redakteure können Unternehmen und Einzelpersonen sein

Natürlich haben die großen Unternehmen den Vorteil, dass sie ihre Börsenbriefe gut und professionell strukturiert anbieten können. Darüber hinaus verfügen sie neben einem Netzwerk von Analysten meist auch über das entsprechende Budget. Einzelne Redakteure von Börsenbriefe haben hingegen den Vorteil, dass sie ihre Leser zum Teil persönlich kennen und dementsprechend in den Briefen individuell auf die Fragen ihrer Abonnenten eingehen können. Somit entsteht zwischen Verleger und Leser eine andere und besondere Art der Kommunikation.

Börsenbrief-Verfasser sind zumeist selbst der Finanzbranche tätig

Die Redakteure von Börsenbriefen sind selbst häufig Menschen, die selbst schon seit vielen Jahren in der Branche tätig sind und über einen entsprechenden Wissensschatz verfügen. Bei den Börsenbrief-Lesern handelt es sich vermutlich in erster Linie um Investoren oder Analysten von Wertpapieren bzw. Banken. Ebenso können es auch Branchen-Neulinge sein, die erste Börsenbriefe Erfahrungen sammeln wollen. Für Anfänger ist besonders interessant: Bei einigen Börsenbriefen ist es zusätzlich möglich, per E-Mail oder über ein Online-Forum Fragen zu stellen, die von der Redaktion beantwortet werden, und ebenfalls im Börsenbrief Anwendung finden.

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Börsenbriefe im Test: Wann ist ein Börsenbrief erfolgreich?

Ein guter Börsenbrief zeichnet sich dadurch aus, dass er bereits eine entsprechende Erfolgsgeschichte vorweisen kann und bestenfalls über eine treue Leserschaft verfügt. Viele Börsenbriefe haben sich bei den Lesern über Jahre einen Namen gemacht. Hier gibt auch ein Blick auf ein Börsenbriefe Ranking Aufschluss darüber, wie gefragt ein Brief ist.

Der Erfolg sollte von mehreren Seiten betrachtet werden

Mit AskTraders können Sie ganz einfach traden lernen. Unser Tipp: Achten Sie bei Börsenbriefen darauf, dass die Publikation genau zum Ihrem Anlage-Stil und zur Risikoeinschätzung passen. Denn wie bereits erwähnt, legen viele Börsenbriefe ihren Fokus auf unterschiedliche Themenschwerpunkte. Auch verfolgt jeder Verleger eine andere Philosophie und kann sich entweder auf technische oder fundamentale Kriterien, aber auch auf eine Kombination aus beidem konzentrieren. Darüber hinaus kann die jeweilige Ausrichtung der Strategie eher defensiv oder eher spekulativ erfolgen.

Welches Erfolgsrezept habe ich als Anleger?

Demnach stellt sich für einen Anleger vor allem die Frage, ob er eher der kurzentschlossene Trader ist, der auch mit größeren Kursschwankungen umgehen kann. Oder ist er konservativ eingestellt und möchte sich mit einer langfristigen Anlage ein kontinuierliches Vermögen aufbauen? Letztendlich ist der Börsenbrief nur so „erfolgreich“, wie der Anleger die darin empfohlene Strategie nachvollziehen und umsetzen kann. Ob die historischen Handlungsempfehlungen tatsächlich erfolgreich waren oder nicht, können Leser zunächst nur schwer nachprüfen. Allerdings ist es möglich, den gesamten Ablauf doch relativ gut zu prüfen, wenn die Handlungen detailliert und online dargestellt sind. Trotzdem gilt: Beste Performance heißt nicht zwingend beste Börsenbriefe!

Börsenbriefe im Test

Die Vorteile von Börsenbriefen

Ein deutlicher Vorteil von Börsenbriefen ist die Unabhängigkeit, die für Kapitalanleger sehr wichtig ist, vorausgesetzt natürlich, der Verleger hält diese auch ein. Denn es gibt auch Fondsmanager und Kapitalgesellschaften, die ausschließlich daran interessiert sind, ihre eigenen Produkte so gut wie möglich zu vermarkten. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie selbst über ausreichende Kenntnisse des Marktes verfügen müssen, um am Ende die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Wer sich, ohne die notwendigen Vorkenntnisse zu besitzen, zu einem Aktienkauf verleiten lässt, der verliert vermutlich aus Unwissenheit viel Geld. Auch müssen sich die Fondsmanager grundsätzlich nach der Benchmark richten. Die Herausgeber von Börsenbriefen haben hierbei wiederum den Vorteil, dass sie viel flexibler agieren können. Sie können jedes Wertpapier in das eigene Portfolio aufnehmen und darüber hinaus „antizyklisch handeln“.

Unser Tipp: Führen Sie stets einen Aktien Broker Vergleich durch!

Seriöse Börsenbriefe erkennen

Auch im Bereich der Börsenbriefe gibt es, wie in vielen anderen Finanzbereichen auch, sogenannte „schwarze Schafe“. Diese agieren nicht unabhängig. Vielmehr arbeiten sie stets nur für einen Verkäufer von Aktien. Ein wichtiger Aspekt eines guten Börsenbriefes ist jedoch, dass dieser grundsätzlich unabhängig und ohne Interessenkonflikt herausgegeben wird. Es dürfen weder Investmentbanken noch bestimmte Investmentfonds bevorzugt erwähnt werden. Bei einem seriösen Börsenbrief steht die Objektivität an oberster Stelle. Natürlich lässt es sich nie genau feststellen, ob dies tatsächlich immer eingehalten wird.

