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Social Trading – mit der Community zum Handelserfolg

Updated 24 Nov 2020

Soziale Netzwerke sind aus der heutigen Zeit nicht wegzudenken. Social Trading vereint die Vorzüge sozialer Netzwerke mit denen des Börsenhandels. Beim Social Trading geht es darum, dass die Anleger vom Wissen der Community – der Schwarmintelligenz – profitieren. Daher gibt es neben den konventionellen Brokern mehr und mehr Social Trading Anbieter und spezielle Plattformen. Hier können die Anleger handeln und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Die „Signalgeber“ auf der Social Trading Plattform sind vergleichbar mit den „Influencern“ auf Facebook und Co. Wie genau Social Trading funktioniert und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.

  • Social Trading kombiniert Vorteile sozialer Netzwerke mit dem Handel
  • Ziel ist es, vom Wissen der Community zu profitieren
  • Weniger erfahrene Trader können sogenannten Signalgebern folgen und Trades kopieren
  • Social Trading wird für verschiedene Finanzinstrumente angeboten

Was ist Social Trading?

Social Trading ist für viele Anleger die zeitgemäße Art des Handels. Jeder kennt die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und andere Plattformen; hier treffen zahlreiche User in einer virtuellen Community aufeinander. Die Nutzer sind weltweit ansässig, sodass es zu einem unkonventionellen, grenzüberschreitenden Austausch kommt. Ein ähnliches Prinzip nutzt das Social Trading: Dabei treffen Trading-Anfänger, Privatanleger und ambitionierte Trader aufeinander. Sie werden in zwei Kategorien eingeteilt: Follower und Signalgeber.

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Contentgrafiken Vergleich Social Trading

Der Unterschied zwischen Signalgebern und Followern

Die Signalgeber sind diejenigen, nach denen sich die Follower richten. Sie geben auf der Trading-Plattform beim Handel den Ton an. Signalgeber veröffentlichen ihre Handelsstrategien in einem Depot und stellen sämtliche Verkäufe und Käufe in ihrem Aktiendepot transparent dar. Die Follower können genau erkennen, welche Handelsstrategie angewandt wurde oder wie es um die Wertentwicklung bestellt ist. Auf diese Weise lässt sich der Handel Schritt für Schritt nachvollziehen und kopieren.

Die Follower tun genau dies: Sie investieren und lassen sich durch die Strategien der Signalgeber inspirieren. Sie können das Portfolio der Signalgeber komplett oder in Teilen kopieren. Meist beobachten die Follower einige Zeit die Handelsaktivitäten, bevor sie tatsächlich investieren.

Social Trading ist eine Chance für unerfahrene Anleger

Unerfahrene Anleger haben wenig Kenntnis über den Handel und agieren daher oftmals zögerlich. Sie nutzen beispielsweise beim Broker ein Demokonto, um zunächst ohne eigenes Kapital mit dem Handel zu beginnen und sich mit den Marktszenarien vertraut zu machen. Über die Plattformen können sie erfolgreichen Tradern folgen, ihre Handelsstrategien beobachten oder nachahmen.

Wie wird Social Trading ausgeführt? So profitieren die Follower

Beim Social Trading können die Anleger auf verschiedene Weise partizipieren. Jede Plattform hat unterschiedliche Ansätze, was sich auch im Social Trading Broker Vergleich widerspiegelt. Mittlerweile gibt es deutschland- und weltweit Plattformen, die sich beim Social Trading durchgesetzt haben, darunter jene, bei denen Käufe und Verkäufe des Signalgebers 1:1 repliziert werden können. Hier sprechen wir von Mirror oder Copy Trading. Für die Follower bedeutet dies, dass sie sämtliche Handelsaktivitäten des Signalgebers übernehmen.

Zertifikat für Social Trading kaufen

Eine weitere Möglichkeit für die Follower ist der Kauf von Zertifikaten. Dabei handelt es sich aber nicht um börsliche, sondern um plattformeigene Zertifikate. Es gibt Social Trading Plattformen, bei denen die Follower ein Zertifikat erwerben müssen. Erst dann können sie in das Musterdepot des Signalgebers Einsicht nehmen und die Strategien 1:1 kopieren. Das Zertifikat kann aber auch wie ein Wertpapier gehandelt werden. Es lässt sich in ein bereits bestehendes Wertpapierdepot beim Online-Broker oder der Bank übertragen.

