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Risikomanagement beim FX Trading – Schaffen Sie Raum für ihr Trading und sichern Sie ihr Kapital durch sinnvolles Risikomanagement beim FX Trading

Updated 16 Nov 2020
Wie funktioniert CopyTrading

Beim Trading gibt es grundsätzlich wenige Dogmen und im Grunde muss jeder Trader die für sich richtigen Ansätze, Strategien, Regeln und Bedingungen finden, sowie eigens schaffen. Fragt man jedoch erfolgreiche Trader oder Investoren, so gibt es einen Aspekt, über den kaum jemand ernsthaft diskutieren möchte, sondern bei dem es nur um die detaillierte Ausgestaltung geht und das ist das  Risikomanagement beim Forex Trading. Wer langfristig an der Börse, mit dem Trading oder mit irgendwelchem Handel allgemein erfolgreich sein möchte, der muss eine Balance aus eingegangenen Risiken und der Nutzung von Chancen finden, die einen langfristig profitabel sein lässt. Risikomanagement bedeutet dabei keineswegs nur dass man Order zur Begrenzung des Verlusts nutzen sollte, sondern es geht um viel mehr. Um wie viel mehr, erfahren Sie jetzt!

  • Begrenzen Sie den maximalen Verlust eines einzelnen Trades und sichern Sie so ihr Kapital
  • Mit Stop-Loss Orders Trades absichern und somit berechenbar machen
  • Moneymanagement anpassen und Positionsgrößen optimieren
  • Planen Sie ihre Trades im Voraus und setzen Sie sich eine Range zwischen dem Ein- und Ausstieg und überprüfen Sie den Investment Case im Voraus

Beim Forex Trading hat genau genommen kein einziger Trader eine Trefferquote von 100 Prozent. Signale und Indikatoren sind nicht immer fehlerfrei, Fehlinterpretationen kommen erschwerend hinzu und selbst wenn ein Trader alles richtig macht und selbst der Markt zu diesem Zeitpunkt entsprechend verläuft, können kurzfristige Ereignisse zu Kursverwerfungen führen. Im Ergebnis wird also klar, ein bestimmter Anteil von Trades wird zwangsläufig im Verlust enden. Je nach Strategie und Anlageidee variiert dieser Anteil stark und es gibt sogar Trader die mit einer Trefferquote von deutlich unter 50 Prozent profitabel handeln können, weil ihre Gewinn Trades derart viel Profit abwerfen. Dementsprechend muss man aber auch klar sagen, dass jeder Trade sinnvoll ausgestaltet werden muss, wenn man bedenkt dass er immer ins Minus laufen kann. Eine All-IN Strategie mag daher kurzfristig hohe Gewinne mit sich bringen, wird langfristig allerdings definitiv auch zum Verlust führen müssen. Es braucht also ein Risiko- und Moneymanagement, das verhindert, dass einzelne Trades das gesamte Kapital gefährden können und das langfristig dafür sorgt, dass auch mehrere schlecht verlaufende Trades die Gesamtrendite nicht vernichten werden!

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Risikomanagement als Basis jeden Traders

Noch bevor ein Trader sich überhaupt detaillierte Gedanken zu seiner Strategie, den gewünschten Werten oder Anlageklassen oder irgendwelchen Finanzinstrumenten machen kann, muss er sich mit sich selbst und seiner Risikoaversion beschäftigen. Denn Risikomanagement ist nicht bloß reine Mathematik, sondern die Grundlage eines jeden Traders und vor allem auch ein psychologischer Anker. Wer auf sein Risikomanagement vertraut, der hat mit schlechten Phasen weniger Probleme als der, der schon immer ahnt, dass das eigene Trading eigentlich zu riskant und wahrscheinlich eine Art Zockerei ist.

Umso anfälliger man für Panik oder Stress durch Verluste ist, umso komplexer und strenger muss daher auch das Risikomanagement ausgestaltet werden. Während ein risikofreudiger Trader keinerlei Probleme damit haben wird, dass das Depot kurzfristig mal fünf oder sogar zehn Prozent im Minus ist, kann das für einen risikoaversen Anleger bereits ein großes Problem sein. Dazu kommt natürlich noch der mathematische Aspekt, denn wer zum Beispiel fünfzig Prozent seines Kapitals vernichtet hat, der benötigt bereits eine Verdopplung, nur um wieder sein Startkapital innezuhaben.

