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ETF Finder: Schnell den passenden Indexfonds finden

Updated 24 Nov 2020
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Die Auswahl an ETFs hat sich insbesondere in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Deshalb kann es – insbesondere für Einsteiger – schwierig sein, den richtigen Indexfonds für sich zu finden. Zunächst ist es wichtig, sich einen guten Überblick über die Situation am Markt zu verschaffen und zu überlegen, in welche Regionen oder Branchen investiert werden soll. Ein ETF Finder kann die Auswahl erleichtern. Er ermöglicht die gezielte Suche nach ETFs unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien, wie zum Beispiel Land und Region, ETF-Anbieter, Anlageklasse, TER, Fondswährung, Referenz-Index und vieles mehr.

  • ETFs werden bei Anlegern immer beliebter, weshalb sich die Auswahl stark vergrößert hat.
  • Aufgrund der großen Auswahl kann es schwierig sein, den richtigen ETF zu finden.
  • Mit einem ETF Finder ist es möglich, gezielt nach börsennotierten Indexfonds zu suchen.
  • Bei der Suche nach einem passenden ETF sollten bestimmte Kriterien berücksichtigt werden.

 

Was sind ETFs?

Der Markt für Exchange Traded Funds, kurz: ETFs, wird immer größer. Damit verbunden wächst auch das Angebot. Trotz der großen Auswahl können Anleger schnell die richtigen ETFs finden. Dabei hilft ein ETF Finder. Bevor wir darauf näher eingehen, fassen wir zunächst noch einmal zusammen, worum es sich bei dem Finanzinstrument „ETF“ eigentlich handelt.

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Der börsengehandelte Indexfonds

Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist ein börsengehandelter Indexfonds, dessen Ziel es ist, die Wertentwicklung eines Index nachzubilden. Ein solcher Index kann zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (DAX), der Dow Jones oder auch der EuroStoxx 50 sein. Es gibt jedoch auch zahlreiche ETFs, die sich nicht auf Aktien beziehen, sondern auf die Edelmetalle Gold und Silber oder andere Rohstoffe sowie auf Anleihen. Somit ist es recht einfach, die Anlage breit zu streuen, was für private Anleger sehr interessant sein kann.

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ETFs sind:

  • transparent
  • kostengünstig
  • flexibel
  • liquide
  • breit diversifiziert

Ein klassischer ETF bildet einen Markt-Index im Verhältnis eins zu eins nach und kann ebenso wie Aktien an der Börse jederzeit erworben und veräußert werden. Ein aus Anlegersicht sicherlich großer Vorteil sind die geringen Kosten von ETFs. Der Kostenvorteil ergibt sich daraus, dass die ETFs nicht aktiv gemanagt werden.

ETF Finder: Gezielte Suche nach Exchange Traded Funds

Mit einem ETF Finder ist es möglich, aus einer Datenbank ETFs zu ermitteln. Je nach Modell gibt es unterschiedliche Filtermöglichkeiten:

1. Die Schnellauswahl

Wer den Produktnamen, die ISIN oder die WKN zur Hand hat, kann diese in das entsprechende Feld eintragen und gezielt nach einem bestimmten ETF suchen. Um die Suche zu verfeinern, ist es zudem möglich, die Branche/den Sektor oder das Land/die Region auszuwählen.

2. Weitere Kriterien und Auswahl-Optionen

Die Daten liegen jedoch nicht immer vor. Für diesen Fall bietet ein guter Finder weitere Kriterien an. Per „Dropdown“ lassen sich beispielsweise auch der Index, die Kapitalanlagegesellschaft oder der ETF-Anbieter gezielt auswählen. Des Weiteren kann ein ETF Finder Tool folgende Kriterien zur Auswahl stellen:

  • Abbildungsinstrument und abgebildete Anlageklasse
  • TER (Gesamtkostenquote) und Fondswährung
  • Geographische Lage
  • Ausschüttung und Replikationsmethode
  • Allokation
  • Auflagedatum

Daneben stehen häufig weitere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. So kann der interessierte Investor etwa wählen, ob der ETF „Swap besichert“ ist oder eine „UCITS Konformität“ besteht. Auch die Optionen „Small Cap“, „Large Cap“ und „Mid Cap“ können je nach Tool ausgewählt werden.

