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Intermarket Korrelationen optimal für Trading nutzen

Updated 10 Mai 2020

Trader sollten die verschiedenen Korrelationsformen der Anlagegüter kennen:

  • positive Korrelation
  • negative Korrelation
  • keine Korrelation

Negativ ist die Korrelation dann, wenn sich der Vermögenswert nach unten bewegt, während ein andere steigt. Von einer positiven Korrelation sprechen wir, wenn die Kurse zweier Vermögenswerte in die gleiche Richtung streben.

Besonders stark ist die Korrelation bei Rohstoffen und den Majors. So wird korreliert beispielsweise der Ölpreis mit dem CAD, da Kanada einer der führenden Exporteure für Öl ist. Eine negative Korrelation findet sich häufig zwischen Ölpreis und dem JPY, da Japan seinen Bedarf vollständig importiert.

Korrelation auch bei anderen Vermögenswerten

Smarte Trader wissen, dass die Anlageklassen in einer bestimmten Beziehung zueinanderstehen. Wer diese Beziehungen kennt und sie zu deuten weiß, kann sich einen Trading-Vorsprung verschaffen und Rückschlüsse auf künftige Marktentwicklungen ziehen. Am Markt haben sich einige weitverbreitete Korrelationen manifestiert, die findige Trader kennen sollten. Dazu gehören:

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  • Wertpapiere und Renten
  • USD und Rohstoffe/Wertpapiere
  • Rohstoffe und Renten

Für langfristig orientierte Trader sind die Intermarket Korrelationen von Wertpapieren und Renten sowie Wertpapieren und dem USD bzw. den Rohstoffen besonders interessant.

Zunehmende Renten spiegeln fallende Mark Zinsen wider (u. a. steigender Bund-Future). Das schafft ein günstiges Marktumfeld für Wertpapiere. Die Entwicklungen der Aktien können aber auch durch den USD beeinflusst werden. Steigt der USD, kann sich dies auf den Export der amerikanischen Unternehmen negativ auswirken. Ein steigender USD bedeutet für europäische Unternehmen beispielsweise eine Preissteigerung bei Rohstoffkäufen. Demzufolge hat dies auch Auswirkungen auf den jeweiligen Wertpapierkurs der Unternehmungen.

Intermarket Korrelationen

Forex-Trading: Intermarket Korrelationen richtig nutzen

Vor allem für angehende Trader ist es häufig gar nicht so leicht, die Korrelationen am Devisenmarkt zu verstehen. Wer sich allerdings mit der Materie vertraut macht, stellt schnell fest, dass dieses Wissen für den Trading-Erfolg Gold wert sein kann. Deshalb sind hier die wichtigsten Intermarket Korrelationen zusammengefasst.

Gold und USD Korrelation

Steigt der Goldpreis, dann sinkt der USD. Die Ursache dafür ist leicht erklärt: Werden die wirtschaftlichen Zeiten unruhig, nutzen viele Investoren Gold als solide Anlage. Deshalb steigt die Nachfrage und daraus resultiert auch der Preis.

Gold und AUD-USD Korrelation

Gold wird weltweit abgebaut, allerdings vor allem auch in Australien. Steigt die Nachfrage nach Geld, erhöht sich auch der Kurs des AUD, denn es kommt zu einer Aufwertung. Eine ähnliche Korrelation ist auch bei Gold und NZD-USD zu beobachten, da auch Neuseeland zu den wichtigen Goldproduzenten gehört.

Gold und USD-CHF Korrelation

Steigt der Goldpreis, sinkt der USD-CHF häufig. Die Schweiz hat mehr als 24 % als Goldreserve hinterlegt. Steigt der Goldpreis, sinkt das USD-CHF-Paar, denn es wird CHF verkauft.

Gold und USD-CAD Korrelation

Auch in Kanada wird viel Gold produziert. Steigt die Nachfrage nach dem Edelmetall, tendiert das Devisenpaar USD-CAD zum Fallen, denn CAD wird veräußert.

Gold und EUR-USD Korrelation

Gold und EUR reagieren meist „anti“ USD. Dennoch kann es am Markt zu einer Korrelation kommen: Steigt Gold, kann auch der EUR-USD Kurs steigen.

Korrelation zwischen Anleihen und Landeswährungen

Bietet eine Wirtschaft attraktive Renditen für Anleihen, zieht das Investoren an. Um ein stabiles Wirtschaftsumfeld zu schaffen, ist eine starke Landeswährung von Vorteil bzw. bedingt das eine das andere.