Risikomanagement ist also nicht nur die Grundlage eines Traders, es ist auch sein Sicherheitsanker, sein Fallnetz und seine Beruhigungspille, wenn es einmal schlechter läuft oder schwierige Entscheidungen zu treffen sind. Darüber hinaus ist es natürlich auch für den wirtschaftlichen Erfolg aus ökonomischer und mathematischer Sicht unerlässlich.

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So funktioniert Risikomanagement beim FX Trading grundsätzlich

Abgesehen von einer grundsätzlich Risikoakzeptanz, die für das Trading stets unerlässlich ist, sollten Sie zunächst für sich herausfinden, wie hoch ihr Sicherheitsverlangen ist und welche Volatilität Sie in ihrem Depot ertragen können. Denn nicht jeder Tag wird im Gewinn enden und jeder angehende Trader sollte sich bewusst sein, dass es Abende gehen wird, an denen er mit Verlusten ins Bett gehen muss. Denn es gibt nichts fataleres, als Trader die noch versuchen mit erzwungenen Trades zumindest den Breakeven Punkt zu erreichen oder sogar noch Gewinne zu machen. Genau dieses Verhalten wird auf kurz oder lang definitiv zum Vollverlust führen.

Risikomanagement erfolgt prinzipiell in vier verschiedenen Schritten. Zunächst müssen Risiken erkannt und verstanden werden. Das erfolgt durch eine genaue Analyse der Gefahren und einer Auswertung aus ökonomischer bzw. mathematischer Sicht. Im dritten Schritt müssen Lösungen zur Minimierung bzw. Vermeidung dieser Risiken gefunden werden, bevor Sie im letzten Schritt diese Lösungen in ihr Trading einbauen, automatisieren und konsequent anwenden können.

Das Risiko falsch zu liegen ist dem Trading immanent und muss daher nur als solche wahrgenommen und akzeptiert werden. Die richtigen Schlüsse daraus sind gerade ein gutes Moneymanagement und das Minimieren von Risiken. Sie müssen sich daher im ersten Schritt fragen, was besondere Risikofaktoren bei ihrem Ansatz sind. Im Folgenden werden wir nun auf einige typische Risikofaktoren zu sprechen kommen, auf die besonders geachtet werden muss.

Der Einsatz von Hebelprodukten als Spezialfall für das Risikomanagement beim FX Trading

Für viele Trader haben Forex Produkte gerade dahingehend einen Reiz, dass sie durch die Anwendung von Hebeln zu geringeren Margin Anforderungen hohe Transaktionen tätigen können. Daraus ergibt sich aber unmittelbar im Umkehrschluss auch ein deutlich erhöhtes Risiko, denn bereits kleinere Schwankungen entgegen der von ihnen erwarteten und gehandelten Richtung haben durch die Hebelwirkung großen Einfluss auf ihr Kapital. Sollte es sogar zu starken Bewegungen entgegen des Plans kommen, wird ein Trade schnell zum Vollverlust. Wie gerade erst bei einigen Flash Crashs an den Devisenmärkten zu sehen war, sind auch an der Forex Börse gehandelte Produkte auf Devisenpaare durchaus in der Lage, um mehrere Prozentpunkte am Tag zu fallen. Hat man dann zum Beispiel einen Hebel von 1:10 eingesetzt, reicht schon eine Veränderung in Höhe von 10 Prozent um das eingesetzte Kapital zu vernichten.

