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Die nächsten Schritte: Welche Trading-Ausbildung ist die richtige?

Updated 26 Okt 2020
Trading

Die meisten Einsteiger merken schnell, dass sie sich weiterbilden müssen, um erfolgreich handeln zu können. Doch welche Trading-Ausbildung ist die richtige? Es gibt inzwischen im Internet nahezu unzählige Möglichkeiten, sich im Finanzbereich weiterzubilden. Doch gerade bei der Trader-Ausbildung gibt es viele unpassende und nicht lohnende Ausbildungen.

Wir informieren Sie darüber, was sie bei der Wahl der richtigen Trading-Ausbildung beachten sollten und wie sie einfach Angebote aussortieren, die Ihre Zeit oder Ihr Geld nicht wert sind.

  • Zeitaufwand ist groß
  • Finanzieller Aufwand je nach Ausbildung unterschiedlich
  • Qualität schwankt sehr
  • Fragebogen hilft bei der Auswahl

Aufwand: Ausbildung kostet Zeit und Geld

Einer der wichtigsten Faktoren auf der Suche nach der richtigen Trading Ausbildung ist der finanzielle und zeitliche Aufwand. Trader und Interessenten haben inzwischen die Wahl aus einem sehr umfangreichen und vielseitigen Angebot: Vom kostenfreien, zweiminütigen Video bis hin zur jahrelangen Weiterbildung für einen fünfstelligen Betrag ist nahezu jede Art von Aufwand abgedeckt.

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Dementsprechend sollten Trader systematisch an die Weiterbildung herangehen und sich fragen, was sie in welchem Zeitraum investieren können und wollen. Die Ausbildung im Trading-Bereich ist auch vergleichsweise kostengünstig möglich und auch im höherpreisigen Segment ist die Qualität der Lehre nicht immer gesichert. Grundsätzlich haben Trader die folgenden Möglichkeiten, sich weiterzubilden:

  • Online-Kurse und Seminare
  • Webinare und Videos
  • Bücher und Workbooks
  • (Fern-)Studium und Ausbildung im Betrieb

Der klassische Weg eines Berufstraders ist das BWL-Studium mit anschließender Ausbildung bei einer Investmentbank. Für Hobbytrader ist dies natürlich viel zu aufwändig und nicht alle Studenten, die Investmentbanker werden wollen, erhalten auch einen Platz.

Dennoch sollten Trader darauf achten, dass sie sich möglichst systematisch weiterbilden. Eine Möglichkeit wären Kurse und Seminare, die von erfahrenen Weiterbildungsinstituten angeboten werden und den Kenntnisstand des Traders auch widerspiegeln können. Sie sind allerdings oftmals vergleichsweise kostenintensiv.

Deutlich günstiger sind Webinare und Videos im Internet, die oft sogar völlig kostenfrei erhältlich sind. Die Qualität ist entsprechend wechselhaft. Bücher und Lernmaterialien von Fachverlagen bilden hingegen oft ein sehr hohes Niveau ab, erfordern jedoch auch viel Disziplin. Dafür sind sie oft günstiger als Weiterbildungen, haben jedoch auch weniger Praxisbezug.

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Was ist besser: Spezialist oder Generalist werden?

Wer sich weiterbilden möchte, sollte dies natürlich mit dem Ziel machen, so gut zu traden, wie es nur möglich ist. Die Frage, welcher Weg dabei der richtige ist, ist sicherlich nicht für jeden gleich zu beantworten. Viele erfolgreiche Trader beschränken sich allerdings auf sehr wenige Märkte, Regionen und Basiswerte.

Das spricht natürlich dafür, dass es sehr sinnvoll ist, sich zumindest über kurz oder lang zu spezialisieren. Allerdings ist dies zu Beginn noch nicht sinnvoll. Einsteiger sollten sich in einer Trading Ausbildung einen breiteren Überblick darüber verschaffen, welche Techniken und Grundlagen für das Trading generell wichtig sein können und sich auch zumindest oberflächlich mit ihnen auseinandersetzen.

