Krypto ETF Empfehlungen – Investition in Kryptowährungen mit ETF

aktualisiert: 25 Jan 2021

Börsengehandelte Indexfonds gehören zu den Lieblingsprodukten der Anleger – kein Wunder, denn die algorithmisch verwalteten Fonds kommen ohne menschliche Expertise aus. Das macht sie günstig, dabei bildet ein ETF den Basisindex sehr präzise ab. Die Renditepotenziale hängen vom zugrunde liegenden Index ab. Inzwischen sind ETFs auf Welt-Indizes ebenso verfügbar wie Indizes zu speziellen Themen oder Bereichen. Seit dem Höhenflug des Bitcoin 2017 hat die Finanzindustrie Geschmack an Krypto-Produkten gefunden. Nichts läge näher, als privaten Anlegern Krypto ETF anzubieten – doch einen rechtlich korrekten Bitcoin ETF gibt es bislang noch nicht. Warum das so ist, und welche Alternativen Anleger haben, erläutert unser Ratgeber.

  • Ausdrückliche Krypto ETF gibt es noch nicht.
  • Regulatorische Herausforderungen stehen einem „Bitcoin ETF“ im Weg.
  • Alternativ sind Indizes aus dem Blockchain-Segment verfügbar.
  • Auch ETP und ETN werden bereits angeboten.

Krypto ETF: Was Kryptowährungen so besonders macht

Um in Kryptoprodukte zu investieren, muss man die Funktion und Renditemöglichkeiten des ständig wachsenden Marktes ausloten – und dessen Besonderheiten kennen. Grundlegend dabei ist das Verständnis für die Technologie der Blockchain, die fast allen Kryptowährungen zugrunde liegt.  Tatsächlich sind Krypto-Coins und Blockchain-Client untrennbar miteinander verbunden, wenn eine dezentrale, nutzerverwaltete digitale Währung angeboten wird.

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Der Vorreiter aller weiteren Kryptowährungen, der Bitcoin, wurde 2009 lanciert, durch einen anonymen Entwickler, der sich bis heute hinter dem Namen Satoshi Nakamoto verbirgt. BTC ist eine unmittelbare Reaktion auf die weltweite Finanzkrise und sollte den zentral verwalteten und damit manipulierbaren Fiatwährungen ein völlig neues Konzept gegenüberstellen. Bitcoin, das ist die Zahlungseinheit, Bitcoin ist zugleich aber auch die Client-Software und die unter Mitwirkung aller Nutzer erstellte Block-Kette aus Datenpaketen. Lässt sich diese neuartige Form der Währung in Produkten wie einem Krypto ETF abbilden?

Blockchain-Clients als Fundament von Krypto-Coins

Um Kryptowährungen zu verwalten, wird der Blockchain-Client der jeweiligen Coin benötigt. Er ist auf den Rechnern aller teilnehmenden Nutzer installiert. Über den Client kann jede Transaktion auf der Blockchain betrachtet werden. Alle neuen Transaktionen müssen erfasst, bestätigt und dann in neuen Datenblöcken gesammelt und komprimiert bzw. „gehasht“ werden. Anschließend werden die neuen Blöcke der bestehenden Kette hinzugefügt. Wer sich an der Verarbeitung von Daten beteiligt, wird für diese Arbeit auch bezahlt, denn mit der aufgewendeten Rechenleistung werden neue Coins freigesetzt oder „geschürft“. Ein weiteres Kennzeichen der Blockchain ist, dass sie auf allen teilnehmenden Rechnern ständig aktualisiert wird. Ist eine Transaktion also einmal der Kette hinzugefügt, kann sie nachträglich nicht manipuliert werden.

Mit Krypto zahlen – über ein Wallet

Doch ein Blockchain-Client ist nicht zwingend notwendig, wenn man sich nicht an der Verwaltung der betreffenden Digitalwährung beteiligen will. Für den durchschnittlichen Nutzer, der mit Kryptowährungen zahlen oder in bestimmte Coins investieren will, genügt eine „Adresse“, um das Guthaben zu verwahren, und die Autorisierungsschlüssel. Verwaltet wird all dies ebenfalls digital im sogenannten Wallet. Die elektronische Brieftasche ist eher ein Schlüsselbund, denn sie enthält den öffentlichen Schlüssel, die Kontonummer des Krypto-Kontos, dazu den privaten Schlüssel, der Zugriff auf das Guthaben gewährt, und die digitale Signatur, die den Guthabenstand angibt.