Automatisches Nachvollziehen der Handelsaktivitäten

Die Follower können zu jeder Zeit die Handelsaktivitäten des Signalgebers nachvollziehen – ein wesentlicher Vorteil beim Social Trading. Zwar zeigt der Social Trading Vergleich der Plattformen, dass es verschiedene Handlungsweisen gibt, aber der Grundgedanke ist immer gleich. Monetär interessant ist das Social Trading für Signalgeber und Follower gleichermaßen. Die Signalgeber erhalten für ihre Ideen und Veröffentlichung eine Entlohnung und die Follower partizipieren an den Gewinnen ihrer kopierten Trades.

Follower werden – so funktioniert Social Trading für Copy Trader

Trader, die sich für das Prinzip des Social Trading interessieren, können sich auf einer Plattform anmelden und zunächst einen Überblick verschaffen. Meist werden besonders erfolgreiche Signalgeber vorgestellt, die sie beobachten können. Wie der Weg zum Follower im Detail aussieht, hängt von der der ausgewählten Social Trading Plattform ab. Um überhaupt als Follower in Erscheinung zu treten, müssen sich die Anleger zunächst bei der Plattform registrieren. Anschließend können sie wahlweise einen erfolgreichen Signalgeber auswählen (unabhängig von den Finanzprodukten) oder gezielt nach Signalgebern für präferierte Investitionsmöglichkeiten suchen.

Interaktion mit der Community

Im Broker Vergleich der Social Trading Plattformen wird deutlich, dass die Interaktion mit den anderen Nutzern ein wesentlicher Bestandteil von Social Trading ist. So können die Follower beispielsweise bei einigen Plattformen sämtliche Handelsaktivitäten aller Community-Mitglieder sehen. Auf diese Weise funktioniert die Auswahl eines Signalgebers noch einfacher. Zu jedem Nutzer werden transparent sämtliche Informationen zur Verfügung gestellt. Dazu gehören:

  • Trading-Historie
  • Performance
  • Gehandelte Finanzinstrumente
  • Gewinne und Verluste

Diese Transparenz ist ein wesentlicher Bestandteil von Social Trading. Es können zudem einzelne Trader miteinander verglichen werden. Möglich machen das die Filterfunktionen, die bei den meisten Plattformen vorhanden sind. Bevor sich Anleger für einen Signalgeber entscheiden und nach dessen Strategien reales Geld investieren, sollten sie sich Zeit für den Vergleich nehmen.

Signalgeber – der Weg zum „Guru“

Wie ein Anleger zum Signalgeber wird, lässt sich nicht pauschalieren. Die Handelsplattformen haben verschiedene Vorgehensweisen. Bei einigen Plattformen müssen die künftigen Signalgeber eine bestimmte Performance innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes erbringen und dürfen ein Verlustlimit nicht überschreiten. Andere handhaben die Regulierung und Zulassung für Signalgeber vergleichsweise unkonventionell.

Erfolgreiche Handelsstrategie vorweisen

Die Follower entscheiden sich erfahrungsgemäß für die besonders erfolgreichen Signalgeber, die wenige Verluste erzielen. Daher sollte jeder Signalgeber eine gute Handelsstrategie anwenden, um möglichst hohe Renditen zu erzielen. Natürlich ist niemand vor Verlusten gefeit, diese sollten aber deutlich geringer als die Gewinne ausfallen. Generell ist es im Interesse eines Signalgebers, so viele Follower wie möglich zu haben: Mit jedem Trading-Anhänger verdient er zusätzliches Geld. Die Entlohnung findet auf unterschiedliche Weise statt. Einige Signalgeber erhalten beispielsweise eine Performance-Fee, andere beteiligen den Signalgeber am erzeugten Handelsvolumen. Bei einer der führenden Handelsplattformen gibt es Pauschalen für die Anzahl der Follower.