In einem zweiten Schritt kann es hingegen sinnvoll sein, sich zu spezialisieren. Wer einen guten Überblick hat, kann sich konkreter mit den Strategien und Märkten beschäftigen, die ihm sinnvoll erscheinen. Es ist dann sehr sinnvoll, sich auch stark darauf zu beschränken und alle notwendigen Grundlagen zu erlernen. Wer auslotet, welche Möglichkeiten und Chancen in der von ihm gewählten Spezialisierung liegen, handelt eher erfolgreich als ein Generalist, der alles ausprobiert und in keinem Bereich tatsächlich aussagekräftige Erfahrungen macht.

Später kann es dann wieder sinnvoll sein, auch Abseits dieser Spezialisierung nach anderen Einflüssen und Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Nicht umsonst wird Interdisziplinarität immer wichtiger: Wer auch abseits der eigenen Expertise nach interessanten Ansätzen und Erkenntnissen sucht, sieht über seinen eigenen Tellerrand hinaus und kann wichtigen Input erhalten, mit dem er sich und seine Strategien noch weiter verbessern kann.

Trading Ausbildung : nicht nur auf kostenfreie Materialien zurückgreifen

Wer sich beim Trading weiterbilden möchten, findet im Internet kostenfreies Material, das ihn vermutlich über Jahre beschäftigen kann. Allerdings hat es durchaus Schwächen, sich nur auf kostenfreie Angebote zu beschränken:

  • Systematisches Lernen kaum möglich
  • Qualität stark schwankend
  • Versteckte Gewinnabsicht möglich

Bei den kostenfreien Angeboten handelt es sich nur selten um systematische und tiefgehende Lernmaterialien. Stattdessen werden – oft ohne ausreichende didaktische Erfahrung – verschiedene Themen aneinandergereiht. Sich sinnvoll weiterzubilden und dabei weder über- noch unterfordert zu werden, ist auf diese Weise natürlich kaum möglich.

Ein weiterer großer Nachteil ist, dass oft keine Qualitätskontrolle stattfindet. Es handelt sich deswegen nicht immer um schlechter oder sogar irreführende Materialien. Allerdings kann jeder Mensch Videos, E-Books oder andere Materialien produzieren, ohne seine Expertise nachgewiesen zu haben. Als Einsteiger ist es jedoch kaum möglich einzuschätzen, was davon tatsächlich beim Trading sinnvoll umgesetzt werden kann. Das ist gerade für Anfänger ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Ein dritter Punkt ist, dass viele Bildungsmaterialien ein Ziel verfolgen. Im Optimalfall ist es die Orientierung als Experte oder die Kundenbindung, die beispielsweise bei Brokern oftmals der Grund für ein Bildungsangebot ist. Der Hintergrund kann jedoch auch sein, Trader zum Handeln zu animieren, wie es bei manchen weniger fairen Brokern der Fall ist. Oder der Anbieter will eigentlich vor allem seine Strategie weiterverkaufen.

Bei bezahlten Bildungsangeboten haben Trader mehr Sicherheit, dass die Materialien hochwertiger und unabhängiger sind, weil dann das Geschäftsmodell auf hochwertiger Lehre aufbaut.

Austausch mit anderen Tradern suchen

Vielfach zeigt sich, dass Trader vom Austausch mit Gleichgesinnten sehr stark profitieren können. Das liegt nicht zuletzt auch an der persönlichen Weiterentwicklung, zudem andere Menschen in der Regel am meisten beitragen.

Einsteiger haben oftmals ähnliche Sorgen und Probleme und unterstützen sich gegenseitig oft gerne. Aus gemeinsamem Lernen und Wachsen entstehen oftmals Freundschaften.

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Wer schon als Einsteiger mit fortgeschritteneren Tradern in Kontakt kommt, kann von diesen oft deutlich mehr und schneller lernen, als dies im Alleingang möglich wäre. Denn diese berichten häufig gerne von den Fehlern, die sie zu Beginn gemacht haben, und helfen Anfängern so, diese zu vermeiden. Dies betrifft natürlich nicht nur die typischen Einsteigerfehler beim Trading selbst: Auch Weiterbildungsmöglichkeiten oder nicht funktionierende Strategien werden unter Tradern oft behandelt.

Außerdem ist es durch soziale Kontakte mit ähnlichen Interessen oftmals deutlich schöner, zu handeln. Das bisherige Umfeld versteht die Begeisterung möglicherweise nicht oder kann Berichte über Erfolge oder Fehltrades kaum richtig einordnen. Trading ist für viele Hobby und gewinnt durch den Austausch auch auf persönlicher Ebene.