3. Indexeigenschaften

Oftmals ist es überdies möglich, nach bestimmten Indizes zu suchen. Unter der Angabe des Indexanbieters, des Indextyps, der Index-Währung und der Anzahl der Komponenten lassen sich wahlweise alle ETFs anzeigen, die sich auf den gewählten Index beziehen.

Ein solches Tool – egal ob es ein ETF Finder für Schweiz oder Deutschland ist – steht interessierten Personen online kostenlos zur Verfügung.

Passende ETFs finden: Was sollten Anleger generell beachten?

Ein „bester ETF Finder“ nützt dem Anleger nichts, wenn er sich im Vorfeld keine Gedanken darüber gemacht hat, welche Strategie er nutzen möchte. Die Wahl der Anlagestrategie ist in Bezug auf die Auswahl von ETFs ebenfalls ein ausschlaggebender Punkt. Durch die Strategie wird bestimmt, welche Indizes von dem ETF nachgebildet werden sollen bzw. in wie viele unterschiedliche ETFs gleichzeitig investiert werden soll. Damit die Auswahl für Anleger nicht zu einer unlösbaren Aufgabe wird, sollten sie unter anderem auf die nachfolgend genannten Kriterien achten.

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Die Auswahlkriterien

Zunächst ist festzulegen, nach welchen Kriterien investiert werden soll. Die Auswahlmöglichkeiten sind mittlerweile sehr groß. Folgende Auswahlkriterien/Fragen sind besonders wichtig:

  • In welche Branche soll investiert werden (zum Beispiel Wasserkraft, Bergbau)?
  • Auf welche Region (Europa, USA etc.) soll sich konzentriert werden?
  • Gibt es eine bestimmte Kennzahl, die besonders fokussiert werden soll (zum Beispiel eine hohe Dividendenrendite)?
  • Sollen in dem ETF auch oder ausschließlich nachhaltige Unternehmen gelistet sein?

Neben den genannten ist es natürlich auch möglich, weitere Auswahlkriterien zu nutzen, insbesondere wenn in verschiedene ETFs investiert werden soll. Wichtig ist, dass der Anleger vorab darüber nachdenkt, welche Richtung er mit seinem Investment schließlich einschlagen möchte.

Diversifikation: In wie viele ETFs soll investiert werden?

Neben den Kriterien spielt bei der Auswahl der richtigen ETFs nicht zuletzt auch eine Rolle, wie die einzelnen Anlagemöglichkeiten gewichtet werden. Soll ausschließlich in ETFs investiert werden, die Aktien enthalten, ist dies eine Gewichtung zu Gunsten von Aktien. Eine Streuung ist in diesem Fall möglich, indem diverse Auswahlkriterien berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, Rohstoffe oder Anleihen hinzuzunehmen. Somit wird eine bessere Streuung des Portfolios erreicht. Eine mögliche Aufteilung ist zum Beispiel: 70 Prozent des verfügbaren Geldes wird in Aktien investiert, 20 Prozent fließen in Anleihen und 10 Prozent in Rohstoffe. Bei der Aufteilung handelt es sich um ein Beispiel. Ein Anleger kann die Aufteilung nach den eigenen Wünschen beliebig anpassen.

Die Anzahl der ETFs

Investoren, die die Überlegungen zu den Kriterien und der Gewichtung abgeschlossen haben, sollten sich schließlich überlegen, wie viele ETFs sie in ihr Portfolio aufnehmen möchten. Für gewöhnlich ist es ein großer Vorteil von ETFs, dass diese eine große Anzahl verschiedener Titel enthalten. Um aber die Kosten in Form von Ordergebühren so niedrig wie möglich zu halten, sollten im eigenen Portfolio nicht mehr als zehn unterschiedliche ETFs vorhanden sein. Insbesondere Anleger könnten ansonsten bei einer größeren Anzahl auch schnell den Überblick verlieren. ETFs, die eine sehr große Anzahl an Titeln enthalten, dienen zumeist als Depotgrundlage. Sie lassen sich durch kleinere ETFs ergänzen, die sich zum Beispiel auf bestimmte Regionen oder Branchen fokussieren.