Die namentliche Bezeichnung auf den einzelnen Social Trading Plattformen unterscheidet sich ebenfalls. Bei einigen werden Signalgeber als „Gurus“, bei anderen wiederum als „Social Trader“ bezeichnet.

Tipp: Signalgeber sollten immer möglichst transparenten Kontakt zu ihren Followern haben. Schließlich bedeutet jeder Follower, der die Handelsstrategien des Signalgebers anwendet, potenzielles weiteres Kapital. Wer seine Follower für den Handel begeistern kann, erzielt damit zusätzliche Einnahmen.

Wie finanzieren sich Social Trading Plattformen?

Social Trading Plattformen sind wirtschaftliche Unternehmen, ebenso wie Broker oder Banken. Ihr Fokus liegt darin, Gewinne zu erzielen und wirtschaftlich zu agieren. Wodurch finanzieren sich die Social Trading Plattformen? In der Regel müssen die Follower nur eine geringe Gebühr zahlen, um einem Signalgeber zu folgen. Die Signalgeber selbst müssen bei den meisten Handelsplattformen gar keine oder nur eine niedrige Gebühr entrichten. Wie also finanzieren sich die Social Trading Plattformen? Die Vorgehensweise ist von Handelsplattform zu Handelsplattform unterschiedlich. Einige renommierte Anbieter finanzieren sich mit dem Eröffnen von Handelspositionen. Die Trader müssen zwar keine direkte Gebühr bei der Positionseröffnung zahlen, aber sie fällt indirekt über die Spreads an. Damit finanzieren sich diese Social Trading Plattformen aus der Differenz des An- und Verkaufskurses.

Berechnung mit Zertifikaten

Es gibt einige Social Trading Plattformen, die bei der Finanzierung einen anderen Weg gehen: Hier werden Zertifikate verkauft und mit einer jährlichen Gebühr berechnet. Außerdem zahlen die Follower eine Performance-Fee, die prozentual variieren kann; erfahrungsgemäß liegt sie zwischen 5 und 30 Prozent der Rendite. Hinzu kommen die Ordergebühren, die beim Kauf der Zertifikate über den Broker anfallen. Damit ist diese Kostenstruktur deutlich komplexer als bei vielen anderen Social Trading Plattformen.

Beitragsbilder Ratgeber Social Trading

Auswahl der Social Trading Plattform – diese Unterschiede gibt es

Ein bester Social Trading Broker lässt sich vor allem über einen Vergleich finden, da die Auswahl am Markt mittlerweile sehr umfangreich ist. Die Handelsplattformen arbeiten mit verschiedenen Ansätzen. In Deutschland und weltweit gibt es einige Anbieter, die sich auf das Social Trading fokussiert haben. Angeboten wird dabei nicht nur der Aktienhandel, sondern mittlerweile auch der Handel auf dem Devisenmarkt (Forex-Geschäfte); allerdings trifft das nicht auf alle Plattformen zu. Auch der Handel mit Differenzkontrakten und Rohstoffwertpapieren (ETCs) oder den börsengehandelten Indexfonds (ETFs) gehört mittlerweile bei einigen Social Trading Plattformen zu den Investmentmöglichkeiten.

Unterschiede bei der Vergütung

Die Social Trading Plattformen arbeiten mit verschiedenen Vergütungsmodellen. Im Broker Vergleich wird deutlich, dass es dafür mehrere Ansätze gibt. Einige Plattformen entlohnen die Signalgeber pauschal für jeden Follower, andere richten die Höhe der Vergütung nach dem Handelsvolumen. Gleiches gilt für die Kosten der Follower: Auch hier gibt es variable Ansätze, die sich von Trading-Plattform zu Trading-Plattform unterscheiden.

Unterschiede bei den Serviceleistungen

Nicht nur bei den Investmentmöglichkeiten und den Kosten bestehen Unterschiede, sondern auch bei den Serviceleistungen. Es gibt renommierte Plattformen, die ihren Usern marktaktuelle Nachrichten in Form eines Newsfeed zur Verfügung stellen. Gleiches gilt für sämtliche Transaktionen der Signalgeber. Auch sie können über einen Newsfeed besonders schnell nachvollzogen werden. Beliebt sind darüber hinaus Social Trading Apps, die den mobilen Handel ermöglichen. Damit bleiben Signalgeber und Follower überall miteinander in Kontakt.