Alle drei Eingaben sind für das Ausführen oder Empfangen von Zahlungen erforderlich. Da keine weiteren Kennungen vorgenommen werden, sind Krypto-Bestände vollkommen anonym. Umso wichtiger ist die sorgfältige und sichere Aufbewahrung der Schlüssel. Zu diesem Zweck können Nutzer unter Cloud-Wallets, Software zum Download und Hardware-Wallets in Form von USB-Sticks wählen. Alle drei Optionen haben ihren Daseinszweck – ein Cloud-Wallet kann digitales Kleingeld für gelegentliche Zahlungen aufnehmen, während auf dem USB-Stick größere Investitionen offline und damit besonders sicher verwahrt werden können.

Krypto Produkte in der Finanzindustrie

Seit 2017 ist das Interesse an Kryptowährungen erheblich angestiegen, und vor allem die Ranglistenführer haben eine beachtliche Marktkapitalisierung erreicht – dazu gehören der Bitcoin selbst, der erste Fork des BTC, der Bitcoin Cash, aber auch Coins wie Ethereum oder Ripple, die mit innovativer Technologie oder einem neuartigen Geschäftsmodell überzeugen können. Zwar bleiben Kryptowährungen nach wie vor volatil, doch angesichts des Interesses und der zunehmenden Akzeptanz halten auch Experten weitere Kursgewinne für möglich.

Etablierte Digitalwährungen wie Ethereum oder Bitcoin werden kaum über Nacht in sich zusammenfallen. Deshalb investieren Anleger in die Marktführer durchaus direkt. Da sich aber nicht jeder Anleger mit der Blockchain beschäftigen oder seine Investition in Form von Code tätigen will, besteht eine hohe Nachfrage nach Krypto-Produkten aus dem konventionellen Sortiment. Zertifikate und Derivate wie CFDs auf die Kurse der bekanntesten Coins gibt es bereits. Und viele Anleger würden durchaus gern Krypto ETF kaufen.

Krypto ETF Bitcoin

Krypto ETF auf Bitcoin & Co. – bis jetzt noch nicht verfügbar

ETF auf direkt auf Kryptowährungen, beispielsweise in Form eines Bitcoin ETF, gibt es allerdings nicht. Denn ein ETF bildet grundsätzlich keinen einzelnen Wert, sondern einen Index ab. Wer zur Zeit von der Wertentwicklung einer Zusammenstellung von Kryptowährungen profitieren will, kann dies bestenfalls über die sogenannten Bundles tun – dies sind echte Krypto-Fonds, die von manchen Börsen angeboten und dort auch für Anleger gehalten werden.

Ähnlich wie bei der Investition in eine einzelne Kryptowährung wird das Bundle „physisch“ gekauft, erfolgreich ist die Investition nur, wenn der Kurs der enthaltenen Coins langfristig steigt. Für Anleger ist in diesem Fall eine gewissen Nervenstärke erforderlich, um nicht bei jeder Schwankung der Kurse die Felle schwimmen zu sehen.

Alternativen für die Spekulation auf den Kursverlauf

Für Anleger und Trader, die sich nicht mit einem Blockchain-Client und einer Wallet beschäftigen wollen, wurden in den vergangenen Jahren längst weitere Finanzprodukte geschaffen, die eine Teilhabe an Krypto-Kursen erlauben. Die bekanntesten davon sind CFDs auf den Kursverlauf der bekanntesten Coins gegen den US Dollar oder den Euro. Vorteilhaft dabei, dass hier nur kurzfristig spekuliert wird, und das auch auf fallende Kurse und mit begrenztem Budget. Hinzu kommen Zertifikate und Futures. Eine weitere Möglichkeit ist die Spekulation auf die Kursentwicklung über Derivate wie CFDs, Zertifikate und Futures.