Wie wichtig ist die Kennzahl „Fondsvolumen“?

Bei der Suche nach dem passenden ETF werden Anleger auch mit der Kennzahl „Fondsvolumen“ konfrontiert. Bei der Auswahl spielt diese eine besonders wichtige Rolle. Denn sie gibt an, wie viel Kapital die einzelnen Investoren in diesen ETF investiert haben. Es gibt ETFs, die ein Fondsvolumen von mehreren Milliarden aufweisen. Darüber hinaus sind aber auch Produkte mit einigen Millionen üblich. Zunächst ist das Fondsvolumen von Bedeutung, weil die aufliegenden Fondsgesellschaften mit dem Indexfonds natürlich Geld verdienen möchten. Wenn ein ETF ein vergleichsweise niedriges Volumen aufweist, könnte es sich für einen Betreiber möglicherweise nicht mehr lohnen, diesen weiter zu betreiben. So kann es dazu kommen, dass er geschlossen wird und die Anleger ihr Geld ausbezahlt bekommen.

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Investitionen in große ETFs sind empfehlenswert

Wird ein ETF geschlossen, ist dies für Anleger natürlich ärgerlich, da auch die eigens dafür konzipierte Strategie ihre Gültigkeit verliert. Anschließend kommen erneut Zeitaufwand und Kosten auf die Investoren zu, wenn sie ihr Kapital in einen anderen ETF investieren wollen. Darüber hinaus sind größere ETFs besser an der Börse handelbar. Die Spanne zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs, der sogenannte Spread, ist bei einem großen ETF geringer als bei einem kleineren. Deshalb kann es lohnenswert sein, in einen ETF zu investieren, der ein großes Fondsvolumen aufweist.

Die ETF Kosten – ein wichtiges Auswahlkriterium

Wer sich für eine Anlagestrategie entschieden hat, sollte auch einen Blick auf die Kosten für einen ETF werfen. Denn diese sind häufig mitentscheidend, wie hoch die jährliche Rendite schließlich ausfällt. Um herauszufinden, mit welchen Kosten ein ETF pro Jahr verbunden ist, gilt es, die Gesamtkostenquote (TER = Total Expence Ratio) zu betrachten. Hiermit wird in Prozent angegeben, wie hoch die Kosten für den ETF insgesamt ausfallen. Anders ausgedrückt, sagt die Kennzahl aus, wie viel Geld die ETF Betreiber jährlich erhalten, um den Fonds an den zugrundeliegenden Index anzupassen.

Gesamtkostenquote liegt zumeist zwischen 0,1 und 0,3 Prozent

Der TER liegt bei den meisten ETFs zumeist zwischen 0,1 und 0,3 Prozent. Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds ist dies recht niedrig. Diese verlangen in der Regel eine Gebühr von 2,00 Prozent oder mehr pro Jahr. Allerdings kann die Gesamtkostenquote bei ETFs, die sehr anspruchsvoll oder speziell sind, auch schon mal mehr als 0,3 Prozent betragen. Dies hängt schlicht damit zusammen, dass die Fonds-Betreiber in diesem Fall mit dem Produkt mehr Aufwand haben. Ob sich der Aufschlag für einen Anleger lohnt, sollte dieser im Vorfeld für sich selbst abwägen. In diesem Fall ist es ratsam, das entsprechende Produktblatt eines ETFs genau zu studieren, um sich mit den Details dazu vertraut zu machen.

Die Replikationsmethode eines ETFs

Mit einem ETF Finder lässt sich auch die Replikationsmethode eines ETFs herausfiltern. Anleger sollten sich für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden. Heutzutage gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, wie die Anbieter von ETFs einen Index nachbilden. Bei beiden handelt es sich um übliche Methoden, die jeweils Vorteile und Nachteile bieten. Die Nachteile für die Anleger sind bei beiden Möglichkeiten aber eher gering. Dennoch ist es wichtig, die Unterschiede zu kennen und anschließend zu entscheiden, welche Möglichkeit am besten zur eigenen Anlagestrategie passt.

