BMW (ETR: BMW) hat gestern Abend nach Xetra-Schluss seine Prognose für 2026 erneut gesenkt. Die EBIT-Marge im Automobilgeschäft soll nun zwischen -0,5 % und 0,5 % liegen. Am 16. Juni hatte der Konzern noch 1 % bis 3 % ausgegeben, ursprünglich waren es 4 % bis 6 %.
Die Aktie legte heute im laufenden Handel um 0,9 % auf 58,32 € zu. Gestern hatte sie bei 57,80 € geschlossen. Die Quartalszahlen lagen vor Handelsbeginn vor.
Die Kürzung geht vor allem auf eigene Belastungen zurück. Stellenabbau und Portfoliomaßnahmen kosten im Gesamtjahr nun etwa 2,5 Prozentpunkte Marge. Im Juni hatte BMW allein für den Stellenabbau 1,25 Punkte angesetzt.
Auch die Kapitalrendite im Automobilgeschäft (RoCE) fällt auf -1 % bis 1 %, zuvor waren es 1 % bis 5 %. Bei den Auslieferungen rechnet BMW nun mit einem moderaten Rückgang statt eines leichten. Finanzchef Walter Mertl begründet das Vorgehen mit dem Tempo der Neuausrichtung:
Geschwindigkeit ist bei unserer geplanten Neuausrichtung ein Erfolgsfaktor. Deshalb intensivieren wir noch in diesem Jahr die Maßnahmen für mehr Effizienz und schlankere Strukturen.
Walter Mertl, BMW
Im dritten Quartal sank der Umsatz um rund 6 % auf 30,5 Mrd. €.
| Kennzahl | Q3 2026 | Vorjahresquartal |
|---|---|---|
| Konzern-EBIT | 1,59 Mrd. € | 2,26 Mrd. € |
| Vorsteuergewinn | 2,08 Mrd. € | 2,33 Mrd. € |
| EBIT-Marge Automobile | 3,4 % | 5,2 % |
Der Konzerngewinn nach Steuern sank auf 1,45 Mrd. €, ein Minus von rund 15 %. Die weltweiten Auslieferungen gingen um 6,3 % auf 551.075 Fahrzeuge zurück. In China brachen sie um 24,8 % auf 114.445 Fahrzeuge ein, in Europa legten sie um 2,6 % zu, in den USA um 2,5 %.
BMW will Dividende und mögliche Aktienrückkäufe an den Einsparungen und den Modellmaßnahmen ausrichten. Details nennt der Konzern erst im neuen Jahr. Die Prognose für den freien Cashflow im Automobilgeschäft bleibt unverändert bei mehr als 2,5 Mrd. €.