Seit neuestem werden nun auch Krypto ETN angeboten. Die Exchange Traded Note ähnelt den aus dem Rohstoffhandel geläufigen ETC, den Exchange Traded Commodities – beide erlauben den Handel mit dem Basiswert, ohne dass man diesen tatsächlich erwirbt. Ein ETN kann einen Index, aber auch eine Einzelwährung abbilden und ist als Schuldverschreibung des Emittenten vergleichbar mit Zertifikaten. Dabei kann eine Besicherung erfolgen. Ein erster Bitcoin ETN ist an der Frankfurter Börse zugelassen: der BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto mit der ISIN DE000A27Z304 ist vollständig durch Bitcoin besichert. Ebenfalls in Frankfurt und über die Xetra verfügbar ist der 21Shares Bitcoin ETP mit der ISIN CH0454664001. An der Stuttgarter Börse sind sieben Krypto ETN des schweizerischen Emittenten Amun handelbar.

Blockchain statt Krypto ETF kaufen

So verlockend manche der neuen ETN auf den ersten Blick für die Krypto-Anlage scheinen – Anleger sollten dabei im Kopf behalten, dass es sich eben nicht um Krypto ETF handelt. Das angelegte Kapital genießt daher nicht den Schutz des Sondervermögen-Status, die Sicherheit des Produktes ist unmittelbar mit der Bonität des Emittenten verknüpft. Doch auch in ETF aus dem Krypto-Sektor kann man investieren, wenn man genauer hinschaut – mit Blockchain ETF.

Denn die neue Technologie kann weit mehr als nur Kryptowährungen unterstützen. Grundsätzlich handelt es sich bei der Blockchain nämlich um eine innovative Datenbanktechnologie, bei der jeder Block mit einer Referenz auf seinen Vorgänger ausgestattet ist und obendrein vollkommen transparent eingesehen werden kann. Längst wird die Blockchain deshalb auch von anderen Branchen entdeckt, zumal seit Ethereum auch sogenannte Smart Contracts, die „Intelligenten Verträge“, auf der Blockchain abgewickelt werden können.

Die Nutzung der Blockchain lohnt sich für den Einsatz im Gesundheitswesen, für Versicherungen, im Immobiliensektor, für Logistik und Mobilität und auch für die Echtzeit-Ausführung internationaler Zahlungen. Großen Zuspruch findet die Blockchain auch im Gaming-Sektor. Und die Umsetzung der Industrie 4.0 wird ebenfalls in hohem Maß von der Blockchain abhängen, da hier die gesamte Prozessabwicklung oder Produktlebensdauer jederzeit griffbereit dokumentiert werden kann.

Wer profitiert vom Krypto? ETF auf die Blockchain bündeln börsennotierte Erfolgsunternehmen

Die breite Anwendbarkeit der Blockchain sorgt dafür, dass es zahlreiche Branchen gibt, in denen Unternehmen und ihre Zulieferer mit der neuen Technologie gut im Geschäft sind. Was liegt also näher, als diese börsennotierten Unternehmen in einem Index zu bündeln und mittels eines ETF handelbar zu machen? Das ist bereits geschehen, Anleger auf der Suche nach einem Krypto ETF werden fündig beim Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF mit der WKN A2PA3S.

Die im Index zusammengeführten 47 Unternehmen repräsentieren verschiedene Branchen, darunter den IT-Sektor mit übe 46%, die Finanzindustrie mit immerhin 21,5%, Kommunikationstechnologien mit 13,7% und weitere Segmente wie Materialien und Konsumgüter, die nicht zu den Basisgütern zählen. Der thesaurierende Indexfonds existiert erst seit 2019, konnte während der Monate seines Bestehens jedoch schon mit seiner Performance überzeugen.

Trotz der Kursverluste durch die Coronakrise im März 2020 hat sich der ETF auf die Blockchain inzwischen wieder überzeugend erholt und weist am 21. August 2020 ein Benchmark von 50% auf. Der ETF bildet den Basisindex physisch ab und besteht aus einer Zusammenstellung der liquidesten  Werte von marktführenden Konzernen, die unter anderem an der Blockchain verdienen. Auch für Kleinanleger ist dieser Krypto ETF geeignet, denn er kann nicht nur mit Einmal-Investitionen, sondern auch über einen Sparplan bespart werden.