Korrelation zwischen Dow Jones und Nikkei

Die US-Wirtschaft steht in enger Verbindung mit der japanischen Wirtschaft. Steigt der Dow Jones, steigt meist auch der Nikkei; umgekehrt ist das ebenfalls häufig zu beobachten.

Nikkei und USD-JPY Korrelation

Viele Trader sehen den Yen als sicher an und investieren in schwierigen Zeiten häufig in ihn. Sinkt der, hat dies meist auch Auswirkungen auf den Nikkei.

Zusammenhänge im Interbankenmarkt

So beobachten smarte Trader den Markt

Das Ausnutzen von Korrelationen ist für angehende Trader nicht immer ganz leicht möglich. Wer sich aber mit der Materie etwas auseinandersetzt und dazulernt, kann die Chancen für sich nutzen.

Dafür können Trader:

  • ein Demokonto verwenden
  • Weiterbildungsmöglichkeiten für die Marktanalyse nutzen
  • News abonnieren und auf Basis dieser Informationen Korrelationen suchen

Für angehende Trader besteht die Herausforderung häufig darin, dass die Daten gebündelt und vor allem in Echtzeit zur Verfügung stehen. Sind die Daten vorhanden, dass nicht immer ganz leicht, ihnen die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. Dabei können allerdings die Broker behilflich sein, denn sie bieten häufig die nützliche Unterstützung in Form von Weiterbildungsangeboten, Trading-Tipps durch Profis oder EAs.

Mit der eigenen Handelsstrategie die Korrelation nutzen

Trader können mithilfe der technischen Analyse ideale Anlagemöglichkeiten finden, um das Portfolio zu diversifizieren. Dafür können sie sich auch die Korrelation zu Nutze machen. Ist der Markt beispielsweise und sicher, empfiehlt es sich, das Portfolio gegebenenfalls neu zu gestalten. Dafür eignen sich Finanzprodukte mit positiver Korrelation zu bereits im Portfolio befindlichen mit negativer Korrelation.

Risikomanagement und die Korrelationsstrategie

Ein ausgeklügeltes Risikomanagement für jeden Trader das A und O, um sein Kapital bestmöglich zu schützen und trotzdem Gewinne zu generieren. Händler haben die Chance, positiv korrigierte Vermögenswerte für den Handel zu nutzen, um die Gesamtrendite zu steigern und das Risiko zu minimieren.

Korrelation für CFD-Trading nutzen

Kurz- oder mittelfristig orientierte Trader können die Korrelation auch für den Handel mit CFDs nutzen. Wichtig ist dabei, dass die Zeiteinheiten bei der Kursbetrachtung übereinstimmen. Sonst kann es durch unterschiedliche Timeframes zu einem falschen Bild und damit zu einer Fehleinschätzung der Korrelationen im schlimmsten Fall zu einem falschen Investment kommen.

Trader können sich die CFDs zu Nutze machen und beispielsweise einen Hedge mit Finanzprodukten negativer Korrelation vornehmen. Ein Beispiel dafür:

  • USDJPY long
  • USDCHF short (hedging)

Es besteht auch die Möglichkeit, branchenübergreifend Wertpapiere zu handeln und beispielsweise die Top Performer einer Branche long zu kaufen und den schlechtesten Titel der Branche short zu handeln. Damit haben Trader den Vorteil, dass das Portfolio gesichert ist, auch wenn es zum Markteinbruch (beispielsweise aufgrund von negativen Meldungen) kommen. Bestenfalls besteht durch diese Trading-Aktivität die Möglichkeit, den Kontostand wachsen zu lassen.

Übung macht den Trading-Meister

Damit die Händler souverän die Korrelation am Markt nutzen können, ist ein wenig Geschick und Kenntnis gefragt. Trader können ganz ohne Kenntnisse zur Kursbetrachtung und Markteinschätzung kaum Korrelation wer etwas Zeit investiert und bestenfalls sogar praktisch mit einem Demokonto übt, kann diese Wissenslücke rasch schließen.

Koalitionsrechner zur Hilfe nehmen

Beim Devisenhandel können Trader die Korrelation der Devisenpaare mithilfe eines Korrelationsrechners leichter bestimmen. Wer möchte, kann sich dafür auch eine eigene Exceltabelle erstellen und die historischen Daten dort analysieren. Verfügbar sind sie u. a. im MetaTrader völlig kostenlos.