Antizyklisches Investieren

Hierbei handelt es sich um eine Anlage-Strategie, bei der Anleger versuchen, einen Ertrag zu erzielen, indem sie „antizyklisch“, also entgegen der breiten Masse handeln.

Kurz zusammengefasst: Was macht einen guten Börsenbrief aus?

Im Internet gibt es eine große Anzahl von Börsenbriefen. Zunächst kann ein Börsenbriefe Vergleich dabei helfen, den passenden Brief zu finden. Die Nutzer stehen bei diesem vielfältigen Angebot vor Unmengen an Gewinnversprechungen und Werbeanzeigen. Somit stellt sich die Frage, wie man gute Börsenbriefe von weniger guten unterscheiden kann. Die wichtigsten Kriterien für „Börsenbriefe im Test“:

Ein Börsenbrief sollte:

  1. Seit einigen Jahren am Markt sein, da dies darauf hinweisen kann, dass enthaltenen Empfehlungen vernünftig sind.
  2. Durch erfahrene Redakteure oder Trader mit einschlägigen Erfahrungen geleitet werden.
  3. Qualitativ hochwertig sein. Auch hier gilt, dass „billig“ nicht immer gut ist.
  4. Realistische Gewinnerwartungen nennen.
  5. Alle Trades ordnungsgemäß in das Depot einpflegen. Für einen Leser ist es wenig sinnvoll, wenn ein Börsenbrief-Betreiber eine Empfehlung abgibt, den Trade dann aber zu einem Kurs ins Depot speichern, der gar nicht hätte erreicht werden können.
  6. Mit sämtlichen Handlungsempfehlungen und Trades in einem Archiv zu finden sein. Für Nutzer hat dies den Vorteil, dass sie sich ein genaues Bild über bisherige Tätigkeiten machen können.
  7. Die Gewinne ins Verhältnis zur Anlagedauer setzen. Es sollte klar kommuniziert werden, dass mit höheren Gewinnen auch ein entsprechend höhere Risiken einhergehen.
  8. Keine Gewinne addieren. Börsenbriefe, die eine kumulierte Performance angeben, können enorme Gewinne versprechen. Diese entsprechen jedoch nicht der Realität.
  9. Wenig Fremdwerbung enthalten. Dies gilt für kostenpflichtige Briefe, aber auch, wenn Börsenbriefe kostenlos angeboten werden.
  10. Ein kostenloses Probe-Abonnement beinhalten, damit der Brief zunächst getestet werden kann.

Vergleich von Börsenbriefen

Börsenbriefe im Test: Auf Qualität und Transparenz achten!

Unser Fazit beim Börsenbriefe Test: Die in der Regel kostenpflichtigen Börsenbriefe beinhalten neben Finanzanalysen auch Finanzprognosen. Je nach Brief können dies kurze Artikel zu aktuellen Marktentwicklungen, Meldungen von Unternehmen, Informationen zu Kursentwicklungen sowie Handelsempfehlungen für Aktien und Investmentfonds sein. Neben den Empfehlungen sind in Börsenbriefen häufig auch Verkaufshinweise zu finden. Darüber hinaus führen viele Börsenbriefe ein Musterdepot, das den Lesern die Möglichkeit bietet, die Entwicklungen der empfohlenen Handelsstrategie mitzuverfolgen. Es können aber auch alternative Anlagemöglichkeiten vorgestellt werden. Die Verleger von Börsenbriefen wenden sich zumeist an private Anleger. Aber auch wenn viele Redaktionen um eine allgemein verständliche Sprache bemüht sind, so benötigt der Leser doch ein bestimmtes Grundwissen über das Geschäft mit Wertpapieren. Bei einer recht kleinen Leserschaft besteht der Vorteil, dass die Börsenbriefe individuell auch auf die Fragen einzelner Personen eingehen können. Nutzer erhalten auch nützliche Tipps für das eigene Depot, das Sie bei einem Broker ihrer Wahl (zum Broker Vergleich) besitzen.

Ein Börsenbrief erscheint im Normalfall in einem regelmäßigen Rhythmus, häufig einmal pro Woche oder 14-tägig. Allerdings kann es zwischenzeitlich immer ein Update geben, zum Beispiel bei einschneidenden Börsen-Ereignissen. Börsenbriefe werden heute per E-Mail verschickt. Leser sollten bedenken, dass ein Börsenbrief immer die Meinung seines Verfassers wiedergibt, unabhängig davon, wie die Tipps im Brief aufgemacht sind. Aus diesem Grund sollte aus dem Brief hervorgehen, wie der Autor zu seinen Einschätzungen gekommen ist.

Abschließender Tipp der Redaktion: Vergleichen Sie die Börsenbriefe und Handelsempfehlungen miteinander und sammeln Sie eigene Börsenbriefe Erfahrungen.

Das Analystenteam von AskTraders besteht aus Experten für technische und fundamentale Analysen sowie aus Händlern, die auf Aktien, Forex und Kryptowährungen spezialisiert sind.