Blockchain ETF Illustration

Überzeugende Diversifizierung beim Blockchain ETF

Bei der Investition in Fonds – und damit auch in ETF – möchten Anleger unter anderem von einer breiten Streuung des Risikos profitieren. Das Kapital sollte über verschiedene Branchen, aber auch über Länder und Kontinente hinweg verteilt sein. Das ist bei dem ETF des irischen Emittenten Invesco der Fall, auch wenn bislang noch keine 50 Konzerne den Index ausmachen.

Vertreten sind neben Werten aus den USA auch Firmen aus Japan und den übrigen asiatischen Ländern, die zusammen fast 45% des Index bestreiten, aber auch Unternehmen aus Europa und Großbritannien, aus dem Nahen Osten und Kanada. Unter den Firmen finden sich bekannte Namen wie der Tech-Konzern Taiwan Semiconductor Manufactoring Co. Ltd., der US-amerikanische Finanzdienstleister CME Group Inc. oder die NTT Data Corporation aus Japan.

Bitcoin ETF: Beantragt, aber noch nicht realisiert

Angesichts der bis jetzt sehr überzeugenden Performance des Blockchain ETF von Invesco kann man davon ausgehen, dass in naher Zukunft ähnliche Indizes und damit auch weitere Blockchain- oder Krypto ETF angeboten werden. Auf einen Bitcoin ETF hingegen müssen Anleger wohl noch weiter warten. Beantragt werden derartige Produkte bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission schon seit 2016, die SEC hat allerdings bis jetzt sämtliche Anträge abgewiesen.

Die Behörde sieht aufgrund der vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung und der geringen Zahl von Investoren in Kryptowährungen das Risiko von Marktmanipulationen gegeben. Außerdem entziehen sich die volatilen Kurse dem Vergleich einer Preisbildung, wie sie bei der Bewertung von Aktien oder Anleihen möglich ist. Und natürlich ist eine Regulierung von Kryptowährung und der genutzten Handelsplätze bislang noch nicht möglich. Bis der Krypto-Markt enger mit der Finanzindustrie verzahnbar wird, müssen Anleger mit den verfügbaren Produkten vorlieb nehmen.

​Anlage in Krypto: ETF und weitere Derivate

Kryptowährungen, soviel lässt sich bereits jetzt sagen, sind gekommen, um zu bleiben. Mit ihnen hat die Blockchain Einzug in zahlreiche Branchen gehalten. Die möglichen Einsatzbereiche digitaler Währungen und manipulationssicherer Datenbanken beginnen die Industrien gerade erst auszuloten. Eine Anlage in Kryptowährungen hat daher durchaus Potenzial. Wer die digitalen Coins nicht physisch erwerben will, kann dennoch an der Erfolgsstory teilhaben. Möglich machen es Derivate wie CFDs, aber auch Futures und Zertifikate. Daneben gibt es bereits Krypto ETN, die mit Zertifikaten vergleichbar sind und über die Börsen von Frankfurt oder Stuttgart, aber auch über die Xetra gehandelt werden können. Reine Krypto ETF gibt es – per definitionem – noch nicht, aber ein ETF auf einen Blockchain-Index ermöglicht die Anlage in die Wertentwicklung führender Unternehmen, die an der neuen Technologie verdienen. Ähnliche Krypto ETF für den Gesamtmarkt darf man erwarten.

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In Krypto ETF investieren mit Informationsangeboten bei AskTraders

Ob Sie ein Krypto ETF kaufen oder mit CFDs auf die Kursentwicklung von digitalen Währungen spekulieren möchten, ist natürlich Ihre eigene Entscheidung – AskTraders möchte ausdrücklich keine Anlageberatung anbieten, sondern Sie lediglich über die verschiedenen Möglichkeiten und die Auswahl der verfügbaren Produkte informieren.

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