Verzichtet man hingegen gänzlich auf die Verwendung von Hebeln, verzichtet man automatisch auch auf die Chance, höhere Gewinne zu erzielen. Es kommt also in erster Linie auf die Balance zwischen Hebelwirkung als Chance und die Risiken des übermäßigen Kapitalverlusts an. Herr dieser Risiken wird man vor allem mit zwei Ansätzen und das ist zum einen die Kontrolle über das Risiko in Form der Positionsgrößen zu übernehmen und zum anderen mit Stop-Loss Orders zu arbeiten. Zweiteres ist allerdings häufig nicht ganz einfach, weil man dem Trade so wenig Spielraum für dessen Entwicklung lässt und man häufig verfrüht ausgestoppt wird. Begrenzt man hingegen vor allem die Positiongrößen derart, dass zum Beispiel ein einziger Trade nie mehr als 0,5 Prozent des Kapitals ausmacht, wären selbst mehrere Vollverluste für das Depot erträglich. Hier kommt es allerdings auf mehrere Faktoren an, wie die Bereitschaft für Risiken seitens des Traders, die Depotgröße und auch die gehandelten Werte sind entscheidend.

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Markt- und Kurslücken als Risiko nach geschlossenen Märkten

Wer Trades langfristig laufen lassen möchte und zum Beispiel auch über Nacht oder das Wochenende Positionen offen hält, der riskiert Opfer von sogenannten Kurslücken zu werden. Kurslücken sind eine Diskrepanz zwischen Schlusskurse und Eröffnungskursen, meistens ausgelöst durch bestimmte Ereignisse oder Nachrichten.

Das Problem dieser Kurslücken ist, dass so bestimmte Orders nicht ausgeführt werden können und zum Beispiel auch eine Stop-Loss Order nicht bzw. erst zu einem niedrigeren Kurswert ausgeführt werden kann. Wer also langfristige Positionen aufgebaut hat und diese auch hält, der muss dementsprechend einen Puffer einrechnen, weil auch die Stop-Loss Order keine absolute Sicherheit mehr bietet.

Die Schnelligkeit und Unberechenbarkeit der Märkte

Auch wenn heute die Möglichkeiten durch Apps, mobile Trading und Banking und Nachrichten Ticker in Echtzeit sehr gut sind, um stets sogar unterwegs informiert zu sein, sind die Märkte auch so schnell geworden, dass es fast nicht möglich ist, schnell genug zu reagieren.

Flash Crash kommen zudem immer häufiger vor, weil ETF und automatisierte Handelssysteme diese unterstützen. Märkte die ohne ersichtlichen Grund innerhalb weniger Sekunden extreme Schwankungen vornehmen oder die aufgrund der Nachricht eines großen Marktteilnehmers in Bewegung kommen, können kaum noch gehandelt werden und daher muss auch hier trotz Stop-Loss Orders noch ein Puffer einberechnet werden.

Das sind die wichtigsten Risikofaktoren für Trader:

  • Persönliche Probleme mit Verlusten & Angst vor akzeptablen oder sogar notwendigen Risiken
  • Hebelprodukte sorgen für mehr Chancen auf Rendite und höheres Risiko
  • Kurslücken bei langfristigen Positionen
  • Die Schnelligkeit und Unberechenbarkeit oder die Gefahr von Flash Crashs

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Die Stellschrauben zur Organisation eines erfolgreichen Risikomanagements beim FX Trading 

Nachdem die Risiken festgestellt wurden, müssen nun nur noch die wichtigsten Lösungsansätze erörtert werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Risiko zu minimieren, wir werden im Folgenden auf die vier wichtigsten Punkte eingehen, mit dem Sie zu einem sinnvollen und Erfolg versprechenden Risikomanagement beim FX Trading kommen werden.

Schutz vor negativen Kontoständen & Aussetzen bei besonderen Ereignissen 

Um grundsätzlich eine Beschränkung des Risikos zu erhalten, sollten Sie grundsätzlich nur bei Anbietern handeln, bei denen es Schutz vor negativen Kontoständen gibt. Das bedeutet dass es keinerlei Nachschusspflichten geben darf. Die meisten Anbieter haben solche mittlerweile nicht mehr oder nur noch für bestimmte Konten integriert.