Durch den Rechner erkennen Trader:

  • wie stark die Korrelation tatsächlich ist
  • welche Richtung die Korrelation einnimmt

Bei der Korrelationsstärke wird zwischen Null 0 (=kein Zusammenhang) bis Eins (=starker Zusammenhang) unterschieden.

Hinweis: Die Gegenüberstellung der einzelnen Informationen in einer Tabelle wird als Korrelationsmatrix bezeichnet. Ausgegangen wird immer von 100 % der Korrelation. Hat das Devisenpaar EURUSD beispielsweise einen Wert von 100 und das Devisen GBPUSD einen Wert von 95,2, lässt sich sagen, dass beide eine fast 100 % Korrelation haben.

Unter marktnahen Bedingungen handeln und virtuelles Guthaben effektiv einsetzen

Der Vorteil bei vielen Brokern besteht darin, dass sie nicht nur ein Demokonto mit virtuellem Guthaben zur Verfügung stellen, sondern dieses Guthaben werden häufig auch mehrfach auffüllen. Für Trader ein wesentlicher Vorteil, denn sie können das Spielgeld dafür nutzen, um tatsächlich intensiv zu üben. Damit sind auch vermeintlich riskante Trades möglich, um aus deren Ergebnis zu lernen. Auch, wenn der Trade vielleicht verloren geht, verlieren Trader kein echtes, eigenes Kapital, sondern lediglich das virtuelle Guthaben. Dennoch lässt sich auch einem verloren gegangenen Trade viel lernen, u. a.:

  • wie die Kursanalyse nicht funktioniert
  • welche Trading-Strategie vielleicht die bessere ist
  • das ist beim Risikomanagement Verbesserungspotenzial gibt

Die Kombination aus einem Demokonto, dem virtuellen Guthaben und der angebotenen Weiterbildung beim Broker ist optimal, um auch als angehender Trader künftig Erfolge feiern zu können. Händler haben die Möglichkeit, an kostenlosen Webinaren teilzunehmen und die Ausführungen der Trading-Profis mit ihrem virtuellen Guthaben auf dem Demokonto nachzubilden. Der Lerneffekt durch die praktische Anwendung ist unlängst höher, sodass die angehenden Trader durch diese Erfahrung für künftige Anlagen lernen.

Mit virtuellem Guthaben Trading-Psychologie schulen

Findige Trader nutzen das virtuelle Guthaben, um auch aus psychologischer Sicht dazu zu lernen. Natürlich möchte jeder sein Kapital schützen und bestenfalls Gewinne erzielen. Aber wie fühlen sich eigentlich Verluste an und was kann ich persönlich daraus für mich lernen? Mit dem virtuellen Guthaben haben Trader die Möglichkeit, genau das herauszufinden. Wer bewusst Trades platziert, mit denen er verlieren kann, übt die Situation aus psychologischer Sicht und weiß demnächst mal besser damit umzugehen (beispielsweise weniger emotional zu agieren oder die Trading-Analysen sorgfältig durchzuführen).

Gold und Forexmarkt

Korrelation auswendig lernen?

Es gibt natürlich bekannte Korrelationen, welche immer wieder auftreten können. So zeigt sich in der Markthistorie vor allem, dass die Entwicklung am Rohstoffmarkt eng verbunden mit den Entwicklungen am Devisenmarkt verbunden ist. Gleiches gilt für Wertpapiere und Devisen oder Renten und Rohstoffe. Allerdings hat jeder Markt seine ganz eigene Dynamik, sodass die Korrelationen auch überraschend auftreten können. Für Trader ist es hilfreich, die Entwicklungen im gesamten Blick zu behalten und sich nicht nur auf das Auswendiglernen bekannter Korrelationen zu konzentrieren.

Wer zusätzlich auf aktuelle Nachrichten zurückgreift, schafft sich eine solide Informationsgrundlage, auf der die Trading-Entscheidungen deutlich leichter fallen. Hierfür stehen die Broker verschiedene Tour zur Verfügung, u. a.:

  • Wirtschaftskalender
  • Analysen durch Profis (sogar meist gratis)
  • Markt-Kommentare

Smarte Trader aktivieren sogar die Push-Benachrichtigungen auf ihrem mobilen Endgerät, um keine aktuellen Nachrichten zu verpassen und autark reagieren zu können.