Replizierende oder physische ETFs

Bei dieser Möglichkeit handelt es sich um die einfachste Art der Index-Nachbildung. Hierbei werden sämtliche Wertpapiere des jeweiligen Index ebenfalls gekauft. Darüber hinaus erfolgt die gleiche Gewichtung, wie sie auch im Index vorgenommen wurde. Dieser wird also im Verhältnis 1:1 nachgebildet. In einigen Fällen werden auch ausschließlich jene Index-Mitglieder erworben, die die höchste Gewichtung aufweisen. Bei beiden Varianten ergibt sich schließlich aber fast das gleiche Ergebnis.

Synthetisch oder Tauschgeschäft (Swap)

Diese Möglichkeit ist etwas schwieriger nachzuvollziehen. Bei einem sogenannten Swap-Geschäft geht der Anbieter eines ETFs mit einer anderen Investmentbank ein Tauschgeschäft ein. Auch Swap-Geschäfte zwischen einem ETF-Anbieter und dem Mutterunternehmen sind üblich. Insbesondere kleinere ETF-Anbieter profitieren hiervon. Mit Hilfe dieser Tauschgeschäfte ist es möglich, einen Index häufig besser abzubilden und für sich arbeiten zu lassen.

Den richtigen ETF finden: Ausschüttend oder thesaurierend?

Mit einem ETF Finder Tool lässt sich ferner auswählen, ob ein ETF thesaurierend oder ausschüttend sein soll. Auch bei ETFs werden wie bei Anleihen und Aktien Zinsen und Dividenden ausgezahlt. Anders als bei einem direkten Investment ist es möglich, sich bei einem ETF zwischen zwei Varianten zu entscheiden.

  1. Thesaurierende ETFs

Zunächst gibt es ETFs, die Dividenden und Zinsen direkt wieder investieren. Man spricht hierbei von den sogenannten „thesaurierenden“ ETFs. Bei diesen Fonds gibt es zumeist Mindestsummen, die erreicht werden müssen, damit sie erneut angelegt werden können. Inwiefern dies auf einen ETF zutrifft bzw. welche Beträge erzielt werden müssen, ist vorab in Erfahrung zu bringen.

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  1. Ausschüttende ETFs

Eine weitere Möglichkeit sind ETFs, die Dividenden und Zinsen an die Anleger auszahlen. Aus diesem Grund werden sie auch als „ausschüttende“ ETFs bezeichnet. Der Vorteil bei diesen ETFs besteht darin, dass der Wert des Fonds schneller ansteigt. Darüber hinaus ist es durch den Zinseszinseffekt möglich, über einen längeren Zeitraum einer höhere Rendite zu erzielen.

Für welche Variante sich ein Anleger letztendlich entscheidet, hängt von seinen persönlichen Präferenzen ab. Bei einem ausschüttenden ETFs kann ein Investor selbst entscheiden, ob er das Geld wieder anlegen möchte oder nicht. Bei einem thesaurierenden ETF besteht diese Wahlmöglichkeit nicht.

Mit dem ETF Finder den richtigen ETF finden

Gegenüber klassischen Fonds bieten ETFs zahlreiche Vorteile. Für Anleger sind die Exchange Traded Funds vor allem deshalb so interessant, weil sie einen großen Kostenvorteil bieten, der sich über einen langen Zeitraum positiv auf die Rendite auswirkt. Aber auch die Möglichkeit des täglichen Handelns sprechen für börsengehandelte Indexfonds. Letztlich eignen sie sich sehr gut für Anleger, die auf der Suche nach einer kostengünstigen Möglichkeit sind, um ihre Investments möglichst breit zu streuen. Auch eine monatliche Geldanlage über einen ETF Sparplan kommt in Betracht. Aufgrund der heutigen großen Auswahl ist es vor allem für Einsteiger aber nicht immer leicht, den passenden ETF zu finden. Gute Online-Tools für Anleger aus Deutschland (es gibt aber ebenso ETF Finder Schweiz) können den Investoren dabei helfen, bestimmte Indexfonds schnell zu finden. Hierfür lässt sich die Suche nach einem ETF auf Wunsch durch verschiedene Filter und Einstellungsmöglichkeiten verfeinern.