Damit Sie aber auch ihr eingezahltes Kapital nicht zu schnell verlieren, sollten Sie zudem bei bestimmten Ereignissen entweder mit weniger Risiko handeln oder sogar ganz aussetzen. So sind zum Beispiel wichtige Zinsentscheidungen von Zentralbanken oder Wahlen häufig Ereignisse, die einfach nicht im Voraus geplant und gehandelt werden können. Selbst wenn das erwartete Ereignis eintritt, hat das nicht immer die zu erwartenden Konsequenzen zur Folge. Ein Beispiel hierfür ist die Wahl von Donald Trump, die zunächst als katastrophal für die Märkte angekündigt wurde, in Wahrheit allerdings zunächst für eine Rallye gesorgt hatte. Hätte man hier tatsächlich das richtige Ergebnis der Wahl vorhergesehen und hätte entsprechend eine Short Strategie gewählt, hätte man direkt große Verluste eingefahren.

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Die Optimierung der Ordergrößen 

Wer seine Ordergrößen im Griff hat, der kann von Vorneherein sein Risiko minimieren und den maximalen Verlust beschränken. Empfehlungen für die richtige Ordergröße gibt es viele verschiedene und Experten streiten teilweise hart darum, welches Verhältnis am sinnvollsten wären.

Ein Verlust von mehr als 2,5 Prozent pro Trade gilt jedoch in der Regel bereits als schwerer Verlust und sollte daher möglichst verhindert werden. Umso größer ein Konto ist, umso kleiner können auch die Positionen gewählt werden, da die Kosten hier nicht zu schwer ins Gewicht fallen. Kleinere Konten hingegen müssen häufig mit etwas höherem Risiko gehandelt werden, da ansonsten die Kosten eine unverhältnismäßige Höhe einnehmen würden.

Mit Stop-Loss Order das Risiko einschränken

Aufgrund unserer Feststellung, dass die Märkte zu schnell und unberechenbar sind, macht es Sinn nach einem automatisierten System zu suchen. Stop-Loss Orders können genau diesen Part übernehmen, denn so werden, je nach Verfügbarkeit, exakt an bestimmten Kursmarkierungen Verkäufe getätigt.

Um den richtigen Rahmen für einen Trade herausfinden zu können, muss zunächst eine Range festgelegt werden, in der Sie ihren Trade laufen lassen möchten. Der Ein- und mögliche Ausstiegszeitpunkt muss also bereits bei der Eröffnung festgelegt und eingestellt werden. Um ein gutes Risikomanagement beim FX Trading zu gewährleisten, müssen Sie aber stets auch konsequent sein und die entsprechenden Orders ausführen lassen. So können Sie dafür sorgen, dass auch fehlgeschlagene Trades nur einen bestimmten Teil der Ordergröße vernichten. So kann Kapital erhalten werden und während Verluste begrenzt werden, können Gewinne laufen gelassen werden.

Bedachter Einsatz von Hebeln

Schließlich sollten Sie noch darauf achten, dass Sie den Einsatz von Hebeln reduzieren und nur gezielt nutzen. Auch die Ordergröße sollte im Fall von Hebeln noch einmal angepasst und im Zweifel geringer gewählt werden.

Zudem bieten Anbieter teilweise sehr hohe Hebel von 1:30 oder sogar noch mehr an. Diese Hebel sollten entweder nur von Experten oder bei sehr geringen Positionen genutzt werden, da hier hohes Risiko besteht. Im Zweifel sollten daher nicht nur die Positionen, sondern auch der Hebel ein wenig geringer gewählt werden.

Mit Risikomanagement beim FX Trading ist ein Trader auf der sicheren Seite

An einem soliden Risikomanagement geht kein Weg vorbei, denn sowohl aus ökonomischer als auch aus psychologischer Sicht ist ein System zur Minimierung von Risiken und zum Erhalt des Kapitals und somit dem Werkzeug des Tradings unerlässlich. Die Art und Weise wie ein Risikomanagement betrieben werden sollte, hängt sowohl vom Trader selbst, seiner Strategie, der Kontogröße und den gehandelten Werten ab. Die Stellschrauben sind jedoch meistens die Gleichen. Mit den Basics die Sie aus diesem Ratgeber entnehmen können, sollten Sie problemlos ihr Risiko minimieren und somit langfristig ihre Chancen ein profitabler Trader zu werden erhöhen können.