Basler (ETR: BSL) hat heute den vollständigen Neunmonatsbericht 2026 vorgelegt. Der Kamerahersteller aus Ahrensburg bestätigt damit die vorläufigen Zahlen vom Donnerstag. Der Auftragseingang stieg auf 278,6 Mio. €, ein Plus von 62 %. Der Umsatz wuchs um 35 % auf 227,4 Mio. €.
Das EBIT erreichte 51,1 Mio. € nach 14,6 Mio. € im angepassten Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge lag bei 22,5 % nach 8,7 %. Der freie Cashflow stieg laut Unternehmen auf 31,0 Mio. € nach 11,7 Mio. €.
Die Aktie sprang am Donnerstag um 13,19 % von 21,60 € auf 24,45 €. Die Ad-hoc-Meldung erschien um 15:17 Uhr MEZ. Die zeitliche Nähe zeigt eine Korrelation, keine belegte Ursache. Heute steht die Aktie bei 24,30 €, 3,62 % über dem Schluss von gestern bei 23,45 €. Das ist ein Zwischenstand während der laufenden Sitzung.
Laut Ad-hoc-Meldung wuchs das Geschäft in allen Regionen, im dritten Quartal besonders in EMEA und Asien. Die Nachfrage kam aus der Halbleiter- und Elektronikfertigung, von Rechenzentren und aus der Logistikautomation. Der Branchenverband VDMA meldete laut Unternehmen für Ende September einen nominalen Auftragseingang von plus 33 % und einen Branchenumsatz von plus 14 %.

Zum Ergebnis schrieb das Unternehmen in der Ad-hoc-Meldung:
Neben dem sehr starken operativen Geschäft, der hohen Produktionsauslastung und den umgesetzten Effizienzmaßnahmen trugen positive Sondereffekte zur Ergebnisentwicklung bei, die jedoch teilweise nicht wiederkehrend sind.
Basler AG, Unternehmensmitteilung
Die Jahresprognose liegt unter der Marge der ersten neun Monate. Die erwartete Jahresmarge enthält laut Unternehmen die Sondereffekte des bisherigen Jahres sowie erfolgsabhängige Sonderzahlungen an Mitarbeitende im vierten Quartal, die in den Neunmonatszahlen noch fehlen. Die Tabelle zeigt die Prognose, die seit dem 29. Oktober gilt.
| Prognose 2026 | Neu | Vorher |
|---|---|---|
| Konzernumsatz | 295 bis 300 Mio. € | 270 bis 290 Mio. € |
| EBIT-Marge | 17,5 bis 19,5 % | 12,5 bis 14,5 % |
Die neue Spanne für die EBIT-Marge liegt damit 5 Prozentpunkte über der bisherigen und trotzdem unter den 22,5 % der ersten neun Monate.
Die Prognose rechnet laut Unternehmen mit angespannten globalen Lieferketten und einer vorübergehenden Produktionsunterbrechung bei einem wichtigen Bildsensorlieferanten. Nach der Ad-hoc-Meldung vom Donnerstag handelt es sich um eine erdbebenbedingte Unterbrechung bei Sony in Kumamoto.