Trader sollten dabei allerdings auch beachten, dass die Anonymität des Internets teilweise zweischneidige Blüten treibt. Zum einen ist es möglich, dass Trader mit Menschen in Kontakt kommen, die Gewinnabsichten haben und diese nicht offenlegen. Empfehlungen in Foren sind dementsprechend immer auch mit etwas Vorsicht zu genießen. Zum anderen gibt es gerade unter den Tradern auch einige Hochstapler, die sich ihre Misserfolge möglicherweise selbst nicht eingestehen, deren Aussagekraft allerdings in jedem Fall etwas beschränkter ist.

So finden Sie die beste Trading Ausbildung

Viele Fallstricke lauern auf die Trader, die eine passende Trading Ausbildung für sich suchen. Erfolgreicher endet die Suche oft dann, wenn Interessenten einen Fragekatalog anwenden, mit dem sie das jeweilige Angebot untersuchen können:

  • Kenntnisstand: Passen Bildungsniveau und Trader zusammen?

Es gibt kaum etwas ärgerlicheres, als wenn ein Trader, der sich auf fortgeschrittenem Niveau befindet, Zeit und Geld mit einer Weiterbildung für Einsteiger verschwendet. Dabei gilt, dass gerade günstige Weiterbildungen oft auf einen sehr niedrigen Kenntnisstand zielen.

  • Thema: Hilft es dem Trader konkret in seinem Alltag?

Gerade Einsteiger versuchen gerade zu Beginn, so viel wie möglich zu lernen und dabei auch unterschiedliche Themenbereiche abzudecken. Gerade zu Anfang kann es jedoch sinnvoll sein, sich erstmal auf wenige Taktiken und Basiswerte zu konzentrieren.

  • Zeitliche Einteilung: Kann der Trader die Anforderungen erfüllen?

Wer neben dem Beruf Trading erlernen möchte, hat oftmals nur begrenzte zeitliche Kapazitäten. Viele umfangreichere Seminare finden an mehren Tagen hintereinander statt, für die sich der Trader dann Urlaub nehmen müsste. Andere blockieren mehrere Wochenenden. VoD und Webinare lassen sich hingegen oft zeitlich flexibel nutzen.

  • Finanzieller Aufwand: Kann sich der Trader die Weiterbildung leisten?

Während Einsteiger für die Grundlagen oftmals noch kostenfreie Angebote finden, die sie gut nutzen können, werden Angebote mit fortschreitendem Kenntnisstand oft immer teurer.

  • Qualität: Ist die Weiterbildung den Aufwand wert?

Traders sollten den Ruf des Anbieters überprüfen, um unseriöse oder schlechte Angebote früh herausfiltern zu können. Beispielmaterial und Kundenberichte sind Hilfsmittel, um die Qualität einschätzen zu können.

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Fazit: Die richtige Weiterbildung hängt von verschiedenen Faktoren ab

Weiterbildung gehört zum Trading dazu. Sie ist gerade zu Beginn sehr wichtig, verliert jedoch auch für fortgeschrittene Trader nicht an Bedeutung. Es spart viel Zeit, Energie und auch Geld, wenn Trader sich möglichst systematisch weiterbilden und von Beginn an auf die Qualität der Materialien legen, mit denen sie sich fortbilden.

Die meisten Einsteiger werden dabei nicht die Ambitionen haben, sich auf dem Niveau eines Berufstraders weiterzubilden. Dementsprechend ist die richtige Trading-Weiterbildung natürlich immer auch eine Abwägung: Was erhält der Trader für wie viel zeitlichen und finanziellen Aufwand? Die Antwort darauf kann sehr unterschiedlich ausfallen, sodass es von großer Bedeutung ist, sich mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Dabei – und auch bei der Weiterbildung und dem Trading an sich – können Gleichgesinnte und eine Trading Community sehr hilfreich sein. Trader sollten Kontakt zu anderen Tradern suchen, um Kontakte zu knüpfen, unterstützt zu werden und auch anderen mit ihren Erfahrungen weiterzuhelfen.

Dabei müssen Trader auch ein gesundes Mittelmaß zwischen Spezialisierung und zu allgemeiner Weiterbildung finden. Die Weiterbildung kann aufwändig sein und nicht zuletzt sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Es lohnt sich allerdings gerade für Einsteiger, diese auch zu investieren, bevor sie viel Geld riskieren.