Chancen und Risiken beim Social Trading

Das Kopieren von Anlagestrategien ist nicht für alle Anleger gleichermaßen geeignet, muss aber nicht nachteilig sein. Vor allem unerfahrene Anleger können investieren, ohne ihre Positionen dabei selbst auswählen und managen zu müssen. Die Signalgeber fungieren faktisch als Fondsmanager und geben den Followern Einblick in ihre Strategien und Investments. Diese Art des Handelns ist für viele Anleger eine interessante Alternative zu konventionellen Anlageformen. Weitere Vorteile sind der geringe Kostenaufwand und die Risikostreuung. Ein Fondsmanager auf dem freien Markt kostet deutlich mehr, als die Follower an die Signalgeber zahlen müssen. Bereits mit geringen Investment ist so der Handelseinstieg möglich. Die Social Trading Plattformen bieten verschiedene Mindesteinlagen, die bereits ab 50 USD beginnen.

Nachteile beim Social Trading

Es gibt auch einige Nachteile beim Social Trading, die wir nicht verschweigen möchten. Wer beispielsweise ein Zertifikat auf einer der Social Trading Plattformen erwirbt, sieht sich mit dem Emittenten-Risiko konfrontiert. Ein weiterer Nachteil beim Social Trading ist die teilweise fehlende Kontrolle der Signalgeber. Abhängig von der Plattform müssen die Signalgeber besondere Anforderungen erfüllen, um überhaupt als „Guru“ zugelassen zu werden. Natürlich lässt sich dieser Umstand nicht für alle Social Trading Plattformen verallgemeinern, aber er ist dennoch zu berücksichtigen. Außerdem stellen die Handelsstrategien selbst ein Risiko dar: Signalgeber mit einer besonders guten Performance nutzen meist äußerst risikoreiche Strategien. Signalgeber, die längerfristige und defensive Strategie nutzen, erscheinen meist nicht in den Top-Platzierungen. Hier sollten potenzielle Follower genauer hinsehen und umsichtig auswählen.

Social Trading als Chance für Investoren

Social Trading ist eine Alternative zu konventionellen Anlagemethoden. Hier werden die Vorzüge der sozialen Netzwerke und des Börsenhandels kombiniert. Mittlerweile ist die Auswahl der Social Trading Plattformen enorm gestiegen, sodass ein Vergleich der Anbieter sinnvoll ist. Unterschiede gibt es hinsichtlich der verfügbaren Handelsinstrumente, bei den Kosten und Serviceleistungen. Beim Wertpapierhandel ist Social Trading besonders weit verbreitet, aber nicht die einzige Möglichkeit zu investieren. Inzwischen sind weitere Finanzinstrumente dazugekommen, darunter Forex-Geschäfte, ETFs, CFDs und ETCs. Die Auswahl kann von Plattform zu Plattform variieren. Gleiches gilt für die Zulassung der Signalgeber: Bei einigen Plattformen müssen sie ein umfangreiches Überprüfungsverfahren durchlaufen, bei anderen nicht. Entscheidend sind vor allem die Performance und die Gewinne und Verluste innerhalb eines gewissen Zeitraumes.

Beim Social Trading können zum einen die Follower von den Handelsstrategien und Ideen der Signalgeber partizipieren, zum anderen die Signalgeber zusätzliches Geld verdienen. Dafür gibt es verschiedene Vergütungsmodelle. Einige Social Trading Plattformen entlohnen die Signalgeber prozentual am Handelsvolumen, andere nach der Anzahl der Follower. Haben Sie Lust, Social Trading einmal auszuprobieren? Sehen Sie sich in der Position eines Follower? Oder sind Sie ein ambitionierter Trader, der anderen als Signalgeber dienen kann? Im Social Trading Broker Vergleich finden Sie zahlreiche Möglichkeiten, sich bei den besten Anbietern zu registrieren. Geeignet ist dieses Handelskonzept auch für unerfahrene Anleger, denn sie können nicht nur vom Wissen der Community profitieren, sondern vor allem vom Wissen der erfahrenen Trader.